NCAA: Das Grab ist geschaufelt. Nur der Sargnagel fehlt noch

Cam Newton darf am Samstag spielen. Überrascht?

Warum auch, Newton spielt seit Wochen, obwohl unter Verdacht der illegalen Geldannahme. Gestern dann das Statement von Seiten der National Collegiate Athletic Association. Auszug:

Newton was reinstated without any conditions.

Obwohl:

According to facts of the case agreed upon by Auburn University and the NCAA enforcement staff, the student-athlete’s father and an owner of a scouting service worked together to actively market the student-athlete as a part of a pay-for-play scenario in return for Newton’s commitment to attend college and play football.

Dazu der Kommentar vom NCAA-Vizepräsidenten Kevin Lennon:

Based on the information available to the reinstatement staff at this time, we do not have sufficient evidence that Cam Newton or anyone from Auburn was aware of this activity, which led to his reinstatement.

Die Drecksarbeit wäre somit verrichtet. Von den Oberen der NCAA. Eigenhändig mit Spaten und Schaufel das Grab aufgeworfen. Vor lauter Schiss vor TCU’s möglichem Finaleinzug den Amateurstatus offiziell für tot erklärt.

[…]we do not have sufficient evidence that Cam Newton or anyone from Auburn was aware of this activity, which led to his reinstatement.

Das kann man sich genüsslich auf der Zunge zergehen lassen.

Ein vermutlich gigantisches knapp unterirdisches und undurchsichtlichges System ist somit auf einen Schlag legitimiert. Solange du nur nichts mitkriegt, dürfen Daddy und seine Konsorten deine Dienste anbieten, bei wem sie wollen, solange sie wollen.

Daddy Newton bekommt „limitierten“ Zugang zu den Trainingshallen an der Auburn University. Tragisch. Der Mann wird sich insgeheim einen ablachen über die Vollpfosten in den Gremien der NCAA, die sogar zu dumm sind, die Tragweite einer einzigen, unbedachten Pressemitteilung zu verstehen.

Das Grab ist offen. Der Sarg vorbereitet. Nun muss nur noch die Politik einschreiten und den Sargnagel einschlagen.