AFC Divisional Playoffs 2010/11: New England Patriots – New York Jets

[02h08] Rex Ryan (sinngemäß) in der PK:

Es war nicht nur das Duell zwischen mir und Belichick. Dieses Duell habe ich verloren. Aber das entscheidende Duell war zwischen den Spielern und den Assistenztrainern. Das haben wir gewonnen.

[02h04] New York hat sich den Sieg mit einer überragenden Defense verdient. Sie haben die auch von mir gehypte und hoch gelobte Offensive Line der Patriots mit relativ wenigen Leuten kaputt gemacht. Damit hatten sie zig Leute in der Coverage und deckten alles zu. CB Darrelle Revis ist der lebende Beweis, dass es den „Shutdown Corner“ gibt. Nur selten musste New York Leute für Blitzes aufgeben – und in dem Fall war der Rush so schnell durch, dass Brady nicht werfen konnte.

New England hatte keinen Rhythmus und brachte keine Punkte zustande. Verdienter Sieg der Jets. Aber die Patriots haben mit ihrem Phlegma auch ihre Schippe beigetragen.

Damit sind beide #1 raus. Ich hatte es geschrieben: So eng habe ich die Top-6 der NFL noch nie zusammen gesehen. Trotzdem hatte ich zumindest fest mit einem Patriots-Sieg gerechnet.

Die Conference-Finals am nächsten Sonntag sind zweimal #2 gegen #6:

21h Chicago Bears – Green Bay Packers (NFC)
00h30 Pittsburgh Steelers – New York Jets (AFC)

Man kann sogar argumentieren, dass in beiden Fällen die #6 favorisiert ist. Aber ich sehe (mal wieder) nicht, wie die Jets das in Pittsburgh gewinnen können.

[01h44] EndstandNew England 21, N.Y. Jets 28. Sensation. Ich bin gerädert. Und over.

[01h43] New England 21, N.Y. Jets 28.Bend but don’t break. Die Patriots scoren. 24 Sekunden sind noch auf der Uhr. Der Onside Kick folgt in Sekunden.

[01h37] New England 14, N.Y. Jets 28. RB Shonn Greene macht den TOUCHDOWN. Das dürfte es gewesen sein. Und Ryan watschelt die 50yds in die Endzone.

[01h35] Der Onside Kick misslingt und CB Cromartie riskiert Kopf und Kragen und gewinnt: Return in die RedZone. Einen Fehlkick mal ausgeschlossen, gewinnen die Jets dieses Spiel.

[01h33] New England 14, N.Y. Jets 21. Ziemlich verrückt. Die Patriots müssen das Field Goal nehmen und sprinten völlig grundlos rein, um vor der Two-Minute-Warning zu kicken. Der Kick geht daneben, aber die Warning war schon erreicht. Völlig sinnlos, da es überhaupt keinen Unterschied gemacht hätte. Die Uhr wäre eh gestoppt worden.

[01h25] Adrenalinspiegel ist wieder im Begriff zu steigen. Die Jets werden innerhalb von gefühlten Sekunden gestoppt und dann kann PR #11 Julian Edelmann beim Punt zwei Kilometer geradeaus laufen. Die Patriots sind in der Nähe eines Field Goals. Das würde erstmal reichen – wenn die Jets nicht mehr scoren. Knapp drei Minuten noch. Pats mit 2 Timeouts.

[01h18] 5:15min vor Schluss scheitern die Patriots bei einem 4th down an der NYJ 34. Drei Timeouts für New England. Aber es braucht zwei Scores. Und die Jets sind nicht allzu weit von einem Field Goal entfernt…

[01h02] New England 11, N.Y. Jets 21. 7yds-Catch Holmes. Gleich zu Beginn kann WR Cotchery fast durchlaufen (58yds). Kurz danach ist WR Santonio Holmes im hintersten Eck der Endzone frei und mit einem artistischen Catch – fast wie der in der Superbowl damals. Es schnackelt Punkte und Touchdowns.

[00h53] New England 11, N.Y. Jets 14. 2yds-Pass auf TE Crumpler. Das Tempo angezogen. Und plötzlich funktioniert alles bei den Patriots. Zweimal ist WR Branch offen und CB Revis nicht im Bilde bzw. auf Raumdeckung getrimmt. Die 3rd downs, die noch das ganze Spiel nicht verwertet wurden, werden umgewandelt. Das Laufspiel ist bei den zwei Versuchen effizient. Und die Jets haben kein Mittel. Sogar die 2pt-Conversion passt. Es ist ein direkter Snap auf RB Sammy Morris. Was auch immer der OffCoord gesehen hat: Plötzlich ist Leben in der Bude.

[00h34] Nächster Versuch. Crumpler ist als Blocker gegen DE/OLB Pace hoffnungslos überfordert und die Pats haben Glück, dass Bradys Fumble im Team bleibt. Generell gilt: Gefühlt hat jeder Blitz der Jets Erfolg. Es ist noch früh, aber Spielverlauf und Körpersprache deuten schön langsam gen Sensation.

[00h24] Die Offensive Line kriegt immer noch nicht den Schutz für die Backs zustande. Zu wenig Zeit für Brady, sich seine Receivers auszugucken.

[00h16] So. Adjustments-Watching.

[00h08] HalbzeitNew England 3, N.Y. Jets 14. Eine überraschende erste Halbzeit. Überraschend, weil die Jets die Offense der Patriots bisher mit viel Druck auf QB Brady, notfalls mit Blitzes, und hautenger Deckung in der Secondary und in der Linebackers-Zone abwürgen. Überraschend auch, weil New England fehleranfälliger als normal spielt: Bradys überflüssige INT, der fallengelassene Touchdown, der Fumble beim Fake Punt.

Die Defense ist brutal anfällig gegen Play-Action-Fakes. Fast jedes Mal ist ein Receiver meilenweit offen und mittlerweile wirft Sanchez auch besser. Dazu kommt viel eingesetztes Laufspiel, nicht überaus effektiv, aber genug, dass die Defense aggressiv auf die Fakes reagieren muss.

Man kann drüber diskutieren, ob die Pats den Punt Fake spielen müssen. Ohne hätten die Jets vielleicht nicht mehr gescort. Die Defense sah direkt danach völlig überwältigt aus. Als hätte es keine Möglichkeit gegeben, dass der Fake NICHT erfolgreich sein würde…

[23h58] New England 3, N.Y. Jets 14. Das Pendel ist gen Jets geschwenkt. RB Tomlinson mit langem Lauf, WR Edwards mit dem TD über 15yds und von zwei Verteidigern nicht umzureißen. Noch 33 Sekunden. Die Patriots-Defense sieht grad ziemlich überrollt aus.

[23h56] Eier-Anfall in Foxboro. Die Patriots wollen in der eigenen Hälfte einen Punt-Fake ausspielen. Weil Pat Chung den Ball bei der Annahme fumbelt, geht die Geschichte schief. 1:14min, 3 Timeouts und ca. 40yds für die Jets. New York sollte scoren. New England kriegt als erstes den Ball in der zweiten Hälfte, onside kick außen vorgelassen…

[23h35] Die Aggressivität, mit der die Jets-Defense zu Werke geht, wird New England Kopfzerbrechen bereiten. Tom Brady hüpft ziemlich aufgeschreckt in der Pocket herum, findet lange keine Receiver und tut sich schwer, Rhythmus in die Offense zu bringen.

[23h33] Beutelbaerchen tickert auch wieder live mit.

[23h28] New England 3, N.Y. Jets 7. Anfangs eine zähe Geschichte. Aber bei 3rd down kauft sich Sanchez genug Zeit und ein traumhafter langer Ball auf WR Braylon Edwards, der auch sauber gefangen wird. Kurz danach erntet RB Tomlinson per kurzer Pass-Reception den Sechser. Schön – das Spiel ist spannend.

[23h24] Recht aggressiv, wie die Jets-Defense da zu Werke geht. Die Offense Line der Patriots wird mit viel Hitze über die Mitte unter Druck gesetzt, und wenn dann auch noch außen herum ein Safety daherkommt…

Brady schon 3x gesackt.

[23h18] Die Jets sind den Tick lauflastiger. Viel mehr kann man noch nicht herauslesen. Außer, dass QB Mark Sanchez schon zweimal sehr ungenau geworfen hat. Gefährlich, wenn die Safetys in der Nähe sind…

[23h09] New England 3, N.Y. Jets 0. Ziemlich unbeeindruckt und den ganzen Kader mit einbeziehend wandern die Patriots wieder in Richtung Jets-Endzone und selbst verstärkter Druck kann sie nicht bremsen. Am Ende kostet ein ganz einfacher Drop von TE Crumpler in der Endzone den Touchdown.

Okay, waren zwei Sacks der Jets (DE Ellis) drunter, aber den Touchdown haben die Patriots sich selbst kaputt gemacht. Gegen die schnelle Offense sehen die Jets aber gar nicht gut aus.

[22h56] New England marschiert im ersten Drive mit einer Leichtigkeit und Variation das Spielfeld hinunter und der Touchdown nur mehr eine Frage der Zeit. Und dann macht Tom Brady die lange erwartete und überfällige Interception. Nach 300+ Versuchen. RB #42 Green-Ellis nicht genau getroffen, LB Harris springt dazwischen und returniert in die RedZone.

Dort marschieren die Jets – rückwärts. Das Field Goal wird dann auch standesgemäß verkickt.

[22h45] Wes Welker hat irgendwas über Rex Ryan gelästert. Belichick fands nicht lustig und so wird Welker zu Beginn des Spiels erstmal auf die Bank gesetzt.

[22h41] Die Patriots deferren.

[22h40] Pünktlich zum Höhepunkt des Wochenendes ist jetzt auch dogfood bei Allesaussersport mit dem Live-Blogging eingestiegen.

[22h27] Die Patriots werden TE Aaron Hernandez einsetzen können. RB Fred Taylor dagegen nicht, aber es sollte ein verschmerzbarer Ausfall sein. Die beiden größten Namen auf der Inactive-Liste der Jets: OLB-Flop Vernon Gholston und, und das tut weh, KR/PR/Allzweckwaffe Brad Smith, der hie und da bei Trickspielzügen eingebaut werden konnte.

[21h38] Nicht vergessen: Chicago – Seattle läuft noch.

[21h33] Ein paar einleitende Worte zum finalen vierten Spiel an diesem Wild-Card-Weekend: New England Patriots vs. New York Jets.Es ist das meistdiskutierte Duell von allen – mehr in der Vorschau. Zwei Franchises, die sich nicht ausstehen können und die das auch ganz offen zugeben. Ein Blick auf das Titelblatt der New York Times von heute, 16.1.2011 (via Jan-Hendrik Böhmer):

New York Post Cover von heute, 16.1.2011

New York Post - ©Newseum

New England ist der Favorit. Sie haben eine Bilanz 14-2 aufzuweisen, sie haben mit Bill Belichick den dekorierteren Coach, mit QB Tom Brady den mutmaßlichen NFL MVP und sie haben vor wenigen Wochen die Jets 45-3 malträtiert. Bei all dem Hype kriegt ein Aspekt wenig Beachtung: Die überragende Arbeit der Offensive Line. Eine Offensive Line, in der mit Sebastian Vollmer auch der einzige Deutsche in der NFL spielt. Eine Würdigung von Spox’ Jan-Hendrik Böhmer.

Oft diskutierter Faktor bei Spielen in Foxboro: Das Wetter. Diesmal kommt es Couleur „sonnig, aber ziemlich kalt“ daher. Windig und Temperaturen bis -10°C waren vorhergesagt. Und hier der Blick ins Stadion.

NFC Divisional Playoffs 2010/11: Chicago Bears – Seattle Seahawks

[22h22] Endstand Chicago 35, Seattle 24. Chicago wird abknien. Gibt nicht viel zu sagen: Chicago war in allen Belangen überlegen.

Besser und ausbalancierter in der Offense – erst mit dem überlegenen TE Olsen, dann mit dem immer besser eingestreuten Laufspiel.

Besser in der Defense – wie oft ist da die Pocket kollabiert? Wie viel Laufspiel haben die Seahawks gehabt?

Besser in den Special Teams – Hester wurde irgendwann einfach gemieden. Dazu waren die Punts der Seahawks nicht wirklich prall.

Seattle dagegen so, wie man sie letzte Woche erwartet hatte. QB Hasselbeck war nicht schlecht aufgelegt. Aber wenn deine Receivers gar nichts fangen bzw. erst, wenns nur mehr um Geschmacksverstärker geht, kannstdugegenkeinenGegnerbestehen.

Trotz allem: Restlos überzeugend war Chicago nicht. Die Drives hatten nicht konstant Zug drin. Green Bay wird schon ein anderes Kaliber und dürfte als leichter Favorit in das Spiel gehen. Das älteste Spiel der NFL. Erst zum zweiten Mal in den Playoffs.

Das erste Mal haben nur die Älteren unter uns erlebt. Es war 1941.

[22h12] Chicago 35, Seattle 17. 3yds-Pass auf WR Mike Williams. Spektakulärer TD. Um ein Haar die INTs für CB Charlie Tillman – den Ball fängt diesmal Williams. Der hatte seine Drops schon. Garbage Time Touchdowns zum Aufpolieren der Stats, aber Seattle kann die Eindrücke nicht mehr schönen.

[22h03] Chicago 35, Seattle 10. 39yds-Pass auf TE Kellen Davis. 3rd and 1 für die Bears. Play-Action, und Cutler kann den ganz normal geradeaus gelaufenen Davis bedienen. Im letzten Moment springt noch Safety #29 Thomas rein, kommt nicht mehr an den Ball. Chicago hat damit Uhr runtergelaufen UND sogar noch einen Touchdown draufgelegt.

[21h45] Chicago 28, Seattle 10. Angesichts des Drucks, den QB Hasselbeck mal über die Mitte, mal über die blinde linke Seite kriegt, ist das ein Wunder. Der völlig unmotivierte HB-Pass von Forte somit bestraft. 9 Spielzüge, 33yds. Nicht mal 4yds/Play. An der Goal Line werden haufenweise Receivers aufgestellt. Im dritten Versuch ist WR Mike Williams frei. „Nur“ noch 18 Punkte.

[21h37] Ich habe angesichts des dahinplätscherndes Spiels in Chicago schon mal den Thread für das AFC-East-Duell New England – N.Y. Jets aufgemacht.

[21h32] Weil es zur Verletzung von eben (CB Trufant) passt: ESPN.coms Chris Mortensen hat erst heute Nachmittag über die Ausrüstung geschrieben.

[21h25] Chicago 28, Seattle 3. Nach abgefälschten Bällen in der Endzone nimmt Pete Carroll in der RedZone das Field Goal. Damit ist der/das Shutout verhindert. Anderen Sinn sehe ich nicht darin, bei 0-28 Ende des dritten Viertels Field Goals zu schießen.

[21h18] Chicago 28, Seattle 0. Wieder läuft Cutler selbst durch. Jetzt sind die Ersatz-Sargnägel gleich auch noch eingeschlagen. Ein unrhythmischer Drive mit einem Schlüsselspielzug: Langer Ball auf einen weit offenen WR #13 Johnnie Knox. Der Rest ist klein-klein und Chicagos Skill Player haben stets alle Räume und Zeiten dieser Welt. Wieder sieben Minuten von der Uhr genommen, noch 4:19 im dritten Viertel. Cutler macht noch was, um Sympathiepunkte zu sammeln – hätte man nach unten verlinktem Artikel nicht glauben können.

[21h11] Die Minuten sind grad wieder bange. Diesmal liegt CB Marcus Trufant seit Minuten regungslos am Boden. Auf dem ganzen Feld verstreut schicken Freund und Feind ihre Stoßgebete ein paar Etagen höher.

[21h01] Oh my gosh. Wie alt ist Mike Tice geworden?

[20h57] Ich meine, ich schätze ja schnelle und präzise ausgeführte Arbeit. Aber ein Footballfeld effizient vom Schnee räumen? Nicht gerne sehen.

[20h41] Halbzeit Chicago 21, Seattle 0. Chicago braucht noch nicht mal eine gute Vorstellung. Seattle ist in Offense und Defense einem 7-9 bzw. 8-9 Team angemessen. Viele offene Räume und inkonsequentes Tackling in der Defense. Die Offense hatte bisher 7 Drives. Resultat: 7 Punts. Und es sind Drives, die über nicht mehr als 3-4 Plays gehen. Seattles Receiver mit Zitterfingern, aber auch das Playcalling finde ich suboptimal: Da wird mit jedem Wurf das 1st down gesucht und Laufspiel wird merkwürdigerweise gemieden wie die Pest: 8 Rushes, darunter 1x Option.

Hasselbeck hat 10 Completions für 84yds. Cutler nur 8. Für 177yds. Chicago setzt Laufspiel immer mal wieder ein und macht 4,4yds/Lauf.

Genickbruch für Seattle sind aber die 3rd downs: 1-von-8. Ich gebe Seattle keine Chance auf ein Comeback in diesem Spiel.

[20h34] Das Spiel gibt nicht viel her, daher eine ziemlich faszinierende Geschichte: QB Matt Hasselbeck erlebt heute schwere Zeiten auf dem Feld. Aber das ist nix im Vergleich zu dem, was der Mann schon alles gesehen hat: Matt Hasselbeck hat einen Blitzschlag überlebt. So did seine Ehefrau Sarah. Noch krasser: In einer Leprakolonie im Kifferparadies Jamaika rettete Hasselbeck einst ein Kind vor dem Ertrinken in einer Jauchegrube! Der Dank: Hasselbeck bekam Hepatitis. Für die Interessierten: Hier ist die ganze, faszinierende Geschichte.

[20h26] Es geht einfach nicht. QB Hasselbeck wirft phasenweise ganz anständige Bälle, aber da wird einfach zu wenig gefangen. Nicht jeder Pass ist ein Muss zum Fangen, aber: Die schiere Masse an fallengelassenen Bällen ist Wahnsinn. Und auch der Punt ist zum zweiten Mal sehr wackelig – und diesmal tut’s richtig weh: 150 Sekunden und Chicago darf in der gegnerischen Platzhälfte beginnen.

[20h18] Die Seahawks hatten heuer viele Probleme. Eins davon: Sie haben sich immer wieder ohne Gegenwehr abschlachten lassen. Nach 21 Minuten und 21 Punkten Rückstand mal wieder eine Lebenszeichen: Die Bears nach einem runden Drive samt Laufspiel doch noch vor Scoring Range abgewürgt.

[20h01] Chicago 21, Seattle 0. 6yds Lauf Cutler. Schwarzer Tag für Seattles Defense. Null Pass-Rush, null Zugriff auf TE Olsen, ausrutschende Verteidiger überall und schwache Deckung. Das Spiel erkläre ich im Prinzip für entschieden. 10:07min noch im zweiten Viertel.

[19h45] Chicago 14, Seattle 0. 1yds-Run RB Chester Taylor. Keine 14 Minuten gespielt, aber schon 14 Punkte Vorsprung für die Bears im Schneegestöber von Chicago. PR Devin Hester leitet den TD mit einem langen Return ein. TE Greg Olsen ist mächtig im Game Plan drinnen und ist auch für Linebackers nicht zu decken. Die Goal Line-Bastion fällt im fünften oder sechsten Versuch – unter anderem nach einer Anfallvonhirntot-Aktion Cutlers, der einen Ball direkt in die Hände eines Verteidigers wirft. Aber der fängt auch nicht besser als die Hawks-Receivers.

[19h36] Ich mache keinen Hehl daraus, dass eingangs erwähntes „Schnee, der soll erst in der Nacht kommen“ Schmarrn war. Der Schneefall wird intensiver. Playoff-Wetter. Und Seattles Receivers haben heute die Butterfinger mitgenommen. Schon zwei Drops bei 3rd downs und damit zum dritten Mal ein Drive mit Punt beendet.

[19h31] Ich habe QB Jay Cutler bisher stets verabscheut wie die Pest. Bis ich diesen Artikel bei ESPN gelesen habe. Zugegeben, kein Meisterwerk und auch kein positives Bild von Cutler zeichnend. Strange, aber das Ausmaß der Verabscheuung ist seitdem etwas kleiner.

[19h21] Weil Seattles TE Carlson nach einem bösen Aufprall mit dem Kopf auf der harten Seitenlinie minutenlang behandelt werden muss, ist drüben money making angesagt. Gnadenlos wird eine Werbepause nach der anderen eingepflaumt. Carlson macht auch beim Abtransport keinen Zucker.

[19h12] Chicago 7, Seattle 0. Das ging schnell. Erster Drive, dritter Spielzug. QB Cutler mit dem langen Ball auf TE Greg Olsen, der einen Defensive Back mal eben locker abhängt und geradeaus 58yds in die Endzone durchläuft.

[18h23] Beide Mannschaften haben alle fraglichen Spieler fit gekriegt. MLB Lofa Tatupu, das Herz der Seahawks-Verteidigung, spielt trotz Gehirnerschütterung am letzten Samstag mit.

[17h48] N’Abend allerseits. Chicago Bears vs. Seattle Seahawks steht an – das gefühlt einseitigste Duell an diesem Wochenende. Ich verweise auf meine Vorschau. Für Seattle spricht eigentlich kaum etwas.

Gestern wurden die ersten beiden Vögel gerupft – Raben und Falken. Und das Vogelsterben wird heute weitergehen, wenn nicht eine noch größere Sensation als am letzten Wochenende passiert. 2010/11 ist keine Saison für die Raubvögel. Auch wenn Oasjs da nicht ganz so überzeugt davon ist.

Throw-Away-Fact: Dank beutelbaerchen wissen wir, dass Chicago zum ersten Mal seit Superbowl XLI ein Playoffspiel bestreiten wird. Superbowl XLI war vor vier Jahren in Miami das Gewürge im strömenden Regen, ein Duell zwischen zwei fehlerträchtigen Mannschaften ohne würdigen Sieger. Nach Jahren im Niemandsland nun also die Rückkehr der Bears. Es wird einige Grad unter Null haben, aber der Schnee, der soll erst in der Nacht kommen. Für den vollen Football-Genuss leider ein paar Stunden zu spät.

NFC Divisional Playoffs 2010/11: Atlanta Falcons – Green Bay Packers

Der F5-Ersatzlinkfürsliveblogging.

[09h28] Der Vollständigkeit halber: Endstand Atlanta Falcons 21, Green Bay Packers 48. Beutelbaerchen weißt in den Kommentaren auf darauf hin, dass KR Eric Weems mit 195yds genau einen Yard mehr Raumgewinn gemacht hat als Atlantas komplette Offense. Ein gutes Schlusswort, wie ich finde.

[05h00] Slapstick zum Abschied. QB Matt Ryan fumbelt beim Versuch zu sneaken den Snap. Während QB Rodgers immer noch wirft, verabschiede ich mich. Was nehme ich mit?

Green Bay ist gefährlich. QB Aaron Rodgers jedes bisschen Hype wert, mit dem auch ich ihn gehypt habe. Aber man sollte nicht vergessen, mit welcher Secondary und mit wie wenig Druck er es heute zu tun hatte. Chicago wird ein anderes Pflaster.

Atlanta war auf allen Ebenen eine einzige Enttäuschung. QB Matt Ryan beim angekündigten Outcoming mit einer schwachen Performance. Die INT kurz vor der Pause hat das Spiel letztlich entschieden. Auch wenn Green Bay ansonsten trotzdem Drive für Drive Punkte zwischen sich und Atlanta gelegt hätte.

Verdienter Kantersieg, keine Frage. Aber bitte die Verfassung des Gegners im Auge halten, ehe man Green Bay schon jetzt zum Superbowl-Champ hochjazzt. Good night.

[04h53] Ah ja. Frank Reich.

[04h48] Atlanta 21, Green Bay 42. FOXes Joe Buck spricht gerade von Falcons take it over, looking for a miracle here at home. Hach ja, Green Bay hat grad ein Field Goal verschossen. 21 Punkte für 12:55 Minuten. Jo. Ist schon mal aufgeholt worden. Und ich brauche Gründe, wach zu bleiben.

[04h40] Atlanta 21, Green Bay 42. Die Packer-Defense spielt mit halber Kraft. TD Roddy White. Kommt jetzt ein Onside Kick? Oder QB Matt Flynn, der Mann von der Robert Lee High School?

[04h26] Atlanta 14, Green Bay 42. Ich glaube nicht, dass eine #6 jemals eine #1 in den Playoffs so in Grund und Boden gespielt hat. Atlantas Vorstellung ist nur noch absurd. Was haben die zwei Wochen lang gemacht?

Das lange U steht für Kuhn. Die Fans haben nicht mal mehr die Kraft, es zum Booo zu machen.

Fünfter TD in Serie. Wäre der Kickreturn nicht gewesen, es wäre der sechste.

[04h16] Irgendwann zu Beginn des Spiels wurden mal 99dB im Georgia Dome gemessen und man fieberte, ob die 100 geknackt würden. Jetzt ist man gespannter, wann die Reihen beginnen, sich zu lichten. Die Falcons hatten trotz der starken Regular Season auch heuer Probleme, den Dome zu füllen. Und die Fans werden heute nicht grad animiert, zu bleiben.

[04h09] Atlanta 14, Green Bay 35. Es wird Zeit, die Abgesänge auf Atlanta anzustimmen. DE John Abrahams Energieanfall verpufft wirkungslos, weil Rodgers’ Armada weitermacht wie gehabt. Achja, und jetzt funktioniert sogar der Lauf wie am Schnürchen, weil Atlantas Defense grad die glitschigen Handschuhe angezogen hat.

Die Secondary war eine augenscheinliche Schwäche, ja. Aber dass die gesamte Defense in Kombination mit schwachem Pass Rush ein so derart jämmerliches Bild abgeben würde… Nope, das war dann nicht zu erwarten.

QB Aaron Rodgers mit einer fantastischen Performance. Green Bay spielt wie der NFC-Superbowltipp, als den ich Green Bay im Sommer gesehen hatte und den ich zwischendurch schon geneigt war, abzuschreiben. Das wäre damit zurückgenommen.

[03h51] Vier Touchdowns für Green Bay im zweiten Viertel. Und CB #38 Tramon Williams erlebt grad saubere Zeiten: Letzte Woche Vicks Pass zum Sieg abgefangen. Heute zwei INTs. Einmal den TD verhindert. Und einmal den TD gleich selbst gemacht.

[03h41] Halbzeit Atlanta 14, Green Bay 28. Wird Zeit, die Superlative auszupacken. 10 Sekunden auf der Uhr, Atlanta ohne Timeouts. Versucht, das Field Goal kürzer zu machen. Ryan mit dem Pass links raus und CB Williams springt rein, INT und zum TOUCHDOWN returniert. Atlanta schmeißt sein Spiel und seine Saison weg.

Eine furchtbare Halbzeit für die Falcons. Die Defense lässt sich nach Strich und Faden vorführen. Green Bay mit langen, langen Drives über 81 und 92yds, bei denen Laufspiel höchstens Alibi-Funktion hatte. Die Secondary wird VERBRANNT. Und zwar Spielzug für Spielzug.

Auf der Gegenseite reicht den Packers pro Drive ein Energieanfall von OLB Clay Matthews auf einer Blitz-Route, um den Drive zu beenden. Und beide INTs nicht wirklich notwendig. Oder besser: Völlig sinnlos. Vor allem die letztere ein Anfall von „hirnamputiert“.

Wenn Atlanta nicht schnell Adjustments hinkriegt, ist die Saison fürn Popo.

[03h33] Atlanta 14, Green Bay 21. Und es schaut ja alles so spielerisch aus. QB Rodgers kriegt Zeit, scrambelt notfalls ein bisschen durch die Halle und findet einfach JEDES Mal einen Abnehmer. 42sek vor Halbzeit überspringt WR James Jones (1,85m) mal eben CB Brent Grimes (1,78m) um 10-15cm und pflückt die Kirschen aus der Luft. Das wird noch bitter für Atlanta heute. Nein: Das ist schon bitter.

[03h19] Eigentlich ein Spiel ohne Secondarys und Pass Rush. Ehe Green Bay nahe der RedZone beginnt, Defensive-Backs-Blitzes einzusetzen. Ergebnis #1: Sack gegen QB Ryan. Und einen Spielzug später hat Ryan zwar dank 3-Mann-Rush viel Zeit, lupft dann einen Ball, der nach „Verhungere, Verhungere!“ schreit, in die Endzone. INT für DB Williams und drei verschenkte Punkte der Falcons. 2:22min in Halbzeit 1 to go.

[03h09] Atlanta 14, Green Bay 14. Während die einen einfach durchlaufen, müssen die anderen arbeiten und schwitzen. Resultat ist dasselbe: Touchdown. Rodgers mit einem PASSFEUERWERK. At his best. Ob schnell oder im Lauf aus der Pocket: Rodgers mit einer einzigen Incompletion und einer Orgie an präzisen Bällen, und die WRs mit teils spektakulären Catches.

Atlantas Pass-Defense schaut ziemlich hoffnungslos aus. Schlampige Deckung bzw. Strafen prägen das Bild. Besorgnis erregend.

Am Ende verwertet RB Kuhn. Hinter dem Teilzeit-FB B.J. Raji.

[02h56] Atlanta 14, Green Bay 7. #14 Eric Weems. Ein spektakulärer Kickoff-Return. Drei, vier Fakes per Tippelschritte und ohne Berührung 102yds durchgelaufen. Wie schrieb ich? Die Special-Teams-Coverage der Falcons als Schwäche? Dass die Falcons auch mit einem Pro-Bowl-Returner aufwarten, stand da nicht. Jetzt wissen wir das auch. Und schon hat sich das Wachbleiben gelohnt.

[02h53] Atlanta 7, Green Bay 7. Unendlich langer Drive der Packers. 13 Plays, 81 Yards. Rodgers bringt jeden Ball an den Ball, großteils kurze, schnelle Pässe. Erst gar nicht zulassen, dass irgendetwas Rot-Schwarzes vor Rodgers auftaucht. Keine spektakulären Würfe für QB Rodgers, aber im Mix mit Laufspiel ist die Effizienz die Maxime. Touchdown macht WR Jordy Nelson, der schon mit 3rd-down-Catches den Drive am Leben erhielt.

[02h47] Deutschland schläft nicht. Live-Ticker bei Beutelbär.

[02h44] Dem langen UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUH für RB Kuhn nach zu urteilen, sind wieder einige Packers-Fans im auswärtigen Stadion. War in Philly auch schon so gewesen.

[02h37] Atlanta 7, Green Bay 0. Nach dem Matthews-Sack gegen QB Ryan sah es schon nach gestopptem Drive aus. Am Ende wird RB Michael Turner nach 7 Plays, 48yds in die Endzone gedrückt.

[02h28] BIG PLAYS auch hier. 3rd and 13, QB Aaron Rodgers findet den offenen WR James Jones Greg Jennings, der durchläuft. Bis ihm auf einmal der Ball aus der Hand geschlagen wird. CB #20 Grimes mit einem wilden Return. Turnover #1 und es dauerte kein halbes Viertel.

[02h23] Green Bay deutet schon an, wie sie Atlanta bremsen wollen: Viel, viel Hitze in die Fresse von QB Matt Ryan schicken. Atlantas Gegenrezept: Warten, warten, warten. Um im letzten Moment auf WR Roddy White zu werfen.

[02h14] Die Fähnchen-Choreografie im Georgia Dome erinnert ja schon mal an Parteitage bei Kim Jong Il.

[02h08] Zweites Spiel. Falcons – Packers. Vorschau gibt es an dieser Stelle. Und vorerst weiterhin mit dem innovativen KLICK-DEN-LINK-Link direkt unter dem Header.