AFC Wild Cards 2010/11: Kansas City Chiefs – Baltimore Ravens

[22h06] Endstand Kansas City 7, Baltimore 30. Grauenvolles Spiel in der zweiten Halbzeit, das lange Zeit nur noch deswegen nicht zum Wegschalten animierte, weil die RedZone-Defense der Chiefs aufgeigte und trotz aller Fumbles und Interceptions das Spiel lange Zeit erstaunlich knapp hielt.

Die Ravens ihrerseits mit schwacher Offense. Gegen Ende wurden die Stats nach oben korrigiert, aber da hatten die Chiefs vor leeren Rängen auch keine Lust mehr. Baltimore mit phasenweise erschreckendem Laufspiel und erschreckender Offense Line. Immer wieder kollabierende Pocket und Flacco unter Hochdruck.

KC hat Lehrgeld gezahlt. Die Frage ist, wie sich so eine vernichtende Niederlage und so eine furchtbare Vorstellung auf die Zukunft auswirkt… Vielleicht ganz gut, dass die mit den Gedanken erstmal bei den CBA-Verhandlungen sein werden.

[21h45] Kansas City 7, Baltimore 30. Nächster langer Drive, nächster Touchdown. Nach über 10mins macht RB McGahee den Sack zu.

[21h38] Achteinhalb Minuten vor Schluss begrabe ich offiziell die Kansas City Chiefs. Das war alles zu wenig. Zu wenig Erfahrung, zu wenig Coolness, zu wenig auf den Ball geachtet. Mittlerweile klappt gar nichts mehr in der Offense.

[21h23] Kansas City 7, Baltimore 23. Während ich das schreibe, nächster Fumble. Diesmal ist es QB Cassel, der eben noch eine fürchterliche INT in Landrys Arme geworfen hat. Chiefs: Jeder Snap endet mit Turnover. Der fünfte. Dat war’s. [EDIT: Doch kein Fumble. Daher kriegen die Chiefs eine letzte Chance.]

[21h15] Seufz. Nächste INT durch QB Cassel. Grausig, was die Chiefs in der Offense aufstecken. Jeder Drive endet mit Turnover. Zumindest gefühlt.

[21h05] Kansas City 7, Baltimore 16, 4:24 noch im dritten Viertel. Und wieder eine verpasste Chance. An der KC 17 gestartet und wieder nur Field Goal. Die RedZone Defense hält die Chiefs im Spiel. Eigentlich müsste die Partie trotz der Mäßigkeit der Ravens schon längst entschieden sein.

[21h00] Enttäuschend, was Kansas Citys Offense da aufführt. Fumble WR McCluster in der eigenen RedZone nach einem simplen Screenpass. Die Offense ist noch mehr Stückwerk als die Ravens-Offense.

[20h52] Kansas City 7, Baltimore 13. 6:36 im dritten Viertel. Nach einem kuriosen INT/Fumble-Return kriegen die Ravens kurze Zeit später wieder den Ball. Das Laufspiel sieht nicht blendend aus, aber etwas besser. Gerade so viel, dass Play-Action im Ansatz funktioniert.

Flacco verteilt die Bälle aber recht ordentlich – TE Heap ist sehr groß im Spielplan. Ein ganz fantastischer Catch in engster Deckung von WR Boldin. Danach stoppt der Drive – eine haarige Situation, weil es wohl PI hätte geben können.

[20h35] Halbzeit Kansas City 7, Baltimore 10. Das Spiel läuft anders als erwartet – und es reißt nicht wirklich vom Hocker. Aber „interessant“ darf man es allemal nennen, vor allem, weil es sich dank Baltimores unkonventionellem Angriffsspiel etwas in der Schwebe bewegt.

Baltimore hatte Erfolg mit schnellem Passspiel. Ging dann zum Lauf über, der ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht klappte. Also Rückkehr zum Passspiel, aber die Chiefs-Defense mittlerweile mit verstärktem Pass Rush. Der Touchdown-Drive der Ravens geprägt von back-and-forth. Sack, 3rd down, 3rd down verwertet, viel Pass Rush, aber irgendwie durchgewurstelt.

Die Chiefs zeigten zwischendurch starke Ansätze im Laufspiel und spielen eigentlich starke Defense, nur um dann immer wieder die 1st downs trotzdem zuzulassen. Insgesamt nur 9:29 Ballbesitz für KC. 17-39 Plays. 136-226yds Offense. Aber nur drei Punkte.

Das Angenehme: Kaum Strafen – gab es überhaupt eine Strafe?

Schwierig, den weiteren Verlauf zu prognostizieren. Da ist bei beiden schwer zu erkennen, welche Pläne sie verfolgen.

[20h21] Kansas City 7, Baltimore 10. „Am Schnürchen“ ist was anderes, aber wenn du lange 3rd downs verwertest, geht es trotzdem. Am Ende lässt Flacco den Pass Rush kommen und lupft den Ball hinüber auf RB Ray Rice, der bei 3rd an 2 aus 7yds in die Endzone tänzelt. 15sek to go in der ersten Halbzeit. Eine Halbzeit, die statistisch in allen Belangen den Ravens gehört. Bis auf die Lauf-Offense. Trotzdem nur 3 Pkte. Vorsprung.

[20h12] Two-Minute-Warning. Man kann konstatieren: Baltimores Laufspiel kommt überhaupt nicht in die Gänge. Anfangs wurde schnell und viel geworfen – als man davon abging, war die Offense tot. Mittlerweile hat Flacco das Spiel wieder im Griff und trotz einigem Druck des Chiefs-Pass-Rushes würgt sich die Offense Schritt für Schritt das Feld hinunter.

[19h53] Gerade als alles so ausschaut, als ob die Chiefs ins Spiel gefunden hätten: Fumble des bis dato exzellenten RB Charles, der sich durch die Ravens-Defense pflügte. Beide werfen gerne mit dem Momentum um sich.

[19h46] Erstens: Auch dogfood (Allesaussersport) bloggt wie gewohnt live.

Zweitens: Ich könnte grad kotzen. Das von letzte Nacht bekannte Verbindungs-Problem (Stichwort: Immernochdieverdammtefunkverbindungdienichtsostehtwieichesmirwünschentäte) steht noch immer. Sah heut Vormittag besser aus, aber es geht aktuell so schleppend, dass meine Nerven arg strapaziert werden. Muss mich wohl gedulden, daher kann es mit Aktualisierungen momentan seine Zeit dauern.

[19h40] Kansas City 7, Baltimore 3. Die Partie läuft eigentlich in die erwartete Richtung: Richtung Endzone der Chiefs. Baltimore aber mit mehr Pass-Spiel als gewohnt. Aber: Ein Fumble macht Drive #2 kaputt und die Chiefs sind eiskalt. Der Mann mit dem sensationellen Durchschnitt pro Lauf, Jameel Charles (6,4yds/Lauf in der Regular Season) nutzt den Fehler. 41yds, Touchdown Chiefs und der Spielverlauf ist erstmal auf den Kopf geschmissen.

[19h16] Kansas City 0, Baltimore 3. Erster Drive der Ravens und vorwiegend wird der Pass eingesetzt. Dank des schnellen Spiels gibt es Räume für eine ganze Handvoll Receivers, die schon mal den Ball bekommen haben. 12 Spielzüge, aber an der Goal Line hält die Defense. Beim 3rd down kein allzu einfallsreicher Scramble Flaccos auf die Seite raus. Die Ravens wissen: Mit schnellen Würfen ist die Defense auseinanderzuziehen.

[18h35] N’Abend. Liveblogging zum dritten Spiel am Wildcard-Weekend, diesmal in der AFC und mit den Kansas City Chiefs und den Baltimore Ravens. Vorschau gibt es an dieser Stelle.

Für die Chiefs gelten folgende Grundsätze:

  • Laufspiel muss gegen die Ravens in Gang kommen, anders als beim Regular Season Finale, als die Raiders Jameel Charles und Co. völlig kaltgestellt haben. Nur mit Laufspiel kann QB Cassel effizient sein.
  • Die Offense Line muss gegen DT Ngata und Konsorten einen guten Tag haben.
  • QB Flacco muss unter Druck gesetzt werden, notfalls mit Blitzes.

Die Ravens haben andere Sorgen.

  • Der Lauf der Chiefs muss schnell unterbunden werden. Das ist die halbe Miete zum Sieg.
  • Das eigene Laufspiel muss besser werden als phasenweise in der Regular Season.

Alles in allem halte ich Baltimore für den klaren Favoriten. Die Chiefs können nur mit ähnlicher Begeisterung und Feuer wie gestern Seattle zum Erfolg kommen.

AFC Wild Cards 2010/11: Indianapolis Colts – New York Jets

[05h03] Indianapolis 16, NY Jets 17, mit auslaufender Uhr nagelt auf der anderen Seite Nick Folk den Ball aus 32yds rein. Die Jets gewinnen in Indianapolis 17-16. Entscheidend waren drei Dinge im letzten Drive: Der lange Return von Antonio Cromartie, ein starker gefangener Ball von WR Braylon Edwards mit dem letzten Play und ein katastrophales Timeout-Management von Jim Caldwell (zog 29sek vor Ende eine Auszeit als Defense-Team). Da frage ich mich: Warum? Warum bestreitest du überhaupt das Spiel? Willst du als Genie da stehen? Und das schlimmste: Wir werden keine Antworten bekommen. Weil es keine gibt. Und weil Caldwell eh nix sagen würde. Ohne Worte.

Damit sind beide Superbowl-isten hintereinander ausgeschieden. Ach ja, und: New England – Jets erwartet uns.

[04h55] Indianapolis 16, NY Jets 14, 53sek vor Schluss, FG 50yds Vinatieri. Die Eisvenen waren wieder da. Vinatieri nagelt den Ball aus 50yds rein, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

[04h47] Die Colts kriegen noch eine Chance. Grund: Die Jets. Zuerst vergeigt Brad Smith einen Option-Spielzug durch zuviel Egoismus. Dann gehen die Jets unverständlich tief, der Ball ist zu lang. 2:36, Colts an der eigenen 20, ein Timeout. Field Goal reicht zum Sieg. Schaut irgendwie alles aus, als hätten wir das schon des Öfteren erlebt…

[04h42] Unfassbar. 3:00 vor Schluss sind die Jets gestoppt, müssen punten und Manning braucht nur ein Field Goal zur Entscheidung. Und dann rennen die Colts in den Punter! Strafe, neues 1st down der Jets und die Zeit tickt herunter und die Timeouts landen nach und nach auf der Grillplatte.

[04h35] Indianapolis 13, NY Jets 14. Etwas holpriger Drive zur Antwort, die da wäre: Beim 3rd down sind die Jets nicht mit Laufspiel zu überraschen. Nur noch 5 Minuten – und die Jets können genüsslich die Uhr runterticken lassen gegen eine müde Defense der Colts. Verdammt schnelles Spiel: Knapp 2:10h seit Kickoff und nur mehr 4:37min to go. Overtime ist eher unwahrscheinlich.

[04h23] Indianapolis 10, NY Jets 14. Langer, nein, laaaaaaaaaaaaaaaaaaanger Drive der Jets: TD Tomlinson im 17. (!) Play, 87yds, 9:54min verbrannt, Es ist jetzt das bekannte Spiel: Die Defense ist zermürbt von massivem Laufspiel und eingestreuten Fakes. Die Colts kriegen kaum mehr Zugriff auf die Running Backs. 10:54min to go, Manning kommt mit seiner eindimensionalen Offense.

[04h14] Ende Viertel #3. Indianapolis 10, NY Jets 7. Spannendes Spiel, in dem sich immer noch kein Sieger abzeichnet. Die Jets hatten das bessere 3. Viertel, haben Laufspiel mit Gewalt reingedrückt und können aktuell mit der Mischung Lauf/Play-Action ganz gut den Ball bewegen.

Den Colts fehlt die Alternative Lauf komplett. Da muss Manning mal wieder sein Zauberhändchen auspacken und es im Alleingang richten.

[04h03] Indianapolis 10, NY Jets 7. Wieder versuchen die Colts, ein 3rd down mit Laufspiel durchzudrücken. Wieder erfolglos – die Mitte wird zugemacht, da geht gegen die Jets nix. Field Goal, 10-7.

[03h52] Indianapolis 7, NY Jets 7. Die Jets kommen sehr lauflastig daher, meist über RB Greene. Den Touchdown erbt RB LaDainian Tomlinson aus 1,5yds. Ausgleich und die Jets haben gezeigt, dass sie einen längeren Drive ausspielen können.

[Und ich weiß nicht, wie lange ich mir die Verbindungs-Probleme noch antue. Stichwort: Internet in den Bergen. F*ck]

[03h32] Halbzeit Indianapolis 7, NY Jets 0. Sanchez’ INT kam mit Ansage – immer wenn Sanchez im Alleingang machen will, herrscht INT-Gefahr. Dass die Colts trotz 45sek und 2 Timeouts nicht auf weitere Punkte gegangen sind, wunderte mich.

Gutklassiges Spiel der Defenses, aber den OffCoords fällt dagegen nicht viel ein. Schön langsam wird es Zeit dafür – ein einziges Big Play kann ja nicht alles gewesen sein. Die Jets sollten mehr darauf fokussiert sein, das Laufspiel einzubauen. Auf Play-Action wird da nicht viel reagiert, weil die Jets nur wenig laufen (obwohl sie 5,7yds/Lauf machen).

[03h12] Indianapolis 7, NY Jets 0. Grad, als sich Al Michaels 5:25 vor Halbzeit über die lange Punktelosigkeit beschweren will, sticht Manning zum ersten Mal zu. Kaum Druck, präziser tiefer Ball in den Lauf von WR Pierre Garcon, der durchlaufen kann. CB Cromartie ist dabei nicht im Bilde. Die erste Lücke ist gefunden.

[03h00] Mal ein Vergleich der anderen Sorte: Wie feurig war da eben das Publikum in Seattle? Indys neue Stadion/Halle kommt da doch sehr, sehr mau daher.

[02h53] Ende Viertel #1. Indianapolis 0, NY Jets 0. Die Jets versuchen primär, das Pass-Spiel zu stoppen, senden häufig 5 Defensive Backs auf das Spielfeld, spielten zuletzt nur mit 1 D-Liner. Trotzdem wird auch das Laufspiel im Ansatz vernichtet. Da geht für Indy aktuell nix. Trotzdem nach über 14min das erste 1st Down für die Colts.

Die Jets sind auch nix zum Schwärmen in der Offense, kriegen aber wenigstens ein Bein in den Boden. Mittlerweile wird fast nur noch auf den kräftigen RB Shonn Greene gesetzt – die Colts-Defense gilt nicht als die physischste.

[02h45] Noch vier Minuten im 1. Viertel. Beide Defenses schenken sich nichts. Die Colts sind nach drei Drives noch immer ohne 1st down. Die Jets ein bisschen erfolgreicher, aber viel ist da noch nicht bei rumgekommen. Und Allzweckwaffe Brad Smith zwickt’s an der Leiste.

[02h31] Die ersten Minuten sind das erwartete Abklopfen: Manning fast nur im Werfe-dich-Modus, die Jets probierten es mit Laufspiel, was 1x Raumgewinn durch L.T. brachte. Danach war auch die Mitte zugemacht.

[02h21] Jim Caldwell mit einem Anfall von Marv Lewis-itis. Challenge in der ersten Spielminute, obwohl die Videobilder recht eindeutig belegen, dass der Ball eben NICHT den Jets-Returner berührt hat.

[02h09] Optische Facts der letzten Wochen:

  • Colts-Defense ist vor allem gegen den Lauf stark verbessert (Chris Johnson und Darren McFadden abgewürgt)
  • Jets haben nicht grad einen Lauf: 2-3 in fünf Spielen
  • Jets-QB Sanchez braucht funktionierendes Laufspiel, um mit Play-Action effizient sein zu können.
  • QB Manning ist in den letzten Wochen wieder fulminant drauf und ziemlich fehlerfrei.

[02h04] Zur Einstimmung verweise ich auf die Vorschau.

[02h00] Weiter geht’s. Hoffe, ich halte durch.