College Football 2011/12: Michigan – Nebraska (Week 12)

[21h38] Endstand Michigan Wolverines 45, Nebraska Cornhuskers 17.

Zweite klare Pleite für die Huskers in der Big Ten Conference, diesmal verursacht hauptsächlich von einer ganz schwachen Offense mit inexistentem Passspiel um QB Tyler Martinez, der kein Werfer mehr werden wird. Folge: Nebraska war leicht ausrechenbar im Angriff, hatte viele lange 3rd downs und verwertete entsprechend kaum welche davon (3/13).

Michigan ist ein dark horse für die nächste Saison. Die Defense ist aggressiv und verpasst nicht viele Tackles, während der Angriff zwar ebenso kein verlässliches Passspiel um QB Denard Robinson aufbieten kann, aber Robinson ist ein Scrambler vor dem Herrn und dadurch sauschwer zu verteidigen. Nicht ganz ausgeschlossen, dass die Wolverines sogar noch heuer eine BCS-Bowleinladung („at-large“) bekommen werden – vor allem aber kann man sich leise ausmalen, dass diese Mannschaft für nächste Saison ein Wörtchen in der BCS mitreden könnte.

[21h18] Möglich, dass Urban Meyer hier seinen neuen größten Rivalen kommentiert: Die Gerüchte konkretisieren sich, dass Meyer nächstes Jahr Head Coach bei Ohio State werden wird. Meyer eierte in den letzten Jahren immer wieder mit Rücktritten und Lustlosigkeit herum, trat schließlich wegen Burnout in Florida zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu finden. Nicht einmal ein Jahr danach nun wieder Coach im medialen Hexenstadel Ohio State?

[20h57] Michigan 38, Nebraska 17. 10:45 vor Schluss sind beide Teams damit eliminiert. Nebraska hält die Wolverines mit einem überflüssigen „Roughing the Punter“ im Spiel. Der Fehler wird kurz darauf mit einem artistischen TD-Catch bestraft.

[20h45] Jetzt ist es bis in die ESPN-Kabine durchgedrungen: Michigan ist unabhängig vom Ausgang dieses Spiels aus dem Titelrennen in der Big Ten Conference eliminert, weil Michigan State gegen Indiana klar gewinnen wird.

[20h40] Michigan 31, Nebraska 17. Und die Huskers leben noch, beginnen tief in der gegnerischen Platzhälfte, arbeiten sich mit hartem Laufspiel zur ersten 3rd down convertion. Der TD-Spielzug war ein ziemlich einmalig designter Spielzug, als QB #3 Martinez und RB #22 Burkhead simultan den Ball tragen, ehe Martinez auslässt und Burkhead raus pitcht, wo #8 Abdullah locker einlaufen kann. Sehenswert.

[20h29] Diese schiere Masse an langen 3rd downs killt Nebraska: 0/7 verwertet, und immer wieder muss der wurfschwache QB Martinez 8-10yds zurücklegen – und scheitert völlig überraschend.

[20h21] Michigan 31, Nebraska 10. Die Messen in Ann Arbor sind langsam gelesen. Michigan blockt einen Punt der Huskers, kommt durch eine 15yds-Strafe gegen Nebraska schnell ganz nahe an die EndZone und kann gemütlich über RB Toussaint einlaufen. Angesichts des Spielstandes in East Lansing sind die ESPN-Kommentare von wegen „Michigan und BigTen-Siegchancen“ ein Treppenwitz. Michigan liefert den Michigan State Spartans hier massive Schützenhilfe.

[20h14] Michigan 24, Nebraska 10. Die Wolverines nutzen die fünfte oder sechste Chance an der GoalLine (inkl. PI), nach einem gefumbelten Kickoff der Huskers. Nebraska seinerseits ist im Angriff immer leichter ausrechenbar, weil QB Martinez einfach keine Pass-Bedrohung stellt.

[19h58] Bayern – Dortmund 0:1, die letzte Viertelstunde hatte auf eine ebenbürtige Dortmuner Mannschaft hingedeutet. Götze schiebt dank konfuser Bayern-Abwehr nach 65 Minuten ein. War nicht die erste Chance für den BVB in Halbzeit zwei.

[19h45] Bayerns Offensivspiel krankt heute an aggressiven Dortmundern beim Pressing und einem fußlahmen Sturmquartett. In den letzten Minuten mehr der Versuch der Bayern, über die Flügel zu spielen.

[19h33] Halbzeit Michigan Wolverines 17, Nebraska Cornhuskers 10

Recht traurige Versuche für beide Offenses, mit schnellen Angriffsserien vor der Pause noch Punkte aufs Tablett zu legen. Die Wolverines machen den klar besseren Eindruck in dieser ersten Halbzeit, mit viel besserer Offense, während Nebraska durch viele Negativspielzüge in 1st und 2nd down keine 3rd downs verwerten kann und sich anfälliger gegen Strafen gezeigt hat. Der Unterschied von 7pts sieht unter diesem Gesichtspunkt witzich aus.

[19h30] In SEC und Big Ten deuten sich den Scoreboards bei ESPN nach zu urteilen einige enge Spiele mit Upset-Potenzial an.

[19h21] Es bleibt dabei: Immer, wenn Nebraska seine Triple-Option einbauen möchte, kollabiert die Offense gegen die aggressiven Wolverines. Wer die Defense von Michigan der letzten Jahre kannte, kann nur beeindruckt zuschauen, wie viel dominanter diese Unit diesen Herbst unter Brady Hoke geworden ist.

[19h10] Michigan 17, Nebraska 10. Fünf Minuten nach der INT-Diskussion ist Robinson wieder einer der fünf besten Spieler im College Football für die ESPN-Clowns. Robinson mit einem Option-Lauf über die Mitte, Nebraska kriegt keinen Zugriff.

[19h08] In München kommt ob einer sehr „gestreckten“ Dortmunder Mannschaft kein richtiges Spiel in die Gänge. Bayern versucht mit Rochaden, Schwung in die Offensive zu bringen, während Schwarzgelb nur mit langen Bällen operiert. So ist das interessanteste, wie Marcel Reif minütlich von Jens Lehmann korrigiert wird.

[19h05] In ESPNs Kabine ist man sich uneinig, ob man QB Denard Robinson ob seiner Anfälligkeit gegen Turnovers per sofort absägen und QB Gardner einwechseln sollte oder ob seiner „Big Play“-Fähigkeiten weiterhin wuseln lässt.

[19h00] Michigan 10, Nebraska 10. In Zeiten von laschen Fehlkicks im College Football kann man K Maher/Nebraska durchaus mal loben, ein 51yds Field Goal mit einem sehr „flachen“ Kick rechts unten reinzunageln.

[18h54] Nebraska ist auf 7-10 herangekommen und hat eben eine INT abgefangen, ist aber mit einem eigenartigen Einsat von „Pistol“ in der Offense sehr anfällig gegen -7yds Spielzüge.

[18h42] Michigan State führt im Parallelspiel 17-0 gegen Indiana, wodurch die Curnhuskers in Ann Arbor unter Druck geraten und einen Sieg brauchen. DenWolverines nützt bei einem Spartans-Erfolg auch kein Kantersieg.

[18h19] Michigan 7, Nebraska 0. Michigan wie gewohnt mit massivem Einsatz von QB Denard Robinson als Scrambler – und Robinson mit einer exzellenten Vorstellung beim Verarschen von Tacklern. Am Ende der TD-Pass für #10 Gallon, und Nebraskas Defense schaute „soft“ aus.

[18h14] Diskussionsstoff für die nächsten drei Wochen: Im Michigan Stadium scheinen heute alle wichtigen Anzeigen auf der großen Videoanzeige ausgefallen zu sein. Die Quarterbacks sind hinsichtlich „Playclock Management“ also gefragt.

[18h08] Nach der Niederlage des lokalen Fußballvereins wird ein Stockwerk tiefer Frust geschoben. Hier oben spielen die Nebraska Cornhuskers hochriskante Offense (unpräzise Option-Pitches). Gleich spielen die Bayern, also könnte Halbzeit eins nur ein Auge zugeworfen bekommen.

College Football 2011/12, Week #12 TV-Guideline: Sturmfreie Gewässer, oder?

Ruhe vor dem Sturm? College Football hat eine Woche vor dem großen „Rivalry Weekend“ erstmals seit Start der Törggelesaison kein herausragendes Einzelspiel und auch bei ESPN America gibt es „nur“ Big Ten und Pac-12. Die einzelnen Partien haben es aber allesamt in sich.

ESPN America

Sa, 10h30 Tape: Iowa State – Oklahoma State
Sa, 15h00 LIVE: ESPN GameDay (aus Houston!)
Sa, 18h00 LIVE: Michigan – Nebraska
Sa, 21h30 LIVE: Ohio State – Penn State
Sa/So, 02h LIVE: Oregon – USC (So/12h Tape)
So, 7h00 Tape: Illinois – Wisconsin
So, 9h30 Tape: Arkansas – Mississippi State
Mi, 9h00 Tape: Baylor – Oklahoma
Do, 12h00 Tape: NC State – Clemson
Do, 14h30 Tape: Stanford – Cal

In wenigen Minuten beginnt die Aufzeichnung von Iowa State gegen #2 Oklahoma State und damit die Antwort auf die Frage, ob die Cowboys mit ihrer wunderbaren Offense, aber fragilen Defense nicht doch noch stolpern wollen. Die nächste (und dann letzte) Chance würde es in zwei Wochen gegen die Oklahoma Sooners geben.

Am Nachmittag wie gewohnt um 15h ESPNs College GameDay, diesmal vor dem Robertson Stadium in Houston (!), womit man den kleinen Cougars (an #11 gerankt) an einem ansonsten brennpunktarmen Tag Tribut zollt. Gespannt bin ich auf die Stimmung um den GameDay, gilt Houston ja nicht gerade als fruchtbares Terrain für College Football, trotz Ungeschlagenheit und aller Rekorde von QB Case Keenum.

Die Livespiele bieten großartige Kulisse: Das Michigan Stadium („Big House“, 114.000 Plätze) in Ann Arbor bei Michigan – Nebraska um 18h, das Ohio Stadium („The Horseshoe“, 102.000 Plätze) zu Columbus bei Ohio State – Penn State um 21h30 und das Autzen Stadium (55.000 Plätze) von Eugene/Oregon, wo sich bei discoreifem Lärmpegel die Oregon Ducks und die USC Trojans im „wahren“ Pac-12 Finale matchen werden. „Wahr“, weil die Süddivision der Pac-12 heuer riskiert, ein Team mit 6-6 oder schlechter in das erste Conference-Finale zu schicken, da die Trojans, einzig nennenswertes Kaliber dort, noch gesperrt sind.

Bei #18 Michigan – #16 Nebraska ist die Tie-Breaker-Situation interessant: Wolverines und Huskers rangieren jeweils bei 4-2 ein Spiel hinter Michigan State (5-1), wobei Michigan gegen Michigan State verloren, Nebraska gegen Michigan State aber gewonnen haben. Michigan State spielt heute daheim gegen die unterirdischen Indiana Hoosiers. Heißt wohl: Gewinnen die Wolverines dieses Spiel, stehen die Michigan State Spartans als Sieger der Legends Division fest.

Ärgerlich ist, dass ESPNA Arkansas/Mississippi State aus dem Programm für 21h30 gekickt hat. Ohio State (3-3) vs. #21 Penn State (5-1) ist zu 95% uninteressant, da die Buckeyes praktisch aussichtslos auf das Conference-Finale sind, während bei den skandalgeschüttelten Nittany Lions wohl eh alles vom Auswärtsspiel nächste Woche bei den Wisconsin Badgers (4-2) abhängt. Wisconsin spielt bei Illinois, kein Selbstläufer, aber ein fest eingeplanter Sieg. Wisconsin @ Illinois gibt es morgen in aller Herrgottsfrüh um 7h als Tape.

Die #4 Oregon Ducks treffen gegen USC auf den zweiten großen Pac-12-Quarterback in Serie: QB Matt Barkley, ein Traum für Schwiegermütter und aktuell als Junior vor der schweren Entscheidung „NFL oder nicht NFL?“. Barkley und USC wären 2012/13 wieder teilnahmeberechtigt in BCS und Bowls und wären BCS-Titelanwärter. Andererseits wäre Barkley nach dieser Saison Top-10 Anwärter im Draft. Paul Myerberg hat sich mit Barkleys Situation auseinandergesetzt.

The Big Game

Heute, 04h15 findet auch The Big Game statt (live im ESPN-Player), das Lokalderby an der Bucht, #8 Stanford gegen die California Golden Bears. Ein Spiel zweier superreicher Universitäten mit gigantischen Stiftungsvermögen, und beide im Football nicht wirklich die großen Player. Trotzdem hat das Spiel ein paar Jahrtausende Tradition vorzuweisen, unter anderem den wohl berühmtesten letzten Spielzug der Footballgeschichte.

Gespielt wird neben Ruhm, Ehre und einem Jahr Verhöhnungslizenz um eine Holzfälleraxt – die Stanford Axe – und für Andrew Luck und seine Cardinal geht es bei Ungeschlagenheit noch um die potenzielle Einladung auf die große Bühne: Eine BCS-Bowl ist noch drin, im Bestfall sogar die Rose Bowl (wenn Oregon doch noch ins BCS-Finale durchrutschen sollte).

Bei ESPN America wird das Spiel am Donnerstag, 24. November um 14h30 aufgezeichnet. Wenn nicht wieder der Sendeplan bis dahin durchgeschüttelt wird.

Eurosport 2

Sa, 22h LIVE: Notre Dame – Boston College (Wh. Mi, 11h30)
So, 10h Tape: Purdue – Iowa (Wh. Di, 10h/Mi, 14h)

Notre Dame – Boston College ist ein Religionskampf der zwei katholischen Unis in der FBS und in den letzten Jahrzehnten zu einem regelmäßigen Kräftemessen geworden.

Das andere Spiel ist aus der Big Ten Conference: Iowa hat seine Saison letzte Woche zu Grabe getragen, indem man gegen Michigan State verlor und von „hat es selbst in der Hand“ zu „praktisch ausgeschieden“ mutierte.