College Football 2011/12, Week #4 am Samstagabend

 

[08h27] Stat zum Aufwachen: In Hawaii sind erst 37 Minuten gespielt und die Bilanz von QB Bryant Moniz liest sich gegen UC Davis so: 30/44 Pässe komplettiert, 424yds, 7 (!) Touchdowns, 0 INT, 5 Läufe für 50yds.

[01h18] Ein Upset in Champaign, wo sich Illinois am Ende knapp 23-20 gegen Western Michigan durchsetzt. (Achtung, es folgt Spoiler Oklahoma State/Texas A&M)

Texas A&M verschenkt seine Siegchance mit einer INT im letzten Drive (1:31 vor Schluss), verliert daheim 27-30. Es war eine zweifach abgefälschte INT. Eigentlich eine unglaubliche Niederlage nach einer 20-3 Halbzeitführung. OSU mit einer furiosen zweiten Halbzeit, insgesamt 91 (!!) Offensiv-Spielzüge und hätte sogar einen weiteren TD gescort, hätte WR Blackmon (121yds, TD) nicht einen sichere TD in die Endzone zum Touchdown gefumbelt. OSUs QB Weeden mit 60 Passversuchen, 47 Completions, ziemlich krasse Zahlen. Damit wird A&M aus dem BCS-Meisterrennen ausscheiden, ich bin gespannt, wie lange Oklahoma State da drin bleiben wird. Ihre eigentlich schwache Defense hatte in der zweiten Halbzeit gute Zahlen.

[01h03] UPSET in Clemson: QB Clint Trickett wird beim 4th down gesackt. Clemson Tigers 35, Florida State Seminoles 30. Hmmm. Was hatte ich unter der Woche über die Offensive Line der Seminoles geschrieben? (Laufspiel, Fumbles, Sacks?)

FSU wird die Rankings hinunterpurzeln und braucht nun Schützenhilfe, um inder ACC eine Finalchance zu haben. So kann man innerhalb von zwei Wochen von BCS-Titelkandidat zu nichtmalsicher-ACC-Finalist werden. Clemson dagegen ist 4-0 und erzielt mit einer totgesagten Offense VIA PASSSPIEL mehr als 30 Punkte/Spiel!

[00h56] Das 4th down scheitert. Florida State braucht immer noch einen Touchdown zum Sieg.

[00h54] Dramatik in Clemson: Die Tigers sind in RedZone-Nähe, stehen bei 35-30 und 4th and 1  vor der Entscheidung auszuspielen oder Field Goal. 2:53 to go. (Clemson hat bereits ein Field Goal verkickt)

[00h45] Illinois 23, Western Michigan 20, 8:14 to go. Sie haben die Endzone tapfer verteidigt.

[00h40] Ich bin jetzt rübergewechselt zu Illinois – Western Michigan. Illinois steckt bei 20-20 in der RedZone. Unglaublich, was für kleine Brocken da in der Front Seven der Broncos arbeiten. Das sind 1,50m kleine 180kg-Bolzen, die sich mit Händen und Füßen wehren.

[00h31] Während in Tuscaloosa die Messen längst gelesen sind, ein Blick auf andere Felder: In Clemson führen die Tigers nun 35-23, nachdem die FSU mal wieder ein langes Big Play via Luftweg aufgegeben haben. In Champaign schenken sich Illinois und Zwerg Western Michigan nichts: 20-20. UPSET-Alert!!

[00h20] Florida State verkürzt in Clemson auf 23-28 und der Touchdown-Fänger WR Rahaun Green soll lt. Twitter mit einem Brummschädel bezahlt haben. Scheint mit voller Wucht Helm voraus in die Backsteinmauern hinter den Endzonen gekrach zu sein.

[00h11] „Drüben“ bei Eurosport 2 hat #Illinois (AP #24) alle Mühe, sich gegen Zwerg Western Michigan zu behaupten, ging eben Mitte drittes Viertel 17-13 in Führung. Illinois hat Probleme mit Turnovers, verwertet kaum 3rd downs und auch Nathan Scheelhaase habe ich schon bedeutend lokerer gesehen.

[00h05] Alabama 38, Arkansas 14. Sargnagel. Alabama hat eine variable, wenn nötig in Ansätzen explosive Offense.

[00h02] Hightower mit dem zirka fünfunddreißigsten Tackle des Tages rammt beim 4th and 1 den gegnerischen Fullback um. Das Momentum war nicht lange gen Hogs gedreht.

[23h51] Alabama 31, Arkansas 14. Ich kann keine Anzeichen erkennen, dass dieser Score das Spiel nochmal spannend machen wird, aber er war trotzdem bemerkenswert. Während QB Tyler Wilson nach dem wiederholten grenzwertigen Hit seine Knochen im Gras zusammenklaubt, pflückt WR #11 Cobi Hamilton einen trotz aller Widrigkeiten exzellent geworfenen Ball aus der Luft.

Viele der Hits gegen Wilson an der Grenze zu late hits. Allerdings könnten die Hogs diese vermeiden, indem sie endlich mal schneller werfen würden. Wilson bekommt heute viele Spielzüge vorgeworfen, die lange in ihrer Entwicklung brauchen und entsprechend nicht schmerzfrei bleiben.

[23h47] In Clemson hat übrigens DE Björn Werner, unser deutscher, verheirateter Freund, eine Interception gemacht und über 25yds ind die Endzone gemacht. Noch mal zum Notieren: Defensive End Werner mit einem INT-Return zum Touchdown! FSU liegt nur noch 17-21 zurück.

[23h40]  Das Spiel ist nach einem langen Lauf in die Endzone des fantastischen RB Trent Richardson nach quickem gelupften Pass über die linke Seite gegessen. Arkansas lässt sich auch von PR #4 Marquis Maze an der Nase herumführen, kassierte einen Punt-Returntouchdown über 83yds und danach einen weiteren langen Return. Alabama führt 31-7.

[23h09] Halbzeit Alabama 17, Arkansas 7. Ein INT-Return nach einer Fehlverständigung zwischen QB Wilson und seinen Receivern hat das Spiel erstmal weit geöffnet. Die Hogs haben – wie vermutet – mittlerweile große Probleme, längere Drives hinzulegen, da alle Bemühungen, das Laufspiel in Gang zu bekommen, zertrümmert wurden (inklusive Versuche, mit End Arounds ein Überraschungsmoment einzubauen). Alabama wirkt souverän, noch nicht bis an die Limits ausgetestet.

[22h50] Florida State in Nöten, liegt in Clemson 10-21 zurück. Clemson mit drei TD-Drives dieser Güteklasse:

7 plays, 80 yds in 2:36
8 plays, 77 yds in 3:35
9 plays, 79 yds in 3:43

Sieht nicht gut aus für die Seminoles.

[22h45] Alabama 10, Arkansas 7. Viel Stoff zur Beobachtung: Instant Replay wird immer mal wieder lächerlich gemacht, indem klar ersichtliche Dinge folgenlos bleiben. Ein Beispiel: Richardson hatte 2yds vor der Endzone das Knie am Boden, streckte seinen Arm in Endzone und fiel hinein. Die Refs gaben keinen TD, platzierten das Ei aber an der 0,5yds-Line. Review. „Ruling stands“, was heißt: Kein Touchdown. Aber kein Mensch kommt auf die Idee, den Ball vom falschen 0,5yds-Platz zurückzuplatzieren auf die (mindestens) 1,5yds-Line. Bleibt letztlich folgenlos, weil Arkansas’ Defense einen Goal Line Stand hinlegt, den ich ihnen nicht zugetraut hätte.

Was weiters auffällt ist, wie aggressiv die Defense der Hogs zu Werke geht, meistens sieben, acht Mann an die Line of Scrimmage postiert und auch im Pass Rush enorm viel Druck gen McCarron zustande bekommt.

[22h30] Stichwort „360°-Footballer“. Um mal von „Blitz Pickup“ zu sprechen: 12:51 im zweiten Viertel, RB #3 Trent Richardson lässt einen Linebacker in vollem Lauf abtropfen (und macht unmittelbar danach einen 20+yds-Lauf). Zwei Plays später bewacht Richardson McCarrons Pocket, erkennt die Probleme, macht einen Schritt rechts raus, nimmt einen kurzen Pass auf und macht daraus einen 15yds-Pass zum 1st down. Kompletter Running Back einer einzigen Minute erklärt.

[22h28] Meine Glaskugel sagt ärgere Probleme für Arkansas voraus: Gegen Alabama wird man nicht ewig so eindimensional spielen können, aber das Laufspiel der Hogs sieht bislang hoffnungslos aus, wird ausnahmslos im Backfield abgewürgt und bringt null Entlastung. Derweil läuft der unglaublich gebaute LB Dont’a Hightower (1,93m, 118kg und pfeilschnell) langsam warm, prügelt Wilson auf einem Blitz zwei kleine Erinnerungsflecken in die Rippen und wrestelt im Anschluss einen Running Back von hinten um, um das 1st down zu verhindern.

[22h23] In Clemson scheint Florida State alle Mühe der Welt mit den beiden Top-WR der Tigers zu haben: Hopkins/Watkins haben alle 6 Bälle für 111yds bisher gefangen, 14-10 Führung für Clemson nach einem Viertel.

[22h17] Alabama 7, Arkansas 7. Die Super-Aktion Adams’ bleibt nicht unbelohnt, obwohl die Hogs die Angewohnheit zu besitzen scheinen, QB Tyler Wilson erstmal 15yds hinter die Anspiellinie scrambeln zu lassen, ehe ein komplizierter Ball geworfen wird. #8 Wilson zeigt sich recht überlegt und besitzt – typisch für Petrinos Quarterbacks – eine Kanone von Arm, feuert rattenscharfe, tiefe Bälle, die schwer zu verteidigen sind, selbst von 6-Mann-Defensive Backfields der Crimson Tide, die in der Abwehr bereits verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen haben (LB C.J. Moseley out for the game)

[22h09] Zeit, WR #3 Joe Adams zu huldigen. Arkansas’ Receiver wird links draußen angespielt, zurückgedrängt, läuft ca. 10yds hinter der Line of Scrimmage quer übers Feld und holt ein unglaubliches 1st down. Eine wirklich spektakuläre, großartige Aktion von Joe Adams.

[21h52] Jetzt zeigt ESPN America das Alabama/Arkansas-Spiel, in dem Alabama eben 7-0 in Führung gegangen ist. Tyler Wilson ist nun dran.

[21h48] Ich bin gerade etwas verwirrt, weil bei ESPNA das Big-12-Duell Texas A&M vs. Oklahoma State flimmert. Aber ein geiler Beginn: Ein Option-Spielzug, QB Ryan Tannehill behält das Ei und sprintet in erstaunlich athletischer Manier vertikal das Feld runter und hängt sämtliche Defensive Backs ab. Touchdown, Kyle Field explodiert, Texas A&M 7, Oklahoma State 0.

Pittsburgh Panthers – Notre Dame Fighting Irish

[21h29] Notre Dame gewinnt das Spiel mit einem QB-Sneak bei 4th down, der um zirka 3cm lang genug ist. Die Entscheidung hat den bitteren Nachgeschmack, dass absolut nicht erkennbar war, wo der Ball gelegen war. Egal. Endstand ND 15, Pitt 12.

Es war ein insgesamt unansehnliches Spiel. Beide Angriffsreihen kassierten immer wieder hanebüchene Strafen und hatten kaum Rhythmus. Pitt versuchte, zwischen Shotgun und traditioneller Aufstellung zu switchen, war aber meistens nur dann effizient, wenn man RB Ray Graham mit schnellen Pässen bediente.

Bei den Goldhelmen überzeugte dagegen mal wieder nur die Defense, während der Angriff auch unter QB Tommy Rees nicht in Schwung kommt. Löbliche Ausnahme war der Drive zum Sieg-Touchdown, wo plötzlich mit schnellen Pässen auf TE Tyler Eifert zwischen die Zonen von Linebackers und Safetys ein überlegenes Matchup gefunden wurde und Rees Ball um Ball an den Mann brachte.

Für Notre Dame wartet nun mit Purdue ein Durchschnaufer, dann kommen mit Air Force und USC zwei happige Gegner, ehe der Schedule nur noch Stanford zum Abschluss der Saison bereithält. Riecht nach mindestens 8-4, vielleicht 10-2 für Notre Dame, die aber dringend eine überzeugendere Offense brauchen, wenn sie ernst genommen werden wollen.

[21h18] Pitts QB Tino Sunseri antwortet mit einem recht smoothen Drive, ehe er den Rückwärtsgang einlegt und einen leicht vermeidbaren Sack kassiert. Pitts Offense erholt sich von dem Schock nicht mehr und wird 2:24 vor Schluss in Nähe der Mittellinie gestoppt. Ein Timeout für Pitt, ein 1st down reicht Notre Dame.

[21h03] Plötzlich…

…schaltet Notre Dame in einen pass-only-Modus.

…stimmt das Timing zwischen QB Tommy Rees und den Anspielstationen.

…komplettiert Rees JEDEN Ball (7/7)

…macht TE Eifert Touchdown und 2pts-Conversions

…führt Notre Dame 15-12

…hörst du von Urban Meyer kein Wort mehr, wie idiotisch der Einsatz von Eifert denn ist.

Okay, Meyer lechzt immer noch vor und nach jedem Passspielzug nach WR Michael Floyd, der seit dem ersten Drive vor drei Stunden keinen Ball mehr gesehen hat. Aber genau Eifert, der noch vor einer dreiviertel Stunde Gegenstand von Meyers Kritik am Offensivsystem der Fighting Irish war, macht sämtliche wichtigen Catches plus Conversions in diesem Drive.

[20h55] Ist mir über die Jahre nie so aufgefallen: Das Parkplatzareal am Stadion in Pittsburgh ist in etwa so groß wie an der kleinen Talstation unseres Skigebiets.

[20h45] Kuriose Szene in Pittsburgh: RB #1 Ray Graham macht mit einem geschickten Cut nach Screen-Pass ein 1st down, wird gestoppt und stapft halb gezwungen, halb forciert zwei Schritte zurück, ÜBER die gelbe Linie. Unter Buhrufen des Publikums wird Graham das 1st down aberkannt – korrekte Ref-Entscheidung. Im nächsten Play wird Graham ziemlich klar ersichtlich vor der gelben Linie gestoppt, die Refs legen den Ball aber rund ein Yard weiter vorne ins Gras und vergeben das Konzessions-1st down.

[20h30] Dayne Crist blickt an der Seitenlinie verzweifelt aus der Wäsche. Wäre das ein Heimspiel für Notre Dame, Crist wäre längst zu unngunsten Rees’ reinrotiert worden.

[20h23] Ein Beispiel für die Handwerker auf diesem Spielfeld: Pitts WR #15 Street ist bei 3rd down auf einen tiefen Ball trotz Deckung in der Situation, einen einfachen 40yds-Raumgewinn zu machen. Street lässt den Ball recht ungelenk durch die Handschuhe flutschen, der Drive ist zu Ende.

[20h15] Pitt 12, Notre Dame 7. Begeisterungsfähig war der Drive nicht, der einen Roughing the punter-Strafe brauchte, um am Leben zu bleiben. Am Ende riskieren die Panthers mal was, spielen per QB-Sneak ein 4th-and-1 nahe der Goal Line aus, dann ist der ewige, 19 Spielzüge lange Drive drin.

[20h03] Pitt 6, Notre Dame 7. Das Spiel ist eingangs des dritten Viertels immer noch ästhetisch fragwürdig, aber die Defenses gefallen über weite Strecken mit Disziplin, dosierter Aggressivität und gutem Tackling, sind am ineffektivsten, wenn die Offenses diverse Formen von Option-Spielzügen ausführen.

[19h16] An der RedZone ist es passiert. Rees unter Druck mit einem Ball, der locker vom Defensive Back per Reinrennen in die Route gefangen werden kann. An der Seitenlinie fletscht der entmachtete Ex-Starter Dayne Crist die Zähne.

[19h11] Pitt schickt immer mal wieder einen blitzenden Linebacker gen Tommy Rees. Rees wirkt dadurch verunsichert und wirft gerne hochriskante Bälle in die Deckung hinein. Bisher wurden sämtliche Interceptions fallen gelassen.

[18h53] Zeitgleich zu einem ziemlich einzigartigen Freistoßtreffer in München bricht im Heinz Field Notre Dames RB Jonas Gray (unser Fumble-Gray aus Woche 1) rechts durch, lässt einen Safety mit einem simplen Move aussteigen, kriegt einen guten Block und bringt Notre Dame die Führung: 7-3.

[18h32] Guten Abend. Nach einema langen Tag wartet noch ein paar Stunden College Football auf uns. Derzeit bei ESPN America: Pittsburgh Panthers – Notre Dame Fighting Irish, mit dem unkonventionellen, nicht überzeugenden ND-QB Tommy Rees.

8 Kommentare zu “College Football 2011/12, Week #4 am Samstagabend

  1. Das Spiel in Clemson ist sehr spannend. Florida State jetzt unnterwegs in Richtung Endzone, bei 28-17 Führung für Clemson. Clemson mit einer seh aggressiven Defense, FSU kriegt kein Laufspiel in Gang… Das wäre eine echte Überraschung wenn FSU plötzlich 2-2 wäre.

  2. Tja, so schnell kann’s gehen, da war man erst BCS-Mitfavorit und 10 Tage später muss man schauen, dass einem seine mäßige ACC nicht entgleitet.

  3. Pingback: College Football 2012/13, TV-Guideline für Week 3: Pauken in Las Vegas | Sideline Reporter

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