Die beste Footballwoche des Jahres (UPDATE)

Ausgedehntere Previews werden folgen. Vorab nur so viel: Die vier Tage hin zum letzten Novemberwochenende sind Jahr für Jahr ein persönlicher Favorit.

  • Thanksgivingspiele in der NFL.
  • Black-Friday und „Rivalry Weekend“ im College Football.
  • Grey Cup in der Canadian Football League.

Im Prinzip kann man morgen, 18h30 die Glotze anwerfen und bis Dienstagabend nur Live- und As-Live-Spiele schauen. Oder zur Abwechslung auf die Homepage von TSN gehen, um den Live-Stream des Grey Cups zu gucken (könnte funktionieren, Link folgt weiter unten).

Die CFL ist heuer auf diesem Blog sehr kurz gekommen. Das hatte seine Gründe: ESPN America bringt keine Spiele und Tapes mehr. Und mir fehlte schlicht die Zeit, noch irgendwo die bei TSN abgeladenen Aufzeichnungen reinzuziehen. Hätten die Saskatchewan Roughriders vorne mitgemischt, vielleicht hätte ich mehr Interesse an der CFL 2011 gefunden. Weil aber manchmal ganz tief aus dem Inneren der Erfolgsfan durchschimmert und Saskatchewan heuer ungewohnt abschmierte, blieben die Streams schwarz.

Sonntag/Montag um 0h30 spielen die Winnipeg Blue Bombers die B.C. Lions aus Vancouver um den 99. Grey Cup, die älteste noch existierende Footballtrophäe der Welt. Ein Hingucker dürfte der wunderschöne, renovierte BC Place sein. Winnipeg erlebte heuer eine Cinderella-Saison, gewann völlig überraschend den Osten mit seiner defensiven Spielweise, verlor gegen Ende der Regular Season seinen Rhythmus (7 der letzten 10 Spiele verloren), putzte allerdings vor wenigen Tagen in klirrender Kälte die heißen Hamilton Tiger-Cats mit einer fulminanten Defensivleistung. Ganz anders kommen die Lions daher, die nach 1-6 Start mal eben 10 der letzten elf Spiele holten, unter anderem dank des effizienten Quarterbacks Travis Lulay (nur 58% completion Rate, aber 32:11 TD/INT-Verhältnis). In der Frühphase der Regular Season trafen die beiden Teams schon zweimal aufeinander. Beide Male gewann Winnipeg – der Aggregatzustand beider Teams hat sich allerdings seit August mächtig verändert.

Am Sonntag während der Conference-Finals soll die Geolocation keinen Fehler angezeigt haben – nicht ausgeschlossen, dass der offizielle TSN-Stream bei uns funktionieren wird. Der Kundendienst hat keine Auskunft gegeben. Hier geht’s zum offiziellen Stream. Wer nur die Aufzeichnung „as-live“ vom Grey Cup oder einem Großteil der weiteren Spiele sehen will: Hier entlang (Rubrik „Video Library“/“CFL on-demand“). Alles offiziell abgesegnet. (***)

Ich habe nun die Rückantwort aus der TSN-Zentrale bekommen:

Hi xxx,

The live stream is only available in Canada.
The game will be available on-demand at the conclusion of the live broadcast on TSN.ca

Thanks,

xxx
TSN Audience Relations

Also wohl kein offizieller Livestream über die TSN-Homepage außerhalb Kanadas.

Zum restlichen TV-Programm, wie es sich heute, Mittwoch 18h30 präsentiert:

Donnerstag

14h30 CFB Tape ESPNA: Stanford – Cal (von letzter Woche)
18h30 NFL live ESPNA/SPORT1+: Detroit – Green Bay
21h30 NFL live ESPNA/SPORT1++: Dallas – Miami
02h00 NFL live ESPNA/SPORT1+: Baltimore – San Francisco

Freitag

08h25 NFL Tape SPORT1+: Baltimore – San Francisco
09h30 CFB Tape ESPNA: Alabama State – Tuskegee (“Turkey Day Classic“)
12h00 NFL Tape ESPNA: Baltimore – San Francisco
14h30 CFB Tape ESPNA: Texas A&M – Texas
18h30 NFL Tape SPORT1+: Baltimore – San Francisco
21h30 CFB live ESPNA: Louisiana State – Arkansas
01h00 CFB live ESPNA: West Virginia – Pitt
04h15 CFB live ESPNA: Arizona State – Cal

Samstag

07h30 CFB Tape ESPNA: Nebraska – Iowa
10h00 CFB Tape ESPNA: Miami/FL – Boston College
12h30 CFB Tape ESPNA: Arizona State – Cal
15h00 CFB live ESPNA: College GameDay aus Auburn
18h00 CFB live ESPNA: Michigan – Ohio State („The Game“)
21h30 CFB live ESPNA: Auburn – Alabama („Iron Bowl“)
02h00 CFB live ESPNA: Stanford – Notre Dame

Sonntag

07h00 CFB Tape ESPNA: Georgia Tech – Georgia („Clean, Old-Fashioned Hate“)
09h30 CFB Tape ESPNA: Wisconsin – Penn State
12h00 CFB Tape ESPNA: Stanford – Notre Dame
19h00 CFB Tape Eurosport2: Indiana – Purdue („Old Oaken Bucket“)
19h00 NFL live ESPNA: NY Jets – Buffalo
22h15 NFL live ESPNA: Oakland – Chicago
23h15 NFL Tape PULS4: Philadelphia – New England
02h20 NFL live ESPNA: Kansas City – Pittsburgh (SNF)

Montag

10h30 NFL Tape ESPNA: NY Jets – Buffalo
12h30 NFL Tape ESPNA: Oakland – Chicago
14h30 NFL Tape ESPNA: San Diego – Denver
16h30 NFL Tape ESPNA: Philadelphia – New England
02h30 NFL live ESPNA: New Orleans – NY Giants (MNF)

Ich liebe diese Woche.

Notizblock NFL Woche 11 – MNF Chiefs/Patriots

Kansas City Chiefs (4-5) @ New England Patriots (6-3) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: DE Glenn Dorsey; S Pat Chung, CB Devin McCourtey, LB Brandon Spikes]

– wie jede Woche hat Belichick seine Secondary durch die Zauberkugel geschickt und diesesmal kommen als Starter aufs Feld: Julian Edelman (Really. Als Nickelback), CB Kyle Arrington, CB Antwaun Molden, S James Ihedigbo, S Sterling Moore

QB Tyler Palko macht mit 28 Jahren seinen ersten NFL start; er hat 30 NFL Snaps und wurde sogar in der UFL und CFL gecuttet

– als im zweiten Drive auch noch S Ihedgibo verletzt an der Seite steht, laufen die Chiefs No-Huddle-Offense und die Pats wissen gar nicht, wo sie stehen sollen

– Q1/1:30: nach einem mit Wildcat- und QB-Draw garnierten No-Huddle-Drive machen die Chiefs mit einem FG die ersten Punkte 3-0

– und im Anschluß versuchen die Chiefs einen Onside Kick, der aber nicht erfolgreich ist

Nate Solder spielt wie schon so oft in dieser Saison als TE und FB

– Q2/14:49 Wallace Gilberry sackt Brady von hinten, der sich komischerweise sicher fühlte, KC sichert den Fumble; das ist das vierte Spiel in Folge mit einem Fumble von Brady

– Q2/10:07 der dritte Sack gegen Brady; diesesmal läuft Tamba Hali problemlos an Vollmer vorbei; die OLine sieht bis jetzt richtig schlecht aus, vor allem RT Vollmer, C Conolly und LG Mankins

DE Andre Carter macht bis jetzt schon wieder ein unglaubliches Spiel gegen Paß und Lauf

– Tyler Palko ist ziemlich mutig und die Chiefs haben auch Vertrauen in ihn, er hat offensichtlich einen „richtigen“ Gameplan und das volle Playbook; nicht nur Screens und andere kurze Pässe, wie man es sonst bei unerfahrenen QBs sieht

– Q2/7:36: DB Edelman gets off a block und macht einen wichtigen Tackle on 3rd Down

– Q2/4:18: aus irgendeinem Grund verteidigt niemand TE Gronkowski und diese Woche müssen die Pats nicht mal in die Redzone, damit Gronk seinen obligatorischen TD macht; das ist wirklich dumm von den Chiefs, sie haben das bis jetzt sehr gut verteidigt, machen aber diesen einen Risenfehler und liegen 3-7 hinten; 52-Yd-TD; in der Wiederholung siehts aus, als hätte LB Johnson ihn einfach aus den Augen verloren, was ziemlich schwierig ist, wenn man jemanden verteidigen soll, der fast 2 Meter groß und ligaweit als Go-to-guy bekannt ist

– Q2/2:01: nach mehreren guten Pässen von Palko wirft er einen etwas ungenauen Ball, den WR Breaston nicht fetshalten kann und von Arrington  intercepted wird

– im folgenden Pats-Drive sitzt auch noch Backup Dan Conolly verletzt draußen und Ryan Wendell spielt Center

RB Woodhead mit viel Raumgewinn bei zwei Läufen und einem Paß, FG NE 10-3 kurz vor dem Pfiff zur Halbzeit

– Kansas City hat tatsächlich besser als New England gespielt, aber wegen zwei dummen Fehler (Gronk-TD und INT) liegen sie 3-10 hinten

Zweite Halbzeit

– zu Beginn der zweiten Hälfte spielt New Englands OLine viel besser, vor allem im Laufspiel; NE läuft und läuft und läuft und dann in der Redzone ignoriert Gronkowski einfach zwei Tackleversuche und springt in die Endzone 17-3 Q3/10:27

– Q3/9:24 WR/CB/PR Edelman macht aus dem Punt nach KCs 3&out einen Devin-Hester-Erlebnis und ganz plötzlich steht es 24-3

– Q3/4:47: Arrington fängt schon wieder einen abgefälschten Ball ab und führt die NFL jetzt mit 7 INT an- game over

– in der zweiten Halbzeit laufen die Patriots nur noch; meistens aus ihrem 2-TE-set mit Gronkowski und Solder; ab und zu wird mal ein play-action Paß eingestreut und zum Ende des dritten Viertels stehts nach Ghostkowskis zweiten FG 27-3

– die DEs Andre Carter und Mark Anderson machen mal wieder ganz starke Spiele

– Q4/10:50: Palko hat ganz anständig gespielt und auch in diesem Drive KC wieder in die RZ geführt und dann passiert wieder einer dieser Fehler mit total überflüssiger Interception zu Phillip Adams in der Endzone

– WR Deion Branch ist bis jetzt der einzige Pats-WR der einen Ball gefangen hat, 0 Catches für Welker, Price, Edelman und Ochocinco

– Rookie OT Marcus Cannon macht sein erstes Spiel in dieser Saison nach seiner Chemotherapie, nachdem Matt Light verletzt rausgeht

– Rookie RB Shane Vereen darf im vierten Viertel auch endlich mal spielen, aber warum zur Hölle ist Tom Brady noch im Spiel?

Letztendlich haben sich die Chiefs das Spiel selber kaputt gemacht. Erst Strafen in der Redzone, dann zwei dumme Fehler, die zu zehn Punkte geführt haben und als Highlight der Beginn der zweiten Hälfte: erst überrannt von New England und dann den Punt Return. Ganz gut gespielt, Ergebnis 3-24. Das ist Clever&Smart gegen Dumm&Dümmer. Wie auch schon letzte Woche gegen die Jets ist New Englands Ergebnis viel zu hoch ausgefallen und täuscht über die vielen Schwächen in der Defense und auch in der Offense (!) hinweg.

Notizblock NFL Woche 11: CIN/BAL & PHI/NYG

Cincinnati Bengals (6-3) @ Baltimore Ravens (6-3) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: Ray Lewis, Ray Lewis, Ray Lewis]

TD Drive CIN: zwei big plays + DPI

TD Drive BAL: blown coverage nach roll out Flacoo

– Q2/10:10: BAL wirft jetzt immer öfter aus I-Formation; WR Torrey Smith viel zu schnell für CB Clements und Flacco wirft perfekten Paß

– es geht nur über Big Plays; keine Offense bringt mal einen längeren Drive zustande

– furchtbare INT von Flacco gegen Nate Clements w/1:24 in CIN territority

– und dann nach zwei First Downs wirft Dalton einen schrecklichen Ball mitten in die Endzone, wo Ed Reed in natürlich findet (Hey Dalton, lerne bitte Ed Reed vor dem Spiel gegen Baltimore kennen!)

– beiden Verteidigungsreihen spielen das sehr gut und diszipliniert; vor allem von der Ravens-D ist immer einer da, wo der Ball ist und kein Tackle wird verpaßt; Laufspiel geht gar nicht bei beiden; 7 3&outs in der ersten Hälfte; 14-7 Ravens

Das war tatsächlich alles Wichtige aus der ersten Hälfte.

– Q3/13:12 dann aus dem Nichts rennt Ray Rice über 60 Yards, weil Safety Chris Crocker einen völlig falschen Winkel nimmt und den Tackle verpaßt; es wird aber doch nur ein FG; 17-7 BAL (Q3/10:50)

– Q3/6:51 nach einem starken Play, bei dem er zwei fast-Sacks entkommt und seinen FB tief ganz offen findet und einer blown coverage gegen TE Gresham ist Ciny plötzlich in der EZ und es steht 14-17

Ravens D spielt fast aussschließlich Base-D gegen CIN; CIN ohne deep threat, weil A.J. Green verletzt draußen sitzt, versucht im 3ten Viertel mal einen Flea Flicker und RB Benson schafft nicht mal den Paß zu Dalton

– Q3/0:40: Dalton mit fürchterlicher INT bei einem Slant; Jimmy Smith fumblet den Ball, der fliegt durch die gesamte Redzone und die Ravens sichern den Ball an der 2-Yd-Linie, next play TD Rice 24-14

– Dalton dann wieder mit schlechtem Paß und INT von CB Webb; Q4/ 14:02; nächster Spielzug Playaction Flacco tief auf WR Smith; 31-14

– Jimmy Smith läßt Andre Caldwell einfach so vorbeilaufen; 10:59, starker Paß von Dalton, Cincy gibt nicht auf 21-31

– über die Mitte wirft Dalton richtig gut; aber bei Pässen an die Seitenlinie und bei Slants hat er immer wieder accuracy Probleme; kaum hab ich das aufgeschrieben, wirft er eine out-route zum TD (Gresham) nach anständigem hurry-up-drive 28-31; 5:35, der dann aber doch nicht zählt nach Calvin-Johnson-Catch-Rule-Overturning; FG zum 24-31; Cin jetzt fast ständig mi 7 Mann in Protection und nur 3 Recivers auf Routen, um es einfacher für Dalton (und die OLine) zu machen

– kurz vor der 2-min-warning stoppen die Bengals die Ravens bei 3rd&1 und bekommen nochmal einen Drive

– Dalton starts on own 13 w/ 2:27; WR Jerome Simpson macht das Spiel seines Lebens; Dalton mit starker 45yd-Bombe und Riesencatch von Simpson

– in der RZ dann wieder der schlechte Dalton: schlechter Paß on kurzer Out-route und intentional grounding (der horse-collar tackle von Suggs wird komischerweise einfach ignoriert); 3rd&goal from BAL17; die O-Line bricht total zusammen bei den vier Downs and Goal to go gegen 3-Man-Rush

– CIN hat wirklich tough gegen BAL und PIT gespielt, aber verloren; die Bengals haben ein gutes, junges Team, sind aber noch nicht da wo die anderen beiden Hausnummern der AFC North sind

– Flacco und Dalton haben beiden wie Rookies gespielt: mal gute Pässe, mal schlechte, aber insgesamt enttäuschend inkonsistent, wobei aber auch beide Defenses ziemlich stark gespielt haben; es gab keine guten, langen Drives, sondern alle Punkte basierten auf Big Plays, wobei die Ravens einfach mehr (vor allem in der Defense) davon gemacht haben und am Ende die drei INTs von Rookie Dalton der Unterschied waren. Baltimore ist jetzt mit 7-3 und Tiebreakers gegen Pittsburgh und Cincinnati in guter Position in der AFC North.

Philadelphia Eagles (3-6) @ New York Giants (6-3) [Gamcenter] [Gamebook]

[inactives: QB Vick, WR Maclin, CB Rodgers- Cromartie; LB Michael Boley – Herzlich starts]

– LT Will Beatty bekommt von Anfang an TE/RB-Hilfe gegen DE Trent Cole

– im zweiten Drive wirft QB Vince Young einen furchtbaren Paß zu Jackson, der schon an Amukamara vorbei war und schenkt dem Rookie im ersten Spiel seine erste INT

– anschließend wirft Eli Manning eine INT wie in seinen schlechtesten Tagen; danach gibts auch gleich gute alte Rivalry-Kloppe und mehrere personal-foul-flags, nach der INT gibts aber auch keine Punkte, weil der oft so hochgelobte LG Evan Mathis schläft und bei 3rd-&1 an NYG 38 einfach so DT Chris Canty nicht blockt

– schon im ersten Viertel gibts ständig mehr oder weniger ernsthafte Rudelbildung; es gibt aber auch nicht schöneres, als Rivalry-Games im November

– die Eagles sind schon seit einigen Wochen dazu übergegangen, nicht mehr beide DE so ganz weit außen an der LOS zu plazieren (die so berühmt gewordene 9 technique), sondern nur noch einen, und der andere ist meistens in recht traditioneller DE-Aufstellung, das klappt auch viel besser

Vince Young wirft den Ball wie eine schlechte Mischung aus Tim Tebow und Philip Rivers

– die Giants D-Line spielt mit vielen „seltenen“ Aufstellungen: 3DE und 1DT; 3 DLiner sogar on 1st Down; on 3rd Down auch ihre Nascar-Defense (4DEs); und sehr oft spielt Deon Grant den dritten LB neben Herzlich und Kiwanuka, weil nach den ganzen Verletzungen nur noch der andere Rookie-LB Spencer Paysinger spielen kann

– die beiden Eagles-Offensive-Tackles Jason Peters und Todd Herremanns sehen ganz gut aus, aber die drei in der Mitte (LG Mathis, C Kelce, RG Watkins) haben immer wieder Probleme, vor allem im Laufspiel

– Q2/11:36: FG Eagles, die ersten Punkte zum 3-0

– Q2/8:49 nach abgefälschtem, schlechtem Paß holt sich S Phillips die INT; Giants spielen nach der Verletzung von WR Jackson mit 8 „Man in the box“ und wollen einzig RB McCoy aus dem Spiel nehmen und Young kann nicht mal daraus Kapital schlagen

– die Eagles-D spielt ziemlich gut; auch die (auch von mir immer böse gescholtenen) LB Akeem Jordan und Brian Rolle; Giants leiden vor allem darunter, daß sie überhaupt kein bißchen Laufspiel auf die Reihe kriegen

Jackson kommt schon Mitte des 2ten Viertels zurück und macht ein Big Play über 50 yards nach 1st Down from PHI2; der dann aber nach unfaßbar dummer Taunting-Strafe gegen Jackson overturned wird, wow….

– nachdem Philly dann tatsächlich von der eigenen 2-Yd-Linie bis in New Yorks Hälfte kommt, fehlen CB Webster nur Millimeter, um Youngs dritte INT komplett zu machen

– die Eagles haben keine Offense, weil Young ihr QB ist und die Giants mit 8 Mann McCoy aus dem Spiel nehmen; und die Giants haben keine Offense, weil sie überhaupt nicht laufen könnnen und Eli gegen viel Pressure und gute Coverage alleine auch nicht viel machen kann:

– nach dem vierten 3&out, diesesmal in der eigenen Redzone, läuft Jackson mit dem gefangenen Punt mal wieder durch die halben Meadowlands und kann erst an der NYG14 gestoppt werden und im nächsten Spielzug möchte keiner der alten Teamkollegen Steve Smith verteidigen, TD Eagles 10-0; Q2/1:22

– neben der wirklich guten Defense haben TE Jake Ballard und WR Victor Cruz mit schlimmen Drops die Giants behindert

K Lawrence Tynes hat in dieser Saison erst zwei Field Goal Versuche von mehr als 30 Yards gehabt (?!) und die beiden wurden auch noch geblockt (!?!); den 49-Yd-Versuch zum Schluß der ersten Hälfte macht er aber sicher rein, 10-3

– Drives erste Hälfte: Eagles: Punt, INT, Punt, 3&out, FG, INT, Punt, TD; Giants: 3&out, INT, Punt, 3&out, Punt, 3 &out, Punt, 3&out, FG

2nd half:

– Kevin Booth startet die zweite Hälfte an Stelle Chris Snees (Verletzung)

– das Laufspiel der Giants ist so furchtbar, daß sogar CB Samuel den RB tacklet; NYG RB D.J. Ware ist jetzt auch draußen mit Concussion

OT Peters und Herremanns nehmen den Giants Pass Rush völlig aus dem Spiel und trotzdem hätten die Eagles ohne den Punt Return gerade mal 3 Punkte

– im dritten Viertel werfen die Eagles nur noch und sagen: mit 8 Mann „in the box“ kann sogar Young Spiele gewinnen, und New York sagt: glaub ich nicht, soll Young erstmal zeigen; und nachdem Philly in die Redzone gekommen ist, wirft Young natürlich die INT zu Aaron Ross (Q3/5:00)

– Snee is back

– die Giants versuchen es einfach weiter mit dem Lauf, was nicht funktioniert und die Crowd buht

– dann macht Manning mal nene langen Paß zu Nicks – weil er nicht von Asomugha oder Samuel verteidigt wird, sondern vom jungen Safety Nate Allen. So wie letzte Woche, als Fitzgerald von irgendeinem Safety verteidigt wurde, ich versteh das nicht; und im nächsten Play schlägt Victor Cruz Asomugha zum TD, Asomugha sah dabei aus wie einer der undrafted Rookies, die bei den Patriots versuchen CB zu spielen, 10-10 Q4/11:36

– die Giants haben große Probleme mit ihren jungen LBs Herzlich, Paysinger und Williams; aber Kiwanuka macht im vierten Viertel play after play

– McCoy sitzt im vierten Viertel verletzt auf der Bank und Ronnie Williams spielt

– irgendwie bekommen die Eagles im vierten Viertel einen langen Drive auf die Reihe mit Läufen von RBs und Young und Screen Passes; nachdem sie auf unerklärliche Weise 18 Plays über 80Yards in 9 Minuten übers Feld marschiert sind, wirft Young auch noch einen TD zu Riley Cooper; ich kann gar nicht erklären, wie Philly das gemacht hat, aber irgendwie waren es immer 3 und dann 3 und dann 4 yards und immer wieder 1st Downs, 17-10 Philly Q4/2:45

– nach Holding beim KO-Return starten Eli und die Giants an der eigenen 9 mit 2:39 Minuten auf der Uhr (und mit RG Snee wieder auf der Bank)

– beim letzten drive schläft wieder irgendwer der Eagles (wahrhscheinlich LB Chaney ) und Victor Curz läuft bis an die 22

– im nächsten Play sackt Jason Babin Eli Manning von hinten und DT Landri holt sich den Fumble; Q4/1:17; Giants mit letzter Chance, aber niemand kann Shady McCoy tacklen – 1st down, game over

Insgesamt ein komisches Spiel, in dem vor allem die D-Line der Eagles und die furchtbaren LBs der Giants den Ausschlag gegeben haben. Jeder halbwegs vernünftige Quarterback hätte die Giants von vorne bis hinten zerlegt, aber weil New York überhaupt kein Laufspiel hatte und Manning ständig under pressure war, haben 17 irgendwie ergaunerte Punkte zum Sieg gereicht.

NFL 2011/12, Week 11 in der Nacht auf Dienstag: Foxboro gegen Foxboro West

Das heutige MNF-Spiel zwischen den New England Patriots und den Kansas City Chiefs (02h30 LIVE bei ESPN America und Sport1+) ist an mehreren Fronten ein Wiedersehen alter Bekannter und Freunde.

Die New England Patriots sind im letzten Jahrzehnt zur Vorzeigefranchise geworden, zu einem „Erfolgsmodell“, das quer durch die Lande versucht wurde, zu kopieren, entweder via Copyrightsverletzung oder über die alte Schule, sprich Abwerbung der besten Assistenzcoaches. Wie eine Fuge wiederholte sich allerdings ein leidiges Thema  über die Jahre immer und immer wieder: Belichicks Azubis floppten andernorts entweder dezent (Weis, Crennel) oder fuhren den Karren mit 180 gegen die Wand (Mangini, McDaniels).

Das hielt die Chiefs nicht davon ab, in nur zwei Jahren die größte Ansammlung ehemaliger „Patrioten“ zu schaffen. Hauptverantwortlich dafür ist General Manager Scott Pioli, einst der geniale Personalchef und Draftstratege der New England Patriots, ganz leise im Hintergrund von Bill Belichicks Reich operierend.

Seit Belichicks Herzensfreund Pioli nach der Saison 2008/09 in Kansas City angeheuert hat, liest sich die Liste der Einkäufe wie folgt: Head Coach Todd Haley, OffCoord Charlie Weis (mittlerweile wieder abgewandert), DefCoord Romeo Crennel, QB Matt Cassell, OLB Mike Vrabel (mittlerweile zurückgetreten). Sie alle waren mal wichtige Figuren in Belichicks System. Sie bilden oder bildeten gemeinsam das Gerüst für die aktuelle Chiefs-Mannschaft, auch wenn Cassell heute fehlen wird.

Der Chiefs-QB wird deswegen Tyler Palko sein, ein unbeschriebenes Blatt. Das macht den GamePlan der Chiefs aber auch interessant: Wird sich Palko heute Nacht gegen die furchtbare Secondary New Englands einen Wolf werfen? Immerhin sind die beiden Top-WRs Bowe und Jon Baldwin Hünen und überragen die größten Defensive Backs der Patriots locker um 20cm. Dazu lebt sich der unkoschere Baldwin auch schön langsam in der NFL ein, hatte vor drei Wochen einen tollen TD-Catch gegen San Diego und letzte Woche gegen Brian Dawkins einen sensationellen Catch, der sämtliche Physiker und Naturwissenschaftler aufhorchen ließ – und leider, leider, leider wegen einer Strafe nicht zählte.

Oder werden die Chiefs bevorzugt, trotz schlechtem Blockspiels und wenig effizienter Running Backs, am Boden operieren?

Bei den Patriots dürfte der Plan selbiger wie immer sein: Luftangriff über QB Brady und seine großartigen Ballfänger Welker/Gronkowski/Hernandez – derzeit für mich mit das beeindruckenste, was so über die NFL-Spielfelder trabt. Den Patriots bleibt derzeit auch keine andere Option. Ihr Laufspiel ist nicht mal mehr opportunistisch.

Weil die Chiefs zwar über vereinzelte starke Abwehrspieler verfügen, aber zu eindimensional im Pass Rush (OLB Hali) und eigentlich als Lauf-Defense konzipiert sind, dürfte das Skript heute Nacht vier, fünf längere Touchdown-Drives für die Patriots vorsehen, Punkte, die die Chiefs-Offense nicht zur Genüge wird ausgleichen können. Ergo läuft alles auf einen klaren Patriots-Sieg hinaus.

Wiederholung morgen, Dienstag, 22.11.2011 um 18h30 bei ESPN America, 8h30 und 18h25 bei Sport1+.

NFL 2011/12, Week 11 in der Nacht auf Montag: Das Eagles-Grab ist geschaufelt

Spiel der letzten Chance für die Philadelphia Eagles (3-6) – und mehr: Spiel mit arbeitsplatzgefährdendem Charakter für den Eagle-Guru Andy Reid, der sich wie im falschen Film vorkommen muss. Die Heimniederlage gegen den Backup-QB der Arizona Cardinals war verheerend. Die bezeichnende Szene war für mich ein 3rd and 10 gegen Spielende, die Eagles 17-14 in Führung. Rechts draußen putzt WR Fitzgerald den blutjungen Safety Jarrett für 37yds, zwei Spielzüge später der Cards-TD zum Sieg.

Du hast teure Kaliber wie Asante Samuel und Nnamdi Asomugha oder Glücksritter wie Rodgers-Cromartie für die Deckung in deinem Kader und stellst Jaiquawn Jarrett auf den Wide Receiver des Gegners schlechthin im entscheidenden Spielzug der Partie ab? Alle anderen Idiotien der Eagle-Abwehr in dieser Saison mal beiseite geschoben: Sowas fällt letzten Endes auf den Coach zurück.

Dieser heißt Juan Castillo. Stellenbeschreibung: Reid-Buddy. Aufgestiegen von Offensive-Line-Coach zum Defensive Coordinator. Postenübernahme von Sean McDermott, junger Stratege mit einer aufsteigenden Defense 2010/11. Wenn aller Spott und Hohn verschüttet worden ist, ist bei sowas am Ende des Tages der Head Coach im Kreuzfeuer.

Eine Pleite in den Meadowlands wäre wohl das verfrühte Aus für die Playoff-Hoffnungen und könnte die erste Schippe für Reids Grab sein. Man rechnet damit, dass die Eagles ihren Head Coach am Saisonende dem Arbeitsmarkt zuführen könnten.

Hochziehen kann man sich in der Einstimmung auf das fassungsloseste Spiel der Saison 2010/11, das „Miracle of the Meadowlands II“ [1]/[2]. Und hochziehen kann man sich auch daran, dass auch beim Gegner „Big Blue“ das Nervenkostüm wieder zittrig wird, nachdem die Giants jüngst in San Francisco trotz guter Ausgangsposition verpassten, einen beruhigenden Vorsprung zwischen sich und Divisionskonkurrenz zu legen.

Runtergezogen wird man vom den Ausfällen von QB Vick und WR Maclin. Vince Young wird den Quarterback geben.

Also: Sieg Giants = Aus für die Eagles. Sieg Iggles und die NFC East wird, höhö, vogelwild.

College Football 2011/12: Michigan – Nebraska (Week 12)

[21h38] Endstand Michigan Wolverines 45, Nebraska Cornhuskers 17.

Zweite klare Pleite für die Huskers in der Big Ten Conference, diesmal verursacht hauptsächlich von einer ganz schwachen Offense mit inexistentem Passspiel um QB Tyler Martinez, der kein Werfer mehr werden wird. Folge: Nebraska war leicht ausrechenbar im Angriff, hatte viele lange 3rd downs und verwertete entsprechend kaum welche davon (3/13).

Michigan ist ein dark horse für die nächste Saison. Die Defense ist aggressiv und verpasst nicht viele Tackles, während der Angriff zwar ebenso kein verlässliches Passspiel um QB Denard Robinson aufbieten kann, aber Robinson ist ein Scrambler vor dem Herrn und dadurch sauschwer zu verteidigen. Nicht ganz ausgeschlossen, dass die Wolverines sogar noch heuer eine BCS-Bowleinladung („at-large“) bekommen werden – vor allem aber kann man sich leise ausmalen, dass diese Mannschaft für nächste Saison ein Wörtchen in der BCS mitreden könnte.

[21h18] Möglich, dass Urban Meyer hier seinen neuen größten Rivalen kommentiert: Die Gerüchte konkretisieren sich, dass Meyer nächstes Jahr Head Coach bei Ohio State werden wird. Meyer eierte in den letzten Jahren immer wieder mit Rücktritten und Lustlosigkeit herum, trat schließlich wegen Burnout in Florida zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu finden. Nicht einmal ein Jahr danach nun wieder Coach im medialen Hexenstadel Ohio State?

[20h57] Michigan 38, Nebraska 17. 10:45 vor Schluss sind beide Teams damit eliminiert. Nebraska hält die Wolverines mit einem überflüssigen „Roughing the Punter“ im Spiel. Der Fehler wird kurz darauf mit einem artistischen TD-Catch bestraft.

[20h45] Jetzt ist es bis in die ESPN-Kabine durchgedrungen: Michigan ist unabhängig vom Ausgang dieses Spiels aus dem Titelrennen in der Big Ten Conference eliminert, weil Michigan State gegen Indiana klar gewinnen wird.

[20h40] Michigan 31, Nebraska 17. Und die Huskers leben noch, beginnen tief in der gegnerischen Platzhälfte, arbeiten sich mit hartem Laufspiel zur ersten 3rd down convertion. Der TD-Spielzug war ein ziemlich einmalig designter Spielzug, als QB #3 Martinez und RB #22 Burkhead simultan den Ball tragen, ehe Martinez auslässt und Burkhead raus pitcht, wo #8 Abdullah locker einlaufen kann. Sehenswert.

[20h29] Diese schiere Masse an langen 3rd downs killt Nebraska: 0/7 verwertet, und immer wieder muss der wurfschwache QB Martinez 8-10yds zurücklegen – und scheitert völlig überraschend.

[20h21] Michigan 31, Nebraska 10. Die Messen in Ann Arbor sind langsam gelesen. Michigan blockt einen Punt der Huskers, kommt durch eine 15yds-Strafe gegen Nebraska schnell ganz nahe an die EndZone und kann gemütlich über RB Toussaint einlaufen. Angesichts des Spielstandes in East Lansing sind die ESPN-Kommentare von wegen „Michigan und BigTen-Siegchancen“ ein Treppenwitz. Michigan liefert den Michigan State Spartans hier massive Schützenhilfe.

[20h14] Michigan 24, Nebraska 10. Die Wolverines nutzen die fünfte oder sechste Chance an der GoalLine (inkl. PI), nach einem gefumbelten Kickoff der Huskers. Nebraska seinerseits ist im Angriff immer leichter ausrechenbar, weil QB Martinez einfach keine Pass-Bedrohung stellt.

[19h58] Bayern – Dortmund 0:1, die letzte Viertelstunde hatte auf eine ebenbürtige Dortmuner Mannschaft hingedeutet. Götze schiebt dank konfuser Bayern-Abwehr nach 65 Minuten ein. War nicht die erste Chance für den BVB in Halbzeit zwei.

[19h45] Bayerns Offensivspiel krankt heute an aggressiven Dortmundern beim Pressing und einem fußlahmen Sturmquartett. In den letzten Minuten mehr der Versuch der Bayern, über die Flügel zu spielen.

[19h33] Halbzeit Michigan Wolverines 17, Nebraska Cornhuskers 10

Recht traurige Versuche für beide Offenses, mit schnellen Angriffsserien vor der Pause noch Punkte aufs Tablett zu legen. Die Wolverines machen den klar besseren Eindruck in dieser ersten Halbzeit, mit viel besserer Offense, während Nebraska durch viele Negativspielzüge in 1st und 2nd down keine 3rd downs verwerten kann und sich anfälliger gegen Strafen gezeigt hat. Der Unterschied von 7pts sieht unter diesem Gesichtspunkt witzich aus.

[19h30] In SEC und Big Ten deuten sich den Scoreboards bei ESPN nach zu urteilen einige enge Spiele mit Upset-Potenzial an.

[19h21] Es bleibt dabei: Immer, wenn Nebraska seine Triple-Option einbauen möchte, kollabiert die Offense gegen die aggressiven Wolverines. Wer die Defense von Michigan der letzten Jahre kannte, kann nur beeindruckt zuschauen, wie viel dominanter diese Unit diesen Herbst unter Brady Hoke geworden ist.

[19h10] Michigan 17, Nebraska 10. Fünf Minuten nach der INT-Diskussion ist Robinson wieder einer der fünf besten Spieler im College Football für die ESPN-Clowns. Robinson mit einem Option-Lauf über die Mitte, Nebraska kriegt keinen Zugriff.

[19h08] In München kommt ob einer sehr „gestreckten“ Dortmunder Mannschaft kein richtiges Spiel in die Gänge. Bayern versucht mit Rochaden, Schwung in die Offensive zu bringen, während Schwarzgelb nur mit langen Bällen operiert. So ist das interessanteste, wie Marcel Reif minütlich von Jens Lehmann korrigiert wird.

[19h05] In ESPNs Kabine ist man sich uneinig, ob man QB Denard Robinson ob seiner Anfälligkeit gegen Turnovers per sofort absägen und QB Gardner einwechseln sollte oder ob seiner „Big Play“-Fähigkeiten weiterhin wuseln lässt.

[19h00] Michigan 10, Nebraska 10. In Zeiten von laschen Fehlkicks im College Football kann man K Maher/Nebraska durchaus mal loben, ein 51yds Field Goal mit einem sehr „flachen“ Kick rechts unten reinzunageln.

[18h54] Nebraska ist auf 7-10 herangekommen und hat eben eine INT abgefangen, ist aber mit einem eigenartigen Einsat von „Pistol“ in der Offense sehr anfällig gegen -7yds Spielzüge.

[18h42] Michigan State führt im Parallelspiel 17-0 gegen Indiana, wodurch die Curnhuskers in Ann Arbor unter Druck geraten und einen Sieg brauchen. DenWolverines nützt bei einem Spartans-Erfolg auch kein Kantersieg.

[18h19] Michigan 7, Nebraska 0. Michigan wie gewohnt mit massivem Einsatz von QB Denard Robinson als Scrambler – und Robinson mit einer exzellenten Vorstellung beim Verarschen von Tacklern. Am Ende der TD-Pass für #10 Gallon, und Nebraskas Defense schaute „soft“ aus.

[18h14] Diskussionsstoff für die nächsten drei Wochen: Im Michigan Stadium scheinen heute alle wichtigen Anzeigen auf der großen Videoanzeige ausgefallen zu sein. Die Quarterbacks sind hinsichtlich „Playclock Management“ also gefragt.

[18h08] Nach der Niederlage des lokalen Fußballvereins wird ein Stockwerk tiefer Frust geschoben. Hier oben spielen die Nebraska Cornhuskers hochriskante Offense (unpräzise Option-Pitches). Gleich spielen die Bayern, also könnte Halbzeit eins nur ein Auge zugeworfen bekommen.

College Football 2011/12, Week #12 TV-Guideline: Sturmfreie Gewässer, oder?

Ruhe vor dem Sturm? College Football hat eine Woche vor dem großen „Rivalry Weekend“ erstmals seit Start der Törggelesaison kein herausragendes Einzelspiel und auch bei ESPN America gibt es „nur“ Big Ten und Pac-12. Die einzelnen Partien haben es aber allesamt in sich.

ESPN America

Sa, 10h30 Tape: Iowa State – Oklahoma State
Sa, 15h00 LIVE: ESPN GameDay (aus Houston!)
Sa, 18h00 LIVE: Michigan – Nebraska
Sa, 21h30 LIVE: Ohio State – Penn State
Sa/So, 02h LIVE: Oregon – USC (So/12h Tape)
So, 7h00 Tape: Illinois – Wisconsin
So, 9h30 Tape: Arkansas – Mississippi State
Mi, 9h00 Tape: Baylor – Oklahoma
Do, 12h00 Tape: NC State – Clemson
Do, 14h30 Tape: Stanford – Cal

In wenigen Minuten beginnt die Aufzeichnung von Iowa State gegen #2 Oklahoma State und damit die Antwort auf die Frage, ob die Cowboys mit ihrer wunderbaren Offense, aber fragilen Defense nicht doch noch stolpern wollen. Die nächste (und dann letzte) Chance würde es in zwei Wochen gegen die Oklahoma Sooners geben.

Am Nachmittag wie gewohnt um 15h ESPNs College GameDay, diesmal vor dem Robertson Stadium in Houston (!), womit man den kleinen Cougars (an #11 gerankt) an einem ansonsten brennpunktarmen Tag Tribut zollt. Gespannt bin ich auf die Stimmung um den GameDay, gilt Houston ja nicht gerade als fruchtbares Terrain für College Football, trotz Ungeschlagenheit und aller Rekorde von QB Case Keenum.

Die Livespiele bieten großartige Kulisse: Das Michigan Stadium („Big House“, 114.000 Plätze) in Ann Arbor bei Michigan – Nebraska um 18h, das Ohio Stadium („The Horseshoe“, 102.000 Plätze) zu Columbus bei Ohio State – Penn State um 21h30 und das Autzen Stadium (55.000 Plätze) von Eugene/Oregon, wo sich bei discoreifem Lärmpegel die Oregon Ducks und die USC Trojans im „wahren“ Pac-12 Finale matchen werden. „Wahr“, weil die Süddivision der Pac-12 heuer riskiert, ein Team mit 6-6 oder schlechter in das erste Conference-Finale zu schicken, da die Trojans, einzig nennenswertes Kaliber dort, noch gesperrt sind.

Bei #18 Michigan – #16 Nebraska ist die Tie-Breaker-Situation interessant: Wolverines und Huskers rangieren jeweils bei 4-2 ein Spiel hinter Michigan State (5-1), wobei Michigan gegen Michigan State verloren, Nebraska gegen Michigan State aber gewonnen haben. Michigan State spielt heute daheim gegen die unterirdischen Indiana Hoosiers. Heißt wohl: Gewinnen die Wolverines dieses Spiel, stehen die Michigan State Spartans als Sieger der Legends Division fest.

Ärgerlich ist, dass ESPNA Arkansas/Mississippi State aus dem Programm für 21h30 gekickt hat. Ohio State (3-3) vs. #21 Penn State (5-1) ist zu 95% uninteressant, da die Buckeyes praktisch aussichtslos auf das Conference-Finale sind, während bei den skandalgeschüttelten Nittany Lions wohl eh alles vom Auswärtsspiel nächste Woche bei den Wisconsin Badgers (4-2) abhängt. Wisconsin spielt bei Illinois, kein Selbstläufer, aber ein fest eingeplanter Sieg. Wisconsin @ Illinois gibt es morgen in aller Herrgottsfrüh um 7h als Tape.

Die #4 Oregon Ducks treffen gegen USC auf den zweiten großen Pac-12-Quarterback in Serie: QB Matt Barkley, ein Traum für Schwiegermütter und aktuell als Junior vor der schweren Entscheidung „NFL oder nicht NFL?“. Barkley und USC wären 2012/13 wieder teilnahmeberechtigt in BCS und Bowls und wären BCS-Titelanwärter. Andererseits wäre Barkley nach dieser Saison Top-10 Anwärter im Draft. Paul Myerberg hat sich mit Barkleys Situation auseinandergesetzt.

The Big Game

Heute, 04h15 findet auch The Big Game statt (live im ESPN-Player), das Lokalderby an der Bucht, #8 Stanford gegen die California Golden Bears. Ein Spiel zweier superreicher Universitäten mit gigantischen Stiftungsvermögen, und beide im Football nicht wirklich die großen Player. Trotzdem hat das Spiel ein paar Jahrtausende Tradition vorzuweisen, unter anderem den wohl berühmtesten letzten Spielzug der Footballgeschichte.

Gespielt wird neben Ruhm, Ehre und einem Jahr Verhöhnungslizenz um eine Holzfälleraxt – die Stanford Axe – und für Andrew Luck und seine Cardinal geht es bei Ungeschlagenheit noch um die potenzielle Einladung auf die große Bühne: Eine BCS-Bowl ist noch drin, im Bestfall sogar die Rose Bowl (wenn Oregon doch noch ins BCS-Finale durchrutschen sollte).

Bei ESPN America wird das Spiel am Donnerstag, 24. November um 14h30 aufgezeichnet. Wenn nicht wieder der Sendeplan bis dahin durchgeschüttelt wird.

Eurosport 2

Sa, 22h LIVE: Notre Dame – Boston College (Wh. Mi, 11h30)
So, 10h Tape: Purdue – Iowa (Wh. Di, 10h/Mi, 14h)

Notre Dame – Boston College ist ein Religionskampf der zwei katholischen Unis in der FBS und in den letzten Jahrzehnten zu einem regelmäßigen Kräftemessen geworden.

Das andere Spiel ist aus der Big Ten Conference: Iowa hat seine Saison letzte Woche zu Grabe getragen, indem man gegen Michigan State verlor und von „hat es selbst in der Hand“ zu „praktisch ausgeschieden“ mutierte.

NFL 2011/12, Woche 11: Die ersten Happen in der Vorschau

Die Woche der Wochen jeder Footballsaison ist erst die nächste. Trotzdem fliegen auch diesen Sonntag wieder Dutzende Eier durch die TV-Schirme. Ein Ausblick auf das NFL-Wochenende, unvollständig und subjektiv wie immer. Aber pünktlich zum Fest der Musikpatronin wird der Rest noch nachgeliefert werden.

Baltimore Ravens – Cincinnati Bengals

Sonntag, 19h LIVE bei ESPN America
Montag, 10h30 Tape bei ESPN America

Bizarre Saison bisher für die Ravens: „Doppelsieg“ über die Pittsburgh Steelers, dafür aber auch überflüssige Niederlagen gegen Seattle und Seattle. Spricht für einen potenten Kader, der seine Möglichkeiten in unregelmäßigen Abständen brach liegen lässt. Zuletzt in Seattle mischte sich merkwürdiges PlayCalling mit rein (Pass-Orgie trotz eines Running Backs wie Ray Rice).

Die Cincinnati Bengals kommen von ihrem ersten „richtigen“ Test der Saison, eine Heimniederlage gegen die Steelers. Trotzdem konnte man mit erhobenem Haupt gehen, waren die Bengals doch bis auf eine schlechte erste Halbzeit ebenbürtig, trotz des Ausfalls dreier junger Star-Spieler (WR Green, DE Dunlap, CB Hall).

Die Offense um QB Andy Dalton mag simplifiziert daherkommen und abhängig von einem gut aufgelegten A.J. Green sein, aber man muss Dalton Furchtlosigkeit attestieren: Kann dem Pass Rush ausweichen und lässt sich auch unter Druck nicht zu hirnlosen Würfen in Doppeldeckungen hineinreiten. Bei Zeiten sind da unter Druck sehr unpräzise Würfe dabei, aber lieber unpräzise als INT.

Beide Teams sind 6-3, und meine Meinung von den sympathischen Cincinnati Bengals ist trotz der Niederlage gestiegen. Trotzdem dürfte der Spielausgang letztendlich von der Stimmung der Ravens abhängen: Bei Lustlosigkeit riskiert man eine weitere Pleite gegen einen vermeintlichen Underdog. Mit dem Feuer der Rivalitätenspiele könnte das Spiel aber auch ganz schnell pro Baltimore entschieden sein.

Chicago Bears – San Diego Chargers

Sonntag, 22h LIVE bei ESPN America
Sonntag, 23h15 zeitversetzt „as-live“ bei PULS4
Montag, 12h30 Tape bei ESPN America

Zwei entgegengesetzte Trendlinien vor diesem Spiel: Jene der Chargers fällt monoton, während der Aktienkurs der Chicago Bears plötzlich rasant im Steigen begriffen ist. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was man von dieser Partie erwarten soll. Zu unsicher bin ich mir bei den Bears. Zu gebannt warte ich immer noch auf den Durchbruch der Chargers, der irgendwann kommen muss.

Kernproblem sind die Turnover, die man großteils QB Philip Rivers anlastet. Aber Rivers muss auch viel allein machen, da die beiden dauerangeschlagenen Running Backs Mike Tolbert/Ryan Mathews nicht 100%ig in die Gänge kommen und TE Antonio Gates mittlerweile ein echte Bröckerl mit stolzem Hüftumfang geworden ist.

Chicago kommt von einem haushohen Divisionssieg über Detroit, der allerdings noch mehr vom Gegner auf dem silbernen Tablett ins Soldier Field getragen wurde: Nur ein Offensiv-TD für die Bears, aber 37 Punkte auf der Tafel? Kann man nur hoffen, dass die Bears auf unkonzentrierte, fehleranfällige Chargers treffen, deren Bolzen man dann wieder nutzen kann.

Tennessee Titans – Atlanta Falcons

22h LIVE bei Sport1+

Wer das Spiel kriegt: Einschalten! Hier sind zwei Teams, die seit Wochen alle Stellhebel in Gang setzen, um ihre Offenses auf Touren zu bringen. Die Tennessee Titans leben diese Saison von einer ordentlichen Defense und QB-Oldie Matt Hasselbeck, schleppen aber den seltsamen Problemfall RB Chris Johnson mit sich, weil Johnson nach seiner Vertragsaufbesserung an Fußlahmheit erkrankt ist. Johnson machte zuletzt gegen die Carolina Panthers 130yds, aber ich würde mich verwehren, das als Qualitätsbeweis zu werten. Carolinas Laufabwehr ist fürchterlich.

Die Falcons scheinen seit ein paar Wochen wieder verstärkt auf ihren RB Michael Turner setzen zu können, machen stets um die 150yds Rushing pro Spiel, wissen aber nicht so recht, was sie im Angriff spielen wollen. Das angedachte „tiefe Spiel“ um die gehypten Rookie-WR Julio Jones ist es jedenfalls maximal in Spurenelementen. Weil auch QB Matt Ryan dieses Jahr blass bleibt, fürchtet sich niemand so recht vor den Falcons, die aber dank mäßiger Konkurrenz wenigstens die Wildcard für die Playoffs zücken dürften.

SNF: New York Giants – Philadelphia Eagles

So/Mo, 02h20 LIVE bei ESPN America
Montag, 18h30 Tape bei ESPN America

Einführung ab Sonntag frühmorgens verfügbar.

Detroit Lions – Carolina Panthers

Montag, 14h30 Tape bei ESPN America

Angesprochene unterirdische Lauf-Defense dürfte den Carolina Panthers in Detroit kaum zum Verhängnis werden, da die Lions den Lauf scheuen wie der Vatikan den Puff. Viele Möglichkeiten gibt es zugegebenermaßen auch nicht, nachdem ein Running Back nach dem anderen wegbricht. QB Matt Stafford gerät derweil immer mehr ins Kreuzfeuer, gunslingert zu viele INTs und Incompletions und war zuletzt in Chicago bei gefühlt zwohundertfuffzich Passversuchen nahe dran, einen persönlichen Turnovers-Rekord aufzustellen. Verflogen ist die Magie der ersten Wochen, die Lions haben drei der letzten vier Spiele verloren. Und am Donnerstag kommt Green Bay…

Erstmal aber kommen die „neuen“ Lions. Wie Detroit 2010 haben auch die Carolina Panthers heuer mit begeisternden Auftritten für Furore gesorgt, aber noch nicht viel Zählbares gewonnen: 2-7 Siege. In den letzten Wochen baute auch der überraschend starke Rookie-QB Cameron Newton etwas ab und sieht sich „Accuracy“-Fragen ausgesetzt. Spannend, inwiefern die großartige Front Seven der Lions mit dem mobilen Newton umgehen wird.

Green Bay Packers – Tampa Bay Buccaneers

Montag, 16h30 Tape bei ESPN America

Da spielen zwei meiner absoluten Quarterback-Favoriten gegeneinander und das Spiel juckt nicht ein Jota? Ein Auswärtssieg der Buccs wäre eine kolossale Sensation, zumal Tampa auch nicht im Ruf steht, allzu viele Überraschungssiege zu feiern, sondern mehr die einfachen Spiele schmarotzt und den Rest abschenkt.

MNF: New England Patriots – Kansas City Chiefs

Mo/Di, 02h30 LIVE bei ESPN America und Sport1+
Dienstag, 18h30 Tape bei ESPN America

Ich werde am Montag Zeit finden, kurz auf ein paar Kernpunkte hinzuweisen, nachdem ich das SNF-Spiel der Patriots in New York gesehen habe und immer skeptischer ob deren Defense werde.

Mayock-Watch, Week 11: Denver Tebows – New York Jets

Das Duo Nessler/Mayock hat mit dem Debüt letzten Donnerstag die Latte auf Anhieb hoch gelegt und ein angenehmes Gespann mit gehaltvollen Analysen gegeben. Schon jetzt: Freude auf weitere Übertragungen vom NFL Network-Duo. Heute um 02h (LIVE bei ESPN America) sind die beiden wieder im Einsatz, wenn die Denver Broncos (4-5, punktgleich Zweiter der AFC West) und die New York Jets (5-4, punktgleich Zweiter AFC East) aufeinander treffen.

Die Jets kommen von einer demoralisierenden Heimniederlage gegen New England sonntagnachts, müssen nur vier Tage später 2000km weiter westlich auswärts gegen die eigenartige Offense der Broncos ran. Denver ist im Hoch, gewann drei der letzten vier Spiele unter QB Tim Tebow, zuletzt am Sonntag in Kansas City mit acht Passversuchen (!) und nur zwei Completions (!!!), aber 66 Laufspielzügen.

Ob der Lauf-Orgien nennt man Denver bereits „Denveer“ (Veer = Option Offense), etwas, das die Aufzeichnungen nur bedingt bestätigen wollen: Nur sehr wenige „klassische“ Option-Pitches, viele Spielzüge im traditionellen NFL-Look, selbst Tebows Läufe waren mehr Scrambles denn designte Option-Plays. Spricht mehr dafür, dass Denvers Trainerstab ein paar gewaltige Mismatches in der Chiefs-Defense gefunden hat, als für eine komplette Umstellung des Angriffs auf Tebows Stellenausschreibung.

Dem fantastischen Head Coach John Fox dürfte es wurscht sein, der Mann weiß, wie man ohne Quarterbacks gewinnt. Es darf jedoch ruhig als fraglich gelten, ob man ohne die beiden besten Running Backs Knowshon Moreno (Kreuzbandriss) und Willis McGahee (McGahee könnte wenigstens angeschlagen spielen) allein mit dem Lauf gegen die superbe Defense der Jets auch nur den Hauch einer Chance haben wird – gegen Detroit wurde Denver mit schwer eingebremsten Laufspiel schnell eindimensional und in Grund und Boden gespielt.

Riecht also nach klarer Sache für die Jets, bei denen dennoch schlechte Stimmung herrscht. Weil RT Wayne Hunter sich mehr und mehr als Sollbruchstelle in der Protection herauskristallisiert, QB Mark Sanchez unter Druck zum verscheuchten Huhn mutiert und RB Tomlinson ausfallen wird, ist man auf den unzuverlässigen RB Shonn Greene angewiesen.

Die angespannte Stimmungslage in New York wird auch dann deutlich, wenn ein Rex Ryan öffentlich Sanchez für einen Anfängerfehler im Auszeit-Nehmen in den Senkel stellt und hinterher kleinlaut zugibt, von Belichick „outcoached“ worden zu sein. Man hat den Tie-Breaker gegen New England bereits verloren, wie auch mögliche Tie-Breaker gegen Oakland und Baltimore – gegen die dark horses Broncos dürfte allerdings kein weiterer dazukommen. An das nächste Auferstehungswunder wagt niemand zu glauben.

Notizblock NFL Woche 10 Patriots/Jets

New England Patriots (5-3) @ New York Jets (5-3) [Gamecenter] [Gamebook]

Patriots Offense / Jets Defense

– RT Vollmer hat jetzt wohl endgültig seinen Startplatz zurück, nachdem in den letzten Wochen nach der Verletzungspause auch mal mit Solder rotiert worden war; Solder spielt dafür wieder den dritten TE

– Q1/8:10: 50-Yd-FG Ghostkowski; nach Pässen zu TE Gronkowski, TE Hernandez und WR Ochocino wirft Brady eine INT zu CB Kyle Wilson, die dieser aber nicht festhalten kann; Brady sieht wieder so schlecht aus wie in den letzten zwei, drei Wochen

– was ist denn mit Ochocino passiert? gleich der nächste Catch, dieses Mal für 53 Yards – nachdem er Darrelle Revis stehenläßt; Q1/2:31: anschließend ist RB Woodhead offen in der Endzone und Brady wirft wieder einen von seinen Mark-Sanchez-Pässe; irgendwas stimmt mit Brady nicht, jetzt im vierten Spiel in Folge; keine Accuracy  und mangelndes Timing, wie ich es von ihm noch nie gesehen habe

– Anfang Q2: jetzt schon das dritte Mal, daß in der Jets-D große Verwirrung herrscht und keiner so recht weiß, wo er sich aufstellen soll, Ergebnis: zwei 1st Downs und eine verschenkte Auszeit

– nach seinen Accuracy-Probleme klappt jetzt nicht mal der Center-QB-Exchange, Safety, 6-2 New England

– die Jets bringen fast ausschließlich drei oder vier Pass Rusher; Revis ist überragend gegen Welker

– Brady nach dem TD der Jets mit gutem 2-min-drive, immerhin das funktioniert noch; und am Ende kann niemand in der Redzone Gronkowski verteidigen; das ist der 15te Redzone-TD in anderthalb Saison für den 1,95m-Typen; 13-9 zur Halbzeit

– nach dem zweiten 3&out zum Start der zweiten Hälfte bekommt die Pats-O Hilfe von den Special Teams; Joe McKnight kann den Punt nicht fangen und Koutuvides recovered an NYJ18, Brady entkommt 3 Jets-Verteidigern und „looks like a finalist on Dancing With The Stars“ (Al Michaels) und natürlich macht Gronkowski den TD; äh, doch nicht, Gronk stand vorher im Aus, FG statt TD 16-9 New England (Q3/9:55)

– Q3/4:44: jetzt gehts Schlag auf Schlag: nach dem Fumble und der Interception überfordert Brady die Jets mit seiner No-Huddle-Offense und sieht endlich wieder aus wie der Alte; und jetzt macht Gronk auch tatsächlich seinen TD, 23-9 NE

– ich glaub, die Jets haben nicht einen Snap mit weniger als 5 DBs gespielt und die Run-D sieht trotzdem richtig gut aus, bis dann im vierten Viertel die No-Huddle-Offense Wirkung zeigt und die Verteidiger zunehmend ausgelaugter sind; die Pats in der zweiten Hälfte auch viel öfter mit Trips-Formationen um die Mann-Mann-Verteidigung zu kontern; nach 13 Plays und 84 Yards macht WR Branch dann den TD gegen Kyle Wilson und Brady ist auch ganz augenscheinlich wieder einer der besten QBs der Liga; 30-16 (Q4/8:05); direkt im Anschluß fängt Ninkovich noch eine Interception und spaziert in die Endzone 37-16 game over

Jets Offense / Patriots Defense

– Q1/11:38 die Jets fangen an wie die Feuerwehr, QB Sanchez zerlegt die Patchwork-Secondary der Pats – und dann vergibt K Folk ein 24-Yd-FG-Versuch

– Rookie Sterling Moore spielt als Safety durch durch (Pat Chung ist verletzt, Josh Barrett auf IR); die Spielzeit der verletzten LB Gary Guyton und Brandon Spikes teilen sich Tracy White und Jeff Tarpinian. Moore, White und Tarpinian waren undrafted, genau wie die beiden Starter CB Kyle Arrington und DT Kyle Love. Was will New England eigentlich immer mit den ganzen extra Draft Picks, wenn am Ende nur Free Agents spielen? Hmm…

– im zweiten Drive sieht New Englands D viel besser aus – und Sanchez viel schlechter; die Pats haben sogar sowas wie ´nen Pass Rush

DE Andre Carter mit seinem zweiten Sack im ersten Viertel, dieses mal weil Sanchez seine Protection nicht übersieht

– New England hat jetzt ganz offiziell einen Pass Rush! DE Carter spielt wie Terrell Suggs und auch DE Mark Anderson hat jetzt einen Sack (den er allerdings größtenteils der Coverage zu verdanken hat)

– das Laufspiel der Jets ist gar nicht so schlecht, aber dafür haben Carter/Anderson schon vier Sacks, RT Hunter ist so schlecht wie immer und Sanchez scheint Probleme mit den Protection Calls zu haben (macht eigentlich Sanchez oder C Mangold die Protection Calls, weiß das jemand?)

– Mitte des zweiten Viertels muß CB McCourty mit Schulterverletzung raus; damit hat NE jetzt nur noch drei CBs mit Arrington, Antwaun Molden und Philipp Adams

– die Jets kommen wieder bis in die Redzone und dieses Mal hält die Defense nicht, Sanchez läuft in die EZ zum 9-6

– Q3/7:36: nach den Special Teams hilft jetzt auch die D: LB Ninkovich intercepted einen mehrfach abgefälschten Ball; New England spielt bei ersten und zweiten Versuche fast ausschließlich ihre Base-D und lädt Sanchez ein, die Patchwork-Secondary zu schreddern, der daraus aber kein Kapital schlagen kann

– Q4/14:55: endlich marschieren die Jets mal wieder das Feld runter und Plax macht den Anschluß zum 16-23

BCS-Schau nach Woche 11

College Football steuert mal wieder auf ein bizarres Finish in der Regular Season zu, nachdem in Woche 11 mit Boise State und Stanford zwei weitere Ungeschlagene gefallen sind. Sechs Teams sind noch in der Lostrommel auf die beiden Tickets für das BCS-Finale. Ein kurzer Rückblick auf Woche 11.

Boise State vs. TCU – Aufatmen beim Establishment. Ich habe das Spiel nicht gesehen, erlaube mir aber das Einbetten dieser Spielzusammenfassung:

Paar Anmerkungen:

  • Die arg verletzungsgeschwächte Secondary ließ den Wide Receivers massivste Räume zum Arbeiten.
  • Die Pass Interference gegen TCU im letzten Boise-Drive spottet im Prinzip jeder Beschreibung und dürfte in die Kategorie „Heimschiedsrichter“ fallen.
  • Erstaunlich, dass Chris Petersen mit seinem erwiesenermaßen unzuverlässigen Kicker in der spielentscheidenden Situation QB Kellen Moore einfach in die Mitte tauchen ließ, anstelle das Spiel mit seiner Offense zu gewinnen.
  • TCU wird nächstes  Jahr in der Big 12 ein interessantes Team. Casey Pachall schaut aus wie der beste Quarterback der Big 12 von 2012/13 und die heuer junge, umgebaute Defense wird unter Gary Pattersons Anleitung eher besser den schlechter werden.

Stanford vs. Oregon – das Spiel entwickelte sich recht genau nach meinem Skript, allein Oregons Defense war vielleicht noch den einen Tick besser, machte mächtig Dampf auf die Pocket und war wie erwartet auch noch im Schlussviertel auf Hochtour gegen den Lauf unterwegs. Das Duell „Oregon Offense“ gegen die 3-5 Defense Stanfords war ein hoffnungsloses Mismatch und die Running Backs kamen zu einfachsten Big Plays über klaffende Löcher. Ein Spiel, das mit einem 23pts-Unterschied ein treffendes Endresultat hat.

Road to New Orleans

#1 Louisiana State Tigers
#2 Oklahoma State Cowboys
#3 Alabama Crimson Tide
#4 Oregon Ducks
#5 Oklahoma Sooners
#6 Arkansas Razorbacks

Wo soll man anfangen? Vielleicht treffen wir uns in drei Wochen und LSU und Oklahoma State sind noch immer ungeschlagen. Die Entscheidung wäre einfach. Die Gewinner der beiden stärksten Conferences, beide ohne Niederlage, ein Jahr ohne Streit in der BCS. Traum-Szenario? Vielleicht. JetztkommtdasgroßeABER…

Es gibt noch Fallen und es gibt Fallen, die zu verworrenen Szenarien führen. Das geht soweit, dass die Oregon Ducks am Samstag direkt nach dem Spiel weniger über ihre dominante Vorstellung sprachen, sondern schonmal vorsichtig darauf verwiesen, dass sie vor Monaten ja eigentlich mehr Yards als LSU im direkten Duell zurückgelegt hatten.

In anderen Worten: Das Reizwort „Re-Match“ wird nun an zwei Fronten geführt, sollte Oklahoma State noch stolpern. Alabama ist trotz Niederlage an #3 gerankt und war mindestens auf gleicher Augenhöhe wie LSU, hat aber selbst rechnerisch kaum mehr ein Szenario, in dem es die SEC-West gewinnen kann. Das ist Oregons Vorteil, da die Ducks nun freie Bahn zum Gewinn der Pac-12 haben und vor allem auf die großartigste aller Offenses im College Football verweisen können. Am Samstag geht es gegen USC, das wegen Bowl-Ausschluss von der BCS nicht beachtet wird, aber nach Oregon und Stanford drittstärkste Kraft der Pac-12 ist.

Der X-Faktor im Rennen in den Louisiana Superdome ist Oklahoma, das an #5 gerankt ist und am letzten Spieltag in drei Wochen die Oklahoma Sooners im „Old Bedlam“-Derby serviert bekommt. Oklahoma hat eine sensationelle Heimniederlage gegen Texas Tech mit 3 Punkten, die es runterzieht, aber mit einem Paukenschlag in der letzten Woche – wer weiß? Die Sooners würden am „Re-Match“ vorbeiargumentieren können und hätten mit Florida State auch einen harten non-Conference Brocken geschlagen.

Und dann sind da noch die kleinen Hogs: Die Arkansas Razorbacks dürfen wir, Änderungen am Sendeplan mal ausgeschlossen, nun zweimal bei ESPNA betrachten. Heimspiel in Little Rock, Auswärtsspiel bei LSU. Letzteres Duell könnte bei Hogs-Sieg Anarchie in die SEC-West bringen und dafür sorgen, dass am Ende der Fahnenstange weder LSU, noch Alabama, sondern Arkansas das Endspiel der SEC erreicht. Das BCS-Finale würde ich in einem solchen bizarren Szenario nicht ganz ausschließen, ist aber extrem unwahrscheinlich.

„At-large“-Kandidaten

#7 Clemson Tigers
#8 Virginia Tech Hokies
#9 Stanford Cardinal

Stanford hat wie erwartet sein Heimspiel gegen Oregon verloren, überraschend war allenfalls der Klassenunterschied zwischen Cardinal und Ducks, und auch über die Leistung von QB Andrew Luck wird noch geredet werden. Nicht bloß, dass Luck damit wieder das Rennen um die Heisman Trophy eröffnet hat: Auch ESPN und Konsorten jubeln, besteht nun plötzlich die Möglichkeit der Fehlbarkeit Lucks – das QB-Rennen zum Draft dürfte hochgejazzt werden. Und Stanford braucht plötzlich einige glückliche Fügungen, um wieder als aussichtsreicher „At-large“-Kandidat zu gelten.

Clemson (ist fix) und Virginia Tech (fast fix) dürften das ACC-Endspiel bestreiten. Der Sieger wird automatisch in der Orange Bowl spielen. Der Verlierer wird kaum Chancen auf eine „at-large“-Einladung in die BCS-Bowls kriegen. Erstens, weil er kaum Top-10 bleiben wird. Zweitens, weil beide Unis nicht als top-attraktiv gelten.

Die Mid-Majors

#10 Boise State Broncos
#11 Houston Cougars
#19 TCU Horned Frogs
#20 Southern Miss Eagles

Boise States überraschende Heimniederlage bringt eine interessante Nuancierung in das Rennen um den möglichen automatischen BCS-Platz für die Mid-Majors ins Spiel. Diesen gibt es, wenn ein Conference-Sieger (!) mindestens an #12 gerankt ist oder an #16 bei gleichzeitigem Fehlen einer BCS-Conference in den Rankings (nicht ausgeschlossen, weil die Big East nichts hervorbringt).

Boise State wird die MWC kaum mehr gewinnen können. TCU müsste in drei Spielen zweimal verlieren – das hält man für ausgeschlossen. Somit freie Bahn für die Houston Cougars, die aber auch noch die C-USA holen müssen – dort noch zwei Tests haben: Tulsa und im Endspiel womöglich die ebenso gerankten Southern Miss Eagles. Stolpert Houston, ist plötzlich TCU in einer nicht aussichtslosen Position.

Boise States „at-large“-Chancen dürften minimal sein und davon abhängen, was die Teams

Big Ten Conference

Legends Division – #15 Michigan State hat das wichtige direkte Duell mit Iowa gewonnen und die Hawkeyes damit innerhalb einer Woche von „kann es aus eigener Kraft schaffen“ auf „zu 95% eliminiert“ geschossen. Die Spartans haben ihr Schicksal nun in der Hand, dürfen sich aber keinen Ausrutscher leisten, da #16 Nebraska lauert.

Leaders Division – #21 Penn State ist innerhalb einer Woche zum verhasstesten Team des Landes geworden, führt aber nach wie vor die Division an. Dass es nicht zum Horror-Szenario „Penn State und sein Sexskandal in der Rose Bowl“ kommt, dafür kann Wisconsin sorgen, das mit einem Sieg über die Nittany Lions aus eigener Kraft durch ist. Ohio State hat sich überraschend selbst aus dem Rennen geschossen.

Jo, ist etwas simplifiziert dargestellt. Es gibt kaum „sichere“ Teams in der Big Ten und auch Upsets abseits der Spitzenspiele dürften noch zu erwarten sein.

Ausgeschaubelt

Der für gewohnt gut informierte Adam Schefter/ESPN hat nun doch gemeldet, dass Houstons QB Matt Schaub wohl für den Rest der Saison mit einer Fußskelettsverletzung („lisfranc injury“) aus.

Der Neue: Matt Leinart, einstiger Partylöwe in Los Angeles und Phoenix, nun als geläutert geltend, aber seit vier Jahren nicht mehr regelmäßig gespielt und zuletzt trotz null Tiefe im Cardinals-Kader in Arizona gefeuert: Leinart ist Linkshänder und verfügt über einen schwachen Wurfarm, wo die Bälle langsam und eiernd in hohem Bogen durch die Lande fliegen.

Leinart könne allerdings in eine schlechtere Situation geworfen werden: Erstmal gibt es eine Bye Week für die Texans, die zudem über eine sehr gute Protection und ein jüngst bombiges Laufspiel über das goldene Duo Arian Foster (740yds Rushing, 445yds Receiving, 8 TD) und Ben Tate (686yds Rushing, 3 TD) verfügt und nach dem baldig erhofften Rückkehr von WR Andre Johnson eine weitere Waffe erhält. Außerdem gilt die Defense als eine der am stärksten verbesserten dieser Saison.

Insofern sollte es weiterhin bis auf den Faktor „Kubiak“ keine allzu großen zusätzlichen Sorgenfalten bereiten, was die Playoff-Ambitionen der Texans angeht.

Notizblock NFL Woche 10 Bills/Cowboys; Giants/49ers

Buffalo Bills (5-3) @ Dallas Cowboys (4-4) [Gamecenter] [Gamebook]

[ inactives: OT Sam Young, Demetrius Bell; LB Chris Kelsay; CB Reggie Corner, Aaron Williams, K Ryan Lindell (Bills); RB Felix Jones, WR Miles Austin, CB Mike Jenkins (Cowboys)]

Cowboys Offense / Bills Defense

– Q1/12:12: erster Drive der Cowboys endet mit spektakulärem TD-Catch von Dez Bryant; vorher hat WR Jesse Holley, der aus der Michael-Irvin-Show, vorher auch mit großartigem Catch bei einem dritten Versuch  auf sich aufmerksam gemacht

– Q1/3:05: TD WR Laurent Robinson bei 3rd&goal, Romo mit entwischt ganz stark dem Pass Rush und findet dann Robinson in der Endzonenecke; Die Bills-D spielt fast ausschließlich Nickel und Dime und kann das Paßspiel trotzdem nicht stoppen; dazu kommt noch, daß wenn die `Boys mal laufen, RB Murray gar nicht weiß, welche der vielen Lanes er denn nehmen soll; 14-0 Dallas

– Q2: 12:17: erster Spielzug nach Buffalos vergeigtem FG: WR Robinson überläuft ganz locker CB Drayton Florence und ist nach 58 Yards in der Endzone zum 21-0; Romo bis jetzt 11/11, 179Yards, 3TDs; Cowboys 211 Yards, Bills 37 – Buffalos Defense ist einfach zu schlecht, vor allem die CBs und LBs in Paßverteidigung; Romo bringt die ersten 13(!) Bälle an den Mann und Dallas verwandelt die ersten sieben (!) 3rd Downs

– Q2/1:05: vierter TD im vierten Drive für Dallas, 28-7; Buffalo ohne Pass Rush, mit schlechter Zone Coverage und mit Pech, daß Dez Bryant spielt wie ein Top-5 WR

Bills Offense / Cowboys Defense

– 1st snap/drive: niemand blockt OLB DeMarcus Ware, sack; 3&out

– Q2/12:22: die Cowboys verteidigen mit Safeties und LBs sehr gut die Screen-Pässe zu RB Fred Jackson, die Buffalo so gerne spielt; der neue Kicker Rayner verzieht 52-Yd-FG-Versuch – mit drei langen Plays (DPI, Catch TE Chandler, Run RB Jackson) kommt Buffalo bis an DAL3 und von da wirft QB Fitzpatrick den TD-Paß auf WR David Nelson, 21-7; Nelson läuft dann durchs halbe Stadion zu seiner Freundin läuft – die Cheerleader der Cowboys ist

– Buffalo gibt sich aber nicht auf; der erste Drive der zweiten Hälfte bringt sie bis an DAL18 und dort spielen sie einen 4th&2 aus– incomplete; das größte Problem der Offense ist die schwache Protection, Spencer und Ware lassen da öfter mal die Tackles alt aussehen und bei Rob Ryans kreativen Zone-/Overload-Blitzes guckt sich die OLine zu oft fragend an und weiß nicht, wer wen blocken soll

– Q3/2:14: WR Jones kann den Ball nicht festhalten und fälscht ihn direkt zu CB Newman ab; Dallas Ball an BUF23 – FG, 34-7 Dallas, game over

New York Giants (6-2) @ San Francisco 49ers (7-1) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: RB Ahmad Bradshaw, CB Prince Amukamara (Giants), CB Shawntae Spencer, FB Moran Norris (49ers)]

Giants Offense / 49ers Defense

– erster Drive Giants: gute protection für Eli; langer Drive mit 50/50 pass-run-ratio, werden aber an der 5-Yd-Linie gestoppt; nach 14 plays, 75 Yards in 8:33 Minuten stehen nur drei Punkte bei den Giants

– auch der zweite Drive der Giants ist ein langer, aber auch dieser wird innerhalb der 10-Yd-Linie gestoppt; 6-3 NYG

– es ist jede Woche dasselbe: für jeden tollen Catch, den er macht, macht Victor Cruz auch irgendwas Dummes wie Fumbles oder furchtbare Drops

– Q3/2:25: großartiger Manning-Paß, großartiger Manningham-Catch; wieder ein schöner Drive, dieses Mal mit mehr als einem FG abgeschlossen, 13-12 Giants

– Eli hat im vierten Viertel beim Spielstand 13-20 mal wieder die Chance auf ein 4th-Quarter-Comeback; diese Saison hat er schon fünf Game-Winning-Drives dirigiert und ist der top-rated-QB im letzten Abschnitt: 69% Completions, 8TDs/2Ints, 121,7rating; kaum wird diese Statistik eingeblendet, holt sich CB Carlos Rogers die Interception, weil WR Manningham einfach so seine Route nicht zu Ende läuft

next play: TD RB Kendall Hunter zum 27-13 (Q4/12:21)

– Q4/8:37: dieser TE Jake Ballard fängt schon wieder ein paar ganz starke Bälle und dann wirft Elite Manning einen unglaublich guten Ball zu WR Hakeem Nicks zum 20-27

– H/t to Captain Obvious: LB Patrick Willis spielt wie Ray Lewis zehn Jahr jünger

– im letzten Giants-Drive ist Eli tatsächlich Elite, einige ganz starke Bälle under pressure, zwei verwandelte 4th Downs bevor dann der dritte 4th Down des Drives DE Justin Smith im Weg ist – game over

49ers Defense / Giants Offense

– die Giants spielen konsequent mit 8, manchmal sogar 9 Mann “in the box”; das läßt viel Platz fürs Paßspiel, was Alex Smith auch nutzt, allerdings keine Big Plays, aber immer mal wieder 1st Downs; andererseits läßt er auch viele gute Möglichkeiten liegen

– nach 52-Yd-FG zum 6-6 recovern die 49ers einen Onside Kick; aber weil das Laufspiel gar nicht funktioniert (Frank Gore 6rush, 0 Yards) endet auch diese Serie nur mit FG zum 9-6

– nach Manning-INT Ende der ersten Hälfte hat SF wieder eine gute scoring opportunity und dieses Mal reichts nicht mal für ein FG: Interception, für die WR Ginn die Verantwortung trägt

– RB Frank Gore spielt in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt nicht mehr, so wie er vorher gespielt hat, ist das aber kein großer Verlust

– Q4/13:22: weil die Giants wie immer mit 8 Mann den Lauf verteidigen, hat TE Vernon Davis viel Platz und springt dann in die Endzone; nach einfacher 2pt-Conversion durch WR Crabtree führen die 49ers 20-13

MNF-Preview, Week 11: Wer stoppt Rodgers?

Packers-Jagd nach der Perfect Season, die zehnte. Green Bay empfängt heute, 02h30 LIVE bei ESPN America und Sport1+, den Divisionsrivalen Minnesota Vikings. Green Bay hat heuer die Tanz, Spiele im Schlussviertel nach klarer Dominanz ganz gerne wieder bissl spannend werden zu lassen. So geschehen letzte Woche in San Diego. So geschehen vor drei Wochen in Minnesota. Gefallen sind die Packers bis dato nicht.

Dafür ist die Offense um QB Aaron Rodgers zu perfektionistisch. Rodgers bringt fast alle Bälle an einen Receiver und kann auf eine qualitativ und quantitativ großartige Armada an Wide Receivers und Tight Ends zurückgreifen. Es gibt Leute, die Rodgers’ bisherige Saison als beste eines QBs ever preisen.

So weit möchte ich mich mit meinem halben Dutzend Jahren NFL-„Erfahrung“ nicht hinauslehnen, aber selbst nach Reinrechnen der gelegentlich kassierten Sacks für zu langes Ballhalten: Rodgers’ Vorstellungen bisher sind eindrucksvoll. Und bisher gab es nur wenig Greifbares für Defensive Coordinators, wie man diese Dominanz hätte eindämmen können.

Minnesota verfügt über starken Pass Rush um DE Jared Allen und DE Brian Robinson, über eine sehr gute Defensive Line insgesamt, hat aber Deckungsprobleme in der Secondary. Außerdem ist der beste Cornerback Antoine Winfield nicht wirklich fit und CB Chris Cook dürfte teamintern gesperrt sein, nachdem er vor kurzem in den eigenen vier Wänden recht wüst gegen die Liebsten gewütet hatte.

Auf der anderen Seite ist auch RB Adrian Peterson nicht ganz fit, soll aber spielen. Peterson wird essenziell für die Vikings sein, da Green Bays Abwehr heuer als eine der schwächeren in der NFL gilt, eigentlich unverständlich mit Blick auf die vielen fantastischen Einzelspieler im Kader. DefCoord Dom Capers ist noch auf der Suche nach dem richtigen Mix und kriegt vor allem keine gescheite Linebacker-Unit auf das Feld, konnte sich bisher jedoch auf gut getimte INTs (16 an der Zahl) und INT-Returns verlassen. Nun kommt mit Rookie Christian Ponder ein unerfahrener Quarterback des Weges, aber Ponder hatte im „Hinspiel“ trotz vieler Incompletions keine unterirdische Vorstellung, hat sich aber anfällig gegen Fumbles und Turnovers gezeigt.

Green Bay geht natürlich als hoher Favorit ins Spiel, trägt aber auch die Last des gewinnen Müssens, nachdem man sich nun auch offiziell verbal die Bürde einer ungeschlagenen Saison auferlegt hat. Die Vikings haben nicht viel zu verlieren, betrachten die Saison als Aufbaujahr und dürften dabei ganz gerne den Schimmel im Käse des großen Rivalen spielen.

Wiederholungen: Morgen, Dienstag um 11h bei ESPNA, 22h bei Sport1+

He should have

(Achtung, Spoiler der wichtigsten Szene bei Atlanta/New Orleans)

Scharfsinnige Analyse bei Pat Yasinskas zur spielentscheidenden Spielzugauswahl beim Spiel Atlanta – New Orleans.

What I didn’t like: When Mike Smith first decided to go for it on fourth-and-inches in overtime, I liked the call. I thought it was gutsy and ambitious. After watching Michael Turner get stuffed, I changed my mind. Smith should have punted and taken his chances with his defense.

Äh, ja.