NFL Draft 2011 Countdown T-minus 2 – Das Defensive Backfield

Nur noch zwei Tage?

Heute dran: Safetys und Cornerbacks, das „Rückgrat“ einer jeden Defense. Wir leben in einer Zeit, in der vereinzelte Teams damit beginnen, Defenses „von hinten“ aufzubauen, sprich: Nicht klassisch eine mächtige Defensive Line und zwei Pass Rusher einzubauen, sondern zuerst nach flexiblen Safetys suchen, dem Beispiel in Pittsburgh und Baltimore folgend. Immer wieder sind in den vergangenen Jahren Safetys ganz hoch gedraftet worden – früher eine Seltenheit.

Die Safetys

Der Jahrgang 2011 gilt als nicht hochkarätig besetzt. Aber: Häufig, sehr häufig lassen sich Safetys in den mittleren Runden finden und nach 1-2 Jahren Schulung zu Top-Kräften entwickeln. Häufig müssen Coaches einen Safety zwischen Free Safety, Strong Safety und Hilfs-Cornerback hin- und herschieben, bis die „richtige“ Position gefunden ist.

Der einzige höher eingeschätzte Mann ist Rahim Moore von der UCLA, der noch als etwas ungeschliffen gilt und kein guter Abwehrspieler gegen den Lauf ist. In anderen Worten: Moore wird vorerst Free Safety spielen.

Oklahomas Quinton Carter dagegen ist eher der brachiale Typ, der Mitspieler zusammenstaucht und Gegner gerne mal eine übers Ohr haut. Mangelhafte Noten in Sachen Intelligenz.

Clemsons DeAndre McDaniel verdient sich dagegen Lob bezüglich persönlicher Entwicklung: Frisch von der Highschool machte man sich Sorgen um den geistigen Zustand des jungen Mannes. Als Senior war er Team Captain.

Ahmad Black von der University of Florida sollte in der SEC gelernt haben, wie man gegen gute Gegner spielt. Problem beim Blick auf die Körpermaße: 83kg schwer? Tight Ends dürften angesichts dessen schon mal in der Kabine den Sekt kaltstellen.

North Carolina Tar Heel des Tages: Deunta Williams, als Abschreiber am College ein Weilchen gesperrt, dafür sehr erfahren und gierig nach Interceptions. Aber nicht die härtesten Knochen und Bänder im Draft. Sprich: Anfällig gegen jede Art von Verletzungen.

Cornerbacks

Über allen steht in der öffentlichen Meinung Lousiana States CB Patrick Peterson, in dem man nicht nur einen höchst athletischen und pfeilschnellen Deckungsspieler sieht, sondern auch eine Waffe als Returner. Peterson soll irgendwo zwischen #2 (Denver) und #7 (San Francisco) weggehen und wird von nicht wenigen als der beste Spieler des Jahrgangs angesehen, wobei mir die Herren McShay und Konsorten seit Jahren die Erklärung schuldig sind, wie man Quarterbacks mit Defensive Ends und Offensive Guards mit Cornerbacks vergleichen will, aber: Watt soll’s. Es muss ja was geschrieben werden.

#2 bei den CBs ist Prince Amukamara von den Nebraska Cornhuskers. Nach Ndamukong Suh also wieder so ein unorthodoxer Name aus dem Land der Getreideeintreiber. Amukamara gilt als kompletter Spieler, dem nur der allerletzte Zapfen Geschwindigkeit abgeht. Ihm wird auch zugetraut, irgendwann in Zukunft mal Safety zu spielen. Beim fröhlichen NFL@Spox-Mock ist mir Amukamara direkt in den Detroit-Lions-Schoß gefallen. Kein unerwünschtes Szenario auch in realiter, aber eher unwahrscheinlich, da spätestens Dallas nach Amukamara greifen sollte.

Danach ist man sich nicht mehr einig. Colorados Jimmy Smith ist ein kräftiger Bursche, der aber gerne mal einen über den Durst trinkt und schon wegen Grasrauchen im Bau übernachtete. Er soll jetzt clean sein – mal schauen. Wenn es als Cornerback nicht klappt, soll er auch Safety spielen können.

Der ehemalige Texas Longhorn Aaron Williams ist ein laxer Vogel und soll trainingsfauler als Mario Basler in seiner Blütezeit sein. Riecht irgendwie… nicht nach 1. Runde. New Mexicos States Davon House gilt als ungestüm, kann aber mit dem Rücken zum Ball riechen, wohin das Ei gleich fliegen wird.

Brandon Harris von der großen U (Miami) ist sehr wendig, aber gemessen an NFL-Verhältnissen ein Winzling und gilt als Weichei, der unangenehmen Tacklings ausweicht. Ist in der Sun Bowl von Michael Floyd ganz schwer verbraten worden. Es dürfen aber aufgrund der Reputation der Uni und seiner Athletik Wetten angenommen werden, dass er trotzdem in der 1. Runde geht.

Chimdi Chewka verfügt über den besten Namen und über die Erfahrung an einer großen Uni (Ohio State). Nur – die Wide Receivers in der Big Ten sind jetzt auch nicht die ganz großen Prüfsteine. Chekwa gilt als mutiger Junge, der sich auch mal einem bulligen Running Back entgegenwirft.

9 Kommentare zu “NFL Draft 2011 Countdown T-minus 2 – Das Defensive Backfield

  1. Ist der Live-Stream der ersten Runde auf nfl.com am Donnerstag eigentlich gratis oder kostenpflichtig?

  2. @Johannes

    In den letzten Jahren wurde gratis gestreamt. Auch diesmal findet sich zwar kein „for free“, aber bislang auch kein fetter Hinweis zum Zahlen, von daher gehe ich davon aus, dass der Live-Stream gratis sein wird.

  3. Im Übrigen sehe ich grade im NHL-Spielplan: Noch sind keine Conference-Halbfinals eingetragen – wenn also in der Nacht auf Freitag kein Hockey stattfindet, könnte es sogar noch was werden mit dem NFL Draft bei ESPN America.

    Ich halte es aber auch nicht für ausgeschlossen, dass die NHL-Playoffserien trotz der kurzfristigen Ansetzung trotzdem schon parallel zum Draft starten werden. Es handelt sich immerhin um die NHL.

  4. Also ein trailer, den ich diese woche gesehen hab, verkündete: „coverage starts friday“

  5. Jetzt ist es raus: In der Nacht auf Freitag ist NHL-Semifinale Canucks-Predators. Zeit: 3h MESZ. Glaube jetzt aber nicht mehr, dass ESPNA vorher Draft bringt.

    Am Freitag gibt es übrigens ab 19h eine zweieinhalbstündige Zusammenfassung der ersten Runde bei ESPNA, wie auch in der Nacht auf Sonntag/5h30.

    Am Samstag um 11h30 eine dreieinhalbstündige Zusammenfassung der Runden #2/#3. Live scheint es bei ESPNA heuer also leider nichts zu geben.

  6. Ich hätte auch eine Frage zur Übertragung, da es mein erster Draft ist:

    Auf NFL Network wird ja der Draft an sich gezeigt. Was zeigt ESPN und ESPN 2? Zeigen die auch den Draft oder haben die dann immer Live-Schalten zu den Spielern nach Hause, wie manchmal in Dokus zu sehen, oder reden dort einfach Experten oder was wird gezeigt?

  7. Auch ESPN ist live vor Ort. Der Hauptunterschied ist IMHO derdiedas Guru (Mayock ist super bei NFL NEtwork, Kiper eher ein Clown bei ESPN). ESPNs Übertragung ist mehr auf Rabatz getrimmt, während NFLN einfach eine Spur seriöser daher kommt und etwas mehr Interviews fährt mit den Spielern selbst.

  8. Pingback: Vorher / nachher | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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