Tebow: Star unter Gesichtslosen

John Fox ist also doch schon nach Woche 5 umgefallen und hat dem gierigen Verlangen der Fans nachgegeben: Die Denver Broncos werden ab sofort (ergo Spieltag sieben) QB Tim Tebow ins Spiel werfen und den unbeliebten QB Kyle Orton auf die Bank setzen. Tebow halte ich mit seinen unpräzisen Würfen und den stundenlang in der Luft hängenden Bogenlampen bekanntlich für eine suboptimale Langzeitlösung in der NFL, aber man sage mir nicht nach, dass ich die Person Tebow in Zeiten von T.O., Ochocinco oder Waffenführung bis in die Umkleidekabinen nicht außerordentlich schätze.

Und diese Person Tebow gibt uns auch Grund, kurz über das Fandasein zu reflektieren. Tebow wird vermutlich niemals annähernd so dominieren wie damals am College, in der Saison 2007/08 mit diesen fassungslos vielen, variantenreichen Option-Plays in der sensationellen Offense der Florida Gators. Trotzdem wird Tebow ein Superstar bleiben, einer, der die Massen bewegt ohne sich mit primitiven Tweets Gehör verschaffen zu müssen.

Grantland lädt in einem sehr lesenswerten Artikel über Tebow, Cam Newton und den farblosen Rest der NFL-Quarterbacks zum Nachdenken über das Dasein von „Stardom“ in der NFL ein.