Faszination College Football II: Grundwissen auf einen Blick

Disclaimer: Dieser Eintrag setzt sich zum Ziel, einen allgemeinen Überblick über dieses College-Football-Dings zu geben. Manches Thema wird in den nächsten Tagen vertieft werden, also wird es zu Redundanzen kommen.

College Football ist Teil des amerikanischen Universitäts-Sportsystems, das von der NCAA (National Collegiate Athletic Association) überwacht und durchgeführt wird. Viele Universitäten betreiben mehr als 10 Sportarten für Männer und Frauen – ein System, das naturgemäß recht teuer ist. Die Cash Cow ist normalerweise der College Football, in den höchsten Gefilden eine Frage von high investments, high revenue.

Es gibt vier Ebenen (Divisions), die historisch so gewachsen sind und sich in unterschiedlichen Ausmaßen in Sachen Finanzen, sportliche Stärke, Sportanlagen und erlaubte Stipendien unterscheiden. Die höchste Ebene, die Division I, ist seit über drei Jahrzehnten zweigeteilt, seit ein Batzen Schulen den allergrößten Wahnsinn nicht mehr mitgehen wollte bzw. konnte.

Seitdem gibt es die Division I-A, die mittlerweile FBS (Football Bowl Subdivision) heißt, und die Division I-AA (mittlerweile FCS – Football Championship Subdivision), und darunter die Division II und Division III. Wenn wir hierzulande von „College Football“ und möglichen TV-Übertragungen sprechen, ist praktisch ausschließlich von der FBS die Rede, und selbst dann nur von der absoluten Spitze der FBS.

Faszination und Kontroverse

Die Masse an Universitäten in den USA ist schier unüberschaubar. Die Mentalität überm Teich unterscheidet sich auch in einigen Punkten wesentlich. So waren die Amerikaner von Beginn an nicht bloß darauf bedacht, eine Bildungsanstalt zu schaffen. Sie wollten dem Studierenden auch die Möglichkeit geben, sich körperlich fit zu halten. Ganz nach der Einstellung britischer Universitäten, dem Juvenal’schen Motto mens sana in corpore sano (ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper).

Und falls es so etwas wie eine ureigene amerikanische Eigenschaft geben sollte, dann ist es der Wettbewerb. Wettbewerb hat dieses Land groß gemacht und in den 1860ern auch zum ersten offiziellen Footballspiel geführt: 1869 matchten sich die Uni-Teams von Yale Princeton und Rutgers erstmals auf dem Gridiron. Ob man von „Football“ sprechen darf, sei an dieser Stelle nicht diskutiert. Fakt ist: Das Regelwerk existierte noch nicht und es handelte sich wohl eher um eine Mixtour aus Rugby und Fußball. Doch recht schnell wurde dann „richtiger“ Football gespielt und manche Unis fetzen sich schon seit mittlerweile über 100 Jahren. Das schafft Rivalitäten, die von dutzenden roten Fäden und endlosen Anekdoten durchzogen sind.

Zwei Absätze in einem Satz zusammengefasst: Einen Teil des speziellen Flairs im College Football macht die schier unendliche Tradition aus.

Hinsichtlich „unendliche Tradition“ müssen auch einige Trainerlegenden genannt werden, die im College Football seit Äonen unterwegs sind, wie im europäischen Fußball nicht mal Ferguson oder Roux. Über Joe Paterno und Bobby Bowden gab es hier schon im vergangenen November Hommagen zu lesen. Andere, wie Bear Bryant, Bo Schembechler, Lou Holtz oder Howard Schnellenberger, wurden ebenso mit der Zeit glori- und mystifiziert.

Ganz wichtiger Punkt, wenn man über das Faszinosum College Football schreiben möchte: Die meisten Spieler kommen aus dem jeweiligen Umland der Universitäten, sind also in der Region verwurzelt und dienen als Identifikationsfiguren. Denn anders als in der NFL werden im Universitätssport die Spieler nicht gedraftet, sondern „rekrutiert“, d.h. letzten Endes wählt sich der Spieler die Uni aus. Jede Uni kann dabei eine bestimmte Anzahl an Sport-Stipendien vergeben – wir haben es mit sog. „Student Athletes“ zu tun, die parallel zum Studium ein büsschen Football spielen und dafür bestenfalls Studienbeihilfen bekommen – offiziell. Dass vor allem in den höchsten Gefilden – dort werden Umsätze wie bei Bundesliga-Mittelklassevereinen gemacht – die Sache mit der Ehre mit diversen Zuwendungen unter dem Tisch kombiniert wird, wird kaum mehr bezweifelt. Der Kampf der NCAA für die Integrität des Uni-Sports scheint aktuell ähnlich aussichtslos wie der Kampf gegen das Doping.

Jeder Athlet darf maximal vier Jahre spielen. Im ersten Jahr wird er freshman genannt, im zweiten sophomore, im dritten junior, im vierten senior. Manchmal verbringt man sein komplettes erstes Jahr auf der Bank und kann ein redshirt übergestreift bekommen – in diesem Fall zählt erst die zweite Saison als freshman-Jahr. In seltenen Ausnahmefällen (z.B. schwere Verletzungen früh in der Saison) wird auch ein fünftes oder sechstes Jahr Uni-Sport zugestanden.

Memorial Stadium Lincoln

Nebraskas Memorial Stadium war 1962 zum letzten Mal nicht ausverkauft – ©Flickr

Am beliebtesten ist College Football in NFL-losen Regionen. Die NFL deckt die meisten großen TV-Märkte ab, aber besonders im tief-konservativen, ländlichen Süden und im mittleren Westen ist die Gesellschaft weniger urban – und weniger attraktiv für professionellen Football. In diesen Regionen dominiert der Amateur/Akademiker-Sport College Football, der reihenweise Stadien über 80.000 bzw. sogar über 100.000 füllt.

Amerikaner haben ein spezielles Verhältnis zu ihrer Alma Mater – sie bleiben ihr ein Leben lang verwurzelt, sind stolz auf ihre Verbindung und unterstützen entsprechend auch ihre Sportprogramme, sei es moralischer (Fandasein) oder finanzieller Natur. „Finanzielle Natur“ auf die Extreme gebracht wird mit dem hässlichen Terminus Booster umschrieben. Ein Booster ist in der Regel ein reich gewordener Ehemaliger, der seiner Universität etwas zurückgeben möchte. Es gibt die „guten Booster“ und die „hässlichen Booster“. Erstere halten sich im Hintergrund und erfreuen sich am Erfolg der Uni. Letztere nehmen kraft ihres Geldes Einfluss auf die Sportdirektorien und nicht selten auch auf das Recruiting, was die Riege der Booster ganz allgemein immer mehr in Verruf gebracht hat, Stichwort Bobby Lowder.

Und dann gibt es noch das Spiel selbst: Es ist fehlerträchtiger als in der NFL – Amateursport, Nachwuchsspieler, was anderes erwartet? – und vor allem auch simpler. Weil Athleten noch wie Nullachtfünfzehnmenschen aussehen, funktionieren am College auch „banale“ Spielsysteme wie eine option offense oder eine fun’n‘gun offense – Dinge, die in der NFL nur in Ansätzen durchsetzbar sind. Dazu kommt der Fakt, dass die Masse an Trickspielzügen mit jener in der NFL nicht vergleichbar ist und Coaches generell als feige gelten, wenn sie gegen Spielende auf Sicherheit gehen (sprich: Overtime erzwingen wollen). Hier wird auf Sieg gespielt, und Hopp-oder-topp-Mentalität führt zu erhöhtem Unterhaltungspotenzial.

Die Begeisterung der Zuschauer auf den Rängen inklusive Schlachtgesängen und Orchestern sorgt für das Ihrige.

Wenn der Samstag zur Ganztagsparty wird

Hauptspieltag ist der Samstag. Auch wenn TV-gelderbedingt auch an der Uni mittlerweile ganze Spieltage zu Salamischeiben geschnitten werden und Traditionalisten ausbluten wie die geschlachteten Schweine auf den Tailgate-Partys: Der Samstag gilt noch immer als Bastion.

Von Grillfesten auf den Parkplätzen und Wiesen rund um die teilweise altertümlich-charmanten Stadien bis hin zu spektakulären Aufwärmprogrammen in eben jenen Arenen gehört einiges Rundumprogramm zu einem richtigen Football-Spieltag an der Uni. Die Warm-ups in den Arenen sind noch etwas weniger „schreiend“ als in hiesigen Fußballtempeln, wo du schon eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff von Queen zugerockt wirst, dass nur mehr becherweise Kaltgetränk Abhilfe schaffen: Am College spielen Marching Bands auf dem Gridiron.

Als Musikant in Südtirol sind mir Marschmusik und Marschformationen bestens vertraut. Und die Marching Bands in den Arenen bilden teilweise echt sehenswert komplizierte Formationen (im Video die Band der Iowa Hawkeyes, bitte nicht vom unrhythmischen Geklatsche durcheinander bringen lassen):

Als Zusatzunterhaltungsprogramm fungieren semiprofessionelle Cheerleading-Crews und diverse andere stadioneigene Bräuche. Der Einlauf der Mannschaften ist manchenorts ein Ritual von fast halbreligiöser Bedeutung. Zelebration at his schmalzigst. Exemplarisch seien die 25 most exciting seconds in College Football genannt – der Einlauf der Clemson Tigers im riesigen Memorial Stadium von Clemson, genannt Death Valley, das Tal des Todes:

Halbzeitshow und After Game Party runden den Feiertag a.k.a. College Football-Heimspiel dann noch ab. Dazu und wie so ein Heimspieltag an der Florida State University aussieht, wird in den nächsten Tagen ein Gastbeitrag erscheinen.

Die Hot Spots

FBS_map_2011

Die 120 FBS-Universitäten 2011/12; ©Wikipedia (GNU-Lizenz)

Traditionell ist neben der Region um die Großen Seen (Michigan, Wisconsin, Illinois, Ohio) der Südosten der Staaten die Kernregion des College Football. Universitäten wie Michigan, Penn State oder Ohio State im Norden und Alabama, Lousiana State oder Georgia im Süden sind in ihren Heimmärkten konkurrenzlos und dominieren sämtliche Schlagzeilen.

Landesweit die größte Strahlkraft besitzt die Universität von Notre Dame, die in Indiana daheim ist und als größte katholische Universität der Staaten und mit einer gewaltigen sportlichen Historie die Geister scheidet wie keine zweite Uni. Notre Dame erzielt immer noch sagenhafte Einschaltquoten, obwohl sportlich seit längerer Zeit auf dem absteigenden Ast.

Ein schwer aufstrebender (zumindest collegefootballtechnisch) Markt ist seit drei Jahrzehnten Florida, wo die Highschools so dermaßen viele hochkarätige Athleten in die Unis spülen, dass diese automatisch Erfolge einfahren. Florida ist keine traditionelle Collegefootball-Region, besitzt aber mittlerweile trotz Wirtschaftskrise eine ganze Latte an FBS-Programmen, die nach oben streben bzw. seit drei Jahrzehnten dominieren (Miami/FL, Florida State, Florida).

Zweiter Markt mit nie versiegendem Strom an Highschool-Talenten: Texas, wo immer alles ein bissl bigger und better sein muss. Texas verfügt über mehr Historie als Florida, und hat neben der alle überstrahlenden University of Texas/Austin auch noch den ewigen Clash mit Oklahoma und den Rednecks (Iowa, Nebraska, Missouri, Kansas) zu bieten.

Im Westen der Staaten strebt man seit kurzem massiv nach ganz oben, aber dass College Football dort Religionsersatz wäre, hätte ich noch selten gehört. Selbst die dominante Macht der University of Southern California (USC) muss in ihrem eigenen Markt um Aufmerksamkeit kämpfen.

120 Teams, 12 Spiele zur Meisterschaft – Whu?

Die FBS ist in 11 Conferences eingeteilt, mit vier Free Riders („Independents“), die keiner Conference angehören. Jede Uni hat ihren individuellen Spielplan – von den Independents mal abgesehen absolviert jede Uni zwischen 7 und 9 Spiele gegen die Konkurrenz in der eigenen Conference und 3-5 out of conference games.

Am Saisonende hat jede Uni mit mindestens 50% Siegquote (ergo sechs Siege) die Möglichkeit, eine Bowl zu spielen, ein Saisonabschlussspiel meistens im warmen Süden.

Das Rennen um die Meisterschaft wird von wöchentlichen Abstimmungen („Polls“) begleitet, wo Experten & Trainer die besten 25 Mannschaften nach ihrer Stärke reihen. Dabei sind nicht nur reine Siege, sondern vor allem eindrucksvolle Siege am besten gegen möglichst starke Gegner gefragt, um zu imponieren.

Früher wurde der Landesmeister per Abstimmung gewählt. Heute gibt es die BCS („Bowl Championship Series“), ein Zusammenschluss der sechs größten Conferences, die sich die Plätze in den größten und lukrativsten Bowls zuschachert und dafür sorgt, dass es am Ende der Saison, Mitte Jänner, ein richtiges Endspiel gibt: Das BCS National Championship Game, wo die #1 gegen die #2 einer speziellen computergenerierten Rangliste aufeinandertreffen. Am Ende haben wir einen Meister, der meistens schwer umstritten ist. Die dazugehörige Vertiefung gibt es dann morgen.

Regelunterschiede zur NFL

Wer hierzulande Football schaut, wird bald merken, dass das Regelwerk nicht strikt jenem der NFL folgt. Bei uns wird nach Amateurregeln gespielt – die Regeln des College Football. Es gibt einige Unterschiede zum professionellen Football, insbesondere beim Clock Management: Nach jedem 1st down wird erstmal die Uhr angehalten, was gegen Spielende Comebacks und Aufholjagden erleichtert, und es gibt keine Two-Minute-Warning.

Am College ist der Spielzug zu Ende, sobald der balltragende Spieler mit dem Knie den Boden berührt: Down by contact kennt man nicht. Dafür erkennt man einen Catch bereits an, wenn nur ein Fuß am Boden ist, im Gegensatz zur NFL, wo es nicht einmal mehr die pushed out-Regel gibt.

Auch die Strafen unterscheiden sich in mehreren Punkten. Bei tiefen Bällen ist die Pass Interference ein probates Mittel am College, da sie lediglich mit 10yds Raumstrafe sanktioniert wird, wo die NFL das Down immer an den Ort des Verbrechens verlegt.

Der größte Unterschied liegt im Overtime-Modus, wo beide Teams abwechselnd Angriffsserien von der gegnerischen 25yds-Line spielen, wodurch jedes Mannschaft mindestens einmal den Ball bekommt – am Ende siegt das Team, das nach jeweils einem Drive mehr Punkte erzielt hat.

Kleinere Differenzen gibt es beim Instant Replay, das aus technischen Gründen nicht auf allen Ebenen durchführbar ist. Wo schon, dort haben Coaches nur eine Challenge. Dafür hat der Video-Referee jederzeit eine Einspruchsgelegenheit (in der NFL nur in den letzten zwei Minuten).

Der Pokal der Pokale

Bis auf das Stipendium und diverse Geschenke auf Bowl-Wochenenden dürfen die Student Athletes offiziell keinen Verdienst mit dem Sport an der Universität verdienen. Damit gewinnen Preise und individuelle Ehrungen stark an Wert, sind sie doch Zeichen der Anerkennung, für die im Profisport vor allem der Rubel steht.

Wichtigste und prestigeträchtigste Auszeichnung ist die Heisman Trophy, die alljährlich an den besten Spieler vergeben wird, der sportliche Topleistungen mit ethisch-moralischen Grundwerten am besten verknüpft. Aber auch die Heisman Trophy ist nicht mehr das, was sie einmal war: Der Sieger von 2005 – Reggie Bush – musste jüngst aufgrund der Annahme illegaler Zahlungen sogar den Pokal zurückgeben und 2010 lieferten die Heisman-Voter einen neuen Tiefpunkt, wählten trotz erdrückender Beweislage in Sachen „Verstoß gegen die Integrität des Sports“ Cameron Newton zum Sieger. Für gewöhnlich bekommt ein Quarterback oder ein Running Back die Auszeichnung, in seltenen Fällen ein Wide Receiver und praktisch nie ein Verteidiger. 1997/98 war so eine Ausnahme, als Charles Woodson gewann, aber Woodson war neben Cornerback auch noch eine brillante Waffe als Returnspieler.

College Football im TV

Die TV-Verträge erreichen zwar nicht NFL-Dimensionen, aber die jüngst abgeschlossenen Top-Verträge bewegen sich trotzdem in exorbitanten Sphären. Die Pac-12 Conference z.B. verhökerte die Rechte jüngst an Fox/ESPN für 2,7 Milliarden Dollar über 12 Jahre (ca. 250 Mio./Jahr).

Collegefootball-Sender schlechthin ist ESPN mit seiner Kernsendung College Football Gameday, die jede Samstag live von einem besonders prickelnden Spielort gesendet wird und richtig interessante Einblicke gibt – dies als Info für diejenigen, die College Football am Samstagnachmittag der Fußballbundesliga vorziehen. ESPN überträgt auf seinem Dutzend Sender Spiele aus fast allen Conferences quer durch die Lande und überträgt fast alles von der Bowl Season.

Einen Überblick, welche Sender welche Conferences übertragen dürfen, gibt uns die Wikipedia.

Bei uns ist College Football derzeit via ESPN America empfangbar, und Eurosport 2 zeigte zuletzt alle Notre-Dame-Heimspiele. Dazu gibt es den kostenpflichtigen ESPN Player – aber leider nur in allen europäischen Staaten minus Russland und Italien, weswegen der Blogbetreiber diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen kann. Soll auf alle Fälle ein vorzeigbares Produkt sein.

Upcoming

Feuer und Flamme für College Football? Die nächsten Tage werden eine Reihe an Vertiefungen bringen, inklusive einen Blick auf die BCS, die Spielstätten und das finanzielle Ausmaß im teuersten Amateursport der Welt.

Alle Einträge über die Themenwoche Faszination College Football finden sich unter den Tags oder im Portal über College Football beim Sideline Reporter. Fragen? Nur zu – was beantwortet werden kann, wird beantwortet.

11 thoughts on “Faszination College Football II: Grundwissen auf einen Blick

  1. Toller Beitrag für mich, der nur die vergangene Bowl Season kennt und dank dieses Blogs geschaut hat. Die TV-Ratings sind schon krass und manche Bowls haben bessere Ratings als die NBA Finals, vor allem wenn Unis wie Ohio State oder Florida spielen.

    Ich finde das Flair einfach genial, die Folklore und Begeisterung im Stadion ist einfach zu spüren und in keinem NFL Spiel gibt es so viele Schlachtrufe. Da kommt Fußball-Stimmung auf. Bin letzte Saison ein bisschen Fan von Tulsa geworden, aber die sind leider nur in der Bowl Season bei uns zu sehen. Aber der Hawaii Bowl hatte es schon in sich und der Rose Bowl war auch ein Top Spiel.

    Ich freue mich auf weitere Beiträge in dieser Woche, gerne auch in dieser Länge!

  2. Ich liebe College Football auch. Aus beruflichen Gründen kann ich College Football einfacher verfolgen als die NFL und bin auch seit NASN-Zeiten Fan von Penn State! Joe Paterno ist die Legende schlechthin und seine Spieler müssen ihm alles glauben, er hat alles in seinem Leben gesehen und ihn kann nichts mehr entmutigen. Es muss traumhaft sein, für so einen großen Coach zu spielen. Hoffe, wir sehen die Lions heuer noch einige Male. Happy Valley ist das beste Stadion!

    Und auf die neue Rivalry mit Nebraska freue ich mich jetzt schon, ein Jahr in Lincoln, ein Jahr in Happy Valley, da lacht das Footballherz. *kaumerwartenbisseswiederbeginnt*

    Penn State ist im Übrigen auch eine der Unis, die in den letzten Jahrzehnten nie in Verdacht war, falsches Spiel beim Rcruiting zu betreiben. Ich glaube, daß das auch dem Idealisten JoePa zuzuschreiben ist, auch wenn ich Verständnis habe, daß bei den zahlreichen Skandalen heutzutage Generalverdacht gilt und jedes Top-Programm in Sippenhaft genommen wird.

  3. @Raincoaster

    Auch ich verehre Joe Paterno und finde seine schlichte Anwesenheit einen gigantischen Pluspunkt für den College Football. Aber ehrlicherweise muss man zugeben, dass Joe Paterno mit seinen 84 Jahren wohl schön langsam zum Problemfall für Penn State wird, vor allem, weil es schwer ist, die Legende abzusägen, ohne an seinem Denkmal zu kratzen.

    Für das Recruiting könnte Paterno durchaus nachteilig sein, trotz Skype/Facebook, das er in den letzten Monaten entdeckt haben soll.

  4. @korsakoff

    Es stimmt, daß die Recruiting Class von 2011 eher schwach ist, aber 2010 war sie die Nummer 11 landesweit, also kann Joe Paterno nicht so abschreckend wirken. Der Mann bürgt mit seinem Namen für Kontinuität und wird in Pennsylvania und darüber hinaus verehrt wie keine zweite Figur. Viele junge Spieler wollen für ihn spielen, weil wie hier richtig angemerkt, schon ihre Eltern und Großeltern unter diesem Mann gespielt haben. Der Guy Roux Vergleich ist nett, aber imo sogar ein Understatement.

  5. Danke für den ausfürlichen Artikel,
    Ich bin im Footballbereich generell neu und mit College Football beschäftige ich mich erst seit ich NCAA 12 das Videospiel besitze:)

    Bin noch ken Fan von irgendeiner Uni da ich die „Grundeinstellungen“
    Der Unis und Studenten nicht kenne,
    aber langsam ist für mich die NCAA interessanter als die NFL

  6. Als Ehemaliger und Fan der University of Arkansas natürlich ganz klar pro Hogs😉 Mal im Ernst das Feeling ist einfach einmalig, ich war in den 90ern bei Gamedays immer auf dem Campus und 1mal im Stadion in Fayettville, ein sensationelles Erlebnis, die Begeisterung der Leute ist einfach elektrisierend. Sicherlich ist es in den unteren Conferences und in der Div II und III ein paar Stufen weniger enthusiastisch, aber wer will das verdenken. College football in der SEC rockt einfach und wird noch mehr Aufschwung erleben mit den neuen TV Verträgen.

    Whoo… Pig(s)! Sooie! Razorbacks!

  7. Pingback: Faszination College Football III: FBS, BCS, Bowl Season und National Championship | Sideline Reporter

  8. Hallo,
    mal was ganz anderes. Ich werde bald in die USA gehen und habe hier in Deutschland schon immer die Spiele sowohl von der NFL als auch vom College Football verfolgt, jedoch selber noch nie gespielt:/.
    Jetzt ist meine Frage, ob ich denn auch im College Football einstiegen kann als Spieler ohne ein Stipendium zu bekommen oder angeheuert zu werden. Will mir das alles mal selber anschauen.
    Sportliche Vorraussetzungen habe ich nur in der Hinsicht das ich 17 Jahre lang sehr erfolgreich Fußball in Deutschland gespielt habe.

    Danke im vorraus für die Antwort.

    P.S.: Sehr schöner Thread und gut geschrieben🙂

  9. Grundsätzlich kann man als „Walk-on“ schon der Footballmannschaft einer Universität beitreten, muss aber an der entsprechenden Uni immatrikuliert sein, also in erster Linie auch ein Minimum an akademischen Voraussetzungen erfüllen.

    Für nähere Details würde ich im Recruiting-Board vorbeischauen.

  10. Ein Nachzügler, mein Kommentar … sorry! Eine tolle Artikelserie, die mir sehr gefallen und auch geholfen hat, mich in den College Football einzulesen. Eine Frage hätte ich dann doch: Waren es nicht die beiden Universitäten Rutgers und Princeton (damals noch College of New Jersey), die das berühmte erste Spiel am 6. November 1869 austrugen? So findet man es zumindest u.a. in der Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/1869_New_Jersey_vs._Rutgers_football_game

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s