AFC Wild Cards 2010/11: Indianapolis Colts – New York Jets

[05h03] Indianapolis 16, NY Jets 17, mit auslaufender Uhr nagelt auf der anderen Seite Nick Folk den Ball aus 32yds rein. Die Jets gewinnen in Indianapolis 17-16. Entscheidend waren drei Dinge im letzten Drive: Der lange Return von Antonio Cromartie, ein starker gefangener Ball von WR Braylon Edwards mit dem letzten Play und ein katastrophales Timeout-Management von Jim Caldwell (zog 29sek vor Ende eine Auszeit als Defense-Team). Da frage ich mich: Warum? Warum bestreitest du überhaupt das Spiel? Willst du als Genie da stehen? Und das schlimmste: Wir werden keine Antworten bekommen. Weil es keine gibt. Und weil Caldwell eh nix sagen würde. Ohne Worte.

Damit sind beide Superbowl-isten hintereinander ausgeschieden. Ach ja, und: New England – Jets erwartet uns.

[04h55] Indianapolis 16, NY Jets 14, 53sek vor Schluss, FG 50yds Vinatieri. Die Eisvenen waren wieder da. Vinatieri nagelt den Ball aus 50yds rein, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

[04h47] Die Colts kriegen noch eine Chance. Grund: Die Jets. Zuerst vergeigt Brad Smith einen Option-Spielzug durch zuviel Egoismus. Dann gehen die Jets unverständlich tief, der Ball ist zu lang. 2:36, Colts an der eigenen 20, ein Timeout. Field Goal reicht zum Sieg. Schaut irgendwie alles aus, als hätten wir das schon des Öfteren erlebt…

[04h42] Unfassbar. 3:00 vor Schluss sind die Jets gestoppt, müssen punten und Manning braucht nur ein Field Goal zur Entscheidung. Und dann rennen die Colts in den Punter! Strafe, neues 1st down der Jets und die Zeit tickt herunter und die Timeouts landen nach und nach auf der Grillplatte.

[04h35] Indianapolis 13, NY Jets 14. Etwas holpriger Drive zur Antwort, die da wäre: Beim 3rd down sind die Jets nicht mit Laufspiel zu überraschen. Nur noch 5 Minuten – und die Jets können genüsslich die Uhr runterticken lassen gegen eine müde Defense der Colts. Verdammt schnelles Spiel: Knapp 2:10h seit Kickoff und nur mehr 4:37min to go. Overtime ist eher unwahrscheinlich.

[04h23] Indianapolis 10, NY Jets 14. Langer, nein, laaaaaaaaaaaaaaaaaaanger Drive der Jets: TD Tomlinson im 17. (!) Play, 87yds, 9:54min verbrannt, Es ist jetzt das bekannte Spiel: Die Defense ist zermürbt von massivem Laufspiel und eingestreuten Fakes. Die Colts kriegen kaum mehr Zugriff auf die Running Backs. 10:54min to go, Manning kommt mit seiner eindimensionalen Offense.

[04h14] Ende Viertel #3. Indianapolis 10, NY Jets 7. Spannendes Spiel, in dem sich immer noch kein Sieger abzeichnet. Die Jets hatten das bessere 3. Viertel, haben Laufspiel mit Gewalt reingedrückt und können aktuell mit der Mischung Lauf/Play-Action ganz gut den Ball bewegen.

Den Colts fehlt die Alternative Lauf komplett. Da muss Manning mal wieder sein Zauberhändchen auspacken und es im Alleingang richten.

[04h03] Indianapolis 10, NY Jets 7. Wieder versuchen die Colts, ein 3rd down mit Laufspiel durchzudrücken. Wieder erfolglos – die Mitte wird zugemacht, da geht gegen die Jets nix. Field Goal, 10-7.

[03h52] Indianapolis 7, NY Jets 7. Die Jets kommen sehr lauflastig daher, meist über RB Greene. Den Touchdown erbt RB LaDainian Tomlinson aus 1,5yds. Ausgleich und die Jets haben gezeigt, dass sie einen längeren Drive ausspielen können.

[Und ich weiß nicht, wie lange ich mir die Verbindungs-Probleme noch antue. Stichwort: Internet in den Bergen. F*ck]

[03h32] Halbzeit Indianapolis 7, NY Jets 0. Sanchez’ INT kam mit Ansage – immer wenn Sanchez im Alleingang machen will, herrscht INT-Gefahr. Dass die Colts trotz 45sek und 2 Timeouts nicht auf weitere Punkte gegangen sind, wunderte mich.

Gutklassiges Spiel der Defenses, aber den OffCoords fällt dagegen nicht viel ein. Schön langsam wird es Zeit dafür – ein einziges Big Play kann ja nicht alles gewesen sein. Die Jets sollten mehr darauf fokussiert sein, das Laufspiel einzubauen. Auf Play-Action wird da nicht viel reagiert, weil die Jets nur wenig laufen (obwohl sie 5,7yds/Lauf machen).

[03h12] Indianapolis 7, NY Jets 0. Grad, als sich Al Michaels 5:25 vor Halbzeit über die lange Punktelosigkeit beschweren will, sticht Manning zum ersten Mal zu. Kaum Druck, präziser tiefer Ball in den Lauf von WR Pierre Garcon, der durchlaufen kann. CB Cromartie ist dabei nicht im Bilde. Die erste Lücke ist gefunden.

[03h00] Mal ein Vergleich der anderen Sorte: Wie feurig war da eben das Publikum in Seattle? Indys neue Stadion/Halle kommt da doch sehr, sehr mau daher.

[02h53] Ende Viertel #1. Indianapolis 0, NY Jets 0. Die Jets versuchen primär, das Pass-Spiel zu stoppen, senden häufig 5 Defensive Backs auf das Spielfeld, spielten zuletzt nur mit 1 D-Liner. Trotzdem wird auch das Laufspiel im Ansatz vernichtet. Da geht für Indy aktuell nix. Trotzdem nach über 14min das erste 1st Down für die Colts.

Die Jets sind auch nix zum Schwärmen in der Offense, kriegen aber wenigstens ein Bein in den Boden. Mittlerweile wird fast nur noch auf den kräftigen RB Shonn Greene gesetzt – die Colts-Defense gilt nicht als die physischste.

[02h45] Noch vier Minuten im 1. Viertel. Beide Defenses schenken sich nichts. Die Colts sind nach drei Drives noch immer ohne 1st down. Die Jets ein bisschen erfolgreicher, aber viel ist da noch nicht bei rumgekommen. Und Allzweckwaffe Brad Smith zwickt’s an der Leiste.

[02h31] Die ersten Minuten sind das erwartete Abklopfen: Manning fast nur im Werfe-dich-Modus, die Jets probierten es mit Laufspiel, was 1x Raumgewinn durch L.T. brachte. Danach war auch die Mitte zugemacht.

[02h21] Jim Caldwell mit einem Anfall von Marv Lewis-itis. Challenge in der ersten Spielminute, obwohl die Videobilder recht eindeutig belegen, dass der Ball eben NICHT den Jets-Returner berührt hat.

[02h09] Optische Facts der letzten Wochen:

  • Colts-Defense ist vor allem gegen den Lauf stark verbessert (Chris Johnson und Darren McFadden abgewürgt)
  • Jets haben nicht grad einen Lauf: 2-3 in fünf Spielen
  • Jets-QB Sanchez braucht funktionierendes Laufspiel, um mit Play-Action effizient sein zu können.
  • QB Manning ist in den letzten Wochen wieder fulminant drauf und ziemlich fehlerfrei.

[02h04] Zur Einstimmung verweise ich auf die Vorschau.

[02h00] Weiter geht’s. Hoffe, ich halte durch.

27 Kommentare zu “AFC Wild Cards 2010/11: Indianapolis Colts – New York Jets

  1. Danke für die ausführliche Vorschau,
    die ich mir gerade zu Gemüte geführt habe.
    Und ja, die Prügel von den Patriots schmerzen immer noch sehr,
    daher wäre die Gelegenheit zur Revanche nächste Woche doch sehr wünschenswert.

  2. Willst du wirklich nochmal so verhauen werden? Ich meine, ich mag die Pats nicht, aber es braucht schon andere Kaliber, um die Pats rauszuschießen als Posterboy Sanchez… Sach ich mal einfach so. Ich gebe da mehr Hoffnung auf Manning.

  3. @Seminole
    Schwacher Trost, aber zumindest einer.

    Erstaunlich: Drei Drives der Colts und nur 20 Yards und kein First Down. In Spiel 1 stand es da schon 10:7 😀

  4. Von den Zahlen her eine ausgeglichende erste Hälfte: Total Yards 147-153, First Downs 7-8, Ballbesitz 14:53-15:07. Unterschied macht nur: Manning 1 Touchdown, Sanchez 1 Interception.

  5. Schaut nach Jets-Erfolg aus. Die Defense der Colts ist kaputt, die Offense wird nicht nur mit Pass durchkommen.

  6. Schaut mir nach Jets-Sieg aus. Die Colts-Defense ist kaputt. Die Offense ohne Laufspiel zu berechenbar. Bis auf den Big Play war da nicht viel.

  7. Mach ich mit. Zwei Drinks für „one of the greatest clutch kickers“ oder „the greatest clutch kicker in nfl history“.

  8. Die Bad Boys Cromartie und Edwards retten den Jets das Spiel. Gibt’s das? Und Caldwell zieht das Timeout…

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