NFL-Preview Week 14: Ruhige Gewässer

…and again

Panthers 2013.

Ist das wirklich schon der 1000te Eintrag auf diesem Blog? Das ist ein guter Anlass, um auf einen NFL-Sonntag vorauszuschauen, der etwas von „Ruhe vor dem Sturm“ hat – stark darauf hindeutende Vorzeichen, dass es heute hoch her gehen wird.

19h – Washington vs. Baltimore

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So 19h   WAS - BAL
So 22h   SF  - MIA
So 02h20 GB  - DET

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So 19h   MIN - CHI
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Keine Woche ohne RG3, und mit Recht: Während die spektakuläre Redskins-Offense mit ihrem einzigartigen Quarterback schon per se ein Hingucker ist, kommt bei Washington (6-6) nach einer Siegesserie nun auch noch der Faktor „Playoffs – warum nicht?“ dazu: Am Montag wurde in einem überlebenswichtigen Spiel New York geschlagen, jetzt ein weiteres – für interconference-Spiele ungewöhnlich – brutal wichtiges Heimspiel für die Skins gegen den „Lokalrivalen“ (auch Washington spielt technisch gesehen in Maryland) aus der AFC, Baltimore Ravens (9-3).

Diese sollten sich aufgrund der Seeding-Situation in der AFC auch nicht zu viele Ausrutscher erlauben, und so sehen wir einen Wunder-RG3 gegen eine wunde Ravens-Offense, und einen instabilen Ravens-Angriff gegen eine immer stabilere Redskins-Defense. Man halte mich für verrückt, aber ich sehe Washington mindestens auf Augenhöhe mit den Jungs von John Harbaugh.

Das zweite große 19h-Spiel ist Cincinnati (7-5) – Dallas (6-6). Die Bengals begeistern mich mit ihrer sanften Spielweise: Da wird wenig Rabatz gemacht, aber die Defense legt sich wie Mehltau auf den Gegner und im Angriff packen QB Dalton/WR Green neben viel Kleingewichse immer 1-2 Big Plays raus, die zum 23-13 Sieg reichen.

Bei den Cowboys gab es gestern einen tödlichen Verkehrsunfall zu beklagen: LB Jerry Brown kam bei einer (Alkohol?)-Fahrt im Auto vom Teamkollegen Josh Brent ums Leben. (Brent war der Pilot gewesen)

Ich schreibe es nicht gerne, aber Tampa Bay (6-6) – Philadelphia ist angesichts des Eagles-Absturzes fast zur Pflichtaufgabe mutiert, wollen die Buccs – fraglos ein Team mit Playoff-Kaliber – im Rennen um die Post Season bleiben.

Die NFC North wird um 19h mit dem „Rückspiel“ von Minnesota (6-6) – Chicago (8-4) abgearbeitet, und angesichts der schwachen Leistungen von QB Chris Ponder tauchen immer mehr Pundits auf, die Ponder über kurz oder lang bei den Vikes ersetzt sehen wollen. In der Tat schien Ponder zuletzt als one trick pony entlarvt. Was nicht hilft: Allzweckwaffe Percy Harvin fällt bis Saisonende aus.

CarolinaAtlanta ist das „Rückspiel“ von jenem berüchtigten Rivera-Punt in der frühen Saisonphase. Excel geht soweit, dass die Panthers (3-9) mit 63% über die Falcons (11-1) favorisiert sind. Ich bin ganz Ohr.

PittsburghSan Diego. Bei diesem Matchup fällt mir immer wieder das eine dritte Playoff-Viertel im fernen 2009 statt, als die Steelers auf dem Weg zur Superbowl mal gegen die Chargers einen einzigen Offensivspielzug der Chargers im kompletten Viertel zuließen: Eine INT gegen Philip Rivers.

Diesmal ist die größte Pregame-Storyline die kommende Entlassung von Norv Turner und AJ Smith das Comeback von Big Ben Roethlisberger.

St LouisBuffalo ist zwar kein besonderes Matchup, aber wer kein GamePass-Besitzer ist, für den sei an dieser Stelle darauf verwiesen, dass es dieses Spiel unter diesem Link im Gamepass diese Woche gratis gibt – man muss sich allerdings registrieren.

22h – San Francisco vs. Miami

Quarterback-Watch wie zu alten Montana/Marino-Zeiten im Candlestick-Park: Die junge Scramble-Sensation Colin Kaepernick gegen den Rookie Ryan Tannehill – beide mit bisher gemischten Eindrücken, aber beide IMHO besser als man befürchtet hatte. Kaepernick war letzte Woche in St Louis mit jugendlichem Übermut in der Crunch-Time mitverantwortlich für die Auswärtsniederlage, aber ich wäre überrascht, wenn Jim Harbaugh ihm deswegen einen Strick drehen würde.

Tannehill spielt schon die ganze Saison, und es sieht nicht jede Woche gleich gut aus. Man hält Tannehill allerdings zugute, dass Miamis Offense auch nicht wirklich die ganz großen Waffen hat, was noch eine Untertreibung sein könnte: Es sind so wenige Skill-Player von Format vorhanden, dass Head Coach Joe Philbin und OffCoord Mike Sherman, zwei Leute, die sich Spread-Offense auf die Stirn geschrieben haben, vornehmlich über „langweilige“ 2WR-Aufstellungen plus Fullback operieren.

(Hypehypehypehypehypehype: Aus der Kanalisation von San Francisco dringt durch, dass es heute das NFL-Debüt von Lamichael James, seines Zeichens 49ers-Rookierunningback, geben könnte)

ArizonaSeattle war eines der spektakulärsten Spiele des ersten Spieltags. Seither haben sich die Blätter gewendet, und während heute die Seahawks im eigenen Stadion um Playoffeinzug und Divisionssieg mitspielen, testen die Cardinals bereits seit Wochen „Quarterbacks“ für das nächste Jahr.

NY GiantsNew Orleans. Die Saints sind nur noch rechnerisch am Leben. Die Giants führen immer noch in der NFC East, aber angesichts des knackigen Schedules fragt man sich, wie lange noch.

02h20 – Green Bay vs. Detroit

Für die Packers (8-4) geht es um Playoffs und Divisionssieg, während Detroit (4-8) „nur noch” um Ehre und Anerkennung spielt (und vielleicht schon um Schwartzs Job, nachdem man sich nun schon anonym in den Zeitungen zerfleischt). In Sachen Leistungsvermögen sind sich die beiden Teams dabei gar nicht mal so unähnlich: Green Bay krankt in diesem Jahr vornehmlich an inexistenter Pass-Protection für QB Aaron Rodgers (so krass war das zuletzt 2009/10, als sich damals die italienischen RAI-Kommentatoren jede Woche fürchterlich auf die Offensive Tackles der Packers einschossen), während bei Detroit die Eindimensionalität des sehr Johnson-fokussierten Angriffs bemerkbar macht. Heute sollte das nicht besser werden, nachdem Titus Young wieder vom Training ausgeschlossen wurde und Ryan Broyles erneut eine Kreuzbandverletzung erlitt.

Speziell achten sollte man auf das Matchup Suh/Fairly/Avril gegen die Line der Packers: Kriegt Detroit erneut genügend Druck auf Rodgers zustande, ist ein Upset in Lambeau nicht ausgeschlossen. Für Green Bay wäre dies zwar schlecht, aber nicht tragisch: Der Divisionssieg wird vermutlich sowieso erst nächste Woche in Chicago ausgespielt.

Tipps

ST LOUIS – Buffalo
CINCINNATI – Dallas
CLEVELAND – Kansas City
INDIANAPOLIS – Tennessee
Minnesota – CHICAGO
TAMPA BAY – Philadelphia
WASHINGTON – Baltimore
CAROLINA – Atlanta
Jacksonville – NY JETS
PITTSBURGH – San Diego
SAN FRANCISCO – Miami
SEATTLE – Arizona
NY GIANTS – New Orleans
GREEN BAY – Detroit
NEW ENGLAND – Houston

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6 thoughts on “NFL-Preview Week 14: Ruhige Gewässer

  1. hab mich auf der gamepass seite umgesehen stimmt es wirklich das die seit dem ersten spieltag immer ein live spiel frei zeigen,wenn das so wäre hätte ich ne menge an spielen in HD verpasst.

  2. wenn man sich halt mit seinen daten anmeldet sieht man eine liste von free games ab week 1.hoffe mal es geht wirklich so weiter

  3. Bin immer noch total begeistert vom GamePass.

    Weiß jemand, warum LaMichael James noch nicht einen einzigen Snap diese Saison hatte? Verletzt? Oder sollte er erstmal an Masse zulegen? Kann mir nicht vorstellen, dass er noch die gleiche Speed draufhat.

  4. Es gibt vage Statements von Harbaugh aus der ersten Saisonhälfte von wegen “sie sind noch nicht bereit, aber Football lernst du mit Übung und Spielen – sie werden bald soweit sein”.

    Möglich also, dass James Muskeln draufpacken musste.
    Möglich auch, dass man James nicht verbrennen wollte, nachdem man ja Dutzende Running Backs und Wide Receivers im Kader hat, die sicher alle besser Pass-Blocken können als die 50kg-Grille James.

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