Was ich mir einst zusammenspann

Super Bowl XLV ist um. Zeit für einen kurzen Rückblick auf meine Tipps und Saisonprognosen.

Was ich an Samstagen fabulierte

Week 1: 10-6
Week 2: 8-8
Week 3: 8-8
Week 4: 8-6
Week 5: 7-7
Week 6: 8-6
Week 7: 9-5
Week 8: 8-5
Week 9: 7-6
Week 10: 6-8
Week 11: 11-5
Week 12: 11-5
Week 13: 10-6
Week 14: 12-4
Week 15: 12-4
Week 16: 10-6
Week 17: 14-2

Der Saisonstart war, wie ersichtlich, eher bescheiden. Aber ab Woche 11, der Woche des Patriots/Colts-Spiels, ist irgendwo ein Schalter umgelegt worden. Finale sieben Wochen der Regular Season: 80-32 (.714). Das wäre eine Top-Quote.

In den Playoffs brauchte ich die letzten beiden Spieltage, um nach einem schwachen Divisional-Weekend noch .500 zu übertrumpfen.

Wild Card Weekend: 2-2
Divisional Playoffs: 1-3
Conference Championships: 2-0
Super Bowl: 1-0

Tipps nach Regular Season und Playoffs: 165-102 (.617). Ordentlich und besser als eine ganze Reihe an ESPN-Experten. Aber verbesserungswürdig.

Was ich im Sommer zusammennähte

AFC – Drei von vier Divisionsgewinnern waren korrekt getippt (mit Ausnahme der Chiefs). Die Wildcards hatte ich an Baltimore und Tennessee vergeben. Will heißen: Vier von sechs Playoffplätzen richtig vergeben. Wäre okay.

NFC – Über meine Divisionstipps würde ich lieber den Mantel des Schweigens breiten (Washington, Minnesota, Carolina, San Francisco). Was hatte ich mir dabei gedacht? Nun, die NFC East schien mir sehr mau zu sein. Die Dallas Cowboys hielt ich (im Nachhinein zurecht) für ein gnadenlos überschätztes und vor allem nervenschwaches Team, das mit dem Druck „Superbowl @ Home“ nicht klar kommen würde. Philly unter QB Kolb mit einem Übergangsjahr. Die Giants mit Eli Manning. Washington dagegen mit QB McNabb und einer sehr ordentlichen Defense. Dass Mike Shanahan sein Ego über den Aufbau der Mannschaft stellte, konnte ich nicht wissen.

Carolina? CAROLINA? Jo, Megafail. Ich hatte gedacht, dass das Laufspiel mit Williams/Stewart funktionieren würde und QB Moore hatte mir auch gefallen. Plus einie Defense von John Fox betreut. Plus New Orleans, die ich für einen völlig unbekannten Faktor hielt: Eine Defense mit vielen Turnovers und vielen Yards (das geht meist nicht länger als ein Jahr gut) plus die mentale Entspannung. Atlanta, das ich für etwas leblos befand (und sich herausstellte, dass sie bloß keine Explosivität besitzen). Tampa hatte ich ganz ehrlich nicht auf dem Schirm. Die haben mich begeistert.

Zu den guten Nachrichten: Mit Green Bay und New Orleans 2/2 der Wildcards korrekt vergeben. Insgesamt aber nur 2/6 der NFC-Playoffplätze im Sommer vorhergesehen. Schwer ausbaufähig.

Playoffs – In der AFC hatte ich San Diego als Sieger getippt. Dumm, dass die Chargers zwar statistisch quer durch die meisten Kategorien das Topteam der Liga waren, aber durch ihre Laxheit die Playoffs gänzlich verpassten. Der Superbowl-Tipp der NFC: Green Bay. Der war dann wieder korrekt. Ich hatte die Vince Lombardi Trophy dann allerdings in Südkalifornien Party machen sehen. Alles in allem schäme ich mich aber nicht dafür.

MVP – Hatte ich an Tom Brady vergeben. Volltreffer.

Coach des Jahres – John Fox. Uppppppppppppps.

Offensivspieler des Jahres – Matt Schaub. Es ware mit RB Foster ja fast einer von den Texans geworden. Durch Fosters Aufstieg war Houston aber weniger passlastig, und Schaub machte „nur“ 4117yds und 23TDs via Luftweg. Den Titel holte sich am Ende auch Brady.

Defensivspieler des Jahres – Mario Williams. Noch ein Texan? Noch ein Fehltipp.

Offensiv-Rookie des Jahres – Sam Bradford. Voll ins Schwarze getroffen.

Defensiv-Rookie des Jahres – Ndamukong Suh. Ich gebe zu, der war nicht schwer zu tippen.

Dass ich auch wirklich nicht lüge: Hier ist der schriftliche Beweis, dass ich wirklich so getippt habe.