Thanksgiving 2011: Dallas Cowboys – Miami Dolphins

Als Info: Ich werde mir das Nachtspiel ansehen bis ich einschlummere. Da ich morgen früh raus muss, werde ich kein Liveblogging mehr machen.

[01h29] Endstand Dallas Cowboys 20, Miami Dolphins 19.

Ich habe keine Ahnung, wie gut oder schlecht die beiden Teams momentan sind, dafür war das zu viel Achterbahn von beiden Seiten. Beide Offenses mit 1-2 sehr guten Drives, die Dolphins gefühlt etwas runder, hatten aber massive Probleme in der RedZone und verschenkten wenigstens einen TD leichtfertig. Ähnliches gilt für die Defenses: Miami phasenweise mit dominanter Vorstellung, zwang Romo zwischendurch zu einem sensationellen Drive, während Dallas sporadisch pflegte, die Pocket zu zerbröseln.

Am Ende des Tages könnten beide Sieger sein. Dallas für das Playoffrennen, Miami für den Draft. Wobei: Die Dolphins könnten ohne weiteres auch anstelle von „3-8“ bei „7-4“ stehen:

  • 16-17 in Cleveland
  • 17-20 in New York (Giants)
  • Freak-Niederlage 15-18 OT gegen Denver
  • 19-20 heute in Dallas

Das Team ist trotz der zwischendurch sehr schwachen Defensivvorstellungen eindeutig unter Wert geschlagen.

[01h24] K Bailey versenkt. Dallas gewinnt 20-19.

[01h23] Romo ist der Holder.

[01h20] Dallas in der RedZone, unter zwei Minuten zu spielen, Miami ohne Timeouts. Das sind die Momente, in denen ich mal einen Coach einen intentionalen TD aufgeben sehen möchte, obwohl der Gegner einen Rookie-Kicker hat und das Field Goal immer noch runde 30yds lang sein wird. Sparano ist dead man walking, warum sollte er dieses Risiko nicht mal probieren? Viel kleiner kann die Siegchance dann auch nicht sein.

[01h11] Bush, Scramble, Incompletion. 2:59 vor Schluss kriegt Romo die Chance zum Sieg-Drive. Es braucht nur ein Field Goal.

[01h47] 4:47 vor Schluss muss Dallas punten. Miami dürfte unter dem als unkreativ geltenden PlayCaller Brian Daboll nun humorlos dreimal laufen – mal schauen, ob #22 Bush oder #33 Thomas reinkommen.

[01h00] Dallas 17, Miami 19/Q4 7:14. Dallas bringt massivsten Pass Rush, aber Moore orchestriert die Offense trotzdem mit quicken Pässen das Spielfeld runter, u.a. auch dank eines fantastischen Catches von „Slot-WR“ #15 Bess. An der GoalLine scheitert Miami erneut, diesmal kein augenscheinlicher Fehler Moores auszumachen. Der nicht gemachte TD könnte allerdings noch böse schmerzen.

[00h53] Übernächstes Play: Bush über die Mitte. Minus 3yds.

[00h51] Hehe, der Simms möchte den längst Hopfen und Malz verlorenen Reggie Bush zum „every down back“ hochpushen.

„He has convinved me that he can go between the tackles.“

Next play: Bush wird für -4yds über die Mitte niedergemacht.

[00h40] Dallas 17, Miami 16/TD Robinson, Q4 14:31. Sensationeller Drive Romos, der sich beim TD-Pass die Zeit kaufen muss und Robinson in der Ecke der EndZone findet. Einen Play vorhin wurde Romo von einem blitzenden Linebacker derart abgeschossen, dass ESPN wohl innerhalb von 45sek einen Blogeintrag online haben wird, der Misi „dirty“ bezeichnet. Romo brachte diesen Ball trotzdem zum 1st down zu seinem Witten. Der fiel out of bounds und machte ein Cheerleader-Mädel glücklich.

[00h36] Ende drittes Viertel. Romo hat wieder in den „Playmaker“-Modus umgeschaltet, treibt Dallas trotz kollabierender Pocket gerade in Richtung RedZone.

[00h30] Dallas 10, Miami 16/TD Marshall, Q3 3:54. Deep threat Marshall, oder so. Zwei Bogenlampen Moores nacheinander, aber über die Deckungsarbeit des Defensive Backs #20 Ball dürfte noch reden sein. Das Backfield der Cowboys ist besorgniserregend. Dafür ein fantastischer TD-Catch Marshalls, der den Ball fängt, obwohl CB #41 Newman ihm fast den Hals abreißt.

[00h27] Hehe, ob Phil Simms nach diesem tiefen Ball bei 3rd and 13 auf WR #82 Hartline immer noch der Meinung ist, der Draw vorhin wäre ein „good call“ gewesen? 41yds Raumgewinn, Miami nähert sich so langsam wieder FG-Reichweite.

[00h12] Dallas 10, Miami 9. Nächste verschenkte Chance. Miami mit einem grundsoliden Drive, der zwischendurch richtig „Drive“ hat, aber ganz nahe an der GoalLine verpasst Moore ohne viel Druck bei 3rd and 4 links draußen einen schlecht gedeckten Receiver. Miami muss das kurze Field Goal nehmen. Da war mehr drin.

[23h40] Halbzeit Dallas Cowboys 10, Miami Dolphins 6.

Ähnliches Thema wie vorhin in Detroit. Hier schießen sich die Dolphins permanent ins eigene Knie, schenkten den Cowboys den einfachsten Touchdown der Welt und verkickten ein eigenes Field Goal. Dabei sieht der Angriff immer dann halbwegs solide aus, wenn Dallas nicht mit massiertem Pass Rush der Wege kommt – was zuletzt immer öfters passierte und in mehreren hirnlosen Moore-Pässen resultierte (min. 1 INT gedroppt).

Dallas‘ Offense ist eine Achterbahn, weil Romos gelupfte Bälle abgefangen werden. Es gibt dann die lichten Momente – aber aus Cowboys-Sicht dürfte es alarmierend sein, dass der Einmann-Pass Rush der Dolphins – Cameron Wake – schon drei Drives mit mächtigen Aktion beim 3rd down kaputt machte.

Insgesamt nicht das allerschönste Spiel. Aber interessant, weil wir zwei nicht voll zuverlässige Quarterbacks sehen, die etliches probieren, um den Angriff in Schwung zu bekommen.

[23h32] Dallas 10, Miami 3/TD Robinson, Q2 55sek. Take that, Matt Moore!

[23h30] Wenn Dallas selbst nichts zustande bekommt, muss eben Matt Moore nachhelfen. 3rd down, Moore lässt den dritten oder vierten Snap in diesem Spiel durch die Finger flutschen – und diesmal schmerzt es: Dallas erobert den Ball, hat 62sek vor Halbzeit an der 5yds Line den Ball.

[23h28] Incomplete. False Start. Punt. Einspieler. False Start. Es geht weiter! 1:45 für Miami, drei Timeouts, an der eigenen 23yds Line.

[23h24] Seufz. Punt. Werbepause. Spielzug. Timeout. Werbepause. Spielzug. 2min Warning. Werbepause.

[23h18] 3rd-and-18 mit dreieinhalb Minuten in HZ #1 auf der Uhr. Die Dolphins sagen einen Draw über RB Reggie Bush an, der zwar 11yds bringt, aber völlig überraschend viel zu kurz für’s 1st down ist.

Phil Simms: „Good call“.

[23h11] Dallas 3, Miami 3. Ein Drive, bei dem mehr drin gewesen wäre. Dallas wirkt heute bei Passspiel erstaunlich undynamisch. Sieht wie nach Halbgas aus. Man wird nun davon zu zehren beginnen, dass die Dolphins so wenig aus ihren durchaus vorhandenen Möglichkeiten gemacht haben.

[23h03] 9:40 im zweiten Viertel verschießen die Dolphins via Shayne Graham (dürfen wir den nächsten Kicker Shame taufen?) ein längeres Field Goal, aber es erstaunte, wie selbst ein Tight End wie Fasano gegen einen Cornerback Zeit und Platz gewinnen kann, und wie wenig konstant Dallas Moore wirklich unter Druck setzen kann. Spürt Moore Druck, wird Moore schnell ratlos oder panisch. Kriegt Moore Zeit, bringt er bislang alles an die offenen Leute.

[22h45] Dallas 0, Miami 3. Anschauungsunterricht für die, die QB Matt Moore NFL-Mittelklasse absprechen wollen: 3rd down. Null Pass Rush, aber in der EndZone alles abgedeckt. Moore wird panisch und wirft den Ball einfach in die Ränge, anstelle per lockerem Scramble einfach die 3yds zum 1st and goal zu holen: Rechts seines Centers war meterweise Raum und Moore ist keine Statue vom Schlag eines Leftwich. Verschenkte Yards, vermutlich verschenkter TD.

[22h41] … und die nächste INT gegen Romo. Wieder rechts runter geworfen, diesmal springt CB #24 Shaun Smith dazwischen und fängt das Ei ab. Diesmal könnte es richtig schmerzen, da Miami dadurch bereits bedrohlich nahe an der EndZone starten kann.

[22h31] Zweiter Drive der Dolphins und diesmal macht WR #81 Laurent Robinson den Fehler: Romo erkauft sich gegen mauen Pass Rush der Dolphins locker die Zeit und wirft aus der EndZone heraus einen genauen Ball in die Hände für Robinson, der locker 40yds hätte draus machen können. Allein: Ohne Druck gleitet das Ei durch Robinsons Finger.

[22h25] Die Miami Dolphins kommen überraschend aggressiv aus der Kabine und probieren einfach mal einen ganz tiefen Ball auf den nicht als Sprinter bekannten WR Marshall – nicht komplettiert, aber allein das Zeichen zählt.

[22h21] Die Dallas Cowboys führen sich mit einer INT gegen QB Tony Romo ein. Stundenlang in der Luft hängender Ball rechts runter auf TE #80 Bennett, den CB Davis antippen und abfangen kann. Was bei den Dolphins auffiel: Sie operierten mehrmals mit „Zone-Blitzing“, plötzlich standen nur mehr drei Pass Rusher in der Line.

[22h05] Nach der Heimniederlage der angeblich „schmutzigen“ Lions gleich ein paar tausend Meilen weiter in den Süden, ins texanische Herz, wo gleich Dallas gegen Miami beginnen wird.

Thanksgiving 2011: Detroit Lions – Green Bay Packers

[21h47] Endstand Detroit Lions 15, Green Bay Packers 27.

Green Bay bleibt ungeschlagen, sah heute aber lange Zeit nicht überzeugend aus, wackelte eine Halbzeit lang bedrohlich und durfte sich mehr bei des Gegners Dummheiten bedanken. Die Packers kamen erst im dritten Viertel auf Touren, zeigten dann einige schöne Drives mit in Ansätzen dem Passspiel, das Rodgers heuer so abhebt.

Detroit hatte lange Zeit mit überflüssigen Strafen zu ungünstigsten Zeitpunkten zu kämpfen, gab dreimal den Ball ab (eine unglücklich, großartig vom Gegner abgefälschte INT, ein Superspielzug für CB Woodson) und litt unter dem Verlust von RB Smith und der ausgedünnten Secondary in der zweiten Halbzeit (im ersten Drive im dritten Viertel wurde 3-4x die gleiche Zone ausgespielt) und generell unter zuviel Volatilität in der eigenen Offense. Kann man einordnen unter „Tag für die Grütze“, da immer wieder die einfachen Dinge misslangen.

Bedenklicher war der Ausschluss Suhs. Auch wenn der bisherige Ruf dieser Mannschaft und dieses Spielers mehr unmotiviertem Medienrummel und oberflächlicher Spielbetrachtung zuzuschreiben war: Ein Führungsspieler, vielleicht der wichtigste Führungsspieler in der gesamten Mannschaft, darf sich keine solche Aktion leisten. Nicht bloß nicht in dieser Situation. Überhaupt nicht.

Für Detroit wird es nun knüppelhart: Nächsten Sonntag @New Orleans im Sunday Night Game, Minnesota, @Oakland, San Diego, @Green Bay, wenn die Packers vielleicht um 16-0 spielen.

Aus Packers-Fan sieht es hinsichtlich „Perfect Season“ immer besser aus – ich wäre allerdings weiterhin ob des „soften“ Defensive Backfields besorgt. New England spielte letztes Jahr ähnlich, riss sich mit Unmengen Interceptions aus der Scheiße, aber als es drauf ankam, gelangen der Offense ein paar Punkte weniger als gewohnt – und aus war das Ding. Die NFC könnte die eine oder andere passgewaltige Offense in die Playoffs schicken – ich denke da zuerst an New Orleans.

Damit ab nach Dallas… back in a few minutes.

[21h28] Detroit 8, Green Bay 27. Runde drei Minuten vor Schluss der letzte Sargnagel.

[21h21] Drop, Sack, unmotivierter Kurzpass. Uninspirierte Angriffs“serie“ der Detroit Lions, die damit mit hoher Wahrscheinlichkeit die paar % Restchance verlieren.

[21h14] Schwartz goes Belichick… oder so. Die schwer angeschlagene Secondary wird nun von WR #82 Rashied Davis verstärkt, der gleich mal auf Green Bays Einser-Receiver Jennings abgestellt wird. 9:36 vor Schluss muss Green Bay punnten.

[21h05] Detroit 8, Green Bay Bay 24/TD Williams, Q4 13:17. Gegen eine zurückhaltende Defense der Packers kommt Detroit zu einem lockeren Touchdown. Braucht keine False Starts und Holdings, und ehe sich die Packers versehen, hat der dritte oder vierte Running Back #34 Williams drei Tackles zum TD gebrochen.

[20h58] Detroit 0, Green Bay 24. Green Bay nimmt einen Fumble seines QB Rodgers‘ auf und kann dadurch ein Field Goal schießen. Ende drittes Viertel – kein  gutes Viertel aus Lions-Sicht.

[20h51] Gefundenes Fressen für die Handschuh-Fraktion: Stafford wird erneut schnell abgefangen, dritte INT. Diesmal ein großartiger Spielzug für CB Charles Woodson, der Pettigrew von hinten völlig überrumpelt und in einen erneut eigentlich ordentlichen Wurf springt. Das Spiel ist mehr oder weniger gelaufen.

[20h45] Detroit 0, Green Bay 21/TD Jones, Q3 5:36. Nächster Spielzug: Play-Action, Safety beißt an. #89 James Jones kann 65yds durchlaufen. Detroit war schon öfters 20pts hinten, aber heute ist die Pest drin.

[20h42] INT gegen Stafford. LB #49 Francois mit einem starken, athletischen Spielzug, pflückt einen gelupften Stafford-Pass über die Mitte runter. Wird für die Lions nicht einfacher.

[20h35] Detroit 0, Green Bay 14/TD Kuhn, Q3 9:12. Der hirntote Moment gegen Suh bringt Green Bay den Touchdown. Erneut eine starke Defensivvorstellung der Lions in der RedZone, erst im fünften, sechsten Versuch kommen die Packers durch. Für Green Bay startete der Drive ordentlich, man fand auf seiner linken Angriffsseite dreimal en suite ein gutes Matchup (TE Finley, WR Driver, WR Jennings), ehe man sich in der RedZone das Leben mit False Starts schwer machte.

[20h18] DT Ndamokong Suh tut was für seinen Ruf. Detroit stoppt Green Bay an der GoalLine bei 3rd down und Suh verliert völlig die Contenance, tritt gegen einen am Boden liegenden Blocker ohne ersichtlichen Grund nach. Folge: Neue Angriffsserie Packers, Ausschluss gegen Suh.

[20h09] Aus der Kategorie „fettes Geflügel“: Mahlzeit.

[20h01] Halbzeit Detroit Lions 0, Green Bay Packers 7.

Furchtbares Clock-Management erneut von den Lions kurz vor der Pause. Alles in allem eine frustrierende Halbzeit aus Lions-Sicht: Detroit ist eigentlich die klar bessere Mannschaft, dominiert die Offense Green Bays bisher nach Strich und Faden (lächerliche 86yds für GB-Offense) und QB Aaron Rodgers kriegt überhaupt keinen Rhythmus zusammen, trotz zweier böser Ausfälle der besten Defensive Backs Detroit.

Auf der anderen Seite sieht Detroits Angriff immer wieder für eine Handvoll Spielzüge ordentlich aus, um sich dann mit überflüssigen Strafen das Leben schwer zu machen. Die eine INT gegen Stafford war sicher unglücklich, weil großartiger athletische Aktion Picketts, aber Stafford hätte Momente später fast eine weitere, viel bösere INT geworfen.

Man werfe die unglücklich agierende Schiedsrichter-Crew und die fehlende Stadion-Atmosphäre ins Spiel und wir haben ein eher enttäuschendes Spiel.

[19h55] Die Defensive Line der Lions stoppt trotz erneuter Phantom-Strafe, diesmal gegen #93 Vandenbosch, die Packers. Nach dem folgenden Punt bricht eine kleine Schlägerei, ein Special Teamer der Packers wird ausgeschlossen. 30sek to go, Detroit mit 1 Timeout, könnte noch einmal auf Punktejagd gehen. Remember: Green Bay kriegt in Halbzeit zwei als erstes den Ball.

[19h52] Erneut gehen die Lions über das halbe Spielfeld, werden plötzlich an der 40yds Line ultrakonservativ, lassen die Uhr runtertickern, verpassen ein 47yds Field Goal mit 67sek zu gehen.

[19h40] Detroit 0, Green Bay 7/TD Jennings, Q2 4:51. Simple Flat-Route für #85 Greg Jennings, 4yds-TD.

[19h34] INT gegen Stafford. DL Pickett fälscht einen Pass Staffords direkt in die Arme Clay Matthews‘ ab. Green Bay kriegt einen Spielzug später eine PI, hat nun 1st and goal an der 1yds line.

[19h32] Das Spiel wird unansehnlicher. Kaum ein Spielzug ohne Strafe. Nur, als es wirklich eine Strafe hätte geben können (CB gegen Jones bei 3rd down), bleiben die Flaggen im Hosensack. Nur noch etwas mehr als 6min in der ersten Halbzeit.

[19h25] Green Bays Angriff kommt heute nicht recht auf Touren und braucht eine Phantom-Strafe gegen Detroit (Pass Interference gegen #21 Wright), um überhaupt ein zweites 1st down zu schaffen. Auf Lions-Seiten betritt auch CB #23 Houston das Lazarett, nachdem RB Smith und S Delmas questionable sind.

[19h12] Während bei den Lions FS#26 Delmas und der Wunder-RB #30 Smith riskieren, mit Verletzungen rauszugehen, begleitet uns die wunderschöne Klaviervariante des Fox-Musikthemas in das erste Timeout im zweiten Viertel. Immer noch 0-0, weil beide Offenses noch nicht richtig konsequent bzw. konzentriert wirken.

[19h00] Die Lions deuten im zweiten Drive eine starke Offensive Line für RB Kevin Smith an, der sich recht schon durchtänzeln kann. Dazu ein paar Handoff-Fakes und ein fanstarker RB Morris – am Ende macht erneut ein Holding  den Drive kaputt. Aus Lions-Sicht hoffnungsvolle Drives.

[18h45] Beide Offenses müssen im ersten Drive punten. Detroit zerstörte sich seinen Drive per Holding-Strafe während eines wunderbaren Laufs RB #30 Smiths. Green Bay scheiterte an enger Deckung der Lions.

[18h41] Bei Wikipedia unter der 17jährigen Hymnensängerin bereits drin:

Messed up the national anthem on national television on Thanksgiving pre-game show on Fox.

[18h36] Kleine technische Anmerkung: Weil ich noch über keine CSS-Upgrades verfüge und WordPress unerklärlicherweise den Link aus dem Header genommen hat, kehrt vorerst der geliebte F5-Ersatzbutton oben zurück.

[17h35] Erntedankfest wird hierzulande Mitte Oktober gefeiert, mit hohem Korrelationsfaktor zu Rot- und Weißwein jeglicher Sorte, einer Portion Surfleisch, jeder Menge Kraut, Krapfen und gebratener Kastanien. Ein netter Törggeleabend, ein Aufmarsch mit der Musikkapelle samt Umtrunk am Sonntagmorgen danach, datt war’s.

Amerikaner feiern eineinhalb Monate später, aber was heißt da „feiern“? Thanksgiving ist als Erntedank- und Gründervätergedenkfest nicht bloß der größte US-Familienfeiertag, größer als Weihnachten und viel größer als der Independence Day. Thanksgiving ist ein wirtschaftliches und sozio-kulturelles Megaevent, inklusive Vertilgung kochkesselgroßer Truthahnschnitzel und der Amerikaner wäre nicht Amerikaner, würde nicht am Tag danach, dem morgigen „Black Friday“, auch der Rubel richtig anrollen: Sturm auf die Einkaufszentren, Beginn des vorweihnachtlichen Konsumwahnsinns.

Und mittendrin fliegen die Eier, heute in der NFL (Preview) und im Verlauf des Wochenendes auch im College Football mit unzähligen „Rivalry Games“. Insbesondere die Texaner kommen schon am heutigen, „eigentlichen“ Thanksgiving-Tag voll auf ihre Kosten, mit Dallas Cowboys – Miami Dolphins aus der NFL (21h30 MEZ) und später dem vermutlich letzten „Lone Star Showdown“ zwischen den Texas Longhorns und Texas A&M Aggies (02h MEZ/ESPN-Player).

Den Anfang aber machen die Detroit Lions und die Green Bay Packers in einer knappen Stunde (18h30 MEZ). Es ist das meistgehypte traditionelle Thanksgivingspiel der Lions, seit ich denken kann (okay, ist nicht allzu lange. Aber auch die Ü60 würden ähnliches behaupten).

Bis dahin gibt’s noch einen Teller Gerschtnsuppe. Man sieht sich.

Thanksgiving-Preview 2011

Noch bevor Christopherus Kolumbus Anno 92 den amerikanischen Kontinent entdeckte, wurden in Detroit und Dallas zum Fest der fetten Truthähne die ersten Footballspiele ausgetragen. Thanksgiving und Football gehören in den Staaten zusammen wie Kraut und Wein zum Törggelen. Je nach Ortslage zum Frühstück oder Mittagessen die Lions, zum Mittagessen oder Kaffekränzchen die Cowboys und seit einigen Jahren zum Kaffekränzchen oder abends einen für NFL Network servierten Kracher mit rotierenden Mannschaften. Eine Tradition, die auch 2011 noch Bestand hat. ESPN America ist dabei. Ergo sind wir auch dabei.

Detroit Lions – Green Bay Packers

18h30 LIVE bei ESPN America und SPORT1+

Über Jahre wurde gestritten, ob man dem Bettvorleger Detroit Lions die Lizenz zu Thanksgiving streichen sollte, um ein quotenträchtigeres Kaliber für diesen attraktiven Sendeplatz zu reservieren. Auf persönlichen Wunsch von Sideline Reporter hin unterließ die NFL diese Anpassung, wodurch sich wenigstens einmal pro Jahr die Gelegenheit bot, meine Lieblingsmannschaft im TV zu sehen. Dass die Lions jahrein, jahraus abgeschlachtet wurden, spielte keine Rolle.

2011 plötzlich ein verändertes Bild. Detroit hat mit sieben Saisonsiegen bereits die erfolgreichste Saison der letzten 10-15 Jahre erreicht (!) und trifft auf einen Gegner on mission: Green Bay ist noch ungeschlagen und strebt nach der Perfect Season. Das heutige Duell mit den Lions wird allgemein als schwerster verbleibender Brocken auf dem Weg zu „16-0“ gesehen. Treppenwitz: Vor drei Jahren komplettierte Detroit mit einer Heimniederlage gegen Green Bay die sieglose 0-16er Saison, von der heute gefühlt nicht mehr viel übrig ist.

So dürfte das Matchup für die Lions auch nicht hoffnungslos sein – auch die jüngsten Aufeinandertreffen waren enge Spiele. Detroits Defense wird von Woche zu Woche besser, dominanter. Die Defensive Line und insbesondere der außerordentlich dynamische DT Ndamukong Suh spielen wuchtig und elektrisierend, da werden selbst Sorgen in der unerfahrenen, verletzungsgeschwächten Secondary übertüncht. Dazu kommt, dass mittlerweile auch die Schotten gegen Ground Game zugemacht werden (irgendeine wichtige Statistik spuckt Detroit als siebtbeste Run-Defense 2011 aus).

Man kann gegen die Mannen von Jim Schwartz bei Vorsprung nicht einfach den Laufspielmodus anschalten und die Uhr runterticken lassen, insbesondere auch nicht, weil die Offense um QB Matthew Stafford und WR Calvin Johnson immer für das eine oder andere Big Play gut ist und in dieser Saison mehrfach die Tendenz gezeigt hat, plötzlich mitten im Spiel heißer als Frittenfett zu werden und vier Angriffsserien in Folge mit Touchdowns zu beenden. Dazu kommt: Was man gegen Green Bay über die Luft so zurücklegen kann, haben die vergangenen Wochen gezeigt.

Trotzdem wird Detroits beste Siegchance ein Spiel mit wenigen Punkten sein. Ich glaube nicht, dass Detroit ein Shootout mitgehen könnte, da man in diesem Fall ziemlich schnell eindimensional in den Stafford-Modus umschalten muss. Weil Stafford, die große Serie gegen Caroliona mal außen vor gelassen, nicht der allerkonstanteste ist, kein gutes Rezept.

Heißt: Gegen den besten „Schnellstarter“ der NFL – QB Aaron Rodgers – wird es darauf ankommen, nicht zu schnell hoch in Rückstand zu geraten. Rodgers gilt als ungeduldig und neigt in der Crunch Time zu Fehlern, wenn ein knappes, punktearmes Spiel „on the line“ ist. Und wenn Detroit Green Bay eines heuer mit Sicherheit voraus hat, dann ist es das Wissen, auch in engen Spielen bestehen zu können.

Dallas Cowboys – Miami Dolphins

21h30 LIVE bei ESPN America und SPORT1+

Weil es jedes Jahr eine Auswärtsmannschaft aus der AFC braucht, damit auch CBS beim Übertragen zu Thanksgiving zum Zuge kommt, sind diesmal im Cowboys Stadium die Miami Dolphins zu Gast. Nach drei Siegen en suite für die Dolphins gibt es nun sogar einen Grund, hier reinzuschalten. Die geschlagene Konkurrenz liest sich nicht wirklich wie die Créme de la Créme (Kansas City, Washington, Buffalo), aber die im Sturzflug befindlichen Bills mit 27 Punkten abzufiedeln, ließ dann doch aufhorchen.

QB Matt Moore liefert seit Wochen ansprechende Zahlen, bringt im November 71% der Pässe an den Mann und war zuvor bei den Giants auch nicht unterirdisch gewesen, während RB Reggie Bush auch für halbwegs Laufspiel sorgt. Bushs Counterpart im Cowboylager ist Rookie DeMarco Murray bei den Cowboys, der in vier Spielen zuletzt 601yds erlaufen hat und als heiße Ware gehandelt wird. Dank Murray können die Dallas Cowboys eine ausgeglichene Offense spielen.

Es ist ein interessantes Spiel, weil man Aufschlüsse über den wahren Leistungszustand der Dolphins bekommt: Waren es bloß die schmarotzten Siegen über Laufkundschaft oder geht die Mannschaft tatsächlich in Richtung der einst von mir prognostizierten Playoff-Außenseiterchance? Interessant auch zu beobachten, wohin die Reise für die Dallas Cowboys führen wird, die sich angesichts der Divisionskonstellation (NYG 6-4, DAL 6-4, PHI 4-6) eigentlich keine Niederlage leisten können und im Gegensatz mit einem Heimsieg mächtig Druck auf die Schultern der Giants und Eagles laden können (die beiden spielen gegen New Orleans respektive New England).

Baltimore Ravens – San Francisco 49ers

02h LIVE bei ESPN America und SPORT1+
Freitag, 12h Tape ESPN America
Freitag, 8h25 und 18h25 Tape SPORT1+

Einmal Schmalzkübel bitte für das Bruderduell der Head Coaches: Baltimores John Harbaugh gegen San Franciscos Jim Harbaugh, das vermutlich erste NFL-Spiel zweier Brüder auf dem Cheftrainersessel. Leicht zu erkennen, warum das NFL Network sich für genau diese Partie entschied.

An Bedeutung gewinnt die Partie durch die überraschende Saison der 49ers, die mittlerweile zwei Spiele Vorsprung auf den #3-Seed in der NFC haben und sensationell bei 9-1 Siegen stehen. Man ist keine Mannschaft für Genusszuschauer, glänzt aber mit hartem, konsequenten Spiel und ließ sich zuletzt nicht mal vom Ausfall RB Frank Gores gegen die starken New York Giants beeindrucken. Das sind alles keine glanzvollen Siege, aber es sind Siege, die sich „verdient“ anfühlen.

Während San Francisco in der NFC durchaus als Top-Team angesehen werden darf, muss in der AFC selbiges für die Baltimore Ravens gelten, die zwar immer wieder unerklärliche Niederlagen gegen die „Kleinen“ einstreuen, aber gegen Teams auf Augenhöhe heuer zu gewinnen pflegen. 7-3 Siegbilanz ist IMHO unter Wert verkauft für die Ravens, die ab und an zu wenig auf RB Ray Rice zu bauen scheinen und QB Joe Flacco das Spiel zu sehr in die Hand drücken, aber mit ihrer Defense in jedem Spiel eine Chance haben werden, und wenn sie fünfmal den Ball herschenken.

Gegen San Francisco könnte jedoch genau dies der richtige Weg sein – also, sich primär auf Flacco zu verlassen – da die einzige augenscheinliche Schwäche der Niners bisher die Pass-Defense war. Man macht zwar INTs, lässt viele Yards zu – in einem Spiel mit potenziell wenigen Punkten und mehreren Field Goals (*) eine nicht ganz zu verachtende Taktik. Bleibt also das 49er-Hoffen auf einen Totalausfall für den unkonstanten deep threat WR Torrey Smith.

(*) Noch eine mir nicht ganz zu verachten scheinende Statistik: San Francisco gewann heuer fünf von sechs Spielen, die mit einem Score Differenz endeten. In allen fünf Spielen verwertete Kicker Akers ein langes Field Goal über 50yds. Der NFL-Schnitt für solche Versuche: 68%. Akers heuer: 100%.

Im Duell Harbaugh gegen Harbaugh würde ich hier meine Jetons auf den John setzen.