College Football 2011/12, TV-Guideline für Woche 7: Die Conference-Saison nimmt Fahrt auf

College Football geht schön langsam in die heiße Phase der Conference-Spiele, die nun in immer hemmungsloseren Ansetzungen resultieren wird, nachdem dieses Wochenende die ersten BCS-Standings veröffentlicht werden. Das Programm dieser Woche ist unter diesem Gesichtspunkt interessant, aber auch als „Aufwärmprogramm“ für das, was danach folgen wird, zu betrachten ist.

California Golden Bears – USC Trojans

Freitag, 15h30 Tape bei ESPN America

Zweimal Pac-12, und zweimal Teams, die im Rennen um den Pac-12 Titel keine Rolle spielen werden: Cal, weil die Golden Bears sportlich wohl eine Nummer zu klein sind, USC aufgrund seiner Sperre vom Pac-12 Endspiel. So wird der Thrill primär aus dem Faktor „Rivalität“ gezogen werden, und Cal dürfte eine besondere Motivation besitzen, wurde es doch seit 2003 jedes Jahr von den Trojans abgeschlachtet.

Allerdings dürfte die Erinnerung an die letzte Saison eher schmerzen. Damals stürmte USC zu einem 42-0 zur Pause, mit 372yds Offense in der ersten Hälfte (QB Matt Barkley dabei fünf TD). Dieses Jahr ist USC im Angriff ziemlich passlastig, wobei vor allem WR Rashaun Woods unglaubliche 44% der Passyards fängt, während der tiefreligiöse Sunnyboy Barkley ein Muster an Unbeständigkeit ist. Gegen Cal dürfte es trotzdem reichen, da die Bears über kaum Pass Rush verfügen, weil sie in der Defense dafür gebaut sind, den Lauf zu stoppen.

San José State Spartans – Hawaii Warriors

Samstag, 9h Tape bei ESPN America

Ein Duell aus der WAC, wobei Hawaii (1-0 WAC) favorisiert sein dürfte, aber auch San José State zu den bisher recht positiven Erscheinungen der Saison zählt, trotz 2-4 Bilanz. Hawaii verlässt sich im Angriff fast ausschließlich auf den Rastaman QB Bryant Moniz (1578yds, 15 TD, 1 INT, 4 Lauf-TD), während die Spartans einen deutlich ausgeglicheneren Angriff besitzen, der vor allem weniger Turnovers als die Warriors begeht.

Michigan State Spartans – Michigan Wolverines

Samstag, 18h LIVE bei ESPN America

Das Derby der beiden wichtigsten Football-Universitäten im Staate Michigan, und es liest sich wie ein interessantes Matchup. Die immer noch ungeschlagenen #11 Michigan Wolverines verfügen in dieser Saison nach Jahren endlich mal wieder über eine annehmbare Defense, die zwar viele Yards über den Luftweg zulässt, aber hart genug spielt, um zwei, drei Turnovers/Spiel zu provozieren. Dem werfen die #23 Michigan State Spartans einen eher blassen Angriff entgegen, wo QB Kirk Cousins immer gut ist für die eine oder anderen INT, aber Cousins ist einer der QBs, die einen Angriff mit hoher Completions Rate (68%) immer am Leben halten können. Die Spartans glänzen sowieso primär in der Defense, die ganze 173yds/Spiel zulässt, nur 64yds davon im Laufspiel. Michigans Offense wirft dem allein QB Denard Robinson entgegen, einen fürchterlich unpräzisen Werfer, der immer für 3 INTs/Halbzeit zu haben ist, aber solange er noch auf zwei Beinen laufen kann, auch 200yds Laufspiel machen wird. Robinson wird stets als Heisman-Trophykandidat gehandelt, was IMHO ein Hochjazzen ohne Aussicht auf Erfolg ist, solange Robinson nicht wenigstens halbwegs adäquate Bedrohung als Werfer wird. Vielleicht hilft, wenn Robinson die Wolverines nach drei Jahren Sieglosigkeit über Michigan State mal wieder zu einem vollen Erfolg gegen die Spartans führt.

Texas Longhorns – Oklahoma State Cowboys

Samstag, 21h30 LIVE bei ESPN America

#22 Texas leckt nach der verheerenden Niederlage gegen Oklahoma noch seine Wunden, wurde in allen erdenklichen Matchups einfach niedergemacht. Größter Knackpunkt der Longhorns ist aber das offene Scheunentor in der Secondary mit all seinen blutjungen Spielern. Nun kommt mit #6 Oklahoma State rein zufällig der vielleicht beste Pass-Angriff im College Football daher. Das Zusammenspiel zwischen QB Brandon Weeden und WR Justin Blackmon ist fassungslos, was man an Blackmons Zahlen ablesen kann, die da lauten: Im Schnitt 9 Catches für 107yds und 1,2 TD/Spiel. OSU spielt eine meiner Lieblings-Offenses, setzt auch noch hoch erfolgreich RB John Randle in homöopathischen Dosen ein und wird nur in Hischscoring-Spielen zu bremsen sein.

Es dürfte interessant sein, was Texas mit DefCoord Manny Diaz dem entgegenzuwerfen gedenkt, nachdem Diaz am Samstag in der Red River Rivalry ziemlich pulverisiert wurde. Weil die texanische Abwehr zwar talentiert, aber jung und nicht sondernlich „tief“ besetzt ist, kann man davon ausgehen, dass auch Oklahoma State mit seinen Dutzenden Ballfängern Yards und Punkte aufs Tablett legen wird, wahrscheinlich mehr, als die Longhorns-Offense zustande bringen wird. Für diese dürfte das Motto gelten: RB Malcolm Brown laufen, laufen, laufen lassen, Zeit von der Uhr nehmen und wenn immer möglich in der RedZone Touchdowns scoren, bloß keinen Punkt zuviel liegen lassen.

Ich glaube an einen klaren Sieg für Oklahoma State, selbst im Stadion von Texas.

Pittsburgh Panthers – Utah Utes

Sonntag, 7h30 Tape bei ESPN America

Das Duell der Enttäuschten. Pitt (3-3) war in den letzten Wochen bis auf den klaren Heimsieg gegen die USF Bulls sehr mau unterwegs, wurde zuletzt sogar von den langjährigen Underdogs Rutgers 10-34 niedergemacht und kommt in der Offense trotz des großartigen RB Ray Graham nicht wirklich in die Gänge, dafür wirft QB Tino Sunseri einfach zu wenig kontinuierlich gefährlich. Utah (2-3) dagegen wartet nach seinem überfälligen Wechsel in eine BCS-Conference immer noch auf einen Erfolg in der Pac-12, wurde nacheinander von USC, Washington und zuletzt Arizona State geschlagen, respektive: Hat sich selbst geschlagen. Zehn Turnovers in den letzten beiden Spielen? Meine Fresse, das war man von Utah lange nicht mehr gewohnt. Die Probleme gehen aber darüber hinaus: QB Jordan Wynn ist im Krankenstand, Backup Jon Hays hat sich mit haufenweise Interceptions nicht gerade aufgedrängt. Riecht alles nach einem nicht so schönen Spiel…

Tennessee Volunteers – LSU Tigers

Sonntag, 10h Tape bei ESPN America

Ich hatte es schonmal verlinkt, aber weil es so – mit Verlaub – geil war, hier noch einmal das Video von der Mutter aller dramatischen Spielenden:

Das war vor einem Jahr bei LSU – Tennessee. Dieses Wochenende das 2011er-Match in der Heimat der anderen Mannschaft: Neyland Stadium/Knoxville, wobei die Vorzeichen diesmal andere sind. Im Gegensatz zu 2010 ist LSU nicht mehr “upstart”, sondern als #1 der AP Polls ein allgemein anerkannter Titelanwärter, vor allem aufgrund der bekannt groß aufspielenden Defense mit ihrem phänomenalen CB Tyranne Mathieu, aber in den letzten Wochen kam auch der Angriff besser in Schwung, was nicht nur an der Rückkehr von Kneipenschläger-QB Jordan Jefferson liegt, der in Trickspiel- und Options-Situationen eingewechselt wird.

Tennessee dagegen verfügt eigentlich auch über einen soliden Angriff, musste am Wochenende aber einen Rückschlag hinnehmen, als bekannt wurde, dass mit QB Tyler Bray der große Hoffnungsträger für rund einen Monat verletzt zuschauen wird müssen. Bei mir dominiert irgendwie der Grundgedanke, dass die Vols im Vergleich zum Vorjahr auf der Stelle treten, insgesamt nur eine leicht verbesserte Mannschaft sind.

LSU dürfte einen lockeren Erfolg einfahren, also diesmal kein „Wunder“ zum Erfolg.

Tapes nächste Woche

Iowa Hawkeyes – Northwestern Wildcats, Mo/20h Tape Eurosport 2. Das Duell zweier Enttäuschter in der Big Ten. Iowa ist extrem unbeständig in dieser Saison, verliert mal ein Offensivfeuerwerk gegen Iowa State, gewinnt ein rundum solides Spiel gegen Pitt und verliert dann eine Defensivschlacht gegen Penn State. Die Northwestern vergeigte zuletzt vor „eigenem“ Publikum (Michigans Fans schienen deutlich in der Überzahl) eine klare Führung, ist jedoch deutlich selbstbewusster, seit es wieder auf QB Dan Persa bauen kann. Ich halte es für ein offenes Spiel, da beide Teams enorm viele Gesichter zu haben scheinen.

#24 Auburn Tigers – Florida Gators, Di/11h30 ESPN America. Beide haben in dieser Saison so ihre Probleme aufgrund vieler Spieler- oder Trainerwechsel, mussten streckenweise mit Backup-QBs spielen und werden eher nicht zu den Titelanwärtern in ihren SEC-Divisionen gezählt. Die Gators haben allerdings die Chance, nach zwei K.O.-Schlägen gegen Alabama (10-38) und LSU (11-41) wenigstens teilweise Selbstvertrauen zurückzuholen – dafür muss aber die Lauf-Defense etwas besser funktionieren, nachdem die letzten beiden Wochen diesbezüglich grausam waren.

Ole Miss – #2 Alabama Crimson Tide, Mi/13h30 ESPN America. Ole Miss wird mit seiner lendenlahmen Offense überhaupt kein Land sehen, nicht mal im eigenen Stadion. Für Alabama geht es seit Wochen nur darum, wenigstens halbwegs den Fokus auf die jeweiligen Gegner zu halten, da alles vom vorgezogenen „Endspiel“ um SEC- und Landesmeistertitel spricht: Am 5. November geht es gegen LSU um alles.

#9 Oregon Ducks – #18 Arizona State Sun Devils, Do/16h ESPN America. Wichtiges Spiel im Autzen Stadium, da hier die Divisionsfavoriten im Norden und Süden aufeinander treffen. Für die Ducks könnte ein Sieg essenzieller sein, nachdem die Sun Devils im Süden konkurrenzlos sein dürften: Colorado, Utah und Arizona sind alle noch sieglos in den Conference-Spielen, USC spielt außer Konkurrenz, UCLA… UCLA? Keine Zeit zum Scherzen. Oregon muss allerdings wohl auf RB LaMichael James verzichten, der seit Wochen nur 200yds-Spiele verzeichnet, aber seinen Arm ganz böse ausgerenkt hat, sodass ich mir einen Einsatz angesichts der TV-Bilder kaum vorstellen kann. Oregon hat zwar gute Ersatzleute (RB Barner, RB Thomas), aber James ist gerade für diesen Topspeed-Angriff essenziell.

Das Livespiel unter dem Sonnengürtel

ESPN America zeigt in der Nacht von Dienstag/18.10. auf Mittwoch/19.10. ein Livespiel Arkansas State – Florida International aus der Sunbelt Conference (Wdh. Mi/16h), das allerdings bereits zur Woche 8 gehört. Es ist ein Spiel mit unerwarteten Vorzeichen, nachdem ASU die bessere Saisonbilanz besitzt, FIU jedoch bis vor kurzem eine ungeschlagene Saison zugetraut wurde, ehe die überraschenden Niederlagen gegen ULL (!) und Duke (!!!) folgten. FIU muss gewinnen, will es das Mindestziel „Sunnbelt-Champion“ weiterhin verfolgen. Außerdem dürfte es eine Chance geben, WR T.Y. Hilton (FIU) zu sehen, über den sich im September sämtliche Experten das Maul fusselig redeten, der stets für einen 70yds-Catch’n’Run gut ist.

9 Kommentare zu “College Football 2011/12, TV-Guideline für Woche 7: Die Conference-Saison nimmt Fahrt auf

  1. Thx für das Video bei LSU v Vols, wirklich Hammer das passiert in 100Jahren nicht mehr!!! Was die Games angeht schade, dass keine ACC Games dabei sind, Clemson ROCKT und die Canes waren gegen VT auch dran. FSU ja unnter aller Kanone, haben sich selbsz eine Twitter Sperre auferlegt…

    GO CANES

  2. Pingback: NCAA Iowa Hawkeyes 68-Inch Grill Cover | Gas Grill Rotisseries

  3. Tolles Weekend im College Football. Ich habe ein bisschen andere Meinung zu den Spielen.

    MSU – Michigan: Die Spartans sind mein Favorit, sie haben eine sehr gute Defense und werden Robinson einbremsen, die Offense mit Cousins wird mir zu negativ gesehen, war schon gegen ND stark, als nur die INT das Spiel verloren hat. Mikchigans Defense kommt viel zu gut weg, ja Turnover, aber sie läßt extrem viele Yards zu. Ich glaube MSU wird diese Woche gewinnen und dann kommt es nächste Woche zu einem anderen Schlager gegen Wisconsin!

    OSU – Texas: Texas wird nicht nacheinander von Oklahoma un Oklahoma State niedergemacht werden, deswegen erwarte ich ein sehr enges Spiel mit viel Ground Game für TX. Gespannt bin ich wie TX Blackmon stoppen wird.

    Oregon – ASU: Hier wird es PUNKTE geben, aber ich kann mir ob mit oder ohne James nicht ausmalen, wie ASU hier eine Chance haben will. Ich muss übrigens dagegen stimmen, auch für Oregon ist eine Niederlage kein Beinbruch, weil sie so oder so das direkte Duell gegen Stanford gewinnen müssen um ins Pac-12 Championship Game zu kommen. Wird aber nicht passieren (also die Niederlage gegen die Sun Devils).

    Nur am Rande: Der Gameday bei ESPN wird diesmal aus dem Oregon-Stadion in Eugene gesendet. Dort wird es zum Sendestart 6:00 am Morgen sein….. da lohnt sich das reinzappen mal..

    Schönes Wochenende allen!

  4. Respekt Brown Bomber, die MSU hat trotz der vielen Strafen und der Fumbles sehr gut gespielt und nicht nur eine sehr gute Offense sondern wirklich eine gute Defense. Und Robinson ist einfach überschötzt auch wenn auch der Wind seinen Teil an den schlechten Pässen gehabt hat. Robinson wird in der NFL keine Chance haben!

    Leider spielt Penn State nicht mal durchschnittlich in der Offense, aber dank Sieg ist das Wochenende nicht ganz für die Grütze.

  5. Wieso MSU bisher so schlecht bzw. Michigan so gut gesehen wurde, war mir auch nicht so richtig klar.
    (Und Robinson halte ich solange für gnadenlos overrated, bis er das mit dem Werfen mal herausbekommt. Keine 50% Completionrate, diese gigantische Streuung und dazu eine extrem mäßige Zielauswahl sind nun wirklich nicht beeindruckend.)

    Nun kann man doch noch hoffen, dass Wisconsin diese Saison noch mal ein gutes Spiel abliefern muss um die Position in den Polls zu rechtfertigen.

    Bamas Richardson hat (oder hätte) wohl gestern sein outcoming-Spiel für das Heisman-Race.
    Über 180 yds und 4 TDs rushing im dritten Viertel und der 4. TD ein echtes statement-play.
    Unmittelbar darauf nimmt Saban ihn (und etliche andere Starter) aus dem Spiel (und (ich glaube der 3rd Stringer) Fowler knallt noch mal 125 yds. und 2 TDs auf’s Board).

    Irgendwie echt traurig, dass der National Champion wohl bereits im SEC-West-Duell zwischen LSU und Bama ausgespielt wird. Das sind für mich aktuell die beiden klar stärksten Teams im CFB.

  6. Ich glaube, bei Michigan State spielen mehrere Faktoren mit: 2010 war man statistisch ein für ein 11-1 Team verblüffend mittelmäßiges Team. Die Mannschaft spielt extrem unspektakulär, es fehlt jeglicher Wow-Faktor, der bei ESPN für den nötigen Buzz sorgen könnte. Und dann ist da noch die Nachwirkung der verheerenden Bowl-Schlappe im Jänner gegen Alabama.

    Die Mannschaft sieht heuer richtig ordentlich aus. Schon Notre Dame wurde dominiert, man kassierte unglückliche Return-TDs, gestern war das bis auf die vielen Penaltys eine rundum solide Vorstellung. Gehört ASAP in die Top-15 (hatte ich vor Saisonbeginn nicht für möglich gehalten).

    Re: National Championship
    Ich wünsche mir, dass Boise State – sofern sie nicht ins BCS-Finale kommen (wonach es aktuell aussieht) – in der Bowl Season gegen den Verlierer von LSU/Alabama gematcht wird. Auch das wäre ein meisterwürdiges Spiel, da ich die kleinen Schmarotzer für durchaus mächtig genug halte, auch die SEC-Elite zu putzen.

    Meine Reihung sähe so aus: #1 Alabama, #2 LSU, #3 Boise State, #4 Oregon, #5 Oklahoma, wobei ich die Top 3 ziemlich eng sehe, alle drei wären für mich gegen Oregon oder Oklahoma favorisiert.

  7. Jo, MSU ist wohl recht langweilig.
    Die Bowl-Niederlage gegen die Tide war echt brutal (und ich vermute aktuell würde es nicht anders aussehen).
    Top15 und in den Top2 der Big Ten dürfte sie ganz gut hinkommen.

    Oregon sehe ich ehrlich gesagt noch nicht wieder so hoch. Dafür müssen sie erst noch den Statement-Sieg gegen Stanford einfahren, wovon ich aber eigentlich überzeugt bin.

    Boise wird m.E. keine Chance auf das Championship Game bekommen.
    – LSU oder Bama dürfte quasi schon als Teilnehmer eingelocht sein. Bama sehe ich aufgrund der Offense leicht stärker als LSU.
    – Der Gegner wird meiner Einschätzung nach Oklahoma oder der Big12-Sleeper Oklahoma State werden. Geht einer der Beiden, die sich am letzten Spiel vor den Conference Finals treffen, ungeschlagen durch, dürften sie den SEC-Champ matchen (und vermutlich von den heftigen Defenses von LSU/Bama zerstört werden).
    – Geht der Big12-Champ nicht ungeschlagen durch, dürfte Wisconsin in BCS-Finale einziehen. Ihr einziges ernstzunehmendes Spiel (im insgesamt relativ einfachen Schedule) ist oben erwähnte MSU. Wisconsin sieht insgesamt besser aus als MSU, weshalb ich sie recht sicher als ungeschlagenen Big Ten-Champ sehe.
    – In der Pac12 sehe ich Stanford Oregon nicht wirklich schlagen. (… obwohl vielleicht, wenn James und Thomas bis dahin nicht wirklich dabei sind..?) und ohne undefeated season kommt man heuer nicht ins BCS-Finale.

    Nachdem Boises Schedule zu Beginn der Saison ziemlich gerädert wurde, scheint nun etwas Hoffnung, nachdem Georgia ernsthafte Chancen auf den Gewinn der SEC East (und damit auf etwas Buzz – berechtigt oder nicht) hat.

  8. Ich traue Oklahoma State nicht. Die Mannschaft spielt einen unglaublichen Ball in der Offense, aber die Abwehr… ich weiß nicht, ich weiß nicht. Die kassieren noch eine oder zwei Schlappen und die muss nicht mal zwangsweise gegen Oklahoma kommen.

    Bei Boise sehe ich es ähnlich: Aufgrund des bizarren BCS-Systems dürfte die Endspielchance gering sein, obwohl ich die Mannschaft für titelwürdig empfinde (selbst beim Ausklammern des „Fantums“), aber wenn sie wenigstens danach gegen LSU oder Alabama gematcht werden (Sugar Bowl), haben wir erneut eine Bowl, die womöglich stärker besetzt ist als das BCS Championship Game.

    Wisconsin als Endspielteilnehmer würde sich IMHO unter diesen Gesichtspunkten „ungerecht“ anfühlen, da glaube ich fast eher an ein Endspiel LSU-Bama, das ja auch nicht GÄNZLICH auszuschließen ist.

  9. Von OSU habe ich bisher nur Highlight-Reels gesehen.
    Die Defense liest sich auch erstmal nicht so prall, aber die Offensivproduktion ist massiv. Ihr Schedule liest sich ohnehin wie wöchentliche Shootouts (was aber mit der Offense und insb. Blackmon nicht ganz so scary ist wie anderswo). Da reicht dann schon fast eine Def, die gelegentlich ’nen Turnover produziert…
    Trotzdem stimme ich dir zu, dass die Gesamtsituation bisher noch arg „verdächtig“ ist…

    Auch Boise habe ich noch nicht selbst gesehen und kann daher noch weniger als alle anderen einschätzen, wie stark die Truppe tatsächlich ist, aber ihr Schedule ist dieses Jahr durch die bisher unter den Erwartungen spielenden TCU und Ga. so extrem mies, dass ich mir sogar nur sehr schwer vorstellen kann, dass sie gegenüber 1-loss-BCS-Teams ins BCS-Finale vorgezogen würden.

    Auch für mich würde sich Wisconsin „ungerecht“ anfühlen.
    Trotzdem wird Wis. schon die ganze Saison massiv gehypt – inkl./insb. QB Wilson, ihre physische Line,… und „dank“ ihres echt leichten Schedule für eine BCS-Conference (insb. Big Ten) wurden und werden sie eigentlich auch nie richtig ausgetestet vor einem dicken Bowl-Game (… und zwei drei Horned Frogs winken schelmisch).
    Leider wird der Computer selbst so einen Schedule dank Big Ten-Label ziemlich toll finden…

    Bama vs. LSU als Finale halte ich unwahrscheinlich (auch wenn ich es aktuell als das „wahre Endspiel“ ansähe), denn allein die Anzahl der gerankten Big12-Teams dürfte reichen um einen ungeschlagenen Big12-Champ einen Vorteil gegen 1-Loss-Teams geben.

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