New England Patriots in der Sezierstunde

Die Patriots – eines meiner Lieblingsthemen: Eine spannende Mannschaft mit spannendem Coach und einer interessanten, nicht begeisternden, Spielweise. 2010/11 hat ESPN America sagenhafte 12 Spiele in der Regular Season mit den Patriots LIVE übertragen. Das sind 75% der Regular Season. Das liegt zum einen daran, dass die Patriots stets ein Titelanwärter sind. Und zum anderen, dass die Patriots in dieser Saison einen sehr attraktiven, wie auch richtig schwierigen Spielplan bestehen mussten.

Rückwirkend betrachtet liest sich meine im September aufgestellte Prognose gar nicht so übel:

Es sieht irgendwie so aus, als würde Belichick hier eine junge Defense heranzüchten, die in ein bis zwei Jahren wieder Topniveau erreichen kann. Bis dahin muss die Pass-Offense um QB Tom Brady die Gegner outscoren.

Etwas weiter unten, Kommentar #11, schrieb ich:

Für mich sieht es damit danach aus, als würde Belichick auf 2011 oder 2012 spekulieren, um dann mit einer gereiften, dominanten Defense und einem QB Brady sein letztes Halali blasend noch ein- bis zweimal einen Angriff auf den Titel starten und sich dann in Rente begeben.

Wobei ich auch für diese Saison an eine gefährliche Patriots-Mannschaft erwarte. Ich weigere mich, Brady/Belichik aus dem Titelrennen auszuklammern, trotz Baltimore.

QB Tom Brady, Patriots

Tom Brady - ©Wikipedia

Zu dem Zeitpunkt konnte man das Fiasko Moss nur vage vorausahnen. Umso beeindruckender, wie die Patriots nach der Umstellung der Offense funktionierten: Ein paar abgewichste Spiele (Baltimore, San Diego), die mit Glück, Geschick und dreißig Kilo Eiern in der Hose gewonnen wurden, und dann eine zweite Saisonhälfte vom Allerfeinsten. Wie die Patriots gegen Pittsburgh aufs Spielfeld marschierten und ohne Rücksicht auf ihr Laufspiel mit einer Orgie an Kurzpässen zack-zack-zack die beste Defense der NFL zertrümmerten, das war methodischer Offensiv-Football in seiner reinsten Form.

Basis von allem: Eine herausragende Offensive Line, die trotz des zickigen OG Logan Mankins blockte Gegenspieler wie sonst nur die Republikaner Reformen, und QB Tom Brady alle Zeit der Welt gab. Brady konnte sich in Ruhe einen seiner 527 Passempfänger ausgucken – und fand fast immer sein Ziel. Bradys absolute Zahlen sind irre: 3900yds (okay), 36 TDs (sehr, sehr stark), 4 INTs (Bitte neuen Superlativ erfinden).

Im Schlepptau des Pass-Spiels und der O-Line funktionierte auch das Laufspiel, trotz völlig unbekannter Spieler wie Green-Ellis oder Woodhead. Überhaupt Woodhead: Der Mann kann exemplarisch für das System „Bill Belichick“ hingestellt werden. Ein Mann aus dem Gar Nichts, von der Straße aufgeklaubt und so perfekt in ein System eingebaut, dass gegnerische Defenses den flinken Woodhead, den einst keiner wollte, eigens abdecken mussten. Oder halt die Nadelstiche zu spüren bekamen. Wie New England in den letzten Wochen der Regular Season die Wunden der gegnerischen Defenses offenlegte, das hatte was.

Das DVOA für die Patriots-Offense 2010/11 in der Regular Season: 46,1%, ein Wert ohne Worte, besser noch als derjenige der 2007er Patriots, und der beste ever (ich habe nur die letzten 15 Jahre eingespeist) laut Datenbank. Immerhin wurden Defenses wie Pittsburgh, Jets, Chicago, Green Bay oder Minnesota in Grund und Boden gespielt.

Was ist also schief gelaufen?

As expected: Die Defense. Man kann mit dem Einen argumentieren:

…aber sie haben doch Turnovers gemacht!

Leser von Sideline Reporter wissen: Turnovers sind wichtig. Aber ich würde bei meiner Defense nicht darauf vertrauen, dass sie drei Dutzend Turnovers (oder mehr) produziert. New England machte eines: Sie holten sich starke 25 INTs und schnappten 13 Fumbles. Top-Werte. Aber wenn deine Defense #11 gegen den Lauf ist und gar nur #30 gegen den Pass, dann reicht eben einmal ein Tag, an dem kein Turnover produziert wird, für eine überraschende Niederlage.

Gepaart mit einer etwas überrumpelten Offense nicht in Bestverfassung bedeutet das in der ultraengen AFC schon mal das schnelle Aus. So geschehen gegen die New York Jets. Kein Turnover gegen einen opportunistischen Gegner gemacht. Und raus.

Wo den Hebel ansetzen?

Beginnend mit der Offense, gibt es durchaus Fragezeichen. Die Basis der Patriots wackelt – die Offensive Line. LT Matt Light wird ein Top-Jahr nachgesagt. Light ist vertragslos. OG Mankins gilt als einer der Allerbesten. Mankins spielt seit Jahren unterbezahlt und möchte nun finanziell aussorgen, sprich: Einen Topvertrag. In New England oder sonst wo. Jetzt hat man ihm das Preisschild (Franchise Tag) aufgesetzt. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen…

Womöglich gibt New England Light seinen Vertrag und lässt Mankins ziehen. Oder umgekehrt. Schwer vorstellbar mit New Englands Geschichte im Hinterkopf, dass wirklich beide zu adäquatem Saldo gehalten werden können. Oder wollen.

Auf der RB-Position sind 4 Männer ohne Vertrag: Green-Ellis wird sicherlich bleiben, aber dann? Fred Taylor? Sammy Morris? Kevin Faulk könnte als Publikumsliebling zurücktreten, und weiterhin in der Organisation mitarbeiten. Im Prinzip halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass sich Belichick mit einem seiner fünftausend Draftpicks einen Running Back einkauft (Carolina zum Beispiel weiß nicht, was sie mit Williams und Stewart anfangen sollen).

Jerod Mayo

Jerod Mayo - ©Flickr

Die Defense sitzt auf dem kürzeren Hebel. Hier braucht es Verstärkungen. Die Defense Line ist gut, aber seit Seymours Abgang nicht Spitze. Die Linebacker sind dafür sehr junge und haben mit ILB Jerod Mayo den neuen Anführer gefunden, mit Cunningham und Spikes zwei junge Talente. Aber der dominante Pass Rusher, den New England so dringend braucht, der fehlt.

Die Secondary könnte IMHO einen oder zwei Topmänner brauchen. CB McCourty scheint höheren Ansprüchen irgendwann genügen zu können (7 INTs, aber auch recht oft böse verbraten worden), aber dahinter wird es schnell eng und CB Butler wird so schnell keine Starts mehr machen. Offenses mit mehreren Wide Receivers haben Feiertage gegen die Patriots veranstaltet (um dann mit Kater, sprich INT, aufzuwachen, aber das ist wie gehört ein anderes Thema).

Die Lösungsansätze

Jeder NFL-Interessierte wird das Kommende schon x-mal gehört haben: Bill Belichick hat sechs Draftpicks in den ersten drei Runden, je zwei pro Runde und insgesamt die #17, #28, #33, #60, #74 und #92. Belichick hatte jahrelang mäßige Drafts, aber 2010 war ein Bombenjahr: CB McCourty, die LBs Cunningham und Spikes, die TEs Gronkowski und Hernandez und der sensationelle Punter Zoltan Mesko waren in dieser Saison Haupt-Protagonisten eines 14-2 Teams.

Wenn Belichick diesmal gut draftet, wird New England für die Zukunft happig, zumal Brady noch 3-4 Jahre spielen wird. Am Draft-Tag ist mal wieder alles möglich: Belichick, der nach oben tradet, um einen großen Namen zu holen. Oder nach unten tradet, um auch 2012 wieder 386 Picks zu haben. Sicher ist nur: Belichick wird nicht ruhen.

Die Prioritätenliste würde ich in etwa so verorten:

a) Pass Rusher (im Optimalfall ein hybrider Mann DE/OLB)
b) Cornerback (zumindest für die Tiefe des Kaders)
c) Offense Line (Guard oder Tackle)
d) Safety (Strong Safety)
e) Wide Receiver (falls zufällig vorhanden ein #1-Mann wie Moss)

Same procedure as every year: New Englands Kader schaut schon jetzt gefährlich wettbewerbsfähig aus. Belichick ist bekannt dafür, aus dem vorhandenen Material immer mehr zu machen als andere Coaches. Daher werde ich nicht von meiner allerersten Wettregel abweichen, die da lautet: Setze niemals gegen die New England Patriots.

Andere Teams in der Sezierstunde gibt es hier.

16 Kommentare zu “New England Patriots in der Sezierstunde

  1. Ich stimme zu, dass diese Mannschaft für die nächsten Jahre hoch zu handeln ist. Aber es gibt durchaus Schwachstellen, z.B. die OLine, die in den Playoffs 3x in Serie die Saison verloren hat. In der Reg. Season sind sie stark, aber in den POs war das zuletzt nie mehr der Fall…

    Die Defense hat m.M. in den letzten Wochen ordentlich gespielt. Auch ich würde aber nicht auf Turnovers auf ewig schwören. Ich denke, die Needs in NE sind in der Reihenfolge: CB – Pass Rusher – RB.

    Was ich i.Ü. lächerlich finde, sind die anhaltenden Spygate-Vorwürfe und dass NE seither nichts mehr gewonnen hat. Ich meine, hallo? Reg. Seasons seit Spygate: 16-0, 11-5 (ohne Brady), 10-6, 14-2!! Und McDaniels, Seymour und Moss verloren. Ach ja: Ich bin kein Patriots-Anhänger.

  2. Die Mannschaft insgesamt ist auf jeden Fall so aufgestellt, daß sie auch in Zukunft jedes Jahr um den Super Bowl mitspielen kann. Aber die Patriots haben wie jedes andere Team auch ihre Schwachstellen. Die ersten drei sind:
    – Pass Rush
    – Pass Rush
    – Pass Rush

    Dann fehlt ganz dringend ein Deep Threat auf der WR-Position. Wir hatten da ja mal nen ganz guten bis vor kurzem, der hat aber wohl irgendwie nicht mehr in den Locker Room gepaßt. Wir sehr man so einen braucht, hat man spätestens gegen die Jets in den Playoffs gesehen. Günstigstenfalls wird Tate die Rolle ausfüllen, aber bis jetzt hat er absolut nicht den Eindruck gemacht. Die Patriots müssen sich entweder einen erfahrenen Top-WR von einem anderen Team holen, z:b. Sidney Rice oder Vincent Jackson; vielleicht auch Steve Smith, der würde zwar nicht so perfekt passen wie die anderen beiden, will aber wohl eh aus Carolina weg, Trade gegen 2nd&3rd oder zwei 3rd-round picks könnte drin sein. Wenn nicht: draften. Wunschspieler: Julio Jones; mit Glück an 17; oder einfach auf Nummer sicher den 17. plus einen der 138 anderen Picks nehmen und uptraden.

    Ansonsten braucht New England gar nicht viel. In der O-Line: Mankins muß langfristig gebunden werden und man muß für die Zukunft Ersatz für Light finden.

    Bei den DBs sehe ich das auch recht positiv: McCourtey ist ein No.1.-Corner, Bodden ein guter zweiter und Arrington sollte auch als Nickelback gut aussehen. Butler sollte dafür dann nie mehr spielen, der würde sogar bei den Lions auf der Bank sitzen. Den vierten CB sollte man lieber draften. Chung und Sanders sind als Safeties ganz solide, vielleicht findet Meriweather auch mal seine Form wieder und Sergio Brown und Jarrad Page haben nen ganz patenten Eindruck gemacht, wenn sie gespielt haben; dazu kommt dann auch noch McGowan wieder zurück.

    Ein ganz starker RB wär noch schön, aber kein Muß. Vielleicht fällt ja tatsächlich aus der Panthers-Konkursmasse noch einer ab.

  3. Warum nicht Light und Mankins halten? Ist doch uncapped und ich glaube nicht, dass nach dem neuen CBA 2011 ein Salary Cap eingeführt wird.

  4. @Nathan

    New England ist nicht bekannt dafür, seinen Spielern massiv Geld in den Popo zu stecken. Die Patriots haben in der Vergangenheit des Öfteren eine relativ geringe Hemmschwelle offenbart, wenn es darum ging, Top-Spieler fortzuschicken, als diese „marktgerechte“ oder „unverschämte“ Gehälter gefordert haben.

    Im neuen CBA wird im Übrigen mit ziemlich Sicherheit wieder eine Gehaltsobergrenze festgesetzt sein.

  5. Sehr interessante und gute Analyse.

    Stimme beim Pass Rusher voll zu. Die OLBs der Pats sind nach den Statistiken nicht gut. Die gezeigten Leistungen sind auch nur mäßig. Der größte Druck kam noch von den DEs, aber die LBs sind seit Vrabels Abgang nur noch ein Witz. Cunningham gefällt mir nicht schlecht, aber er ist kein richtiger Pass Rusher, sondern mehr Coverage. Dito Ninkovich.

    In der Defense Line wird es nach DE Ty Warren ganz eng. Und Ty war die ganze Saison verletzt. Der „andere“ Warren (Gerald) ist nicht mehr als mittelmäßig.

    Trotzdem ist Pass Rush nicht die einzige Notwendigkeit. Die CBs MÜSSEN verstärkt werden, aber ich befürchte, dass Peterson (sowieso) und Amukamara (fast sicher) an #17 nicht mehr zu haben sein werden. Es sei denn, Bellichick tradet hinauf, aber eher glaube ich an Bellichick in Röckchen an der Sideline. Vielleicht findet sich ein CB in den späteren Runden, sonst bitte in der Free Agency wenn sie denn startet, umschauen!

    Safetys sehe ich nicht so schlimm. Meriweather hat eben Schiss vor Strafen durch die Refs und die NFL bekommen und Sanders ist ein solider SS. Wenn es einen besseren zufällig gibt, kaufen. und sonst bin ich auch so zufrieden.

    In der Offense habe ich auch Sorgen. Nicht nur Mankins und Light haben Vertragsende, sondern Steve Neal könnte zurücktreten. Dann wäre nur mehr Vollmer und dahinter würde es bei den Tackles und Guards ganz eng. Mankins soll ja bei ordentlichem Scheck bleiben wollen, aber ich glaube nicht richtig daran.

    Running Backs sehe ich nicht als Schwachpunkt. Die Offense ist um Brady herum gebaut und Green-Ellis/Woodhead sind dadurch effizienter als ihr Talent als RB hergibt. Die Erfahrung lehrt, dass jedes Jahr 3-4 gute RBs auf dem Markt sind und sonst könnte man Ingram oder Leshoure draften.

    Ein WR für die tiefen Routen ist für mich nach Pass Rusher und CB Priorität Nummer 3. Ich habe gehört, dass Titus Young eine Option wäre. @korsakoff als Boise-Fan: Bringt Young deiner Meinung nach was für die Pats? Kleiner Mann, schnell… Hört sich iwie nach Deion Branch an, also kein Deep Thread.

    Alles in allem glaube ich, dass die Pats mit 1-2 Verstärkungen in der Defense einer der heißesten SB-Favoriten sein werden. Mir wäre es in Zukunft aber lieber, wenn wir unsere besten Leistungen nicht schon im November, sondern auf den Jänner aufsparen!! Go Pats.

  6. @ korsakoff, He Hate Me & Coates

    Warum seht ihr denn alle die dringende Notwendigkeit, bei den CBs zu verstärken? McCourty als 1, Bodden als 2 und Arrington als NB sind doch mehr als solide.

    @ Coates

    Für Neal haben die Patriots doch schon einen ganz soliden Ersatz mit Connolly. Und D-Line ist auch nicht ganz so schlecht, das Problem waren da hauptsächlich Verletzungen, besonders mit Wright und den den beiden stark verbesserten Sophmores Pryor und Brace. Mit einem fitten Ty Warren sind die Pats meiner Meinung nach da sogar recht gut aufgestellt. Aber volle Zustimmung bei RBs, Law Firm und Woodhead reichen da aus, ein ganz starker Neuer wäre Luxus.

  7. New England hat zwar kaum Pass Rush, aber das entschuldigt die sperrangelweit offene Secondary nur zum Teil. McCourty ist unerfahren und hat sich neben seinen INTs auch als anfällig gegen Big Plays gezeigt. Vorteil bei Bodden: Der Mann wird nach der nächsten Saison ein Schnäppchen (2/3 des Gehalts werden in den ersten 2 der 4 Vertragsjahre ausbezahlt).

    Das eigentliche Problem ist aber, dass der Kader nach der #2 und spätestens nach der #3 seeeeehr dünn wird. Eine Verletzung und die Pforten sind offen.

    @Coates

    Zu Titus Young dieses Video aus dem Spiel gegen Nevada. (Auch wenn unmittelbar danach Kyle Brotzman seine eigene Legende geschrieben hat, aber… anderes Thema)

  8. @Herrmann

    Unabhängig vom fehlenden Druck auf den QB ist bei Patriots-Spielen immer auch aufgefallen, dass die QBs gegen die Patriots schnell werfen konnten. Eher schneller, als der Passrush durchkommen könnte. Ich schließe daraus: Auch die Deckung besitzt arge Defizite, denn wenn die WRs so schnell offen sind, nützt verstärkter Passrush auch nur bedingt.

  9. Setze niemals gegen die New England Patriots.

    Das ist leider sehr richtig und gefällt mir ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht. Im Gegensatz zu dieser Vorstellungsserie. Die ist richtig klasse.

  10. @Herrmann

    Du schreibst es ja selbst: „Mit einem fitten Ty Warren“. Die Pats haben aber leider dauernd mit Verletzungen zu kämpfen, wohl eine Folge von dem knallharten Verdrängungskampf im Team. Seit Jahren ist mit in der Defense zu wenig Tiefe. Seit Belichick Seymour abgegeben hat, ist die D-Line viel zu wenig dominant.

    Das gleiche gilt bei den Cornerbacks. Ich stimme korsakoff und He Hate Me zu und sehe auch hier vor allem, wie knapp es nach dem 1er und dem 2er CB wird. Wenn Belichick mit dem gleichen Secondary Depht Chart in die neue Saison geht, schwant mir Ungutes.

  11. Ich hoffe, die Patriots springen über ihren Schatten und Zahlen Mankins einen hochdotierten longterm-deal. Mat Light wurde auf der LT-Position von Volmer schon gut vertreten, denn könnte man ziehen lassen und im Draft die OL aufstocken. Glaube das Tate als deep threat schnell genug ist, deswegen meine Draft-Wünsche: 1. Pass-Rusher (Wie die letzten Jahre, bin gespann ob diesmal einer Bellichick zu Gesicht steht), 2. Offensive Line, 3. Running Back (Glaube, das Morris und Taylor gehen)

  12. @Coates

    Ja, mit nem Seymour wär alles viel einfacher. Aber durch die Rückkehr von Bodden bin ich für die CBs recht zuversichtlich. McCourty und Bodden sind sehr taugliches starting-Material und Arrington, der sogar ein paar gute Spiele an der Seitenlinie gemacht hat, ist dann als Nickelback ein deutliches upgrade gegenüber Butler oder Wilhite. Man müßte dann nur Butler rauswerfen und einen CB für depth-chart-spot 4 oder 5 draften.

  13. Um mich nochmal einzuklinken: Ganz von der Hand zu weisen ist vor allem auch He Hate Me’s Argument, dass die Spieler selbst bei anständigem Pass Rush zu schnell offen seien. Wenn ich noch einmal über die Patriots-Spiele nachdenke, dann ist da was dran. Vor allem um die Saisonmitte herum konnten die QBs nach 0,3 Sekunden schon auf die freien Receiver werfen.

    Was man daraus schließen kann: Die Pats könnten einen physischen Cornerback brauchen. Einen wie einst Ty Law, der seine Gegner schon an der Anspiellinie hart angegangen ist (als das regeltechnisch aber noch etwas einfacher war, zugegeben). Klar ist aber auch: Die laufen dir selbst als Patriots-Coach nicht einfach so bei der Tür herein…

  14. Ich sehe jetzt auch nicht die Secondary als größte Schwachstelle, sondern wie eigentlich alle die Pass Rusher. Ich weiß nicht, warum Bill Belichik diese seit Jahren so vernachlässigt. Ehrlich gesagt ist mir das ganz recht so 😉 Aber die Experten gehen ja davon aus, dass heuer viel Pass Rush Talent zu haben ist.

  15. Schön zu sehen, daß die Patriots hier auch noch nach Tagen ein heiß diskutiertes Thema sind.

    @ He Hate Me & korsakoff
    Das mit den schnellen Pässen ist völlig richtig. Aber das liegt meiner Meinung nach an 1)Guyton und 2)dem Nickelback. Die größten Probleme hatten die Patriots bei dritten Versuchen. Das lag daran, daß Guyton in Coverage heillos überfordert war. Er war tatsächlich in jedem Spiel der LB neben Mayo in der Nickel-Defense; warum, weiß nur Belly. Neben dem OLB, der QB-Jäger ist, brauchen die Pats ganz dringend noch einen LB, der auch den Paß verteidigen kann. Und dann mußte Butler, nachdem er zwischendurch gar nicht mehr spielen durfte, sich im Laufe der Saison als dritter CB versuchen und war da ebenso furchtbar. An den Außen hat es weniger gelegen.

  16. Stimme mit euch bei Pass Rush überein. Beim Rest ist schwer zu sagen, weil die Pats verchiedene Probleme haben.

    In der Reg. Season zwar ohne Pass Defense fast alles gewonnen, in den Playoffs mit schlechter Lauf Defense und schlechter Pass Protection rausgeflogen. Die Pats müssen sich für mich hinterfragen, warum sie seit vier Jahren in den POs eine Klasse schlechter sind als in der Regular Season (ja, auch 2007 waren sie schon vor dem Superbowl nicht mehr so gut in den POs).

    In den Championship Years 2001-2004 war das umgekehrt. Probleme in der Regular Season und dann im Jänner den Schalter umgelegt und marschiert!

    Kommt eigentlich auch zu den Chiefs ein Beitrag? Würde mich sehr interessieren…

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