NFL 2011/12, Week 5: New England Patriots – New York Jets

[18h37] Endstand New England Patriots 30, New York Jets 21.

Verdienter, unspektakulärer, aber recht eindrucksvoller Sieg für die New England Patriots, die das Spiel mit einer methodischen Offense gewannen, und mit Laufspiel. Gegen die Jets! RB Green-Ellis ist kein Sprinter vor dem Herrn, aber Green-Ellis machte gestern Nacht mehr Yards nach dem ersten Kontakt, als es ihm nachgesagt wird. Guter, solider Mann – und wenn ich das richtig mitbekommen habe sogar einer, der noch nie in seiner NFL-Karriere gefumbelt hat. Wie geil ist das denn?

Die Jets dagegen haben mich über weite Strecken enttäuscht. Die Offense war leblos und bei 3rd downs unterirdisch. Hat Sanchez überhaupt einen Ball beim dritten Versuch an den Mann gebracht? Wo war TE Dustin Keller? Das Laufspiel war auch nicht beeindruckend, außer Shonn Greene wurde über die Mitte geschickt. Aber das war eine schlechte Offensivvorstellung. Nur zwei längere Drives, einen dritten TD gemacht, als sie einen Kick Return an die gegnerischen 20yds Line bekamen.

Enttäuschend fand ich auch die Defense. Dass die Safetys höheren Ansprüchen nicht genügen, war klar. Dass aber New England mit seinem kaum mehr als durchschnittlichen Laufspiel im vierten Viertel stundenlang über die Jets drüberlaufen konnte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ohne die INT kurz vor der Pause wäre das Spiel im dritten Viertel in trockenen Tüchern gewesen.

Fazit: New England schaut mit dieser balancierten Offense nicht so begeisternd aus wie mit 450yds Passspiel/Partie, ist aber womöglich effizienter und kann länger dem Gegner sein Spiel aufzwingen.

Den Jets dagegen drohen die Fälle davonzuschwimmen. Alle drei Auswärtsspiele zuletzt sind Spiele, die man verlieren kann. Was aber nachdenklich stimmen sollte: Die Defense kriegt kaum Zugriff auf Tight Ends und Laufspiel, während die Offense ein viel, sehr viel dominanteres Laufspiel braucht.

[01h16] New England 30, New York Jets 21, 62sek to go. Da haben wir den Salat: Die Patriots schießen nach 6:21min Drive eben jenes Field Goal. Ein Drive, der haargenau das erreichte, was er wollte. Und Football in Reinkultur mit all den verwerteten 3rd downs. Das war’s. Die Schlussbemerkung gibt es morgen am Abend.

[01h13] Diesmal verwertet TE Gronkowski das 3rd down. Die Patriots können die Uhr runterticken lassen und ein Field Goal im schlimmsten Fall schießen. Die Jets schauen in der Defense aus wie ein geschlagenes Team.

[01h08] Geiler (vor)entscheidender Spielzug mit Trickspiel-Charakter der Patriots bei 3rd down, als 3:44 direkt für RB Green-Ellis gesnappt wird. Green-Ellis kriegt nun nicht mehr bloß bei Sideline Reporter Buzz, sondern wird auch bei CBS hochgejazzt.

[01h00] New England 27, New York Jets 21/TD Holmes. New England mit einem verzögerten Blitz, der nicht rechtzeitig einschlägt, WR Holmes rennt CB Arrington davon und macht den wichtigen TD. Unangenehm ist die Conversion: Mit P.A.T. reicht ein TD zum Sieg, aber was, wenn New England nun wenigstens ein Field Goal schießt? Auf der Konsole habe ich immer 2pts-Conversion in diesem Moment ausgespielt.

[00h45] New England 27, New York Jets 14. Kein TD. Field Goal, weil ein grenzwertiger Kontakt gegen WR Welker in der EndZone nicht als „Holding“ bewertet wird.

[00h41] Nach einem erneuten Punt inklusive starkem Welker-Return beginnen die Patriots in RedZone-Nähe ihren Drive. Laut Fifth Down beträgt die Sieg-Wahrscheinlichkeit für New England zu diesem Zeitpunkt 95% (wie viele Prozent zieht der Faktor „Sanchez“ die Jets zusätzlich runter?). Scoren die Patriots jetzt einen TD, wage ich die Prognose, dass es das war.

[00h30] New England 24, New York Jets 14/TD Green-Ellis. Mit erhöhter Oktanzahl marschiert New England, bevorzugt über die beiden Sensations-TE Gronkowski/Hernandez (Hernandez wird kaum noch eingesetzt, weil nicht fit), und immer wieder Green-Ellis, der heute ein erstaunlich gutes Spiel machte. Ist der tänzelnde Green-Ellis nicht das, was man hoffte zu kriegen, indem man zwei Running Backs in der zweiten Runde draftete?

[00h20] Das Kernproblem der Jets: Sie brauchen händeringend 5-6yds im 1st down-Lauf, ohne die die Angriffsserie verreckt, weil sie unweigerlich zu einem 3rd and long führt, wo man Sanchez notfalls blitzunterstützt unter Strom setzen kann.

Das ist kein hochklassiges Spiel, aber ein enorm intensives und daher auch nicht geeignet, jetzt abzuschalten.

[00h15] Die Patriots versuchen verzweifelt, ihre verwaiste Offense in Gang zu kriegen und wenden dafür in Spurenelementen wieder „No-Huddle“ an, variieren zwischen Shotgun und traditioneller Aufstellung mit Händen am verlängerten Rücken des Centers, allein: Es will so recht nicht gelingen, solange die Jets mit sechs Mann kommen und Brady nicht Zeit genug hat, auf den offenen Mann zu warten.

[00h01] New England 17, New York Jets 14/TD Kerley. Langer Kickreturn an die gegnerische 20yds-Linie, via RB Greene wird der Wurf vorbereitet, #94 Warren verbrennt RB Tomlinson böse, aber die Zeit reicht für Sanchez, den offenen Rookie-WR Jeremy Kerley zu finden, der schlecht abgedeckt wird. Beide TD zuletzt durch lange Plays vorbereitet: Eben McKnights Return, vorhin ein tiefer Ball auf den durchgebrochenen Welker.

[23h53] New England 17, New York Jets 7/TD Branch. New England von der Schippe gesprungen: An der 2yds Line fumbelt WR Branch den Ball, während die Kommentatoren über Ball-Kontrolle fabulieren, wird der Fakt „down by contact“ völlig ignoriert. Die Patriots kommen im nächsten Play auf das Spielfeld, Brady kriegt ungefähr eine halbe Stunde Zeit, kann sich die Spielzug entwicklung ausgucken und findet Branch, der den geistig abwesenden CB Cromartie verarscht. Vom zweiten Turnover in der RedZone zum Touchdown.

[23h37] Halbzeitstand New England 10, New York Jets 7.

Ich habe die letzten vier Minuten nicht gesehen, bis dahin hatten die Jets begonnen, mit verstärktem Einsatz von RB Shonn Greene und humorlosem Laufspiel über die Spielfeldmitte die Kontrolle des Spiels zu gewinnen. Langer, sieben Minuten langer Drive, 13 Plays, immer eingestreut die quicken Pässe auf die WRs #10 Holmes und #17 Burress.

Die Patriots kriegen in der Defensive Line mit drei oder vier Mann nicht schnell genug Druck auf Sanchez zustande, können aber auch keine „Coverage Sacks“ machen, weil das Defensive Backfield die Jets nicht schnell genug gedeckt bekommt.

Auf alle Fälle erfreulich: Die Jets haben Zugriff auf das Spiel bekommen, die Patriots könnten darunter leiden, dass sie eineinhalb Viertel Dominanz nicht in mehr als zehn Punkte umgemünzt haben.

[23h00] Sehr interessanter Ansatz bei Fifth Down: Anhand des Konzepts der „Win Probability“ von Brian Burke/Advanced NFL Stats wird bei Fifth Down alle 1-2 (?) Plays das Diagramm ge-updatet, mit den Sieg-Wahrscheinlichkeiten. Aktuell gewinnen die Patriots zu 81% das Spiel.

Speaking of New Yorker Medien: Nantz/Simms haben eben die angebliche Meuterei im Jets-Kader diskutiert. Mehrere Top-WR sollen OffCoord Brian Schottenheimer zur Rede gestellt und das PlayCalling ins Kreuzfeuer genommen haben.

[22h49] Wurde RT Nate Solder da nach seinem False Start für einen Spielzug „straf-ausgewechselt“?

[22h41] Bei den Jets klappt noch nicht allzu viel. Sanchez feuert lieber deplatzierte Bälle in die Secondary als einen Hit einzustecken. Die Protection für Sanchez schaut suboptimal aus, die Patriots kriegen mit recht hausbackenen Methoden Druck auf Sanchez zustande. Klar, und Drops wie #38 Conner helfen auch nicht.

[22h35] New England 7, New York Jets 0/TD Green-Ellis. Meine Fresse, sollte ich Green-Ellis mal als „reinrassigen opportunistischen Running Back“ bezeichnet haben? Die Patriots spielen einen wunderbaren Ball auf WR Welker, der haargenau im Zonenwechsel zwischen S Strickland und CB Cromartie das Ei bekommt. Danach folgt eine Orgie an Handoffs auf Green-Ellis, der sehr viel mehr als die billigen Blocks mitnimmt und beim TD #91 Pouha mehrere Yards in die EndZone schleift.

[22h29] Da ist der Simms aufgeregt. Paar wichtige Spieler-Notizen: C Mangold spielt für die Jets, TE Hernandez für die Patriots. Memo to me: Diese Throwbacks der Patriots gehören verbannt. Und: Die Jets eröffnen ihre Offense mit einem Play-Action-Pass. BEVOR sie sowas wie Laufspiel überhaupt implementiert hätten.

[21h58] Ich mache derweil mal den Thread für den Schlager des Spieltags auf: Patriots vs Jets, ein Spiel, für das Herrmann eine detaillierte Analyse verfasst hat, die ich als Aufwärmprogramm ans Herz legen würde. Ob ich das komplette Spiel live bloggen werden, werden wir sehen. Ich bin nur noch auf den Felgen unterwegs.

6 Kommentare zu “NFL 2011/12, Week 5: New England Patriots – New York Jets

  1. Das wird eine spannende zweite Halbzeit. Die Patriots kriegen jetzt den Ball und werden sicher ein paar Winkelzüge für die Jets bereit halten. Hernandez aber angeblich out.

  2. Warum nehmen die Pats ein Timeout? Für sie ist das doch auch die Zeit von Four Down Territory…

  3. am ende dann doch ne super vorstellung von tebow wenn er jetzt nicht starter wird dann weis ich auch nicht mehr.

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