NFL #11: New England Patriots – Indianapolis Colts

 [01h37] Die Roughriders spielen die letzten Sekunden runter. Es war kein großes Spiel, aber spannend bis wenige Minuten vor Schluss, als die Roughriders einen Punt in die eigene Endzone fumbelten. Statt Touchdown Calgary gab es Touchback. Danach spielten die Roughriders die Uhr herunter. 20-16 Sieg in Calgary, und damit ist die Neuauflage des 2009er-Grey Cups perfekt: Die Montreal Alouettes mit dem Uralt-QB Calvillo haben am frühen Abend Toronto demoliert.

[01h32] Vince Young ist nicht mehr Starting-QB der Titans. Young verletzte sich während des Spiels gegen die Redskins am Daumen, legte sich anschließend mit dem pfeifenden Publikum an und verschwand kommentarlos aus dem Stadion. Young ist nicht zum ersten Mal als unreif aufgefallen. Mal schauen, ob die Titans tatsächlich mit QB Rusty Smith weitergehen.

[01h05] Manning führt seine Offense das Feld hinunter und es ist nur noch die Frage, ob sie den Touchdown oder das Field Goal machen. Und dann für einmal ein büsschen Pressure für Manning. S James Sanders pflückt einen unguten (weil sehr gelupft) Ball von Manning artistisch aus der Luft.

29 Sekunden vor Schluss und ca. 15yds vor der Endzone ist das Spiel somit entschieden. Das große Comeback der Colts bleibt also ungekrönt.

Ein bärenstarkes Spiel: Sehr lange, ausgewogene Drives von beiden Seiten, kaum Strafen und viele, viele verwertete dritte Downs. Allenfalls die Pass-Verteidigung auf beiden Seiten könnte ein wenig stärker sein, v.a. die der Patriots. Trotz der drei Interceptions.

New England bleibt somit an den Jets dran, während Indianapolis in der sauknappen AFC South gemeinsam mit Jacksonville (!) nur knapp vorn liegt und die Playoffs noch lange nicht gesichert hat.

[0oh57] Blick nach Calgary: Saskatchewan ist wieder in Führung gegangen. 20-16 nach einem TD-Lauf und kurz darauf einem Single für die Stampeders.

[00h50] New England 31, Indianapolis 28. Schrieb ich etwas von eingetütet? Die Colts 4:51 Minuten vor Schluss mit einem weiteren Touchdown. Unterstützt von einem langen Pass bei 3rd down und einer hirntoten Strafe gegen LB Cunningham für 15 yds. Der Spielverlauf ähnelt nun sehr dem von ziemlich genau vor einem Jahr.

Indianapolis mit drei Timeouts.

[00h36] New England 31, Indianapolis 21. In nur zweieinhalb Minuten marschieren die Colts das Feld hinunter, u.a. sogar mit einem langen Laufspielzug. Nur mehr zehn Punkte Rückstand, und noch genau acht Minuten zu spielen.

[00h29] New England 31, Indianapolis 14. Wie vor einem Jahr: 31-14 im Schlussviertel. Aber ich glaube nicht an ein Comeback der Colts. Die haben kein Mittel, die Pats zu stoppen, es sei denn, die Patriots machen sich durch Eigenfehler einen Drive kaputt bzw. machen wie eben anstatt des durchaus möglichen TD nur das Field Goal. Die Offense ist einfach zu dominant, mittlerweile funktioniert sogar das Laufspiel blendend.

[00h20] Im CFL-Westfinale geht in diesen Minuten die zweite Halbzeit los. Die Roughriders haben ein 0-11 aufgeholt und daraus ein 14-11 gemacht. Eben ein Single für die Stampeders. Nur noch 14-12. Das Spiel ist m.E. hauptsächlich wegen des Wetters spektakulär (Schnee-Spiel!).

[00h16] WTF-Moment: Manning mit einem stupiden Wurf an den Spielfeldrand. Dorthin, wo meilenweit kein Receiver zu sehen ist. Dafür zwei Verteidiger. CB McCourty macht die Interception. Die Pats können jetzt den Sack zumachen. Oder zumindest sehr weit schließen.

[00h10] New England 28, Indianapolis 14. Das Playcalling in der Patriots-Offense ist nun ausgeglichener. Läufe über die Mitte wechseln sich mit aberwitzig schnellen Pässen von Brady ab. Am Ende staubt RB Danny Woodhead mit einem sensationellen Lauf zum Touchdown ab. Ein Lauf über 36yds, mehrere Verteidiger aussteigen lassen und Wes-Welker-like in die Endzone gestürmt. Woodhead beim anschließenden Kickoff mit einem spektakulären Tackle gegen den Colts-Returner. Ein faszinierender Spieler.

Trotzdem: Von Vorentscheidung kann hier keine Red sein.

[00h01] Auch die Colts werden gestoppt. Kaum erhöht die Defense für Momente den Druck, muss auch Manning seine Pässe wegwerfen bzw. nicht mehr 100%ig präzise in die Hände der Receivers gelegt.

[23h48] Kein Onside Kick der Colts. Dafür zum ersten Mal die Pats-Offense gestoppt.

WR Austin Collie wird in dem Spiel nicht mehr eingesetzt. Die Gehirnerschütterung zeigt ihre Nachwirkungen.

[23h31] Halbzeit New England 21, Indianapolis 14. Die Pass-Verteidigung der Patriots ist besorgniserregend schwach. Zwei-drei Receiver stehen bei jedem Spielzug der Colts frei. Manning findet stets seine Receiver, in letzter Konsequenz WR Reggie Wayne, der auch den TD macht, 4 Sekunden vor Halbzeit. Wichtig für die Colts, weil sie in Halbzeit zwei kicken müssen – wobei ich an Patriots-Stelle auch auf einen möglichen onside kick Acht geben würde.

Mittlerweile sind auch die Colts in der Offense nicht mehr zu stoppen, scoren bei jedem Drive. Es ist ein Spiel der langen Drives: NE machte bei drei von drei einen Touchdown. Die Colts mit vier Drives: Eine INT, einmal gestoppt und zweimal TD. Das geht ca. 42-35 aus heute.

[23h15] New England 21, Indianapolis 7. Dritter Drive, dritter Touchdown, diesmal per Lauf (RB Green-Ellis) über die Mitte. Die Colts kriegen keinen Durck auf Brady zustande. Brady verbrennt die Colts bei so viel Zeit mit seinen schnellen Würfen.

Pats-Raumgewinn nach Plays: 6-25-16-7-0-3-3-5.

[23h03] New England 14, Indianapolis 7. Manning arbeitet nun sehr viel aus der Shotgun. Sobald er schnell wirft, ist stets ein Receiver frei. Großartiger Catch von RB Brown nach großartigem Wurf von Manning unter großem Druck. Am Ende fängt TE Robinson einen 0,5-yds Pass, weil die Colts nicht imstande sind, den Ball per Laufspiel durchzudrücken.

Die Message ist deutlich: Die Colts sind im Spiel und sie bleiben gefährlich. Und wir werden noch einige Punkte zu sehen bekommen.

[22h53] New England 14, Indianapolis 0. Die Pats packen wieder ihr Kurzpass-Repertoire aus und marschieren mit vielen kurzen Pässen in die Endzone. Keine spektakulären Spielzüge, aber stetiges Mitnehmen von 5-6 yds. Am Ende geht es wieder über die Mitte: TE Hernandez ist dem gegnerischen Linebacker überlegen und fällt in die Endzone.

Bisher ein sehr souveräner Auftritt der Patriots. Und schwaches Tackling der Colts.

[22h31] New England 7, Indianapolis 0. Peyton Manning guckt sich im ersten Drive den falschen Mann aus, wirft den Ball direkt in die Arme von FS Meiweather. Die Patriots haben dann keine Mühe, die 30yds in die Endzone zurückzulegen. Tom Brady über die Mitte zu WR Wes Welker. Der kleine Mann überspringt LB Angerer und schleift zwei-drei Mann in die Endzone.

Die Pats-Defense ist sehr aggressiv: Im anschließenden Drive sind die Verteidiger bei fast jedem Pass mit einer Hand dran. Minimum zweimal war eine zweite Interception mehr als nur möglich.

[22h16] Roundup einiger 19h-Spiele:

MIN 3, GB 31. Das war’s dann mit den Playoffhoffnungen der Vikings. Aaron Rodgers mit einer Bomben-Vorstellung im Metrodome: 22 von 31 für 301 yds, 4 TDs. Favre versuchte auf der Gegenseite gut ein Dutzend Mal, WR Sidney Rice anzuspielen – mit minimalem Erfolg.

JAX 24, CLE 20. Wieder so eine Wende der Jags in den letzten Augenblicken. RB Jones-Drew mit einem sensationellen Run über das ganze Feld. 76 Sekunden vor Schluss dann von Jones-Drew aus 1yd zum TD eingeschenkt.

PIT 35, OAK 3. Unansehnliches Spiel. Die Raiders spielten so schlecht wie lange Jahre gewohnt, brachten keinen Ansatz von Laufspiel zustande. Pittsburgh mit einem großartig aufgelegten QB Roethlisberger, der immer, wenn es eng wurde, genau die richtigen Entscheidungen machte. Aber brutal viele Strafen, v.a. von Steelers-Seite (über 160yds Raumstrafen). Phasenweise im dritten Viertel flogen bei jedem Spielzug die Flaggen. DT Seymour schlug Roethlisberger nieder, wurde von den Refs ausgeschlossen.

NYJ 30, HOU 27. Erst ein großes Comeback der Texans. Am Ende dreht QB Sanchez mit einem bärigen TD-Pass auf WR Holmes, zehn Sekunden vor Schluss vor erstaunlich gelichteten Reihen im Meadowlands Stadium das Spiel. Die Jets würgen sich seit Wochen durch und heimsen einen knappen Sieg nach dem anderen ein.

TEN 16, WAS 19. Die Skins verschießen mit auslaufender Uhr im vierten Viertel ein machbares Field Goal. In der Verlängerung wirft QB McNabb eine hanebüchene Interception. Trotzdem gewinnt Washington, weil Tennessee zwar viel Laufspiel hatte, aber ansonsten nichts gebacken bekam. Backup-QB Smith brachte nichts zustande. QB Young mit Daumenverletzung raus.

[22h10] Schlechte Nachrichten für die Colts: Sie müssen auf RB Addai und LB Bracket verzichten. Beide sind nicht mehr rechzeitig fit geworden. Dafür kehrt WR Austin Collie zurück – wichtig für Indy, deren Receiver-Corps arg dezimiert wurde.

New England spielt einigermaßen in Bestbesetzung.

[22h03] Guten Abend. New England – Indianapolis ist seit Jahren stets eines der meistgehypten Spiele in der Regular Season – kein Wunder bei der Vorgeschichte.

Weitere kleine Einstimmung: Ein Artikel über Peyton Mannings Arbeit an der Line of Scrimmage.