College Football nach dem BCS National Championship Game 2011

AP Top 25
  1. Auburn (14-0)
  2. TCU (13-0)
  3. Oregon (12-1)
  4. Stanford (12-1)
  5. Ohio State (12-1)
  6. Oklahoma (12-2)
  7. Wisconsin (11-2)
  8. Lousiana State (11-2)
  9. Boise State (12-1)
  10. Alabama (10-3)
  11. Nevada (13-1)
  12. Arkansas (10-3)
  13. Oklahoma State (11-2)
  14. Michigan State (11-2)
  15. Mississippi State (9-4)
  16. Virginia Tech (11-3)
  17. Florida State (10-4)
  18. Missouri (10-3)
  19. Texas A&M (9-4)
  20. Nebraska (10-4)
  21. Central Florida (11-3)
  22. South Carolina (9-5)
  23. Maryland (9-4)
  24. Tulsa (10-3)
  25. North Carolina State (9-4)

Associated Press hat das letzte Ranking für die Saison 2010 herausgegeben. Zwei non-BCS Teams stehen in den Top 10, mit Nevada, das daran kratzt. Im finalen Ranking hat TCU sogar Oregon überholt. Ein kurzer Überblick über die Teams und deren Aussichten für das kommende Jahr.

#1 Auburn ist nach 53 Jahren wieder National Champion. Zuzuschreiben ist das vor allem QB Cam Newton und DT Nick Fairley, die Offense und Defense geführt haben. Beide werden aller Wahrscheinlichkeit ihr Senior-Jahr auslassen und in die NFL gehen. Fast die komplette Offensive Line muss ersetzt werden, inklusive OT Ziemba, und eine Defense ohne Fairley ist besser nicht vorstellbar. Prognose: Nächstes Jahr eher nicht in den Top 20.

TCU ist nach dem Rose-Bowl-Sieg auf #2 gerutscht. Die Horned Frogs verlieren QB Dalton, die wichtigsten Receiver, die wichtigsten Defensive Liner und Defensive Backs. Wird ein schweres Jahr 2011, vor allem mit der neuen Konkurrenz Boise State in der MWC.

#3 Oregon muss zwar die halbe Offensive Line umbauen, aber RB LaMichael James kommt zurück. Nicht gut: WR Maehl und WR Davis sind Seniors und werden die Ducks verlassen, und fast alle Eckpunkte der Defense gehen flöten. Wird ein schweres Jahr, aber die Konkurrenz in der Pac-12 wird nicht allzu überragend sein, von daher sollte wenigstens die Conference gewonnen werden.

#4 Stanford verliert Strahlemann Jim Harbaugh, aber QB Andrew Luck bleibt überraschend an der Uni. Trotzdem: Fast die komplette Offense und ein Teil der Defense muss ausgetauscht werden und was der neue Head Coach bringt, weiß keiner so recht. Schaut nach einem Jahr des Umbaus aus.

#5 Ohio State ist immer unter den Mitfavoriten. QB Terrelle Pryor und ein paar nicht unwichtige Konsorten werden aber fünf Spiele Sperre absitzen müssen, weil sie einen Meister-Ring verkauft haben – etwas, das in den Augen der Moralapostel in der NCAA gar nicht geht. Interessanter als OSU’ Saison für mich: Schafft es Pryor, auf NFL-Niveau herangecoacht zu werden? Pryor ist ein Super-Athlet, aber bisweilen noch stark Option-lastig, bleibt aber trotz Sperre am College, um die richtigen Schritte in Richtung NFL-QB machen zu können.

#6 Oklahoma geht als Favorit in die nächste Saison. QB Landry Jones ist wurfgewaltig und darf wieder auf WR Broyles zählen. Fast alle Starter bleiben in Oklahoma – wie auch, nachdem im vergangenen Draft drei der Top 4 Gedrafteten Sooners waren?

#7 Wisconsin wird Schwierigkeiten haben. QB Tolzien ist weg, RB Clay aus dem „Triple-Head-Monster“ ebenso und in der Defense bricht DE JJ Watt weg. Gut ist, dass die Badgers in der womöglich einfacheren Leaders Division spielen. Schlecht, dass mit Ohio State die größte Nuss ebenso genau dort spielt.

#8 LSU wird eine große Zukunft prognostiziert, vor allem, weil Grasfresser Les Miles nicht nach Michigan gehen wird. Die Offense um QB Jordan Jefferson bleibt ziemlich intakt und Großteile der Defense auch. Die wenigen Verluste werden aber schwerwiegend (CB Peterson, DT Levingston, MLB Sheppard) sein.

#9 Boise State darf man unter HC Chris Petersen jahrein-, jahraus als Anwärter zählen. Boise State wechselt in die MWC und hat mit TCU einen schweren Rivalen in der Conference. Highlight der Saison ist aber wieder die Saisoneröffnung, diesmal im Georgia Dome gegen die Georgia Bulldogs. Der Mann mit dem Vettel-Gesicht, QB Kellen Moore, ist einer meiner Favoriten, ein cooler Hund, furchtlos und mit rattenscharfen tiefen Bällen. Boise wird die beiden WRs Young und Pettis verlieren und in der Defense zwei, drei wichtige Komponenten. Solange Petersen am Werk ist, werden die Broncos aber in der Lostrommel um die BCS Bowls bleiben.

Ein weiterer ganz großer Favorit für 2011: Die Alabama Crimson Tide, heuer an #10 eher unter Wert geschlagen. Nick Saban hat heuer einen guten Job gemacht und eine völlig neu formierte Defense recht ordentlich eingespielt. Neun Starter werden bleiben. Größter Verlust ist DT Dareus. Schlimmer sind die Verluste in der Offense: QB McElroy, RB Ingram und vor allem WR Julius Jones sind weg. RB Richardson hat Ingram aber heuer zwischendurch schon gleichwertig ersetzt.

Unter den aufstrebenden Teams befinden sich auch die Texas A&M Aggies. Die Offense ist unter QB Tannehill viel explosiver als unter dem alten Starter Johnson und die Defense bleibt ziemlich unverändert – bis auf OLB Von Miller. Die Defense muss aber verbessert auftreten. Das Debakel gegen LSU in der Cotton Bowl war schon heftig.

Ganz heiß werden die Florida State Seminoles gehandelt. Nach der Abdankung von HC-Legende Bobby Bowden hat Jimbo Fisher übernommen und eine ganz junge Mannschaft gebaut. Fast alle Starter in allen Bereichen bleiben, bis auf QB Chris Ponder und OG Rod Hudson. Der Nachfolger ist aber schon gefunden: E.J. Manuel, der Spezialist für die Bowls. Vor allem die Defense hat schon heuer ein paar Mal ordentlich aufgegeigt. Glaubt man den US-Experten, sind die Seminoles vielleicht nicht nur ein Anwärter auf den ACC-Titel, sondern vielleicht schon reif für das BCS National Championship Game. Damit nicht genug: Der Jahrgang im Recruiting an der FSU soll zu den besten überhaupt gehören, womit auch die Zukunft gesichert sein dürfte.

Die innerstaatlichen Duelle mit den Gators und den Hurricanes dürften heuer wieder interessanter werden. Florida mit Will Muschamp und Charlie Weis wieder auf dem aufsteigenden Ast und auch die Hurricanes kommen mit neuem Head Coach daher: Al Golden, der über starkes Spielermaterial verfügen soll.