NFL 2011/12, Week 5: Detroit Lions – Chicago Bears (MNF)

[05h43] Endstand Detroit Lions 24, Chicago Bears 13.

Ein Sieg der über vier Viertel dominierenden Defensive Line der Detroit Lions, die von drei bis fünf Mann in unglaublich vielen verschiedenen Versionen daherkam und den Bears keine Zeit zum Werfen gab. QB „Big Ben“ Jay Cutler machte unter diesem Umständen ein sehr ordentliches Spiel, konnte zwar nie tief werfen, vermied aber wenigstens so gut es ging Sacks und INTs, hielt die Bears über weite Strecken im Spiel.

Die beiden OTs #73 Webb und #68 Omilaye dürften heute mit Albträumen ins Bett gehen. Ich bin da mal auf die Noten bei Pro Football Focus gespannt.

Detroits Offense kam heute nie wirklich in Tritt (nur 47 Spielzüge und 20min Ballbesitz), musste sich auf Big Plays verlassen, die da waren: 73yds TD Johnson, 88yds Lauf-TD Best, der auch noch einen zweiten langen Lauf hatte. Datt war’s. Detroit machte 3 TD, aber nur einen wirklich „runden“ Drive. Insofern: Heute reichte es, weil die Bears ein Abwehrproblem haben, sich dreimal böse verbrennen ließen.

Auch zu reden sein wird über das Gelb-Festival: Die beiden Mannschaften brachten es gemeinsam auf 26 Strafen für 198yds. Alles in allem kein schönes Spiel, aber ein enorm wichtiger Sieg für die Lions, die weiterhin ungeschlagen bleiben und mit diesem Spiel die NFC North zur Zweiklassengesellschaft machen.

[05h40] Detroit 24, Chicago 13/FG Hansen, 1:56 to go. RB Jahvid Best mit einem weiteren Big Play, der bis auf ein anderes Blockschema für den Tight End aussah wie ein spiegelverkehrter Re-Run des TD-Laufs. In der RedZone zerstört man Bests Schnitt mit ein paar Negativ-Läufen, aber das Spiel dürfte nun gegessen sein.

[05h26] Detroit 21, Chicago 13/4:07 to go. Eben wurde eine Statistik eingeblendet. Cutler 34 Drop-Backs: 12x hurried, 9x niedergeschlagen, 3x gesackt. 10x ohne großen Druck werfen können – das waren die sehr quicken Pässe im zweiten Viertel. Hätte Detroit heute eine rundere Offense gespielt, sie hätten diese Partie dominiert.

[05h16] Das Kontrastprogramm folgt auf dem Fuß: Chicagos Defensive Line kriegt überhaupt keinen Druck mehr zustande. Allein: Die zehnte Strafe gegen Detroit killt den Drive. 9:11 to go.

[05h10] Detroit Defensive Line stellt sich gerne in der „Wide 9“ auf – soviel ist bekannt. In den letzten Passrush-Situationen war das eine „Wide 9“ mit großem „W“: Die DEs #94 Jackson und der erstaunlich explosive #79 Willie Young konnten mit 5m Anlauf die völlig überforderten Offensive Tackles einfach überlaufen. Gegenwehr: Nonexistent.

[05h00] Ende drittes Viertel. Das Spiel bleibt eng, weil Chicagos Defense zwar zwischenzeitlich Anflüge von Selbstaufgabe zeigte, nun aber dank einer weiteren dummen Facemask-Strafe gegen Detroits OG Peterman von der Schippe gesprungen ist.

[04h46] Detroit 21, Chicago 10/TD Best. Ob dieses konsequente Nur-Werfen Einschläferungstaktik war? Diesmal eröffnet Detroit seinen Drive per Laufspiel, RB Jahvid Best kann ungeblockt über die Mitte durchlaufen, 88yds downfield zum Touchdown. Chicago ist immer noch auf der Suche nach seinen Safetys. Individuelle Fehler killen Chicagos Defense heute.

[04h44] Trotz großartiger Defensive Line Detroits: Nur ein Drop RB Fortés verhindert, dass Cutler diese Offense weiter das Feld hinunter roethlisbergern kann.

[04h33] Detroit 14, Chicago 10/TD Pettigrew. Detroit kommt weiterhin nur via Luftweg zum Erfolg. In diesem Drive werden Elemente von Play-Action eingebaut, das – wie in der Preview angekündigt – gegen Chicagos „Cover-2“ funktionieren kann, selbst ohne wirkliche Laufspiel-Bedrohung. Ein solcher Play-Action Pass führt auch zum TD, wo #54 Urlacher zusätzlich mittels Pulling Guard verarscht wird.

Ein Wort kann man über die Refs verlieren: Die Phantom-Strafe gegen MLB Urlacher war IMHO bereits die zweite unglückliche Entscheidung gegen die Bears, nachdem es schonmal in der ersten Halbzeit ein sehr, sehr fragwürdiges „False Start“ gegen LT #73 Webb gegeben hatte.

[04h16] QB Anthony Calvillo (CFL/Montreal Alouettes) hat übrigens eine Woche früher als von mir erwartet den CFL-Passrekord aufgestellt, warf gestern zum kanadischen Erntedankfest genügend Yards gegen Toronto, um nun mit 72.429yds Rekordhalter im professionellen Football (der auch NFL inkludiert) zu sein.

[04h10] Halbzeitstand Detroit Lions 7, Chicago Bears 10.

Die Bears führen verdient, weil Detroits Offense bis auf den langen Touchdown überhaupt kein Bein auf das Spielfeld bekommt. Abseits von WR Calvin Johnson ist die Offense aktuell non-existent.

Chicagos Offense ist ein Faszinosum: 7 False Starts. Sieben. False-Starts-Count: 3x TE Davis,, 3x LT Webb, 1x RT Omilaye. Cutler kauft sich trotzdem die Zeit, oder bringt ultraquicke Pässe an den Mann. Dazu kommt ein intelligentes Play-Design, das man Mike Martz nicht unbedingt zutrauen würde: Man läuft gerne klug um die oft dicht beeinander stehende Defensive Line herum.

[04h07] INT gegen QB Stafford, der kurz vor der Halbzeit die Geduld verliert und den Ball auf den zugedeckten WR #13 Burleson forciert. DB D.J. Moore springt dazwischen und Sekunden später das, was hierzulande einst „Rudelbildung“ getauft wurde.

[04h00] Detroit 7, Chicago 10/TD #87 Davis. Cutler trotzt Pass Rush und False Starts, bringt z.T. sehenswerte Bälle unter massivem Druck an den Mann (2x Hester), 1:11 vor Schluss der TD für TE Kellen Davis, der anfangs noch durch haufenweise Fehlstarts aufgefallen war.

[03h45] Das hatte ich in der Vorschau vergessen: Nicht nur CHI OffCoord Mike Martz hat eine Historie in Detroit, sondern auch DefCoord Rod Marinelli. Marinelli war Head Coach in den Jahren 2006-08, gefeuert nach der sieglosen Saison 2008.

[03h40] Detroit 7, Chicago 3. QB Jay Cutler macht angesichts der Umstände ständig kollabierender Pocket einen brillanten Job, erkauft sich entweder via zwei Schritten Zeit oder wirft blitzschnell auf Running Back oder Tight End. Am Ende wenigstens ein Field Goal – immerhin wird nun Football gespielt: Seit einer Viertelstunde keine gelbe Flagge mehr. Noch 8:16 in der ersten Halbzeit.

[03h30] Detroit 7, Chicago 0/TD Johnson. Erster Ball tief? Check. Erster Touchdown Calvin Johnson? Check. Stafford wartet bei 3rd down (ohne DE Peppers) bis zum letzten Augenblick vor dem Hit, feuert den Ball tief in die Secondary, wo WR Calvin Johnson das direkte Duell mit Chicagos S #46 Chris Harris und #31 Meriweather gewinnt und 73yds durchläuft.

[02h28] Ende des ersten Viertels. Nun ist der sehr „gelbe“ Drive der Chicago Bears vorüber. Dreimal 1st down durch Strafen für die Bears, die an der Line of scrimmage von den Lions ziemlich überrannt werden, aber von zu unndiszipliniertem Spiel der Lions profitieren (Facemasks nach Ende des Spielzug, Late Hits).

Detroit bringt phasenweise sogar fünf „Down Linemen“, um den Druck noch weiter zu verstärken und setzt heute erstmals auch Rookie-DT #98 Nick Fairley in homöopatischen Dosen ein.

Chicago dagegen fiel sehr negativ durch schlechtes Timeout-Management auf: Alle drei Timeouts bereits verbrannt, inklusive einer von Anfang an chancenlosen Challenge.

[03h18] 3rd down Bears: DE Avril hüpft in die neutrale Zone. Viel schlimmer: Auf der anderen Seite schlägt DE #93 VandenBosch QB Jay Cutler vor den Augen der Refs nieder. Die fällige „Personal-Foul“-Strafe bleibt aber aus.

[03h12] Meine Fresse, was für ein Strafen-Festival: 18 Spielzüge, 9 Strafen (und eine Pass Interference nur durch eine Strafe negiert). Und das komplette Repertoire: Die Bears mit dutzenden False Starts, die Lions mit wahlweise Facemasks, Late Hits oder Offsides.

Kombinierte Offenses: 48yds.
Kombinierte Strafen: 65yds.

[02h57] Butterflies überall. LG #67 Rob Sims verursacht ebenso einen Fehlstart, wodurch QB Stafford beim 3rd down zu wenig Zeit für den langen Ball bekommt.

Chicagos Defensive Line ist sehr „weit“ aufgestellt, mit den beiden DEs #90 Peppers und #71 Idonije rund 2m außerhalb der Offensive Tackles aufgestellt. Resultat: Stafford kriegt nicht allzu viel Zeit zum Werfen.

[02h52] Detroits Defense kommt mit zirka dreißig Kilo Testosteron aus der Kabine: Chicago macht nicht ein 1st down, dafür drei (!!) False Starts, zweimal durch LT #73 J’Marcus Webb – und jedes Mal sind 0,03sek nach dem Zucken 4-6 Lions bereits im Backfield.

[02h46] Gewohntes Spiel im Eröffnungsdrive: QB Matt Stafford operiert zu 95% aus der Shotgun-Formation, verpasst allerdings zweimal einen weit offenen Receiver: #13 Nate Burleson und, schlimmer, bei 3rd do #16 Titus Young, der meterweit allein auf weiter Flur war. Chicagos Defense deutete auch bereits mehrere verschiedene Gesichter an: Mal aggressiv, mal konservativ.

[02h35] Guten Morgen zum MNF-Spiel zwischen den Detroit Lions und den Chicago Bears (Vorschau hier). Barry Sanders wird in wenigen Sekunden den Münzwurf ausführen… Detroit kriegt als erstes den Ball

4 Kommentare zu “NFL 2011/12, Week 5: Detroit Lions – Chicago Bears (MNF)

  1. Im Replay konnte man sehen, dass die Bears alle Pass erwartet haben. Chris Harris ganz besonders. Grober Fehler von der Defense.

  2. Scheinbar läuft es auf einen Showdown an Thanksgiving hinaus. Die Lions gegen die schwache D der Packers. Mal sehen, ob die Offense der Packers auch die Lions zerlegt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.