NFL 2011/12, TV-Guideline Week 3

Die Grippe scheint überstanden, und auch wenn die Serie “Saisonvorschau” leider nach 25/32 Teams, 24476 Wörtern und mit noch 242 Minuten auf der Uhr abgebrochen werden muss – sorry, PuNISHA, aber es gibt noch ein wenn auch unwichtiges Lebens außerhalb der Footballwelt – so wird es weiterhin die Vorschau auf die im TV empfangbaren Spiele geben.

Dabei bleiben beim TV-Programm diesmal einige interessante Spiele außen vor. Ärgerlich ist u.a. dabei, dass PULS4 und Sport1+ leider keinen Versuch zur Differenzierung von ESPN America unternehmen und allesamt ESPN-Spiele senden. Mal wieder. Und mal wieder dominiert Black’n’blue-Football aus der NFC.

Buffalo – New England. Die Bills haben am Sonntag eine phänomenale Aufholjagd bestritten, inklusive fünf Touchdowns in der zweiten Halbzeit, und eines Sieg-Drives am Rande des Wahnsinns, mit 4th down conversions in engste Doppeldeckungen hinein, und Emotionen auf den Rängen, da stand die Gänsehaut nicht nur wegen eklatanter Erkältung raus. Es wird gemunkelt, dass QB Ryan Fitzpatrick schnell ein neuer Vertrag untergejuxt werden soll, bevor er unbezahlbar wird. Nun wartet die erste „richtige“ Standortbestimmung.

Denn New England wird als nicht einzubremsende Offensivmaschine hochgejubelt – wir hatten Annäherndes ja erwartet – allerdings scheint mir speziell beim Chargers-Spiel der Fakt völlig unterzugehen, dass die Patriots durchaus zu knacken gewesen wären: San Diego verzockte sich dreimal punktelos in der RedZone und hätte Tolbert nicht den Fumble gemacht und New England direkt im Anschluss das Pendel gedreht…

Dazu erleben die Patriots derzeit das Oregon-Ducks-Phänomen: Aufgrund der sagenhaft schnellen No-Huddle-Offense werden in der gegnerischen Defense haufenweise Verletzungen vorgetäuscht. Eine Unsitte, die kaum nachzuweisen und daher auch nicht strafbar ist.

Minnesota – Detroit wäre ein weiteres durchaus vorzeigbares Spiel gewesen. Zusätzlich zur Unfähigkeit, klare Führungen nach Hause zu bringen, waren die Vikings auch zweimal sehr unrhythmisch in der Pass-Offense. Detroit hatte zu Beginn gegen die Chiefs durchaus Probleme, das Laufspiel zu stoppen und seine eigene Luft-Armada in Schwung zu bekommen. Für Minnesota dürfte die Angriffsstrategie klar „Laufspiel“ lauten, da die Lions sich hierbei deutlicher verwundbar zeigten und McNabb gegen Pass Rush (Lions-Stärke) generell große Probleme hat.

Jacksonville – Carolina ist das direkte Aufeinandertreffen der beiden hochbezahlten Rookies: Blaine Gabbert für Jacksonville, wo man erwartet schnell die Idee mit Luke McCown aufgab, Cameron Newton für Carolina, dessen tiefe Würfe erstaunlich sind. Muss ich meine Meinung bezüglich Newton 180° ändern? Ich habe Newton geschätzte sieben, acht Mal in Auburn gesehen. Der Mann wirft deutlich besser als damals, das können die vielen INTs, die paar horrend ungetimten Würfe und die ungestüme Vorstellung in der RedZone gegen Green Bay nicht verdecken. Sieht bis dato weder nach West Coast Offense noch nach allzu großen Konfusionen für Newton aus – und das ohne Unterstützung durch das erstaunlich pomadige Laufspiel. Carolina hat neben diesem noch eine andere, eklatante Schwachstelle: Sie sind nicht in der Lage, Laufspiel über die Mitte zu verteidigen. Nun kommt RB Jones-Drew des Weges…

Schließlich noch Tennessee – Denver, wo beide Teams ihre ersten Siege eingefahren haben. Tennessee mit einer wurfgewaltigen Offense ohne viele Carries für RB Chris Johnson (den wichtigsten Spielzug durfte Backup Ringer bestreiten). Die Broncos dagegen können sich zum Patentamt begeben in Sachen „coolste Lösung einer QB-Kontroverse“: QB Kyle Orton als Starter behalten, QB Tim Tebow als Wide Receiver aufgestellt. Nun kehren dutzende hochkarätige Verletzte zurück.

Sonntag, 25. September 2011

Philadelphia Eagles – New York Giants

19h LIVE bei ESPN America und Sport1+ (Tape ESPNA: 28.9./11h30)

Ein Spiel, da werden Erinnerungen an das zweite Miracle of the Meadowlands wach, wenn auch diesmal der Austragungsort ein anderer ist. Hauptdarsteller von damals: QB Michael Vick, der nach einer Gehirnerschütterung fraglich ist (aktuell als „questionable“ gelistet, wie auch Backup Vince Young) und nach menschlichem Ermessen schon von Anstands wegen nicht eingesetzt werden sollte. Eventuell wird Third Stringer Mike Kafka zu seinem Einsatz kommen, Kafka sah nicht so übel aus.

Für die Giants wird es vor allem darauf ankommen, die Blaupause der Atlanta Falcons weiterzuspinnen, die da lautet: Furztrockenes Laufspiel, mit der Combo Jacobs/Bradshaw. Es könnte sich rächen, dass man TE Kevin Boss hat ziehen lassen, da sich die Eagles mit ihrer schwachen Linebacker/Safety-Verbindung als sehr anfällig gegen Tight Ends gezeigt haben – Tony Gonzalez zuletzt mit sieben Catches und zwei Touchdowns. Auf alle Fälle dürften die Giants daran interessiert sein, Passspiel so lange wie möglich nur dosiert einzusetzen – die Eagles haben gefährlichen Pass Rush und gute Coverage gegen die #1 und #2-Anspielstationen.

Chicago Bears – Green Bay Packers

22h LIVE bei ESPN America, Sport 1+ und Puls 4 (Tape ESPNA: 29.9./11h30)

Die gute Nachricht voraus: Nick Collins scheint ohne bleibende Schäden davongekommen zu sein, seine Saison ist allerdings vorüber. Collins war am Sonntag beim Versuch, RB Jonathan Stewart zu tackeln, von Stewart mit dem Knie am Helm getroffen worden und der Nacken würde übel zusammengebogen. Da läuft dir die Eiseskälte über den Rücken, so ungeschützt das Genick in solchen Momenten einer Wucht ausgesetzt ist.

Zum Spiel selbst: Da war doch mal was? NFC-Finale 2010/11, anyone? Es ist die Begegnung, in der im Winter QB Jay Cutler enteiert wurde, von Fans, Medien und Profikollegen. Während Cutler davon eher unbeeindruckt zu sein schien, gehört OffCoord Mike Martz dieser Tage splitterfasernackt durch das Internet getrieben, so unsinnig seine Spielzugauswahl am Sonntag in New Orleans war. 52 Pässe, 11 Läufe, ein Cutler, der hinter einer wackeligen Line ein ums andere Mal abgeschossen wurde und nach dem Spiel wieder seinen traurigen, resignierten Blick ins Leere drauf hatte.

Entsprechend schlecht ist die Stimmung dieser Tage in Chicago: Martz steht vor dem Abschuss, im Hintergrund lauert bereits ein anderer Schlampian – der ebenso nicht detailversessene Mike „Bleistift“ Tice. Sollte Martz Cutler weiterhin mit 5WR-Sets und tiefen Passrouten hinter dieser Line zum Abschuss freigeben, erwartet man für spätestens Saisonmitte den Coordinator-Wechsel.

Gegen Green Bay dürfte selbst Martz schlau genug sein, sein Ego unten anzustellen und von allzu krassem Passspiel abgehen, auch wenn Green Bays Secondary aktuell etwas geschwächt aussieht: CB Tramon Williams ist nicht wirklich fit, CB Charles Woodson ließ sich am Sonntag trotz zweier INTs ein ums andere Mal von Steve Smith verarschen und zeigte, dass er als Freelancer mittlerweile deutlich besser aufgehoben ist.

Die Story abseits des Feldes ist die langjährige Rivalität zwischen beiden – mit Geschichten darüber kann man Bücher füllen, einen Anriss davon gab es bereits im Jänner zu lesen: Hier entlang.

Indianapolis Colts – Pittsburgh Steelers

02h LIVE bei ESPN America (Tape ESPNA: 26.9./18h30 und 29.9./13h30)

NBC dürfte kotzen, dreimal diese Colts in Sunday Night Football senden zu müssen (einmal können sie via Flex Scheduling rausoptieren). Ohne QB Peyton Manning ist diese Mannschaft in der Offense so verloren wie wir es angenommen hatten, der als Notnagel aus dem Ruhestand geholte Kerry Collins fiel bisher nur als Butterfinger (vier Fumbles in zwei Spielen) auf und die Offense liegt irgendwo zweieinhalb Meter unter der halbgefrorenen Erde begraben.

Für Pittsburgh dürfte es ein Spiel im Schongang werden, auch wenn Indys Defense immerhin Spuren von Leben gezeigt haben soll: Ein großartiges Duo an Pass Rushers aus DE Dwight Freeney/DE Rob Mathis und eine Defensive Line, die eine solide Basis für eine gute Lauf-Abwehr bilden soll. Könnte gegen die Offensive Line der Steelers interessant werden…

Auf der anderen Seite riecht das Spiel schon ganz leicht nach einem Shutout für Pittsburgh, auf alle Fälle kaum vorstellbar, dass die Colts – eine völlig unvorhergesehene Entwicklung innerhalb einer Woche mal als Unmöglichkeit dahingestellt – großartig viele Punkte aufs Tablett legen werden, zumal ich im hoffnungslosen Mismatch Colts-Offenseline vs. Steelers-Passrush ca. sieben Sacks, drei Fumbles und fuffzehn Hits erwarte.

Montag, 26. September 2011

Beide Aufzeichnungen klingen nach Leckerbissen, während das Nachtspiel immerhin eine weitere interessante Standortbestimmung in einer gepflegt auf den Keks gehenden NFC East darstellt.

New Orleans Saints – Houston Texans

14h30 als Tape bei ESPN America (auch 30.9./10h)

Freunde der gepflegten Passfestivalwochen haben in Erwartung dieses Matchups bereits jetzt feuchte Augen in Erwartung zweier 450yds-Performances der Quarterbacks Drew Brees (Saints) und Matt Schaub (Texans). Beide Offenses haben noch dezente Probleme, ihre Laufspiele durchgedrückt zu bekommen, wobei man bei den Texans zum jetztigen Zeitpunkt auch nicht allzu optimistisch auf den Sonntag blicken dürfte: RB Arian Foster plagt sich noch mit Leistenproblemen.

Tampa Bay Buccaneers – Atlanta Falcons

16h30 als Tape bei ESPN America (auch 30.9./12h)

Das Aufeinandertreffen der beiden Comeback-Quarterbacks vom Wochenende. QB Josh Freeman, ein persönlicher Favorit, gegen QB Matt Ryan, auch so ein persönlicher Favorit. Vergangene Saison erlebten wir zwei Spiele, die die Falcons optisch dominierten, nur um beide Male durch einige Big Plays der Buccs gegen Spielende arg ins Schwimmen zu kommen und fast noch die Partien abzuschenken.

Für Tampa könnte diese Saison gefühlt eine lange werden, da das Laufspiel über RB Legarrette Blount nicht wirklich effizient in die Gänge kommt und WR Mike Williams eine Aversion gegen physische Cornerbacks entwickelt hat. Ob man sich Woche für Woche auf den brillanten Freeman verlassen wird können?

Dallas Cowboys – Washington Redskins

02h LIVE bei ESPN America und Sport 1+ (Tape ESPNA: 27.9. um 18h30)

Zwei Teams, die gut in die Saison gestartet sind, die letzten Zweifel jedoch noch ausräumen müssen. QB Tony Romo zeigte sich eine Woche nach dem Kollaps gegen die Jets von seiner toughen Seite, legte mit Rippenprellungen über 400yds hin (fast 200yds in den letzten Minuten) und drehte das Spiel gegen die 49ers – allerdings steht hinter Romos Einsatz am Montag eben wegen jener Verletzung noch ein dickes Fragezeichen. Bei Washington ist QB Rex Grossman im Fokus, der mir zu viel über den grünen Klee gelobt wird: Grossman und „konstant lange Drives hinlegen“ wird wohl nicht mehr zusammenkommen.

Nun kommt mit der Cowboys-Defense ein bärenstarker Test und eine Urgewalt im Pass Rush. Man sollte es eigentlich nicht mehr extra erwähnen müssen, aber was OLB #94 DeMarcus Ware da Woche für Woche aufs Spielfeld zaubert, ist beachtenswert und verdient Anerkennung. LT Trent Williams wird seine Reifeprüfung ablegen müssen, um Washington in diesem Spiel eine Chance zu geben.

Nachtrag: Herrmann/vierviertel.wordpress.com hat wieder den Notizblock gezückt, beginnend mit Beobachtungen zu Buccs-Vikes und Bears-Saints.

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31 Kommentare zu “NFL 2011/12, TV-Guideline Week 3

  1. Guter Vorbericht. Im übrigen hast du einen leichten Job die nächsten Wochen. Einfach den Packers text kopieren gegen die Broncos und Falcons.

  2. Böse ist das nicht nur für NBC sondern auch für die Colts, wenn sie dreimal vor landesweitem Publikum niedergemacht werden könnten. Ich hatte nicht gedacht dass Indy ohne Peyton Manning so schlecht sein würde, nur einen TD in zwei Spielen gegen nicht so gute Defenses, das ist schon sehr schwach und zieht logischerweise auch die anderen Mannschaftsteile mit runter. In der Power Rankings haben Colts und Chiefs jedenfalls schon die Browns und Bengals als Schlusslichter abgelöst…

  3. die colts tuhen mir schon leid hatten aber genug zeit einen guten backup zu besorgen.setz trotzdem auf sie weil die quote einfach riesig ist.

  4. Auch wenn die Defensive Ends von Tampa Bay nicht Trent Cole oder Julius Peppers heißen, habe ich Sorgen um Matt Ryan. Die Protection der Falcons ist furchtbar und was sich Baker da leistet ist mit einem Wort nicht zu beschreiben. Das MUSS !!! einfach besser werden, ansonsten können die Falcons die Saison schnell abschreiben…

    Ich gebe heute Tampa Bay einen Vorteil, sie haben die bessere Protection und einen coolen QB und Heimvorteil.

  5. Michael Vick ist in Philly schwer angeknockt und könnte für das restliche Spiel draußen bleiben, und das bei 0-14 aus Eagles-Sicht.

  6. Souveräne Vorstellung bisher von den Vikes. Aber das hatten wir heuer ja schon mehrfach… Die Schlammschlacht in einem leeren Stadion in Jacksonville hat aber auch was, die paar Fans die von ihren Sitzen becherweise Wasser aufs Spieleld schöpfen 🙂

  7. @Rice Up
    Heute schauen die Vikes aber abnorm überlegen aus, 20-0 ist eher zu knapp als es zu hoch ist. Die Lions können sich bei ihrer Redzone Defense bedanken. Sie haben keinen Plan, wie man das Laufspiel stoppt und A.P. nützt immer wieder die zu große Aggressivität aus. Hier braucht es schon ein riesiges Comeback, wenn da noch was gehen soll.

  8. Naja, jetzt geht es schon wieder los, Megatron scort und die Vikes kassieren Penaltys und riskieren Fumbles… mir schwant da irgendwie nichts Gutes. Wo ist eigentlich korsakoff??

  9. Oh Mann Vikings! Wie kann man seine Offense so aus dem Trab bringen? 6 Yards im dritten Viertel!! Wie kann man in der Defense plötzlich so viel weniger Druck ausüben? Wie kann man so viele (sorry) saublöde Strafen kassieren? Unglaublich. Im Stadion kann man Nadeln fallen hören.

  10. Spannende Sache! Im Moment sind alle Spiele innerhalb eines einzigen Scores! Da ist der Red Zone Channel ein Festschmaus.

  11. Möchte mich da nicht einmischen, aber diese zweiten Halbzeiten haben was von „Aufstand der Zwerge“.

    (Und der Model-Gatte mit so vielen Interceptions in einem Spiel wie im kompletten letzten Herbst.)

  12. Ich bin da vielleicht pessimistisch, aber: Das Spiel geht nicht in die Overtime. 1:11 und drei Timeouts, da rächt sich das Vikes Timeout bei 1:30 bitter.

  13. Unglaublich, das ist echt nicht zu fassen, wie die Vikes dieses Spiel hergeschenkt zu haben. Das habe ich noch nie erlebt, dass eine Mannschaft dreimal hintereinander eine klare Halbzeitführung so verschenkt. So super Jared Allen gespielt hat, aber der Game Ball geht m.M.n. eindeutig an Calvin Johnson. Congrats, Lions, shame on you, Vikings.

  14. Das Dreamteam ist auch schön langsam banged up. Vick musste heute viel einstecken und hat sich die rechte Hand (also nicht Wurfhand) gebrochen. Kafka sah als Backup heute schlecht aus, das werden ungemütliche Wochen für Philly…

  15. Verrückt. Absolut verrückt diese Woche. Ich kann mich nicht erninnern, in einer Woche so viele verrückte Spiele und Plays gesehen zu haben. Ich hab gesehen Texans/Saints, das war schon wild. Dann hab ich gesehen Pats/Bills und hab mich noch mehr gewundert, was im Football so alles passieren kann. Heute morgen gegen sechs im Halbschlaf habe ich Eagles/Giants gesehen und war überrascht, daß die Eagles immer noch einen neuen Weg finden, ein Spiel aufregend zu gestalten und konnte mir den Kaffee sparen. Nebenbei hab ich noch ein wenig von dem Spiel Jags/Panthers in der riesengroßen Pfütze Charlotte mitbekommen. Genauso crazy. Nachdem ich heute abend nach Hause gekommen bin, habe ich gedacht, ich laß mal nebenbei Steelers/Colts laufen und hab fast einen Herzinfarkt bekommen – das muß man gesehen haben. Bevor ich beinahe dem Herzkasper zum Opfer gefallen bin, hab ich das von den Vikings gelesen. Danach hab ich den unglaublichsten Punt Return in der Geschichte des Footballs gesehen bei Packers/Bears (nur den Punt Return, sonst nichts vom Spiel) und dabei den absolut ganz schrecklich fürchterlichsten Call der Sportgeschichte. Und jetzt auch noch gelesen, wie die Falcons sich gegen die Bucs angestellt haben, und von den Leistungens CJ2Ks und Torrey Smith gelesen, aber das war gegen den Rest schon langweilig. CrazyCrazyCrazy, und das im September.

    (Notizblock kommt bei mir noch von Pats/Bills und Jags/Panthers. Vielleicht auch noch Steelers/Colts, aber da kann ich glaub ich meine vor lauter Aufregung verkrakelte Schrift nicht mehr lesen.)

  16. Noch eine andere Beobachtung.

    Auch wenn ich studienbedingt außer ein paar Highlight-Clips noch nichts gesehen habe: Mir fiele aussm Armgelenk keine NFL-Spielwoche (zählt Divisional Playoffs 2003/04?) ein, bei der es so viele knappe Spiele gab, nur ein einziges Blowout, dafür Comebacks und Grabenkämpfe bis in die Schlusssekunden zum Verschenken.

    P.S. Für den Call beim Punt Return gehören die Refs splitterfasernackt durch die Chicagoer Innenstadt geprügelt. Da wurde ohne Anhaltspunkt ein All-Timer ausgelöscht. (und in den Wettbüros dürften etliche Leute ihr Kaffeekränzchen rausgekotzt haben)

  17. Ja, das mit den knappen Spielen ist mir jetzt auch aufgefallen. Sogar der Blowout war aber mit den Catches von Torrey Smith was Besonderes. Und immer noch mehr Dinge: Matt Hasselbeck ist besser als Chris Johnson. Dazu die Endings von Browns/Dolphins und Bengals/49ers. Und die Raiders machen 34 gegen die Jets?!? Really? Wenn es 2003 nicht die Playoffs gewesen wären, hätte das Wochenende keine Chance gegen diesen Sonntag. Über diese Woche muß NFL Films irgendwann mal ein Special bringen.

    Und dann, obwohl man sich im Nachhinein ärgert, daß man nicht einfach auf den pre-Montag-Schlaf gepfiffen und sich alles live reingezogen hat, ist es immer noch zu viel, um alle verrückten Sachen wertzuschätzen. Ich bin ja nur sehr schwer zu beeindrucken, aber das war der letzte Beweis dafür, daß Football der großartigste Sport der Welt ist. (Zum Glück habe ich vorhin bei Steelers/Colts vor Aufregung nicht meinen Rechner vom Balkon geworfen.)

  18. Auf alle Fälle scheint es ein sehr „vielseitiger“ Sonntag gewesen zu sein. Der in den Kommentaren angesprochene „Aufstand der Zwerge“ ist nur einer von mehreren möglichen Storylines, wenn man an die Spiele denkt, wie auch die vielen engen Spiele und Comebacks. Das herausragenste Ergebnis ist für mich: Seattle 13, Arizona 10. Ich wusste, die NFC West würde den Seahawks Geburtshilfe geben, ich hätte nur nicht erwartet, dass es die Cards schon jetzt sein würden. Andrew Luck wird aufmerksam zugeschaut haben.

  19. Wenn ich Andrew Luck und Hawks/Cards in einem Satz höre, muß ich zugeben: ich hab einerseits keine Ahnung, wer das beste Team der NFL ist (sicher nicht die ungeschlagenen Bills oder Lions, aber wer dann?) und ebenso wenig wer „Luck“ hat: Vikings? dafür spielen die in der ersten Hälfte zu gut. Hawks? Ich glaub schon, aber sogar die haben jetzt gewonnen, gegen die Cards, die in den sechs Vierteln, die ich gesehen hab, nicht aussahen, wie das schlechteste Team der NFL. Ich glaube, das ist der wichtigste Effekt des Lockout: durch viel Glück, mangelnde Vorbereitung usw. wird es unverhältnismäßig viele „zufällige“ Ergebnisse geben und lange dauern, bis sich jedes Team gefunden hat und so gut (oder schlecht) spielt, wie es auch tatsächlich ist. Wie Belly immer sagt: die „richtige“ Saison, beginnt erst mit Thanksgiving. Niemals wahrer als dieses Jahr. Was gut für alle Fans ist, denn so wird es oben wie unten wie in der Mitte spannend bleiben bis Dezember.

  20. Also wenn es so weiter geht bei den Colts sind die ganz dick dabei beim Rennen um Luck.
    Ja, ich hab das Spiel gestern gesehen (sogar live, bin grad in Atlanta), aber der Schedule verheisst meiner Meinung nach nichts gutes.

    Und ob die Defense nochmal sowas leisten kann? Ich hab meine Zweifel.
    Week5 vs Chiefs trau ich den Colts den ersten Sieg zu, naechste Woche nicht..

  21. Wenn es um Luck geht, immer bedenken, dass die NFC West ein Nachteil für die Hawks ist, weil sie einen oder zwei Siege mehr bedeuten.

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