Thanksgiving 2011: Dallas Cowboys – Miami Dolphins

Als Info: Ich werde mir das Nachtspiel ansehen bis ich einschlummere. Da ich morgen früh raus muss, werde ich kein Liveblogging mehr machen.

[01h29] Endstand Dallas Cowboys 20, Miami Dolphins 19.

Ich habe keine Ahnung, wie gut oder schlecht die beiden Teams momentan sind, dafür war das zu viel Achterbahn von beiden Seiten. Beide Offenses mit 1-2 sehr guten Drives, die Dolphins gefühlt etwas runder, hatten aber massive Probleme in der RedZone und verschenkten wenigstens einen TD leichtfertig. Ähnliches gilt für die Defenses: Miami phasenweise mit dominanter Vorstellung, zwang Romo zwischendurch zu einem sensationellen Drive, während Dallas sporadisch pflegte, die Pocket zu zerbröseln.

Am Ende des Tages könnten beide Sieger sein. Dallas für das Playoffrennen, Miami für den Draft. Wobei: Die Dolphins könnten ohne weiteres auch anstelle von „3-8“ bei „7-4“ stehen:

  • 16-17 in Cleveland
  • 17-20 in New York (Giants)
  • Freak-Niederlage 15-18 OT gegen Denver
  • 19-20 heute in Dallas

Das Team ist trotz der zwischendurch sehr schwachen Defensivvorstellungen eindeutig unter Wert geschlagen.

[01h24] K Bailey versenkt. Dallas gewinnt 20-19.

[01h23] Romo ist der Holder.

[01h20] Dallas in der RedZone, unter zwei Minuten zu spielen, Miami ohne Timeouts. Das sind die Momente, in denen ich mal einen Coach einen intentionalen TD aufgeben sehen möchte, obwohl der Gegner einen Rookie-Kicker hat und das Field Goal immer noch runde 30yds lang sein wird. Sparano ist dead man walking, warum sollte er dieses Risiko nicht mal probieren? Viel kleiner kann die Siegchance dann auch nicht sein.

[01h11] Bush, Scramble, Incompletion. 2:59 vor Schluss kriegt Romo die Chance zum Sieg-Drive. Es braucht nur ein Field Goal.

[01h47] 4:47 vor Schluss muss Dallas punten. Miami dürfte unter dem als unkreativ geltenden PlayCaller Brian Daboll nun humorlos dreimal laufen – mal schauen, ob #22 Bush oder #33 Thomas reinkommen.

[01h00] Dallas 17, Miami 19/Q4 7:14. Dallas bringt massivsten Pass Rush, aber Moore orchestriert die Offense trotzdem mit quicken Pässen das Spielfeld runter, u.a. auch dank eines fantastischen Catches von „Slot-WR“ #15 Bess. An der GoalLine scheitert Miami erneut, diesmal kein augenscheinlicher Fehler Moores auszumachen. Der nicht gemachte TD könnte allerdings noch böse schmerzen.

[00h53] Übernächstes Play: Bush über die Mitte. Minus 3yds.

[00h51] Hehe, der Simms möchte den längst Hopfen und Malz verlorenen Reggie Bush zum „every down back“ hochpushen.

„He has convinved me that he can go between the tackles.“

Next play: Bush wird für -4yds über die Mitte niedergemacht.

[00h40] Dallas 17, Miami 16/TD Robinson, Q4 14:31. Sensationeller Drive Romos, der sich beim TD-Pass die Zeit kaufen muss und Robinson in der Ecke der EndZone findet. Einen Play vorhin wurde Romo von einem blitzenden Linebacker derart abgeschossen, dass ESPN wohl innerhalb von 45sek einen Blogeintrag online haben wird, der Misi „dirty“ bezeichnet. Romo brachte diesen Ball trotzdem zum 1st down zu seinem Witten. Der fiel out of bounds und machte ein Cheerleader-Mädel glücklich.

[00h36] Ende drittes Viertel. Romo hat wieder in den „Playmaker“-Modus umgeschaltet, treibt Dallas trotz kollabierender Pocket gerade in Richtung RedZone.

[00h30] Dallas 10, Miami 16/TD Marshall, Q3 3:54. Deep threat Marshall, oder so. Zwei Bogenlampen Moores nacheinander, aber über die Deckungsarbeit des Defensive Backs #20 Ball dürfte noch reden sein. Das Backfield der Cowboys ist besorgniserregend. Dafür ein fantastischer TD-Catch Marshalls, der den Ball fängt, obwohl CB #41 Newman ihm fast den Hals abreißt.

[00h27] Hehe, ob Phil Simms nach diesem tiefen Ball bei 3rd and 13 auf WR #82 Hartline immer noch der Meinung ist, der Draw vorhin wäre ein „good call“ gewesen? 41yds Raumgewinn, Miami nähert sich so langsam wieder FG-Reichweite.

[00h12] Dallas 10, Miami 9. Nächste verschenkte Chance. Miami mit einem grundsoliden Drive, der zwischendurch richtig „Drive“ hat, aber ganz nahe an der GoalLine verpasst Moore ohne viel Druck bei 3rd and 4 links draußen einen schlecht gedeckten Receiver. Miami muss das kurze Field Goal nehmen. Da war mehr drin.

[23h40] Halbzeit Dallas Cowboys 10, Miami Dolphins 6.

Ähnliches Thema wie vorhin in Detroit. Hier schießen sich die Dolphins permanent ins eigene Knie, schenkten den Cowboys den einfachsten Touchdown der Welt und verkickten ein eigenes Field Goal. Dabei sieht der Angriff immer dann halbwegs solide aus, wenn Dallas nicht mit massiertem Pass Rush der Wege kommt – was zuletzt immer öfters passierte und in mehreren hirnlosen Moore-Pässen resultierte (min. 1 INT gedroppt).

Dallas‘ Offense ist eine Achterbahn, weil Romos gelupfte Bälle abgefangen werden. Es gibt dann die lichten Momente – aber aus Cowboys-Sicht dürfte es alarmierend sein, dass der Einmann-Pass Rush der Dolphins – Cameron Wake – schon drei Drives mit mächtigen Aktion beim 3rd down kaputt machte.

Insgesamt nicht das allerschönste Spiel. Aber interessant, weil wir zwei nicht voll zuverlässige Quarterbacks sehen, die etliches probieren, um den Angriff in Schwung zu bekommen.

[23h32] Dallas 10, Miami 3/TD Robinson, Q2 55sek. Take that, Matt Moore!

[23h30] Wenn Dallas selbst nichts zustande bekommt, muss eben Matt Moore nachhelfen. 3rd down, Moore lässt den dritten oder vierten Snap in diesem Spiel durch die Finger flutschen – und diesmal schmerzt es: Dallas erobert den Ball, hat 62sek vor Halbzeit an der 5yds Line den Ball.

[23h28] Incomplete. False Start. Punt. Einspieler. False Start. Es geht weiter! 1:45 für Miami, drei Timeouts, an der eigenen 23yds Line.

[23h24] Seufz. Punt. Werbepause. Spielzug. Timeout. Werbepause. Spielzug. 2min Warning. Werbepause.

[23h18] 3rd-and-18 mit dreieinhalb Minuten in HZ #1 auf der Uhr. Die Dolphins sagen einen Draw über RB Reggie Bush an, der zwar 11yds bringt, aber völlig überraschend viel zu kurz für’s 1st down ist.

Phil Simms: „Good call“.

[23h11] Dallas 3, Miami 3. Ein Drive, bei dem mehr drin gewesen wäre. Dallas wirkt heute bei Passspiel erstaunlich undynamisch. Sieht wie nach Halbgas aus. Man wird nun davon zu zehren beginnen, dass die Dolphins so wenig aus ihren durchaus vorhandenen Möglichkeiten gemacht haben.

[23h03] 9:40 im zweiten Viertel verschießen die Dolphins via Shayne Graham (dürfen wir den nächsten Kicker Shame taufen?) ein längeres Field Goal, aber es erstaunte, wie selbst ein Tight End wie Fasano gegen einen Cornerback Zeit und Platz gewinnen kann, und wie wenig konstant Dallas Moore wirklich unter Druck setzen kann. Spürt Moore Druck, wird Moore schnell ratlos oder panisch. Kriegt Moore Zeit, bringt er bislang alles an die offenen Leute.

[22h45] Dallas 0, Miami 3. Anschauungsunterricht für die, die QB Matt Moore NFL-Mittelklasse absprechen wollen: 3rd down. Null Pass Rush, aber in der EndZone alles abgedeckt. Moore wird panisch und wirft den Ball einfach in die Ränge, anstelle per lockerem Scramble einfach die 3yds zum 1st and goal zu holen: Rechts seines Centers war meterweise Raum und Moore ist keine Statue vom Schlag eines Leftwich. Verschenkte Yards, vermutlich verschenkter TD.

[22h41] … und die nächste INT gegen Romo. Wieder rechts runter geworfen, diesmal springt CB #24 Shaun Smith dazwischen und fängt das Ei ab. Diesmal könnte es richtig schmerzen, da Miami dadurch bereits bedrohlich nahe an der EndZone starten kann.

[22h31] Zweiter Drive der Dolphins und diesmal macht WR #81 Laurent Robinson den Fehler: Romo erkauft sich gegen mauen Pass Rush der Dolphins locker die Zeit und wirft aus der EndZone heraus einen genauen Ball in die Hände für Robinson, der locker 40yds hätte draus machen können. Allein: Ohne Druck gleitet das Ei durch Robinsons Finger.

[22h25] Die Miami Dolphins kommen überraschend aggressiv aus der Kabine und probieren einfach mal einen ganz tiefen Ball auf den nicht als Sprinter bekannten WR Marshall – nicht komplettiert, aber allein das Zeichen zählt.

[22h21] Die Dallas Cowboys führen sich mit einer INT gegen QB Tony Romo ein. Stundenlang in der Luft hängender Ball rechts runter auf TE #80 Bennett, den CB Davis antippen und abfangen kann. Was bei den Dolphins auffiel: Sie operierten mehrmals mit „Zone-Blitzing“, plötzlich standen nur mehr drei Pass Rusher in der Line.

[22h05] Nach der Heimniederlage der angeblich „schmutzigen“ Lions gleich ein paar tausend Meilen weiter in den Süden, ins texanische Herz, wo gleich Dallas gegen Miami beginnen wird.

20 Kommentare zu “Thanksgiving 2011: Dallas Cowboys – Miami Dolphins

  1. Ah heut zu Anfang mal wieder Pannen-Romo.
    Wahrscheinlich gibts auch wieder ne Phase mit dem Wunder-Romo, aber auf Dauer kann man sich einfach immer drauf verlassen, dass er irgendwann wieder zu Pannen-Romo wird.

  2. Warum haust du eigentlich nicht auch auf Tony Romo drauf ? Immerhin hat der sich auch mit 2 Interceptions eingeführt.

  3. Hehe. JA das Stimmt. Ich finde Moore gar nicht schlecht, aber wie er sich sacken lässt. Rex Grossmann muss Freudentränen in den Augen haben!

  4. @mark
    Romo-Bashing ist langweilig. Romo ist bei Zeiten genial, aber unberechenbar. Moore ist für mich interessanter, weil ich ihn nicht so kenne. Aber Moore erweist sich als recht biederer, berechenbarer QB.

  5. zwei absolut treffende Begriffe. irgendwas mit „ängstlicher Hosenscheißer“ würde mir persönlich noch fehlen..

  6. Er verspielt gerade en Menge Kredit bei mir. Dennoch die Dolphins Defense hällt das Team noch im Spiel. Allein Romo hat heute schon 2 picks geworfen, sollte normal keine mehr dazu kommen.
    Andererseits, wenn einer weiß wie man ein Spiel weg werfen kann, dann Romo

  7. Mal ne Frage an die Experten hier ( ich schaue ja noch net sooooo lange Football) Für mich waren das 2 unterworfene Würfe die von der Blown Coverage der Boys profitierten.
    Oder waren die Würfe besser als sie für mich aus sahen?

  8. Nein. Die Coverage war nicht blown. Der erste war von Ball schlicht nicht verteidigt und der zweite kann gegen einen physischen Receiver schon einmal passieren, auch wenn der Safety für mich den falschen Receiver aufgefasst hat…

  9. „Blown Coverage“ ist übertrieben. #20 Ball deckte – sagen wir diplomatisch – suboptimal (ergo Einzelfehler), beim zweiten hing #41 Newman wie eine Klette am Receiver, der Safety war für mich jetzt nicht klar zu sehen, was der machte.

    „Unterworfene Bälle“? Nope.

  10. und da isser wieder, der unglaubliche Romo 🙂
    zwei völlig verkorkst schienende Plays mit nem Pass Rusher am Fuß trotzdem in +20yds Raumgewinn umgemünzt… wird mal wieder Zeit für ne Panne…

  11. OK danke für die Antworten. Korsa du hast es mit dem Wort bogenlampe gut beschrieben. Die Verteidigung beim ersten Pass sah schon sehr gewöhnungsbedürftig aus.

  12. Das fällt bei der Dallas Pass-D schon seit zwei Wochen auf. Das sie bei Men-to-Men Coverage einfach nicht in der Lage sind Kontakt zu halten und den Kopf zum QB bekommen. Dadurch bekommt man dann auch bei ungenauen Würfen häufiger mal eine PI weil man einen Ball verteidigt der so gar nicht da ist…

    Ist auf jeden Fall eine große Baustelle.

  13. Miami könnte tatsächlich einen ganz anderen record haben als sie nun real haben, aber das ist alles hätte-wäre-wenn.

    Ohne jetzt eine Diskussion über Matt Moore starten zu wollen:
    Glaubt jemand ernsthaft, dass die Fins keinen QB draften werden?
    Einen Top8-Pick werden sie wohl bekommen, die kommende QB-class sieht stark aus und die letzte QB-Klasse, die als vermeintlich schwach galt, hat (auch als Starter) ziemlich überzeugt.

  14. Es gilt abzuwarten. Der Owner wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Trainerstab auswechseln, dann wird man sehen, wohin die Reise geht.

    Tendenziell litten die Dolphins aber in den letzten Jahren stets neben sportlicher Misere auch an fehlender „Star-Power“, galten als völlig irrelevant selbst in der eigenen Stadt.

    Ich denke deswegen auch, dass sie alles daran setzen werden, einen Quarterback zu bekommen. Moore ist nicht mehr als ein blasser Bürokrat, und Miami hat eigentlich einen sehr guten Mannschaftskern beisammen: Junge Offensive Line mit vielen hohen Picks, gute Wide Receivers, guter Pass Rush, ordentliche Linebackers.

    Ich glaube, wenn da ein junger, für Offense offener Trainerstab kommt, könnte Miami ein kleines Paradies für einen jungen Quarterback sein.

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