NFL Draft 2011 Countdown T-minus 5 – Offensive Linemen für den Osterkorb

1) Ich glaube nicht den den Osterhasen.

2) Ebenso nicht an großartige Klickzahlen am Ostersonntag.

3) Ich bin kein Experte für Offensive Liner aller Art.

Trotzdem eine kleine Vorstellungsrunde.

Offensive Tackles

Als Topmann gilt USCs Tyron Smith. Smith wird großes Entwicklungspotenzial bescheinigt – die Fragezeichen sind eher anderweitig gelagert: Mit lächerlichen 129kg ist Smith eher ein Leichtgewicht. Und aufgrund mangelhafter Noten sah sich sogar einst die USC dazu gezwungen, Smith für ein Spiel zu sperren. Smith gilt als #1-OT dieses Jahr. ABER: Wie viele dominierende Tackles hat USC zuletzt in die NFL gebracht?

Wer einen Tackle für eine lauforientierte Offense sucht, wird vermutlich zu Gabe Carimi greifen. Viele Wisconsin-Tackles sind schwer und eisenhart und diszipliniert. So auch Carimi, dem ein hohes Maß an Spielintelligenz attestiert wird. Red flag: Knieprobleme und überhaupt verletzungsanfällig. Positiv für NFL-Denke: Spielte auch schon mit gerissenem Kreuzband durch.

Nate Solder (Colorado) soll ziemlich ungeschliffen sein, aber allein sein Körperbau (2,03m, 142kg) und seine immens langen Arme machen ihn zum Liebling eines jeden O-Line-Coaches. Unter Garantie wird Solder spätestens am Freitag off the board sein, obwohl er z.B. von Cameron Jordan (einziger NFL-tauglicher Gegenspieler Solders am College) verbraten wurde.

Derek Sherrod (Mississippi State) gilt als recht fertig und solide, aber unspektakulär. Tony Castonzo (Boston College) soll sehr athletisch sein, aber nur künstlich angefressene Pfunds wiegen und möglicherweise zu wenig kräftig für die NFL.

Markus Gilbert (Florida) und Jason Pinkston (Pitt) gelten als Tackles für Mannschaften mit eher altertümlicher Spielanlage, sprich: hartes Laufspiel über die halbrechte Spielfeldseite. Unter Pinkstons Stärke-Profil ist an erster Stelle zu finden „gets his job done with brute force“. Zu Deutsch: definiert sich vor allem über rohe Gewalt…

Guards

Bekanntester Name ist Mike Pouncey, dessen Bruder Maurkice vor einem Jahr zu den Steelers gegangen ist und dort sofort eingeschlagen hat – nicht so schenialisch, wie uns der Mainstream vorgaukeln will, aber trotzdem eine starke Saison. Mike kann Center und Guard spielen und schon allein deswegen ist alles andere als ausgeschlossen, dass Mike wie der große Zwilling bei den Steelers landen wird. Ist aber angeblich zu sehr Allrounder und auf keiner Position NFL-ready.

Bester Guard soll Marcus Cannon sein. Ich musste ja zweimal hinschauen, denn Cannon ist mir als TCU-Tackle in der Rose Bowl in Erinnerung. Für die NFL soll Cannon aber zu ungelenk sein, daher der Move nach innen zu den Guards.  Macht Sinn: In der Rose Bowl hat J.J. Watt Cannon mehrmals ziemlich böse verbrannt.

Rod Hudson von der Florida State University hat am College diverse Preise abgeholt („Offensive Lineman of the Year“ in der ACC usw.) und gilt als überragender Techniker. Problem: Nur 128kg schwer und vermutlich zu saftlos für die NFL.

Vierter im Bunde ist Danny Watkins, mit 1,90m und 140kg sowas wie ein Modellathlet für Guards. Watkins hat ein ungewöhnliches Problem: Er ist bereits 26. Will heißen: Bis der Rohdiamant geschliffen ist, könnte er locker 28, 29 sein. Smells like eher kurze Karriere.

Rastaman Ben Ijalana (Villanova) könnte das Problem haben, nur FCS (Div. I-AA) gespielt zu haben. Körpermaße und Athletik sprechen aber für ihn.

Die Feel-Good-Geschichte ist Andrew Phillips von Stanford. Im vergangenen Sommer verlor der Mann bei einem Flugzeugunfall seinen Vater und um ein Haar einen seiner vielen kleinen Brüder. Phillips wollte seine Footballkarriere aufgeben um seine Mutter zu stützen. Die schickte den jungen Mann aber straight zurück nach Palo Alto. Jetzt gilt Phillips als Kandidat für die NFL.

Center

Schwacher Jahrgang für Center – aber das will normalerweise nichts heißen. Stefen Wisniewski hat in Penn State bei Joe Paterno gelernt und war schnell so gut, dass er als Freshman schon spielen durfte. Gilt als intelligent, wird aber beim Strong Men Cup nicht in der Spitzengruppe mitmachen dürfen.

Frohen Ostersonntag!

3 Kommentare zu “NFL Draft 2011 Countdown T-minus 5 – Offensive Linemen für den Osterkorb

  1. frohe ostern! 🙂
    Wie schon im Mock Draft angedeutet, hoffe ich das die Colts sich Nate Solder schnappen. Braucht zwar noch etwas zeit, aber ich denke die coaches würden ihn gut hinkriegen.

  2. Mike Pouncey wäre für mich eine solide Option für die Pats. Kann alles in der Off. Line spielen. Vielseitigkeit ist ja bekanntlich Bill Belichiks Ding.

    Frohe Ostern!

  3. Ich weiß nicht, was alle Welt an Mike Pouncey so überragend findet. Ist es der Name? Warum kommt Maurkice Pouncey überhaupt so überragend davon? Weil es uns ESPN predigt?

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