NFL 2012/13 Week 17 Preview

Letzter Spieltag der Regular Season 2012/13, und wir haben noch Seeding-Aktivitäten in beiden Conferences plus zwei zu ermittelnde Playoff-Teams in der NFC. Das genaue Prozedere habe ich schon am Mittwoch versucht aufzudröseln, deswegen soll heute der Blick mehr auf die Spiele selbst gehen – richtig heiß wird es sowieso erst ab 22h…

19h – Detroit vs. Chicago

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So 22h25 MIN - GB
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Die Lions zeigten sich letzte Woche gegen Atlanta wieder von der kämpferischen Seite und sollten heute dringend auch den Chicago Bears einen Fight liefern, um nicht das Playoffrennen zu verfälschen; die Bears (9-6) brauchen dringend einen Sieg und müssen dann hoffen, dass Minnesota am späteren Abend gegen Green Bay verlieren wird.

Die Medien machen viel Tamtam um eine mögliche 2000yds-Saison für WR Calvin Johnson… man vergesse dabei nicht, dass CB Charles Tillman nicht gerade als Lieblingsgegenspieler Johnsons gilt und uns ergo eine zähe Partie erwartet, in der Detroit Schwierigkeiten haben wird, die Eier zu bewegen (v.a. wenn die Lions auf Druck versuchen, Johnson zu den notwendigen hundertundirgendwas Yards zu verhelfen).

Tillman kann reichen, um ein bedeutungsloses Faktum zu verhindern; er allein wird für die Bears aber nicht reichen, um das Spiel zu gewinnen, denn die Bears müssen auch ihre eigene Offense ins Rollen bringen, was gegen die wuchtige und zuletzt wieder in Schwung gekommene Defensive Line der Lions nicht die einfachste Aufgabe wird. Play-Action, ick hör dir trappsen…

Diese Saison zeigte auch: Chicago ist immer dann gefährlich, wenn viele Turnovers produziert werden und viele dieser für guten Raumgewinn (im Optimalfall logisch: Touchdowns) returniert werden. Da man davon aber nicht per se ausgehen kann, kann dieses Spiel durchaus Wundertüte werden; ist Detroit noch motiviert und bei der Sache, ist ein kleines Upset durchaus nicht auszuschließen.

Morgen als Tape (8h) kommt IndianapolisHouston, das Comebackspiel vom leukämiegeheilten Colts-Coach Chuck Pagano. Beide sind bereits in den Playoffs, und es geht nur mehr für Houston um etwas, und zwar nix wenigeres als den Top-Seed. Sollen wir der Statistik „Houston ist 0-10 in Indianapolis“ Glauben schenken? Oder gehen wir mit dem common sense, dass die Texans-Elf prinzipiell eine bis zwei Klassen besser besetzt ist? Wie ernst ist es den Colts, für die es um nix mehr geht, überhaupt noch?

Ebenso morgen in der Aufzeichnung (10h30) wird N.Y. GiantsIndianapolis Philadelphia sein. Die Giants haben noch minimale Playoffchancen, aber es muss im Verlauf des Abends zusätzlich zu einem Sieg gegen die Eagles noch viiiiiiiiiieles weiteres für New York geradeaus gehen. Der Körpersprache der letzten beiden Spiele (v.a. letzte Woche Baltimore) nach zu urteilen, hat sich Big Blue schon aufgegeben. Bei den Eagles wird nach dem Handbruch bei Nick Foles zum wohl letzten Mal QB Michael Vick antreten.

22h25 – Minnesota vs. Green Bay

Ausgangslage: Die Vikings (9-6) haben mit einem Heimsieg über Green Bay ihr Schicksal und den #6-Seed in der Hand! Aber auch die Packers (11-4) spielen noch um was: Den #2-Seed, Freilos in Runde 1 und ein eventuelles Heimspiel gegen ein Kaliber wie San Francisco in den Playoffs. Wenn die Vikings gewinnen (ergo die Packers verlieren), gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nächste Woche einen „Favre Bowl“ in Green Bay: Ein Wildcardspiel Packers-Vikings.

Auch hier Trara um eine nette Zahl: Vikes-RB Adrian Peterson ist 102yds von einer 2000yds-Saison entfernt, und 208yds vom NFL-Laufrekord (Eric Dickerson machte mal 2105yds in den 80ern). Die Rekordjagd wird IMHO – wie es bei Running Backs halt so ist – weniger von Peterson abhängen, dafür mehr von der generellen Spielentwicklung: Solange Minnesota das Spiel eng halten kann, ist der Laufmodus angebracht; scort QB Rodgers früh im Spiel drei Touchdowns, muss Minnesota der Playoffs willen in den Ponder-Modus schalten (oder wieder von – gegen Green Bay unwahrscheinlichen – Turnovers schmarotzen).

Lesenswert dazu auch: Chase Stuart und sein Blick auf Adrian Peterson (“Adrian Peterson’s amazing, except when the Vikings win“).

02h20 – Washington vs. Dallas

Eine der ältesten Rivalitäten in der NFL, und diesmal ein vorgezogenes Playoffspiel um den Divisionssieg in der NFC East (Washington kann bei entsprechenden Ausgängen in den vorherigen Spielen u.U. noch als #6 einziehen, weiß aber vor Spielbeginn, ob es sich auch eine Niederlage leisten kann).

Washington muss auf die Genesung des RG3 hoffen: Letzte Woche merkte man in Philadelphia doch deutlich, wie angeschlagen der Mann als Scrambler noch war, und es wirkte sich auf die halbherzigen Play-Action Pässe aus. Dallas wird da nicht mehr drauf reinfallen, also dürften die Wurfqualitäten Griffins an Wert gewinnen.

Zweiter Knackpunkt: Turnovers. Washington ist diesbezüglich dieses Jahr ein Glückskind, nicht bloß was aufgenommene Fumbles (68%) angeht (insgesamt +14 Turnovers), während Dallas mit -10 Turnovers da deutlich benachteiligter war. Man werfe die exzellente Form des Tony Romo ins Spiel und ich sehe hier durchaus Potenzial für eine „Überraschung“ in Form eines Cowboys-Triumphs.

Irgendwo tief drin in meiner Herzkammer erwarte ich aber eher trotzdem einen Redskins-Sieg und ein episches Rookie-QB-Duell nächstes Wochenende.

Infos: Around The League

Bei den Raiders wird heute der ehemalige Quarterback von Ohio State, Terrelle Pryor, seinen ersten “NFL-Start” haben. Pryor war bei den Buckeyes lange Jahre ein Mega-Thema gewesen, aber löste sein Versprechen nie ganz ein; ob seiner NFL-Kompatibilität darf man getrost skeptisch sein, aber eine Chance hat ein Athlet wie Pryor wohl verdient. Weitere Infos zu Pryor auf diesem Blog: [1] [2]

  • Wieder kein Tebow bei den Jets: QB McElroy ist verletzt und sorgt mit einer verschwiegenen Gehirnerschütterung für Aufregung, aber die Jets werden morgen in Buffalo trotzdem wieder auch Mark Sanchez als QB setzen, das bedeutet Tim “ich bin kein Wildcat-QB” Tebow wird wieder nicht zum Einsatz kommen. Es gilt als geritzt, dass Tebow in der Offseason nach Jacksonville verkauft wird, um die Jaguars-Passoffense von 5.4 NY/A auf 4.7 NY/A zu downgraden.
  • Bei den Saints wird wohl Sean Payton Head Coach bleiben (Fünfjahresvertrag, weitere Bedingungen und Ausstiegsklauseln für weitere Bountygate-Skandale sind unbekannt).
  • Don Banks/SI.com hat eine Preview auf den morgigen Black Monday geschrieben (“Definitive Guide to 2013 Coaching Carousel“). Schreck: Neben Chip Kelly oder Bruce Arians wird auch Josh McDaniels (ja, der Josh McDaniels). Mal schaun…

Tipps kommen dann am Abend.

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12 thoughts on “NFL 2012/13 Week 17 Preview

  1. Demarcus Ware ist immer noch verletzt und kommt nur beschränkt zum Einsatz! Gut für die Skins! GO RG3. All Rookie Bowl nächste Woche wäre ein Knüller…

  2. Unglaublich, letztes Spiel der skins und es geht um die Playoffs!!!
    Vor der Saison hätte ich jeden für bescheuert erklärt der mir das erzählt hätte.
    Ich denke, wenn Morris ans laufen kommt und Romo, vor allem von Kerrigan Druck bekommt, sieht es ganz gut aus..

    BEAT DALLAS!

  3. Pingback: NFL 2012, Week 17 um 19h: Detroit Lions – Chicago Bears | Sideline Reporter

  4. Warum gibt man Tebow nicht wenigstens noch ein Abschlussspiel? Sanchez macht da weiter, wo er aufgehört hat. schlecht spielen.

    Mal eine Frage an Texansfans:
    Gibt es Jeff Maehl noch? Hängt der immer noch im practice squad rum, oder wurde er entgültig entlassen?

  5. Bei dem Spiel geht es um absolut nichts. Oft genug werden hier backups eingesetzt. Dass Sanchez besser als Tebow ist, steht außer Frage. Trotzdem finde ich, könnte man ihm ein Quarter geben. Vorallem wenn Sanchez nichts auf die Reihe bekommt.

  6. Warum sollte man 52 Mann, die das Spiel nach so einer Scheiß-Saison noch gewinnen wollen, vor den Kopf stoßen, indem man die deutlich schlechtere Alternative einwechselt, nur um ihr ein “Abschiedsspiel” zu geben? Noch dazu für einen Spieler, doch egoistischer zu sein scheint als man bisher glaubte?

  7. Pingback: NFL 2012, Week 17 um 22h30: Minnesota Vikings – Green Bay Packers | Sideline Reporter

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