Mit den Detroit Lions die Sonne anlachen

Matthew Stafford Detroit Lions NFL 2011/12

Wenn die Hoffnungen auf einer Schulter ruhen... Matthew Stafford - ©Flickr/Hawk Eyes

Für die morgendliche Lektüre am heutigen Samstag halten die Detroit Lions her, das Team, das nun jahrelang wie kein zweites für die Niederungen der NFL stand. Statt König der Tiere eher der Bettvorleger. Seit dem Tiefpunkt der sieglosen Saison 2008/09 ist allerdings ein radikaler Schnitt gemacht worden, die Besitzer-Familie Ford hat sich dazu durchgerungen, dem neuen GM Martin Mayhew, einem aus dem eigenen Haus, das Vertrauen zu schenken – und Mayhew entzückt mit seiner Arbeitsweise immer besser.

Erste Amtshandlung war die Einstellung von Head Coach Jim Schwartz aus Tennessee. Schwartz gefällt mir als Pragmatiker außerordentlich, ein Mann, der gnadenlos seinen Glauben an die Macht von Zahlen und Statistiken lebt und danach handelt – und sich mit Scott Linehan und Gunther Cunningham zwei erfahrene Coordinators an seine Seite geholt hat.

Und Schwartz hat die größte Herkules-Aufgabe bereits gemeistert: In Detroit herrscht nicht mehr Depression, sondern Aufbruchstimmung. In diesem Sommer ist die Stimmung nach zahlreichen geglückten personellen Transaktionen plötzlich so enthusiastisch wie ich es bisher noch nicht gesehen habe. Enthusiasmus basierend auf einer Unzahl an jungen, hohen und eigenen Draftpicks in den letzten Jahren – und einigen klugen Einkäufen.

Die Offense hängt an Staffords Schulter

Vor zwei Jahren wurde unter Linehans Aufsicht damit begonnen, eine nicht nur in Spuren vertikale Offense aufzuziehen – und dafür wurden neben dem vorhandenen Personal nach und nach die passenden Spieler geholt.

Recht unangetastet blieb die Offensive Line, die nicht zu den besten der NFL gehört, aber ihre Sache gerade gut genug macht, um nicht als größtes Sorgenkind durchzugehen. LT Jeff Backus oder C Dominic Raiola sind Spieler, denen man nichts anderes als vollste Bewunderung entgegenbringen kann. Beide spielen seit Äonen in dieser Stadt und haben alle Niederungen durchgemacht und trotzdem immer nach Möglichkeit ihre Leistung geliefert. Das ist schwerer als man glaubt und diese wenigen Zeilen an Anerkennung von Herzen verdienend.

Knackpunkt in der Offense ist der Quarterback. „Vertikale Offense“ bedeutet: Der QB muss über einen starken Arm verfügen. Den hat der junge Matt Stafford, Top-Pick von 2009, der brillante Ansätze gezeigt hat und in der Lage ist, eine Offense blitzschnell mit kilometerlangen Pässen das Feld hinunterzutreiben. Allein: Stafford verbrachte bisher mehr Zeit im Krankenstand und es bestehen ernsthafte Zweifel, ob die Schulter im Wurfarm überhaupt halten wird.

Backup Shaun Hill zeigte bemerkenswerte Courage und hielt die Lions als Third Stringer oft genug im Spiel, aber mit Hill spielt die Offense um einiges blasser.

Die Anspielstationen sind breit gestreut: Der „Megatron“ genannte WR Calvin Johnson ist der athletische Idealtyp eines Wide Receivers und ein deep threat vor dem Herrn. Zu Superstar Johnson gesellen sich Nate Burleson und der quicke slot receiver Titus Young, ein Rookie. Für die Mitteldistanzen hat sich zuletzt TE Brandon Pettigrew nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten angeboten. Insgesamt eine ordentliche Pass-Armada, der vielleicht etwas die nötige Tiefe (im Sinne von Kadertiefe) abgeht.

Im April sorgte das Front Office mit der Einberufung von RB Mikel LeShoure für Augenbrauenrunzeln. Der zweite Gedanke war dann aber: Geil! LeShoure ist ein brachialer Back, der gerne mit dem Kopf durch die Wand (sprich: über die Mitte des Spielfelds) rennt, während der im Vorjahr hoch gedraftete RB Jahvid Best, ein ungeduldiger Running Back, mehr der burner ist. Solche grundverschiedenen Angriffsoptionen bieten oft nicht nur ästhetischen Genuss beim Zuschauen, sondern aufgrund ihrer Variabilität auch viel Erfolgspotenzial.

Weil wir hier aber über die Detroit Lions sprechen, müssen wir an dieser Stelle das Sternchen einfügen: LeShoure fällt für die komplette Saison mit Verletzung aus, ein ernsthafter Schuss vor den Bug – zu gut hätte LeShoure in diese Offense gepasst. Nun ist mit Mike Bell und dem Dreispielewunder von Cleveland, Jerome Harrison, halbwegs annehmbarer, händeringend gesuchter Ersatz gefunden.

Die Wucht steckt in den Schützengräben

Größter Problempunkt war in Detroit aber jahrelang nicht die Offense, sondern die Abwehr, was auch Matt Millens krankem Verlangen nach Wide Receivers geschuldet war. Unter dem Defensiv-Genie Schwartz setzte naturgemäß ein Umdenken ein.

Hauptaugenmerk gilt der Defensive Line, in die die größten Ressourcen gesteckt werden. 2010 wurde Nebraskas Freak DT Ndamukong Suh geholt, dessen schiere Präsenz nicht nur Blockern Schrecken einjagt, sondern im vormals oft mucksmäuschenstillen Ford Field die amerikanische Version des Ruuuuuuuuuuuudi Völler-UUUUUUs heraufbeschwört hat.

Suh gilt als vorbildlicher Charakter und Mentor-Typ für den jüngsten Top-Pick DT Nick Fairley, ein potenziell dominanter Pass Rusher, aber auch für seine Auszeiten mitten im Spiel und seine oftmals unfaire Spielweise bekannt, und in der Vorbereitung mit diversen Wehwehchen gehandicapt (remember the Lions). Suh und Fairley werden flankiert von starken Defensive Ends wie Kyle Vandenbosch und Cliff Avril, und für die von Schwartz gepredigte Rotation können abwechselnd der aufstrebende DE Lawrence Jackson und der solide DT Corey Williams in die Schützengräben geworfen werden.

Auch wenn ich das Flop-Potenzial eines Nick Fairley für erhöht halte: Eine dominante Defensive Line ist meistens der wichtigste Baustein für eine auf Jahre hinaus starke Defense. Die Sollbruchstellen bei den Lions sind weiter „hinten“ zu finden.

Bei den Linebackers zum Beispiel, wo aber mit dem starken Lauf-Verteidiger Justin Durant und vor allem mit Schwartz-Liebling MLB Stephen Tulloch vor wenigen Wochen zwei möglicherweise lebenswichtige Bestandteile eingekauft wurden. Interessant an Tullochs Verpflichtung: Die Lions konnten es sich leisten, Tulloch einen Vertrag ihres Geschmacks aufzuoktroyieren – undenkbar noch im vergangenen Sommer.

Die Probleme in der Secondary sind großteils auf mangelnde Erfahrung zu schieben. Die meisten Defensive Backs sind noch recht grün hinter den Ohren und der erfahrenste Mann, CB Nate Vasher, hat seine besten Zeiten hinter sich. Dass man die Top-WR dieser Welt den Cornerbacks Alphonso Smith, Eric Wright oder Chris Houston anvertrauen möchte, erstaunt. Der Top-Defensive Back ist FS Louis Delmas, ein aufstrebender Mann im dritten Jahr.

Die wenig speziellen Special Teams

P Nick Harris und K Jason Hanson sind seit Ewigkeiten im Kader und waren stets verlässliche Sportskameraden. Mit dem jungen K Dave Rayner steht womöglich ein Generationswechsel an. Return-Mann ist Stefan Logan, 2010 mit einem TD und ansonsten ansehnlichen Zahlen (12,1yds/Puntreturn, 26,3yds/Kickreturn).

Ausblick

Wie jedes Jahr ist es schwierig, eine Prognose bezüglich der Detroit Lions abzugeben. Es sind Ingredienzien für den Durchbruch da, Kader und Trainerstab sind mit etwas Optimismus – kein Scherz – superbowlfähig. Trotzdem handelt es sich immer noch um die Detroit Lions und der wichtigste Bestandteil, der Quarterback, hat nicht zu verachtende Verletzungssorgen und verfügt immer noch über recht wenig Erfahrung.

Dazu kommt dieser, gemessen an 2010/11, viertschwerste Schedule der NFL:

Wk #1 @Buccs
Wk #2 vs Chiefs
Wk #3 @Vikings
Wk #4 @Cowboys
Wk #5 vs Bears (MNF)
Wk #6 vs 49ers
Wk #7 vs Falcons
Wk #8 @Broncos
Wk #9 BYE
Wk #10 @Bears
Wk #11 vs Panthers
Wk #12 vs Packers (Thanksgiving)
Wk #13 @Saints
Wk #14 vs Vikings
Wk #15 @Raiders
Wk #16 vs Chargers
Wk #17 @Packers

Dieser Sommer ist etwas anders. Dieser Sommer gibt erstmals in meiner Vita als glühender und vor allem mit Liebe leidender Anhänger der Detroit Lions Grund, auf bald kommende Erfolge zu hoffen. Weil es sich aber immer noch um die Lions handelt, bin ich noch hin- und hergerissen zwischen gerechtfertigtem Optimismus und der prinzipiellen Skepsis gegenüber dieser Franchise.

Das Zeiteisen verrät: 447 Minuten verbleiben. WordCount nach 19 Teams: 18298.

(Dem einen oder anderen werden Teile des Eintrags bekannt vorkommen. Vor ein paar Wochen ist die Vorschau etwas abgespeckt bei Spox erschienen, mit der Unsinns-Behauptung, Detroit spiele „Run and Shoot“ – ich weiß nicht, wie ich in der Eile „Downfield attack“ oder „vertikales Spiel“ mit June Jones‘ Lieblingsspielzeug verwechseln konnte. An dieser Stelle: Sorry, hochnotpeinlich und ich vergräme mich in Schamesröte, dass mir dieser eklatante Fehler erst beim Überarbeiten des Artikels für Sideline Reporter aufgefallen ist.)

10 Kommentare zu “Mit den Detroit Lions die Sonne anlachen

  1. Bei allem Respekt, aber mir ist diese Einschätzung zu blauäugig. Detroit hat eine gute Mannschaft, ich traue den Lions aber nicht die Playoffs zu und „superbowl-fähig“ ist meiner Meinung nach völlig fehl am Platze.

    Das fängt beim Quarterback an. Stafford mag vielleicht gute Ansätze gezeigt haben, aber es waren eben nur Ansätze. Dass Stafford einen 16 Game Schedule spielen kann, steht noch in den Sternen und ich spreche noch nicht mal von einer Verletzung, sondern nur von der Unerfahrenheit von Stafford. Dazu kommen die Red Flags vonwegen mehrfach verletzter Schulter und ob er überhaupt noch die besten Würfe zeigen kann, auch wenn die Preseason zugegeben stark war bisher.

    Die Offense Line ist insgesamt viel zu schwach und das Laufspiel imo auch. Dass die Lions auf einen Rookie so viel gegeben haben, spricht Bände.

    Die Defense Line ist sicher gut, aber Fairley hätte es nicht wirklich gebraucht, es wäre klüger gewesen, das Defensive Backfield zu verstärken, auch wenn ironischerweise auch der Prince verletzt ausfällt mittlerweile. Aber dass eine D-Line so viel Pass Rush machen kann, dass alle Schwächen der Secondary zunichte gemacht werden, kann ich mir kaum vorstellen.

    Dazu kommt der Schedule der nicht einfach ist und in der NFC North mit den Packers eine Topmannschaft an denen die Lions wohl nicht vorbeiziehen können.

    Ich sage maximal ein 8-8 voraus, eher ein 6-10 und das auch nur solange Stafford wirklich fit bleibt.

  2. ich muss mich hier bei meinem Vorposter ganz klar anschließen!

    Die Lions zimmern hier eine tolle Truppe, jedoch von superbowl zu sprechen geht für mich ins absurde…!

    So war ich es Stafford wünsche, aber gegen eine Mannschaft mit anständigen Pass rush wird er wieder Hit für Hit kassieren, und was das für seine Gesundheit bedeutet, ist ja bekannt!

    Da Laufspiel spricht ja auch nicht gerade Bänder. Was ja doch sehr stark auf eine Block – Schwache O – Line zurück zu führen ist.

    Und auch die Defense macht mir sorgen…! Gegen Laufstarke Teams wird den Lions der Pass Rush nicht wirklich viel bringen. Und auch die Secondary gilt nicht gerade als Coverage 1a…!

    Als Vikings Fan bin ich kein großer Lions anhimmler, würde ihnen aber selbstverständlich eine Positive Saison Bilanz wünschen. Bin aber sehr sehr sehr sehr skeptisch…!

    Und sry korsakof, ich liebe diese Blog. Aber die Lions superbowl reif…? Gestern zu viel Party gemacht 😉 ?

  3. Hier steht nicht „superbowlreif“, sondern „mit etwas Optimismus superbowlfähig“. Ein kleiner, aber feiner und nicht zu unterschätzender Unterschied.

    Es gilt die Faustregel: Man löse sich von der Vorstellung, dass wir hier von der Franchise „Detroit Lions“ sprechen. Die Mannschaft für sich hat alles: Junge, verdammt vielversprechende Offense, die sogar mit dem dritten Quarterback punkten kann, junge, sehr, sehr gute Defensive Line mit viel Tiefe und einen Trainerstab, den ich bedenkenlos in die Top-5 der NFL wählen würde.

    Dass diese „Detroit Lions“ zuletzt einem Middle Linebacker wie Stephen Tulloch ihre Vertragsbedingungen diktieren konnten und Tulloch dennoch zu Schwartz und seinen Lions ging, war der letzte Augenöffner. Es ist aller Optimismus gerechtfertigt. Es sind Mannschaften mit sehr viel weniger Konzept mit sehr guten Saisonbilanzen in die Playoffs gekommen.

    Klar, Matt Stafford ist verletzungsanfällig. Aber abgeschossen werden kann jeder Quarterback. Stafford macht mir den Eindruck, dass es ihm wurscht ist, wie schlecht die Offensive Line blockt. Der Mann strahlt ein unbändiges Selbstvertrauen aus.

    Der primäre Punkt, der gegen die Detroit Lions in dieser Saison spricht, ist: Es sind die Detroit Lions. Die Mannschaft und die sportliche Leitung hat mit dem Club von vor drei Jahren aber kaum mehr etwas gemein.

  4. Sehr dezidierte Analyse, die ich für ein bisschen zu optimistisch halte. Mir ist das Defensive Backfield zu schwach, ich hätte den Lions einen starken Cornerback gewünscht, aber auch ich glaube, dass Schwartz weiß, was er macht. Stafford bleibt natürlich wegen der Schulter ein Unsicherheitsfaktor, aber der soll bisher super gewesen sein in der Preseason und man hört nur Gutes über den Jungen. Ich drücke ihm die Daumen, dass er mal fit bleibt über ein Jahr.

    Prognose: 9-7, Wildcard nur mit etwas Glück.

  5. Das mit der Run/Shoot-Offense geht ja gar nicht, wenn man Detroits Geschichte kennt 😉

    Spaß beiseite, ich kann den Optimismus durchaus nachvollziehen. Kaum eine Mannschaft, der ich es mehr vergönnen würde. Ich erwarte, dass das Passspiel um Stafford und Johnson eine krasse Saison spielen wird, weil die Additionen von Davis und Young noch mehr Variabeln ins Spiel bringen. Johnson ist der neue Moss, wenn er denn nun endlich mal einen stabilen Quarterback hätte. Was der Junge für Zahlen abgeliefert hat, ist Wahnsinn und er hatte nie einen Super QB.

    Schade natürlich, dass sich Leshoure verletzt hat, man hatte das Gefühl, dass die Lions ihre Hoffnungen voll in Leshoure gesetzt hatten, die Workload zu tragen und Best als Joker einsetzen. Best muss nun allein auf alle Fälle mehr als 3,2 Yards pro Carry machen, sonst wird die Offense zu unausgewogen.

    In der Defense sehe ich noch eine weitere Schwäche: Gelbe Flaggen. Detroit ist da sehr anfällig, auch und vor allem Suh, den mal einer bändigen muss. Und Fairley ist ja auch nicht gerade der sauberste Spieler, wenn ich das mal so sagen darf (ich traue mich nicht, von „unfair“ zu reden).

    Gespannt bin ich auf Delmas, der sehr gut sein soll.

    Einen Vorteil sehe ich im Schedule:
    Wk #1 @Buccs
    Wk #2 vs Chiefs
    Wk #3 @Vikings
    Wk #4 @Cowboys
    Wk #5 vs Bears (MNF)
    Wk #6 vs 49ers
    Wk #7 vs Falcons
    Wk #8 @Broncos

    Da sind imo durchaus 5 oder 6 Siege nicht außer Reichweite und in Woche 9 kommt die Bye. Guter Start, Motivationsschub, Playoffs? Why not?

    Ich hoffe einfach mal, wir sehen die Lions ein paar mal bei ESPNA (bin da noch ein bisschen skeptisch, da müssen sie schon gut starten). Ein guter Start in die Saison hilft in der Sache natürlich ebenso.

  6. Das mit der Run/Shoot-Offense geht ja gar nicht, wenn man Detroits Geschichte kennt

    Sehr korrekt. Aber auch die Aussage „Run and Shoot“ verlangt einen „starken Arm“ hätte eigentlich sofort Alarmglocken schrillen lassen sollen: „Run and Shoot“ ist so konzipiert, dass der Quarterback eben genau NICHT ein Gunslinger-Typ sein soll.

  7. #Preseason New England – Detroit

    Ich finde es immer noch erstaunlich, dass eine simple, landesweite TV-Übertragung eines Preseason-Spiels in Detroit so viel Begeisterung auslösen kann. Volles Haus, enthusiastisches Haus. Das gab es jahrelang nicht in der Regular Season.

    New England wirkte, als ob sie schnellstmöglich vor dem Hurrikan aus Detroit abreisen wollten, wirkte unvorbereitet. Die Defense Line der Lions prinzipiell dominant, mit verschiedenem Material. Mehrmals wunderte man sich jedoch, wie hart Suh und Konsorten Brady angehen durften, ohne dass Strafen ausgestellt worden wären. Die Pass-Deckung bis auf einen Schnarchnasenmoment der #32 Aaron Berry auch okay.

    In der Offense sieht Stafford recht souverän aus, der einzige missratene tiefe Ball wurde von #81 Johnson artistisch gepflückt, Play-Action ebenso erstaunlich gut funktionierend, wenn man sich ansieht, wie lauwarm das Laufspiel an sich war.

    Simpel gesagt: Detroit wirkte sehr konzentriert, ja souverän, aber die Patriots waren nicht bei der Sache. Ein gutes Gefühl bleibt trotzdem.

  8. Ich hab da mal ’ne Frage, weil das immer wieder auffällt: Suh kommt für meinen Begriff auf diesem Blog deutlich schlechter weg als anderswo (nicht bei diesem Eintrag, aber generell). Woran liegt die Skepsis, nachdem viele Experten Suh bereits als Top-3 DT sehen? Ich finde Suh gigantisch, er allein ist schon Grund, dass ich die Lions sehr mag!

  9. @Nico

    Ich glaube nicht, dass Suh „schlechter“ wegkommt. Ich habe Suh nur selten spielen sehen (Lions werden bei uns kaum gezeigt): Der Mann ist fantastisch explosiv, aber ich halte ihn für etwas zu risikobereit und er steht bei mir im Ruf, etwas zu sehr auf den großen Hit zu gehen. Kann eine Fehleinschätzung sein. Ich maße mir nicht an, einen Defensive Liner im Detail angemessen bewerten zu können.

    Suh ist unzweifelhaft eine positive Erscheinung: Bringt das Quäntchen „Star Power“ in die Mannschaft, wirkt inspirierend auf das bis dato oft lahme Publikum und hat in der vergangenen Saison eine Unmasse an Snaps gespielt (meiste Snaps ligaweit auf seiner Position), was für einen Rookie bemerkenswert ist, da gerade Defensive Tackles als Rookie fast immer Probleme bekommen.

    Überaggressivität und mangelndes Interesse am Laufspiel sind die Flauseln bei Suh. Ich gehe davon aus, dass Schwartz ihm diese austreiben wird. So oder so sprechen wir auf alle Fälle vom markantesten Defensive Tackle überhaupt.

  10. Danke für die Erklärung. Es wirkte nur etwas negativer als bei den amerikanischen Rankings, wo Suh fast immer zur Spitzenklasse gezählt wird. Aber so bin ich zufrieden 😉

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