Lesestoff für’s Wochenende: Patriots-Talk mit Herrmann

Bill Belichick

Bill Belichick, der beste Football-Coach der Gegenwart - ©Flickr

In diesen Tagen wird der neue Tarifvertrag abgeschlossen, der sogar eine komplette Preseason ermöglicht. Die nächsten Tage werden chaotisch ablaufen, nachdem mehr oder weniger zeitgleich Rookies und Free Agents verpflichtet, die Kader ausgemistet werden und nebenbei finden auch die Trainingslager statt. Volles Programm also für die 32 NFL-Teams.

Niemals unspannend ist die Situation in New England, wo mit Bill Belichick nicht nur ein sehr guter Trainer am Werk ist, sondern auch ein Alleinherrscher, dessen Transaktionen immer wieder für Verblüffung sorgen. Diesmal gehen die Patriots mit mehr Fragezeichen in den August als in den April – einer fragwürdigen Draft-Strategie sei „Dank“. Wird Belichick den Kader kurzfristig noch radikal umbauen, oder sich mit vorhandenem Personal durchwursteln? Ich habe mich darüber mit Herrmann von Vier Viertel plus Nachspielzeit – seines Zeichen Patriots-Fan und hier schon mehrfach als Gastkommentator aufgetreten – unterhalten.

#1 Der gedachte Kader der Patriots schaut aktuell recht wild aus, nachdem Belichick trotz dringender Not lieber ein halbes Dutzend Angriffsspieler anstelle von Pass Rushers draftete. Wird Belichick auf Creative Coaching vertrauen oder doch noch einen Pass Rusher aus der Free-Agents-Lotterie ziehen, obwohl gerade die Auswahl an 3-4 DE/OLBs recht beschränkt ist?

Das leidige Pass-Rusher-Thema. Mittlerweile schon seit Jahren. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum Belichick in den letzten drei Jahren keinen Pass Rusher gedraftet hat. Zumindest hat man mit Mike Wright und Ty Warren zwei herzeigbare Pass Rusher als 3-4-DE. Warren hat die gesamte letzte Saison verletzt gefehlt; Wright kam in den zehn Spielen vor seiner Verletzung auf 5,5 Sacks. Bei den OLBs sieht es sehr dünn aus.

Tully Banta-Cain hat 2010 enttäuscht; Jermaine Cunningham ist am besten als DE in der 4-2-Nickel-Defense; Rob Ninkovich sah zeitweise ganz gut aus; Eric Moore bei einigen Kurzeinsätzen auch. 6th-rd pick Markell Carter wird wohl keine Rolle spielen. Da ist nicht einer so gut, daß er ein starker Starting-OLB wär. Cunningham, TBC, Ninkovich und Moore kann man alle in bestimmten Situationen bringen und manchmal sehen sie dabei sogar recht gut aus. Aber wenn man den Super Bowl gewinnen will, kann das nicht ausreichen.

Ein perfekt passender FA wäre Matt Roth, Cleveland Browns. Roth hat, wenn er auf dem Feld war, stark gegen den QB gearbeitet; er sollte sich sehr schnell in der Defense zurechtfinden, weil er in den letzten beiden Jahren unter den Belichick-Schülern Eric Mangini und Rob Ryan gespielt hat; und er sollte auch nicht allzu teuer sein.

#2 Die Patriots halten trotz ihres Status als pass first team einen Wust an Running Backs zur Auswahl, vom opportunistischen Green-Ellis über den wuseligen Woodhead hin zu zwei untersetzten, kräftigen, fangstarken Rookie-Backs. Wer wird bleiben dürfen und was wird aus Taylor, Morris und vor allem Faulk?

Green-Ellis und Woodhead sind gesetzt. Wenn die beiden Rookies Vereen und Ridley sich nicht total dämlich anstellen, wird auf jeden Fall Taylor keinen Platz mehr haben und höchst wahrscheinlich Morris auch nicht mehr. Die Pats werden nur vier RBs im aktive Kader haben. Prediction: Boston Legal, Woodhead, Faulk und einer der beiden Rookies sind im Team; der andere Rookie kommt in die Practice Squad – so lange, bis Faulk sich verletzt (over/under 4 Wochen); dann tritt Faulk zurück, Rookie rückt auf und in die Practice Squad kommt wieder Thomas Clayton.

#3 Ryan Malletts Einberufung hinterlässt immer noch offene Münder: Ein Raketenarm in einer Kurzpassoffense, ein angebliches Problemkind in der ultimativen team first-Franchise. Ist Mallett wirklich längerfristig als Brady-Ersatz angedacht und was bedeutet der Pick kurzfristig für Brian Hoyer?

Ich glaube Mallett wird in ein sehr kompetetives Umfeld geschmissen – und das gewollt. Er wird das Training Camp als Nr. 3 hinter Brady und Hoyer beginnen und wird sehr stark sein müssen, um an Hoyer vorbeizukommen. Mir hat Hoyer (in den Pre-Season-Games) immer sehr gut gefallen und wenn er so weitermacht, wird er der längstdienende QB-Backup der Pats sein seit Matt Cassel. Und er hat schonmal einen 3rd-round-pick ausgestochen: Kevin O`Connell. (2008, war schnell vergessen. Wurde dann von den Jets unter Vertrag genommen.)

Die Patriots haben schon öfter mal Spieler geholt, die Peronal Red Flags hatten. Wenn Mallett sein Ego zurückstellt und gut arbeitet, könnte er durchaus mal der Nachfolger von Brady werden. Wenn Mallett sofort einschlägt und alle überzeugt, wird Hoyer wohl getradet. Es war nicht überraschend, wenn man einen 4th- oder 5th-rd Pick für ihn bekommt. Ansonsten bekommt Mallett ein „Redshirt“ und kämpft in der nächsten Preseason wieder gegen Hoyer.

#4 Die Offensive Line hinterlässt mich nach dem Rücktritt von Steve Neal etwas ratlos. Mankins wird mit der Franchise Tag unglücklich sein, Cannon ist Rookie und krankheitsbedingt wohl nicht einsatzfähig, Light ist Free Agent und mit Vollmer und Solder sind die beiden Tackles jung und vor allem beide eher prototypische Left Tackles. Wird die rechte Seite zum Problemfall?

Die O-Line-Situation sieht allerdings ziemlich durcheinander aus. Zwei Starters sind FAs (LT Matt Light und LG Logan Mankins). Dazu zwei Rookies mit großem Potential: 1st-rd pick mit Tackle Nate Solder und Marcus Cannon, der sehr viel Talent aber leider auch einen Tumor mitbringt und eine Chemotherapie hinter sich hat. Dazu der Rücktritt von Stephen Neal und ein Nick Kaczur, der die gesamte letzte Saison verletzungsbedingt (Rücken) gefehlt hat.

Aber wenn man die fünf Teile der O-Line sortiert, erkennt man schon ein Gesamtbild. (1) Center Dan Koppen bleibt der Anker in der Mitte. (2) Tackle Sebastian Vollmer bleibt auch Starter, entweder links oder rechts. (3) Als Right Guard läuft bei Belichick immer jemand auf, den sein Mentor Bill Parcells als „JAG“ bezeichnet – Just Another Guy. Das wird auch in der kommenden Spielzeit wahrscheinlich Dan Connolly bleiben. Oder eben ein JAG. (Rich Ohrnberger vielleicht, 4th-round pick 2009). (4) Entweder Light oder Mankins wird auf jeden Fall gehalten, ganz sicher.

Ich bin mir auch recht sicher, daß es Mankins sein wird. Entweder per Franchise Tag (je nach CBA oder/und Ausnahmeregelung für die kommende Saison) oder über einen langfristigen Vertrag. Mankins ist der beste Guard der Liga. Punkt. Als Blocker im Laufspiel ist er so gut, daß es in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison so aussah, als wär BenJarvus Green-Ellis ein richtig guter Running Back. Ich hab zwar keine Zahlen, die das beweisen, aber ich würde behaupten, daß The Law Firm 108% seiner Yards hinter Mankins gemacht hat. Dann bleibt (5) nur noch ein Tackle-Spot. Ich glaube nicht, daß Light von den Patriots einen längerfristigen Vertrag angeboten bekommt, der ihn in New England hält. Er wird ein Angebot bekommen, es aber ablehnen, weil er von mehreren Teams bessere Verträge (längerfristig oder mit höherer Garantiesumme) wird vorliegen haben. Dann gibt es zwei Optionen: entweder Solder schlägt so ein, daß er von Woche 1 an Starting Tackle spielt, rechts oder links und Vollmer dann gegenüber. Oder Kaczur bekommt seinen alten Right Tackle Spot wieder und Vollmer geht auf links. Ich tippe auf – von links nach rechts: Vollmer, Mankins, Koppen, Connolly, Kaczur.

#5 Da der Kader nicht unspannend ist: Wenn du einen Free Agent für die Patriots picken könntest: Wen würdest du nehmen?

Ein guter WR. Trotz der Pass-Rushing-Situation. Am liebsten Sidney Rice, zuletzt Minnesota Vikings. Mit Rice hätten die Patriots wieder den schnellen und großen (1,93m) „field-stretcher“, den sie 2007-09 mit Randy Moss hatten. Wenn man sich die starke 2010er-Offense verstärkt um Rice ausmalt, kann man wieder von Zuständen wie anno 2007 träumen.

Alternative wär hier noch Vincent Jackson zu nennen, der noch besser passen würde, aber das Franchise Tag bekommen hat – aber wir wissen ja alle nicht, ob es das unter dem neuen CBA noch geben wird. Und auch möglich ist die Verpflichtung von – nicht lachen – Chad Ochocinco, der zwar kein FA ist, aber trotzdem auf dem Markt ist. Und – jetzt bitte nicht vom Stuhl fallen vor Lachen -Randy Moss himself. Wenn Moss eine Rolle akzeptiert, die unter der eines Franchise Guys liegt. Für so ungefähr 30 Snaps pro Spiel nur geradeaus laufen und den Safeties Angst machen. Ich habe nicht so viel Vertrauen in Brandon Tate und Taylor Price.

Nr. 2 wär Matt Roth.

#6 Im vergangenen Jahr waren Rookies ein integraler Bestandteil der sensationellen Patriots-Saison. Irgendeine Chance, dass die Rookie-Klasse von 2011 jene von 2010 noch übertrumpfen kann?

Die diesjährigen Rookies sind gute Ergänzungen, aber keine Spieler, die á la Clay Matthews oder Devin McCourtey sofort große Wellen schlagen. Die größten Chancen, sofort eine Hausnummer zu werden, hat Nate Solder – sollte er den von Anfang an spielen. Gerade als O-Liner muß man nicht mal überragend spielen, um mit „großem Namen“ (sprich 1st-round pick in einem guten Team) als „überragend“ durch viele Kolumnen und NFL Network zu geistern (vgl. Maurkice Pouncey).

2nd-rd pick CB Ras-I Dowling wird erstmal als Nickelback anfangen, wenn er sich – hinter McCourtey und dem zurückkehrenden Leigh Bodden – gegen Kyle Arrington durchsetzen kann. Er wäre nicht der erste CB der Patriots, der in der zweiten Runde gedraftet wird und dann floppt (vgl.  Darius Butler, 2009; Terrence Wheatley, 2008.) Einer oder beide Running Backs könnten ins Spotlight geraten, weil sie spektakuläre Läufe und Touchdowns produzieren, aber ein neuer Corey Dillon wird in der kommenden Saison keiner der beiden sein.

#7 Wenn Bill Belichick vier Monate Freizeit zum Videostudium bekommt, sind die Zeichen für die Konkurrenz auf Alarm gesetzt. Nun ist mit Bill O’Brien sogar mal wieder ein offizieller Coordinator ernannt worden. Kann der Lockout unter diesen Vorzeichen für die Patriots trotz ihrer vielen jungen Spieler sogar ein Vorteil sein?

Jede Strategie ist nur solange absolut überlegen, wie sie neu ist und ein Überraschungsmoment hat. Man kann jede Offense (und auch Defense) schlecht aussehen lassen, wenn man sie nur gut genug kennt, genügend Videos studiert und das System durchschaut hat. (Ausnahmen: Peyton Mannings Offense und Dick LeBeaus Defense) Die Pats-Offense war auch vor 2007 gut, obwohl Brady nur Anspielstationen hatte, die kein verünftiger GM als WR verpflichten würde. 2007 hatten sie dann unter McDaniels/Belly ein völlig neues System und niemand konnte sie stoppen.

2009 war das System dann nicht mehr alles niedermetzelnd – die Gegner hatten es oft genug gesehen und verstanden und haben Wege gefunden, es zu bremsen. 2010 dann hatten Belly/O´Brien ein wiederum völlig neues System und – bis zu Rex Ryans grandiosem Gameplan in den Playoffs – waren die Patriots mit zwei Rookie Tight Ends und alten und sehr jungen WRs in der Lage, gegen jeden Gegner zu scoren.

Ich bin mir sicher, daß Belly und O´Brien (und Nick Caserio, der da auch immer mit drinhängt), wieder einige neue wrinkles eingebaut haben und damit zwei Schritte „ahead of the Curve“ bleiben. Der Lockout könnte in diesem Sinne also tatsächlich vorteilhaft gewesen sein, weil der Coaching Staff mehr Zeit hatte, um sich neue Dinge auszudenken.

#8 Die Bills bauen langsam auf, die Dolphins sind auf der Suche nach Offensivgeistern, während die Jets eine starke Start-Formation aufbieten können, aber auch einen Kader mit wenig Tiefe. Welche Mannschaft wird New England am ehesten in der AFC East schlagen können?

Buffalo ist chancenlos. Bei den Jets hängt viel von den Free Agents hab. Aber mit Rex Ryans Defenses muß man immer rechnen. Er hat in den letzten Playoffs die Offenses von Peyton Manning UND von Brady/Belly plattgemacht. Das kann man gar nicht überbewerten. Aber der Angriff ist zu schlecht. Wenn der bestenfalls mittelmäßige Mark Sanchez jetzt auch noch mindestens einen seiner beiden besten Receiver Santonio Holmes/Braylon Edwards verliert und wenn dann die O-Line auch nur ein Mü schlechter spielt als in den letzten beiden Jahren, dann werden die Jets um die Playoffs sehr zu kämpfen haben. Die Dolphins haben eine sehr gute D und wenn sie dazu auch noch eine einigermaßen patente Offense zusammenzimmern können unter ihrem neuen Offensive Coordinator Brian Daboll, dann können sie die Jets als Hauptkonkurrent der Pats ablösen.

#9 Und schließlich: Auf welches Patriots-Spiel in der Regular Season freust du dich zu diesem Zeitpunkt am allermeisten – mit Ausnahme des Season Openers?

J-E-T-S, Jets Jets Jets. Es gibt nichts schöneres als Spiele gegen den Erzfeind. Vor allem, wenn der Erzfeind so ein Großmaul als Coach hat und der QB so ein junger Schönling aus Kalifornien ist und diese Typen eine 14-2-Saison kaputt gemacht haben. Woche 5 in Foxboro und in Woche 10 in den Meadowlands als Sunday Night Game.

Was bedeutet für einen Quarterback eine „Interception zu werfen“ und ist dies erlaubt und die besten Sucheinträge in acht Monaten Sideline Reporter in der Rückschau

Sideline Reporter nähert sich dem dreihundertsten Blogeintrag. Die Seite wird mittlerweile öfters aufgerufen als zur Playoffzeit im Jänner und ist trotz fehlender Footballspiele in Amerika (ich schaffe es zeitlich nicht, CFL-Spiele zu bloggen) in der Offseason fast stetig gewachsen. Entsprechend haben mich in den acht Monaten auch haufenweise Sucheinträge über Google gefunden. „sideline reporter“ führt mit über eintausend vor „sidelinereporter“ mit 672. Die knuddeligen Suchbegriffe sind weit kreativer. Darüber mal eine kleine Rückschau.

Gibt es einen weißen Running Back in der NFL?

Oh ja. Aktuell gehören gar zwei weiße RBs zur Liga-Elite. Peyton Hillis von den Cleveland Browns wuchtete sich im vergangenen Herbst zu einer sagenhaft guten Saison und dürfte in Kürze Berühmtheit erlangen: Hillis ist der Cover-Boy von Madden NFL 12. Zweiter weißer „Star“: New Englands Danny Woodhead, ein kleiner Irrwisch von einem Offensivspieler, halb Back, halb Wide Receiver. Dazu gibt es einen Haufen Fullbacks – die technisch gesehen auch Running Backs sind – weißer Hautfarbe. Fullbacks werden seit eineinhalb Jahrzehnten hauptsächlich als Blocker eingesetzt, weshalb die nachteilige Athletik von weißen Athleten dort nicht so sehr ins Gewicht fällt. FB John Kuhn (Packers) oder FB Heath Evans (Saints) wären zu nennen.

Geschichtlich bewegen wir uns in Sachen „weiße Top-Running Backs“ auf eher schmalem Eis. Der heutige Fox-Kommentator Daryl Johnston, genannt „Moose“, war Emmitt Smiths Fullback in den 90ern. Der beste weiße Running Back ever war John Riggins in den 70ern und 80ern für die Jets und Vikings Redskins: Über 11.000yds in seiner Karriere erlaufen, und nur drei Spieler hatten bei seinem Rücktritt überhaupt mehr Yards erlaufen.

Berühmtester weißer Running Back ist aber Larry Csonka, wie Riggins Hall of Famer, und ein Mitglied der einzigen ungeschlagenen NFL-Mannschaft der letzten 50 Jahre: Der Miami Dolphins von 1972/73.

Ist es ein Catch, wenn ein Receiver mit dem Knie am Boden den Ball fängt?

Das hatte ich schon mal beantwortet, wird aber seit Monaten immer wieder abgefragt.

einziger deutscher spieler super bowl gewinner

… könnte in absehbarer Zukunft der OT der Patriots, Sebastian Vollmer, sein. Wenn Sie der ARD immer noch Glauben schenken, dann sind Sie naiv und wissen, dass Tom Nütten der einzige deutsche Superbowl-Gewinner ist. Das ist korrektes Wissen, sofern sie „deutschstämmig“ mit „deutsch“ gleichsetzen. Wenn Sie richtigerweise Tom Nütten jedoch als „deutschstämmig“, aber nicht „deutsch“ betrachten, gibt es noch keinen echten „deutschen“ Superbowl-Champ. Nütten gewann 1999/2000 mit den Rams den Titel.

(Update: für weiteres siehe Kommentare)

Was bedeutet für einen Quarterback eine „Interception zu werfen“ und ist dies erlaubt?

Jo, ist natürlich erlaubt, aber nicht sonderlich vorteilhaft für dessen Mannschaft. „Interception“ = Ballverlust. Im Gegensatz zum Fußball wird es im Football in der Regel ein Weilchen dauern bzw. einen gehörigen Kraftaufwand bedeuten, um das Angriffsrecht (=den Ball) wieder zurückzuerlangen.

Hope Solo zicke.

Dazu bitte hier entlang (einzuordnen in die Kategorie „schamlose Eigenwerbung“, aber dass ein korsakoff-Artikel fast 24.000 Klicks bekommt, ist auf diesem Blog noch nicht möglich und zeugt vom Aufsehen, das die Frau mit dem feurigen Blick erzeugt hat).

chad ochocinco rechts- oder linkshänder

Datt weiß ich natürlich nicht. Aber dank Fünfundachzigs Mitteilungsfreudigkeit (a.k.a. Geltungssucht) wissen wir, dass jüngst seine linke Hand zitterte.

vince young aufrecht gehen

Bei einem angeblichen Wonderlic-Score von 2 (ZWEI) fragt man sich tatsächlich, wie der Mann das schafft. Mehr zum Wonderlic Test hier.

grössen unterschied truthahn huhn

Da es ringsherum Bauernhöfe wie Frischlandeier gibt, eine leicht zu beantwortende Frage: Truhühner werden schon mal einen Meter groß und wiegen ausgewachsen fast ein Dutzend Kilo (Weibchen sind allerdings recht leicht dagegen, würde schätzen, 4-5kg). Normale Haushühner dagegen wiegen rund 3-4 kg, wobei der Gewichtsunterschied zwische Huhn und Henne recht marginal ist (schätzungsweise 1/2 bis 1 kg).

fleisch hat immer saison

In der Tat.

ich bin ein schlechter wide receiver

Normalerweise sind Wide Receivers allerdings für übersteigerte Egos bekannt.

Kim cljsters BOOBS

Ich denke mal, das hier ist gemeint.

alte Schuhe von der Hochzeit nicht (mehr) finden

Aber die alte Schachtel ist doch bestimmt noch irgendwo (an Ihrer Seite?).

wer sind die cheesevhesds

Die Hamburger Fußballfans vielleicht? Im Football werden die Fans der Green Bay Packers Kaseköpp genannt. Mehr hier.

kamerapositionen nfl.

Ein interessantes und zuweilen ärgerliches Thema. Die Kamerapositionen in der NFL sind phasenweise so nah am Spielfeldrand, dass die neuen Mainzer Kameras nicht der Rede wert sind. Phasenweise darf man froh sein, überhaupt die Linebackers zu sehen, von Defensive Backs gibt es nur feuchte Träume.

Im College Football dagegen wird aus 50m Entfernung aufgenommen. Camp-Nou-esk. Und einfach angenehmer beim Verfolgen des Spiels.

julia mancuso beste ski fahrerin

Meine Rede.

Tom Brady nude.

Äh, ja.

pittsburgh steelers bart

Sie meinten „Brad Keisel Bart“?

dean griffing rose-hulman

Ein hoch interessantes Thema. Zur Charity Bowl Anfang Juni tauchte hier in den Kommentaren ein gewisser „Chris Griffing“ auf, der seinen Sohn Dean beim Match zwischen dessen Rose-Hulman University und dem österreichischen Nationalteam sehen wollte. Ich konnte Mr. Griffing gerade noch rechtzeitig einen offiziellen Link unterjubeln und daraus entstand ein längerer E-Mailwechsel. Dabei kam heraus, dass die Griffings so was wie eine Football-„Dynastie“ sind – oder zumindest eine supersportliche Familie.

Dean Griffing sr. – Chris’ Vater – war einst ein Center in der Canadian Football League und als solcher ist Dean Griffing sr. in die CFL-Hall of Fame aufgenommen worden. Dean Griffing war dann nachher Coach der Saskatchewan Roughriders, Mitgründer und erster GM der Denver Broncos und Talentscout für NFL-Legende George Halas. Chris selbst ist seit Äonen Footballcoach (Offensive und Defensive Line) und seine Frau war mehrfach Staatsmeisterin im Schwimmen.

Dean Griffing jr. ist der jüngste in einer langen Kette an sportlichen Highlights, spielt Defensive End im Division-III College Rose-Hulman (und studiert Ingenieurie, beste Grüße also!). Dean Griffing wurde in der Highschool von Don Beebe (sprich: Don Biiiiiiiibiii) gecoacht, einem ehemaligen superschnellen Sprinter der Buffalo Bills und einem Mann, der zig Auszeichnungen als charakterstarke, bescheidene Person bekommen hat.

Don Beebes Erbe in der NFL wird aber was anderes bleiben: Dieser Ben-Watson-eske Spielzug – spektakulär und berühmt geworden in der turmhohen Superbowl-Niederlage gegen die Dallas Cowboys in den 90ern (Beebe = #82):

1996/97 holte Don Beebe dann mit seiner dritten NFL-Mannschaft Green Bay den von Herzen verdienten Superbowl-Ring.