St Louis Rams in der Frischzellenkur

ÜBERBLICK

#14 DE Robert Quinn (North Carolina)
#47 TE Lance Kendricks (Wisconsin)
#78 WR Austin Pettis (Boise State)
#112 WR Greg Salas (Hawaii)
#158 S Jermale Hines (Ohio State)
#216 CB Mikail Baker (Baylor)
#228 LB Jabara Williams (Stephen Austin)
#229 CB Jonathan Nelson (Oklahoma)

Ein Philosophie-Draft der Rams: Defensiv-Philosophie ist, die Line zu bauen und Tiefe für die Secondary zu bekommen. Offensiv-Philosophie ist die Philosophie des Josh McDaniels.

Mit Pick #14 hätten die Rams gewiss WR Julio Jones genommen, wäre er frei gewesen. So ist es DE Robert Quinn von UNC geworden, ein Pass Rusher. Die D-Line war noch eine der am besten besetzten Positionen in St. Louis, aber schon aus Giants-Zeiten sind wir gewohnt, dass Steve Spagnuolo die Rotation in der Line liebt und entsprechend heiß auf Defensive Liner ist. Ich sage mal, Quinn ist so ein Fall.

Die Rest-Defense wurde erst sehr spät angegangen, mit zwei Cornerbacks, einem Safety und einem Linebacker. Dieser Linebacker heißt Jabara Williams und kommt von einem aberwitzig kleinen College-Programm, Stephen Austin, der Uni, die einst den Eagles-LB Jeremiah Trotter hervorgebracht hat. Trotter? Spagnuolo? Eagles? Rüschtisch, dort wo Spagnuolo einst Trotter gecoacht hatte. Safety Hines von Ohio State dürfte langfristig als Ersatzmann für den aus Gehaltsgründen gefeuerten O.J. Atogwe gedacht sein.

Die interessantesten Picks sind jene in der Mitte des Drafts, wo die Offense angegangen wurde: TE Lance Kendricks zum Beispiel. Ein ausgewogener TE zwischen Fangen und Blocken und damit wie gemacht für die Offensiv-Schemen von OffCoord McDaniels. Jede Wette, dass hinter diesem Pick McDaniels steht.

Danach ZWEI Wide Receivers, und beide sind eine Überraschung: WR Austin Pettis von Boise State, ein halber Tight End, der possession receiver für die RedZone, den so viele Mannschaften haben wollen, aber so wenige besitzen. Und dann Greg Salas, mehr der Typ burner. St Louis hat plötzlich haufenweise Receivers. Ob die Qualität stimmt, darüber ist ein Urteil zu früh.

Summa summarum

Eine Kombination aus needs und Philosophie. Man erkennt eine Handschrift: Die Defensivarbeit soll um eine starke Defensive Line herum gebaut werden, was bei einem Head Coach Steve Spagnuolo nichts Nennenswertes darstellt. Die Offense trägt „Josh McDaniels“ auf dem Stempelpapier, bevor McDaniels überhaupt zum ersten Training gebeten hat. Ich mag Teams, bei denen ein Konzept zu erkennen ist. Die St Louis Rams sind so eines.

3 Kommentare zu “St Louis Rams in der Frischzellenkur

  1. Josh McDaniels als Rams Coach tut schon weh. Hatte ja gehofft dass er ins richtige Team von Missouri wechselt, vor allem mit dem Hintergrund der Reunion mit Matt Cassell.

    Die Rams können sich glücklich schätzen und ganz besonders Sam Bradford. Tolle Draft der Rams und eine gute Zukunft wartet.

  2. @Mad Kessel

    McDaniels, der mit Running Backs in etwa gleich viel anfangen kann wie der Papst mit Kondomen, hätte der richtige OffCoord für die Chiefs sein sollen? Ich weiß nicht, ich weiß nicht.

  3. Pingback: Glaskugel 2012: St. Louis Rams | Sideline Reporter

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.