NFL Rookie-Analyse 2010/11: Sam Bradford, Rams

Der NFL Draft 2011 ist vorbei, jetzt darf munter spekuliert werden, wie die Mannschaften ihre Rookies einsetzen werden oder welche Teams ihre Rookies verbrennen werden.

Die Rookie-Klasse von 2010 hat ihr Debütjahr schon hinter sich. Ein Rückblick darauf, wie es einigen Ausgewählten so ergangen ist und wie ihre Zukunft in der NFL gelagert ist, beginnend mit dem Top-Pick Sam Bradford.

(Disclaimer: Natürlich habe ich nicht annähernd genügend Spiele von den meisten dieser Rookies gesehen, als dass diese Reviews „fair“ wären. Sie sind mehr dem persönlichen Interesse geschuldet, was ein Jahr nach dem Draft so alles passiert ist)

Und wer sich nicht durch die in Salamitaktik in nächster Zeit präsentierten Einträge kämpfen will: Auf Spox.com habe ich vor kurzem einen 999 Wörter langen Überblick reingestellt.

Pick #1: Sam Bradford

Position: Quarterback
College:
University of Oklahoma
NFL-Team: St. Louis Rams

Als College-Footballfan war mir Sam Bradford natürlich bereits ein Begriff. Als ich damit begonnen habe, regelmäßig College Football zu schauen, war grad die beste Zeit von Bradford an der University of Oklahoma. Die Spread Offense der Sooners war mächtig mit reihenweise vertikal das Spielfeld runtergebombten Bällen.

Bradford war schon als Sophomore Heisman-Trophy-Sieger und orchestrierte die Sooners ins BCS-Finale, das dann aber recht enttäuschend gegen Florida endete. 2009/10 war Bradford dann schulterverletzt fast die komplette Saison inaktiv.

Nicht nur das: Bradford eilte auch der Ruf voraus, auf der ganz großen Bühne zu versagen, sprich: Die wichtigen Bowls nicht gewinnen zu können.

Trotzdem hatte ich einiges erwartet und Bradford als Rookie des Jahres in der Offense getippt. Erstens, weil Bradford ein bescheidener Jungs ist, was bei erfolgreichen Quarterbacks an so großen Unis nicht immer normal ist. Und zweitens, weil St Louis für einen jungen QB ein guter Ort sein sollte: Keine Medienhysterie, guter junger Coach und Erwartungen vom Kaliber „zwei Saisonsiege sind schon ein Fortschritt“.

Bradford entpuppte sich als Chamäleon von einem Quarterback. Anstelle von Spread und Spektakel Solidität und Fehlerminimierung. Ohne ansprechende Wide Receivers brachte Bradford 18 TD bei 15 INTs zustande und noch viel wichtiger: Er holte Siege. 7-9 ist angesichts der Erwartungen der Rams eine Sensation. Dass dabei nur gegen die Unterklasse der NFL gepunktet wurde – geschenkt. Es war ein solides Rookiejahr für Bradford – gekrönt mit dem erwarteten Rookie-Preis.

Nun ist mit OffCoord Josh McDaniels ein anerkanntes Genie in St Louis am Werkeln. McDaniels ist einer, der auf Running Backs pfeift und lieber seine Quarterbacks bis zum Armbluten werfen lässt. Man kann sich schonmal vorsichtig darauf einstellen, dass Bradford unter diesen Umständen innerhalb von zwei Jahren spektkulärere Zahlen produzieren wird.

Ich sehe keine Ansätze dafür, dass Bradfords guter Einstieg in die NFL eine Eintagsfliege gewesen sein sollte – auch wenn die Vorstellung im einzigen vollen Spiel, das ich von den Rams gesehen habe (SNG gegen Seattle), ein schlechtes Spiel von Sam Bradford war.

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