Liveblog NFL #13: Tampa Bay Buccaneers – Atlanta Falcons

[01h19] Endstand Tampa Bay 24, Atlanta 28. Für Tampa ist der Spielausgang schwer zu verdauen. 7-5 könnte im Wildcard-Rennen zu wenig sein. Zumal dieses Spiel hätte gewonnen werden müssen.

Der Kickoff-Return-TD war am Ende entscheidend. Atlanta ist mit einem dicken, blauen Auge davongekommen, muss aber immer noch daheim gegen die Saints gewinnen für Divisionssieg und NFC #1.

[01h25] Das Referee-Wohlwollen hat gedreht. Jetzt eine Serie von zweifelhaften Entscheidungen zu Ungunsten der Buccs. Am Ende wurst, weil CB Grimes mit einer großen INT das Spiel entscheidet. Kein Fehler von Freeman. Sondern stark von Grimes.

Der Ball berührte wahrscheinlich den Boden. Dieses Mal lässt der Ref die Entscheidung aufrecht. Und Mike Perreira liegt erstmals falsch!

[01h25] Verlegener Blick nach Indianapolis: Die Colts haben tatsächlich ihr Heimspiel gegen die Cowboys verloren. QB Manning mit VIER Interceptions (eine davon in Overtime) kurz vor dem entscheidenden Field Goal. Manning hat damit in drei Spielen ZEHN Interceptions geworfen. Z-e-h-n. Manning.

[01h19] Tampa Bay 24, Atlanta 28. Dieser Drive hatte Drive. Unterstützt von einer personal foul Strafe ging das jetzt klein-klein und immer ein paar Yards in Richtung Endzone. 4:31 Minuten vor Schluss QB Ryan mit dem Pass links hinaus zu WR Jenkins.

In diesem Drive machten mal zur Abwechslung nicht die Falcons die Strafen. Sondern die Buccs.

[01h12] Mike Smith wird mit den Zebras definitiv keinen mehr heben gehen. Ball touched the ground wird hier einigermaßen zweifelhaft ausgelegt. Gut für Smith, dass WR White einen Play später einen weiteren spektakulären Catch macht – der sogar zählt!

[00h58] Tampa Bay 24, Atlanta 21. Wir erleben ein Revival. Im „Hinspiel“ gab’s fast die idente Situation, damals mit vertauschten Trikots. Diesmal trägt #14 Eric Weems die Schweinehaut über 102yds sofort zum Touchdown zurück.

[00h56] Tampa Bay 24, Atlanta 14. Es wird für Atlanta nicht einfacher. RB Blount wird nach langem Lauf grade noch gestoppt. Zwei Plays später kramt Morris den Halfback-Pass aus der Trickkiste. RB Graham auf TE John Gilmore.

[00h53] Zweite INT durch QB Ryan. Abgefangen von Safety Corey Lynch in seinem ersten NFL-Start. Pech für Atlanta: Fast identische Situation wie vorhin. Diesmal wird die INT nicht zurückgenommen.

[00h42] Aktuell streckt sich das Spiel ziemlich. Keine Offense kann entscheidendere Akzente setzen. Raheem Morris’ Wahl, das Field Goal zu nehmen, gewinnt an Substanz.

[00h22] Verdammtes Glück für Tampa. QB Freeman wirft einen Ball direkt in Richtung CB Grimes. Grimes macht einen artistischen Catch zur INT, aber die 0,04 Sekunden, die der Ball den Boden berührte, reichen zur Zurücknahme der Entscheidung aus.

[00h07] Tampa Bay 17, Atlanta 14. Zwei Beobachtungen: RB Blounts Willensleitung. Und gute Entscheidung, nicht zu challengen. Bei solchen Situationen haben die Refs heuer den Tick, aufgrund fehlender Beweislage den Call aufrecht zu lassen.

[23h56] Manning-Watch. Es spielt also doch Peyton. Nach zwei INTs zu Beginn jetzt zwei TDs, und die Colts nur mehr 14-17 zurück.

[23h41] Tampa Bay 14, Atlanta 14. QB Ryan leitet mit einer völlig überflüssigen Interception den Drive ein – direkt in die Arme von FS Sean Jones. Die wenigen Yards legt Tampa rechtzeitig vor Halbzeit zurück. TD durch WR #19 Mike Williams. Und die anschließende Schlägerei war auch seit Stunden absehbar. Einer wird heute noch ausgeschlossen.

[23h27] Tampa Bay 7, Atlanta 14. Leicht geht es nicht für Atlanta. Aber dank einer Idiotie von DT McCoy bleibt der Drive am Leben – und wird zum Touchdown auf FB Mughelli abgeschlossen. McCoy erhält den Drive mit einem Schubser gegen einen Falcon am Leben, einen Play nach einer Rangelei der Kollegen White und Moore.

[23h02] Peyton Manning scheint sich einen nervösen Abzugsfinger angelacht zu haben: Zuletzt sieben INTs in zwei Spielen, und auch heute schon wieder zwei in EINEM Viertel gegen Dallas. Indianapolis unterwegs zu einer Blamage in Dallas.

[22h54] Tampa Bay 7, Atlanta 7. Die Buccs erinnern uns daran, wie viele Playmakers da eigentlich am Werk sind. Ein langer Drive und jeder Offensivspieler durfte mal ran. Lauf, Pass, Trickplay, Scramble. Am Ende schließt Ex-Duck Legarrette Blount ab. Ein gutes Wochenende für Oregons Footballprogramm.

[22h40] Tampa Bay 0, Atlanta 7. Äh… Schrieb ich von „verbesserter Lauf-Defense“ bei Tampa? RB Turner pflügt sich konstant zu 8-10yds pro Lauf. Die Defense reagiert zudem sehr aggressiv auf Play-Action und TE Gonzalez mit zwei perfekten Catches. Fertig sind die Zutaten für einen sauberen Touchdown-Drive, abgeschlossen durch Turner.

[22h30] Drei Erkenntnisse aus Tampa: Die Falcons spielen nach dem Ausfall von RB Snelling nur mit einem einzigen Running Back (Michael Turner) gegen die verbesserte Buccs-Laufdefense.

Tampa spielt erfrischenden Football. Im Stadion sind die Ränge trotzdem recht „gelichtet“.

Und Raheem Morris liegt viel, sehr viel am ersten Drive: Zwei Timeout genommen und am Ende die Falcons erstmal gestoppt.

[22h19] Roundup einiger 19h-Spiele:

New Orleans 34, Cincinnati 30. Die Saints entscheiden sich eine halbe Minute vor Schluss, statt Ausgleich auf Sieg zu spielen. Das 4th down „glückt“ dank Offside-Strafe (!) gegen die Bengals. Wie auch anders, Cincy? Und der knappe Sieg ist eingefahren. Die Saints damit bei 9-3.

Minnesota 38, Buffalo 14. Brett Favre reichte sein einziger Pass-Versuch, um seinen NFL-Interception-Rekord in die Höhe zu schrauben. Nach einem harten Hit musste Favre runter. Insgesamt sehr fehlerträchtiges Spiel: Je vier Turnovers.

Chicago 24, Detroit 20. Bei eigener Führung spielten die Lions ein 4th down in der gegnerischen Hälfte aus. Das glückte nicht und die Bears konterten prompt mit dem Sieg-Touchdown. Cutler trotz starker Defense Line der Lions mit einer sehr soliden und vor allem fehlerarmen Partie. Die Bears damit bei 9-3.

Green Bay 34, San Francisco 16. Big Plays via Luftweg machten San Francisco nieder. Ich bin gespannt, wen die 49ers im Jänner als neuen Head Coach einstellen werden, und ob sie ihre Philosophie wieder mehr auf QB und Passspiel ausrichten. Packers damit bei 8-4.

N.Y. Giants 31, Washington 7. Die Skins-Saison ist im Arsch. Von den Giants in Grund und Boden gelaufen. RB Bradshaw durfte die Arbeit machen, RB Jacobs die Yards. Touchdowns machten beide jeweils zwei. Ansonsten sehr langweiliges Spiel. Giants mit 8-4 gleichauf mit Philadelphia.

[22h00] Clint Stitser: Der Mann hat bis Ende November für eine Immobilienmakler-Firma in Reno, Nevada gearbeitet und bei Facebook fleißig Angebote reingestellt.

Anfang der Woche haben die Bengals den Mann eingekauft. Erst versemmelte er einen P.A.T. Jetzt macht er das Field Goal zum 30-27. Aus 47yds!

[21h55] Cincinnati hat mittlerweile ausgeglichen und ist nach einer Serie an Sacks gegen QB Drew Brees drauf und dran, selbst in Führung zu gehen. Fünfeinhalb Minuten noch zu spielen.

[21h41] N’Abend. Heutiges Thema: Die NFC South. New Orleans ist aktuell auf der Siegesstraße gegen Cincinnati. Für zwei Mannschaften ist das wichtig: Tampa Bay und Atlanta. Die beiden spielen um 22h15 gegeneinander.

Tampa spielt seit zwei Wochen extrem gute Defense: Laufspiel ist schwierig geworden (81.5 yds/Spiel) und die Buccs sacken viel (10 Sacks in zwei Spielen, nach 8 in den ersten 10 Wochen). Atlanta hatte bisher beides: Gute Offense Line, noch besseres Laufspiel.

Ich bin gespannt.

College Football: Gebt mir Schüsseln!

Ohne große Überraschungen ist die Regular Season heute Nacht zu Ende gegangen. Nur noch das traditionsreiche Militärderby Army-Navy findet noch statt (Samstag). Man könnte auch sagen: Es war schlicht langweilig.

Tigerenten-Club made in Glendale

10./11. Jänner, 2h30 MEZ in Glendale, Arizona

#1 Auburn wurde mit einem souveränen 56-17 über #19 South Carolina locker SEC-Meister. Cam Newton spielte sensationell gut, aber die Defense der Kampfhähne glich eher einem Hühnerhaufen, denn einer Footballmannschaft. Simple Play-Action-Tricks und die Wide Receivers waren meilenweit offen. Newton mit nicht nur einem langen Ball, bei dem WR Adams sehr offen war. Auburn hat damit sein Ticket in das BCS-Finale sicher.

#2 Oregon mit einer vergleichsweise mageren Offensivausbeute: Nur 37 Punkte in Corvallis bei Civil War #114 – zweitschlechtester Saisonwert und damit der Punkteschnitt unter 50/Spiel gesunken. Die Ducks zertrümmerten die Beavers-Defense mit einer überragenden Lauf-Leistung. Oregon State im Rahmen seiner Möglichkeiten, denn die Laufdefense war schon das ganze Jahr über mickrig. Die Ducks fahren damit nach Glendale, Arizona. Dort wird am 10. Jänner eine etwas anders gelagerte Ausgabe des Tigerenten-Clubs stattfinden.

Unangenehm ist dabei natürlich die Story Auburn/Newton. Tigers und Ducks sind im Übrigen Neulinge im BCS Finale.

Rose Bowl

1. Jänner, 23h MEZ in Pasadena, Kalifornien

#3 TCU war eh spielfrei, wird obwohl ungeschlagen nicht ins Finale wandern, sondern nach Pasadena. Die Rose Bowl muss die Uni wohl oder übel im Zuge der BCS-Verträge einladen, auch wenn man sich vermutlich insgeheim die kleinen Horned Frogs zum Teufel wünscht.

Gegner wird mit höchster Wahrscheinlichkeit #5 Wisconsin sein. Es wäre sehr überraschend, sollten die Badgers noch von den Ohio State Buckeyes (#6) im Ranking überholt werden.

Fiesta Bowl

1./2. Jänner, 02h30 MEZ in Glendale/Arizona

#9 Oklahoma hat seit Jahren so etwas wie ein Abonnement für die Fiesta Bowl. Die Sooners sind zu „schwach“ für das BCS Finale, gewinnen aber mit schöner Regelmäßigkeit die Big 12, so auch heute Nacht. Trotz klarem Rückstand (0-17) wurde das Conference-Finale am Ende noch mit 23-20 gegen die #13 Nebraska Cornhuskers gewonnen. Es war ein furchtbares Spiel voller Punts, Interceptions und Fumbles. Die Huskers hätten ein Leichtes gehabt, zum Abschied aus der Big 12 den Titel mitzunehmen, machten sich aber mit einer Orgie an Turnovers in der ersten Halbzeit alles kaputt. Knackpunkt war die hirntote Interception von QB Martinez in der Endzone. Oklahoma hätte längst begraben sein müssen. Am Ende brannte QB Landry Jones ein Pass-Feuerwerk ab und die Sooners drehten das Spiel trotz gefühlt keiner einzigen Third-Down-Conversion. Dafür DB Lewis mit drei eroberten Bällen.

Gegner der Sooners ist noch unklar. Es läuft aber wohl auf den Big-East-Sieger hinaus.

Orange Bowl

3./4. Jänner, 02h30 MEZ in Miami, Florida

#15 Virginia Tech ist der Sieger der ACC und damit automatisch in der Orange Bowl. Die Hokies hatten mit der Florida State University ab drittem Viertel keine Probleme mehr und demolierten die Seminoles 44-33. Die Noles verzichteten auf QB Chris Ponder, dem Coach Jimbo Fisher nicht eine mögliche NFL-Karriere ruinieren wollte durch einen unbedachten Einsatz (Ponder mit Ellbogenproblemen). Ponder wird in den Draft gehen und wie sensibel dabei Teams auf kleinere Verletzungen reagieren, ist bekannt.

Die Seminoles müssen nun in der Chick-fil-A Bowl antreten. What? Chick-fil-A, eine Fastfood-Kette. Die Bowl findet in Atlanta statt.

Big East

Die University of Connecticut (kurz: UConn) ist Big-East-Champ. Eine völlig unbekannte Mannschaft, die komplett unscheinbar mit einem guten November noch an Pitt und West Virginia vorbeigezogen ist. UConn ist nicht gerankt und hat sich nach Meinung vieler keinen BCS-Bowlplatz verdient. Das leidige Thema AQ macht die unverdiente Einladung der Mittelmaß-Truppe in eine BCS-Bowl aber möglich. Pitt und West Virginia landeten jeweils Kantersiege, aber der direkte Vergleich spricht für die Huskies.

Die Reste

#11 Boise State fuhr einen von Anfang bis Ende ungefährdeten 50-14-Kantersieg über Utah State ein. Für Boise wird es trotzdem nicht reichen, um in eine BCS-Bowl zu kommen. Größen wie Stanford, Ohio State oder Arkansas kriegen mit Sicherheit Vorrang. Für Boise bleibt wohl nur eine kleine & mäßig attraktive Bowl.

Arizona State landete schon am Donnerstag seinen sechsten Saisonsieg im innerstaatlichen Duell mit #23 Arizona. Die Sun Devils sind trotzdem nicht bowl-eligible, weil sie zwei Siege gegen FCS-Teams eingefahren haben – No Go in der Division I-A. Trotzdem ein spektakuläres Spiel mit mehreren geblockten Kicks – u.a. in der zweiten Overtime dem Block zum 30-29-Sieg.

Größere und kleinere Schüsseln

Das Bild dürfte damit wie folgt aussehen:

BCS National Championship Game: Auburn vs. Oregon
Rose Bowl: Wisconsin vs. Texas Christian University. Damit spielen die #1 bis #4 in BCS Finale und Rose Bowl.
Fiesta Bowl: Oklahoma vs. BCS-Mannschaft.
Orange Bowl: Virginia Tech vs. BCS-Mannschaft. Läuft auf Connecticut hinaus.
Sugar Bowl: Keine fixe Zuteilung bisher. Läuft aber wohl auf Arkansas (SEC) vs. eine zweite at-large Mannschaft hinaus. Ich tippe dabei auf #6 Ohio State.

Schon fest steht, dass Brigham Young (BYU) und die University of Texas/El Paso (UTEP) die Bowl Season 2010/11 am 18. Dezember eröffnen werden. Spielort ist Albuquerque: Die New Mexico Bowl.

Auch die neu geschaffene Prinstripe Bowl ist schon besetzt: Kansas State und Syracuse werden am 30. Dezember gegeneinander spielen. Das Spiel findet im neuen Yankees-Stadion in der Bronx statt. Eigentlich war man eine zeitlang von einer Einladung für Notre Dame ausgegangen. Mit Syracuse hat man nun immerhin ein Team aus der Region bekommen.

Die Hawaii Bowl am Heiligen Abend bestreiten die Hawaii Warriors und die Tulsa Golden Hurricane. Auch hier: Hawaii muss nicht weit fahren.