College Football 2011/12, Week #2 live

Guten Abend. Vorschau gibt es hier.

 

21h30: Penn State Nittany Lions – Alabama Crimson Tide

[00h35] Penn State 3, Alabama 27. Dolchstoß. Ein weiterer Turnover der Nittany Lions, Alabama läuft mit #42 Lacy und #3 Richardson locker durch. Und over.

[00h03] Seufz. Penn State zum x-ten Mal mit dem Schema F: Snap, Bolden mit halbherziger Play-Action, schwacher Bogenlampenwurf über die linke Seite rund 25yds das Feld runter, unterworfen… abgefangen, und diesmal zählt die Interception sogar! Sehr, sehr unkreativ, was OffCoord Jay Paterno hier veranstaltet, oder aber ein Produkt der beiden suboptimalen Quarterbacks für Penn State. Das Spiel schaut nun sehr gegessen aus, 16min vor Schluss.

[23h58] Penn State 3, Alabama 20. Ein Goal Line Stand hält die Nittany Lions im Spiel, mit der Einschränkung „wenn sie sofort ihre Offense in Gang bekommen“. Das Passspiel ist ziemlich unterirdisch, zuletzt war wieder QB McGloin im Spiel, der drei Incompletions in Serie warf, zwei davon haarscharf an Interceptions.

[23h43] Ein drittes Viertel bislang, das nahtlos an die defensivlastige erste Halbzeit anknüpft. Immer, wenn eine der beiden Abwehrreihen mit ihrer Defensive Line allein Druck genug zustande bekommt, sind die Offenses in ärgeren Problemen. Penn States Rob Bolden warf zwei Interceptions in zwei aufeinanderfolgenden Spielzügen, beide nur knapp wegen Bodenberührung zurückgepfiffen.

[23h08] Halbzeit Penn State 3, Alabama 17. Beeindruckende Vorstellung von Bama, deren Defense nach einem ordentlichen Eröffnungsdrive Penn State seither gnadenlos niedermacht und den Lions das Laufspiel komplett wegnimmt. Penn States RB Silas Redd wird immer und immer wieder über die Mitte geschickt – und abgewürgt. QB Bolden ist ein zu unpräziser Werfer, als dass Alabama dadurch kontinuierlich ernsthaft gefährdet wäre.

In der Offense macht Bama-QB McCarron einen sehr, sehr überlegten Eindruck. McCarron mag ein Grünschnabel sein, aber da waren einige sehr große Würfe dabei, die ein Greg McElroy niemals machte. Besonders beeindruckend, weil das Laufspiel noch nicht wirklich in die Gänge gekommen wirkt. Und Penn State, so wenig die Offense zustande bringt, hat eine extrem aggressive Defense, die allenfalls in der RedZone etwas mehr Pass Rush bringen könnte.

Kudos für Alabamas Special Teams: Penn State wird bei jedem Punt tief hinten drin reingenagelt.

[22h39] Penn State hat nun erstmal QB Matt McGloin eingewechselt – keine Enteierung für Bolden, sondern zum Plan gehörend, weil man das Alabama-Spiel primär als Testspiel angehen kann. McGloin führte sich gleich mal mit Abstimmungsproblemen bei der Ballübergabe an die Running Backs ein.

[22h18] Penn State 3, Alabama 7. Auf halbem Weg in die Endzone brauchte es einen Punt-Fake samt ultraknapper 4th down conversion (ca. 0,02mm würde ich mal behaupten). Das reichte, QB A.J. McBarron danach on fire, mit rattenscharfen Bällen selbst bei kollabierender Pocket, und unterstützt von einem fantastischen Catch der #4 WR Marquise Maze, einem Catch, der nicht viele machen.

[22h08] Beide Defenses recht pumped up, würde ich sagen. Fast nach jedem Spielzug ein Menschenknäuel. Als seien wir die paar tausend Meilen weiter südwestlich, in Neuseeland.

[22h01] Penn State 3, Alabama 0, nach je einem Drive. Es deutet sich bereits an, wie brutal es dieses Jahr wird, gegen Alabama über die Mitte zu laufen. Penn State vertraut einen Tick zu sehr darauf, muss sich bei langen 3rd downs sehr des beweglichen QB Rob Bolden bedienen. Die Defense der Nittany Lions mit recht viel Druck durch die Defensive Line, zerbröselte die drei Spielzüge von Alabama im Ansatz.

[21h31] Aus dem schönsten Stadion der Welt: Penn State gegen Alabama. Penn States Trainerlegende Joe Paterno wird wie vergangenes Wochenende nicht an der Seitenlinie, sondern im Booth sitzen.

18h: Wisconsin Badgers – Oregon State Ducks

[21h00] Endstand Wisconsin 35, Oregon State 0. Flotte Partie in nur 3h03 beendet. Wisconsin mit einer grundsoliden Vorstellung, aber eine richtige Einordnung ist nicht möglich, weil Oregon State unterirdischer als erwartet spielte. Mike Riley dürfte früher oder später doch in Bedrängnis kommen, wenn es so weiter geht. Ob Ryan Katz auch weiterhin draußen bleiben muss?

Die Alarmglocken in Morgantown sind derweil mit einem 66yds-Drive in 3 Spielzügen etwas abgeklungen: West Virginia ist gegen Norfolk State aus der FCS eingangs der zweiten Halbzeit 17-12 in Führung gegangen.

[20h42] Blick auf die anderen Spielfelder: In Columbus gibt es tatsächlich doch Upset-Alarm, auch wenn Ohio State Mitte des dritten Viertels nun wieder 27-22 führt (2pts-Conversion scheiterte). Ohio State dominiert sämtliche Kategorien, inklusive des disziplinierteren Spiels (nur 2 Strafen gegen Toledos 13). Aber Toledo hat die Allzweckaffe WR Eric Page.

Bei Auburn – Mississippi State hat eben das dritte Viertel begonnen. Bei Halbzeit gab es bereits 57 (!) Punkte. Auburn führt knapp 31-24.

[20h21] Ich denke, die Messen in Wisconsin sind schön langsam gelesen, das Spiel wird nun immer lauflastiger von Seiten der Badgers und die Running Backs beginnen, auch mit sub-parem Blocking auf eigene Faust, Yards herauszuschinden. Es war überraschend, wie lange die Offensive Line brauchte, um das Spiel in den Griff zu bekommen. In der Defense würde ich bei Wisconsin einen Aufwärtstrend gegenüber vergangener Woche sehen. Die Front Seven hatte zu Beginn einige Schwierigkeiten, ist aber im Spielverlauf sehr solide geworden gegen eine zugegeben ultraharmlose Beavers-Offense, die nur einen einzigen langen Passspielzug hinbekam (einen sehenswerten Catch in Doppeldeckung über die Mitte allerdings) und – noch wichtiger – null Laufspiel.

Sollte QB Russell Wilson weiterhin Stats wie diese und letzte Woche produzieren, wird man früher oder später tatsächlich über die Heisman Trophy sprechen. Das ist nicht mehr der Wilson, der bei NC State um sein Leben scrambeln musste. Mit einer besseren Line macht Wilson Play auf Play und gibt Wisconsin IMHO tatsächlich eine gute Chance, erneut die Big Ten zu holen.

[19h27] Wisconsin 21, Oregon State 0. Wie vor einer halben Stunde abgezeichnet: Wisconsin kriegt nun physisch die Überhand und drückt sein Laufspiel durch, sogar auch um die Line herum. QB Wilson mit dem dritten Pass-Touchdown zum Abschluss des Drives 27sek vor Halbzeit, und einer, der nicht besser zu Wisconsin hätte passen können: Auf einen Tight End.

Oregon State dagegen enttäuscht in der Offense bisher völlig, und irgendwie habe ich noch nicht mitbekommen, warum man denn nun mit einem Freshman und nicht mit dem soliden QB Ryan Katz spielt.

[19h00] Wisconsin 14, Oregon State 0. Die Geschichte ist auch Mitte des zweiten Viertels etwas zäh, sieht mit einer starken Front Seven der Beavers eine nette Herausforderung für Wisconsin, die nun aber körperlich langsam Vorteile gewinnen zu scheinen und mit Play-Action die aggressiv reagierende Defense verarschen.

Der Touchdown war ein schön geworfener Ball von QB Russell Wilson in das linke Eck der Endzone auf WR #1 Toon. Vor dem Snap übrigens der neue Co-Kommentator von ESPN, Urban Meyer (ex-Coach von Florida), mit einer interessanten Beobachtung, sah die Single Coverage gegen Toon richtig kommen.

[18h38] Wisconsin 7, Oregon State 0. Dank eines kuriosen Punts für MINUS VIER YARDS führen die Badgers, aber das war’s auch. Die Offense kriegt das Laufspiel nicht wirklich in die Gänge, nicht über RB Montee Ball, nicht über RB Jamal White. Entsprechend unrhythmisch sieht es dann auch aus, weil Oregon State die Box mit 8 Mann vollstopfen kann.

So wie auf der anderen Seite die Beavers den Ball tragen, riecht da förmlich nach noch kommenden drei, vier Fumbles.

[18h05] Wisconsin vs Oregon State. Mal schauen, inwiefern Wisconsin diesmal eine etwas enthusiastischere Defense aufstellt. Oregon State steht nach einer furchtbaren Heimniederlage letzte Woche bereits unter Druck.