Bowl Season 2010/11, Tag 5: Aloha!

Für die Eiskalten, die sich selbst an Heiligabend Football reinziehen. Herumfliegende Eier auf Hawaii.

Sheraton Hawai’i Bowl

Fr../Sa.., 24.12. um 02h live bei ESPN America und am 25.12., 22h30 als Tape

Hawaii Warriors – Tulsa Golden Hurricane

Welcher Sponsor könnte zur Ferieninsel besser passen als Sheraton? Und welche Mannschaft könnte auf Hawaii eher Fans ins Stadion bringen, als die heimischen Warriors? Die Hawaii Bowl ist ein sehr junges Spiel, erst zum neunten Mal ausgetragen, nachdem frühere Bowls auf Hawaii abgewandert oder gecrasht sind.

Zum sechsten Mal sind die Hawaii Warriors dabei, die automatisch für diese Bowl qualifiziert sind, sollten sie sechs Siege haben und nicht wie 2007 in die Sugar Bowl einziehen. Die Warriors sind für die Veranstalter auch eine Garantie, dass wenigstens drei Viertel des Aloha Stadiums gefüllt werden. Als letztes Jahr der beliebte June Jones nach Hawaii zurückkehrte, waren es insgesamt nur mickrige 30.000, die zuschauen kamen.

Heuer sind die Warriors wieder dabei. Und sie sind nach zwei schwachen Jahren wieder auf Vordermarsch. Unter Jones-Nachfolger Greg McMackin ist die Philosophie die gleiche geblieben: Pass first, think later. McMackin ist zwar eher der defensivorientierte Coach, aber unter OffCoord Nick Rolovich funktioniert heuer die Offense wieder blendend.

Hauptverantwortlich dafür ist QB Bryant Moniz mit 4629yds (!) durch die Luft, 36TDs und 12 INTs. Die Warriors haben zwei WRs mit mehr als 1300yds, der bessere ist Greg Salas (1675yds, 12TDs), der so was wie den Wes Welker gibt – Notnagel auf der kurzen Route mit vielen Yards nach dem Catch. Hawaii hat heuer 10-3 Siege eingefahren. Niederlagen gab es nur gegen die USC, in Colorado und bei Boise State. Das Spiel gegen die Broncos sticht in die Stats sofort heraus: Hawaiis Super-Offense wurde damals komplett abgewürgt: Ganze 127 Pass Yards, knapp ein Drittel des Schnitts!

Auf der anderen Seite kommt Tulsa (Conference USA, 9-3) daher, eine Uni fast so klein wie die meinige (ganze 4000 Studierende), aber ein stark offensivorientiertes Team in einer Spread Offense. 284 Yards durch die Luft stehen 215 am Boden gegenüber. Dabei fällt auf, dass die Lasten auf extrem viele Schultern verteilt sind. QB G.J. Kinne wirft viel (3300yds, 28TDs), aber kein Receiver hat mehr als 771 Yards gefangen. Dafür haben acht Receiver mehr als 200yds. Ähnlich beim Laufspiel: Kinne ist #1 mit 557yds, danach folgen fast zwei Handvoll Running Backs mit ein paar hundert Yards.

Beide Teams werfen viel und das birgt Gefahren. Die Defenses sind nicht grad als undurchdringlich bekannt, fangen aber viele Bälle ab: Hawaii im Schnitt zwei pro Spiel, Tulsa hatte immerhin 19 in der Saison.

Hawaii ist 11pt-Favorit. Wäre ich eine Spielernatur, ich würde die Wette annehmen.

Zur Bowl-Season-Übersicht geht es hier entlang.

Ein Kommentar zu “Bowl Season 2010/11, Tag 5: Aloha!

  1. …und hätte sie haushoch verloren. Gut, dass ich keine Spielernatur bin. Aber wer so fahrlässig mit dem Ball umgeht wie Moniz und die Warriors, der muss mit dem Schlimmsten rechnen. Böse, böse Heimschlappe.

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