Die Mannschaft hat Pryorität

In the best interests of my teammates, I’ve made the decision to forgo my senior year of football at the Ohio State University.

(Quelle: N.Y. Times)

Sachte Terrelle Pryor.

Am Dienstagabend ist passiert, was schon länger spekuliert wurde: Die Ohio State Buckeyes verlieren nach Strickjacke Jim Tressel nun auch ihren Quarterback: Terrelle Pryor hat sich offiziell selbst aus dem College Football gezogen, bevor es die NCAA hätte machen können. Pryor war nicht irgendein QB. Pryor war einer der meistgehypten athletischen QBs der letzten Jahre, ein Hüne von einem Mann (1,98m, 106kg), ausgesprochen beweglich und wurfgewaltig.

Anfangs ein reiner Option-QB, so hat sich Pryor zuletzt immer stärker versucht, als potenzieller NFL-QB zu geben, blieb im Winter sogar am College, um 2012 eventuell in einer akzeptablen Position gedraftet zu werden.

Das kam schon damals überraschend. Denn Pryor war bereits für 5/12 der kommenden Saison am College gesperrt worden. Das Vergehen: Meisterringe eingetauscht. Gegen Tätowierungen.

Ein banales Vergehen? Immerhin banal genug, um Mitwisser Tressel den Job zu kosten. Im Lauf der Ermittlungen kam auf, dass Pryor wohl völlig überraschend von einem Booster für signierte Autogramme Geld bekommen hatte und zudem wohl in einer Handvoll verschiedener schwerer Sportwagen durch Columbus getourt war. NCAA-Skandal at his worst.

Was bleibt von Pryor? Er hat Oregon in einer tollen Rose Bowl 2010 besiegt. 3x Michigan geputzt. Viele unpräzise tiefe Bälle geworfen. Trotzdem zweieinhalb Jahre lang Rabatz gemacht und konstant in Nähe des BCS-Finals gespielt. Ansonsten? Wird man sich in Zukunft an den unrühmlichen Abgang erinnern.

Die Reise Pryors könnte nun a) in den möglichen NFL-Supplemental Draft (für Spieler: Wettquote 11:10) führen, oder b) in die Canadian Football League (Quote 5:4) oder c) gar in die UFL (3:1).

Die Reise der Ohio State University dagegen geht eher in Richtung Verlust von Stipendien, Aussperrung aus Bowls und zumindest 2011/12 einiger ungemütlicher Niederlagen.

Und die nächste wartet womöglich bereits: Colt McCoys Ehefrau hat sich gestern in einem Radioschalte ein ganz klein wenig vielleicht büsschen oder so versprochen. Bei den Texas Longhorns werden ein paar Sirenen geläutet haben.

Ein Kommentar zu “Die Mannschaft hat Pryorität

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