NFL Week 15 Previews: Pats/Broncos; Jets/Eagles

NFL-Programm von heute Abend:

19.00 Uhr
New York Giants – Washington Redskins (SPORT1+)
Seattle Seahawks – Chicago Bears (ESPN America)

22.15 Uhr
Denver Broncos – New England Patriots (SPORT1+ und ESPN America)

23.15 Uhr
Denver Broncos – New England Patriots (PULS4 „as-live“)

2.20 Uhr
San Diego Chargers – Baltimore Ravens (SPORT1+ und ESPN America)
morgen als Tape: 17.25h SPORT1+, 18.30h ESPNA

Weitere Aufzeichnungen von morgen

14.30 Uhr
St. Louis Rams – Cincinnati Bengals

16.30 Uhr
Oakland Raiders – Detroit Lions


New England Patriots (10-3) @ Denver Broncos (8-5)

Tebow schon wieder mit Comeback Win. Bill Belichick gegen Tebow. Tebow gewinnt sechs in Folge. Brady gegen Tebow. McDaniels hatte recht mit Tebow. New Englands Secondary gegen Tebow. Tebow-Skeptiker gegen Tebow. John Elway gegen Tebow. Ohne Barber wär Tebow gar nicht Tebow. Und ohne Ponder auch nicht. TebowTebowTebow. Wenn das so weitergeht, wird “Tebow” auch noch im deutschsprachigen Raum Unwort des Jahres. Damit zum Spiel. Ohne Glaube-Liebe-Hoffnung-Abschnitt von, über und mit Tebow. Nur Taktik und Matchups.

Interessant wird der Gameplan der Broncos gegen diese Patriots-D. Anbieten würde sich ein paßlastiger Angriff mit dem man die “Secondary” der Patriots aggressiv angreift. Dummerweise hat Denver nicht den paßstärksten QB der Welt und verläßt sich in der Regel auf das Laufspiel. Und ausgerechnet das macht New England noch am besten. Die Verteidigungsreihen von Belichick zeichnen sich seit Jahren durch eine in Sachen gap discipline sehr disziplinierte Front-7 aus. Da sollte es nicht allzu viel Platz für Tebows Scrambles geben. Ähnlich übrigens wie Chicago letzte Woche, die unter Lovie Smith ebenso diszipliniert spielen und Tebow bei 49 Yards aus 12 Läufen gehalten haben. Darüber hinaus haben die Patriots mit NT/DT/DE Vince Wilfork, DE Andre Carter und ILB Jerod Mayo drei der ligaweit besten Verteidiger gegen den Lauf in ihren Reihen.

Mehr Erfolg sollten Tebow, WR Eric Decker und WR Demariyus Thomas gegen eine Paßverteidigung haben, in der Julian Edelman auch schon mal Starter ist (als Nickelback) und ST/WR Matt Slater seit zwei Wochen beinahe jeden Snap als Safety spielt. Der andere Saftey James Ihedigbo spielt schon seit Wochen verletzt (Schulter) und wird auch allsonntäglich zweimal auf dem Spielfeld behandelt. Pat Chung wird wohl wieder nicht spielen. CB Devon McCourty spielt immer noch in einem Zustand, der wohl eine Mischung aus nur-halbfit/sophmore-slump ist. Gerade Möglichkeiten für tiefe Bälle gibt es gegen diese Secondary immer wieder, weil Kommunikation und Abstimmung zu oft nicht stimmen.

Was New Englands Defense dagegen sehr gut macht, ist: in der Redzone verteidigen und Ballverluste provozieren. Nur Green Bay hat mehr als New Englands 20 Interceptions gesammelt und obwohl sie die meisten Yards aller NFL-Teams zu lassen, sind sie im Punkte-kassieren auf Platz 13.

Andersrum ist das entscheidende Matchup Von Miller/Elis Dumveril gegen Matt Light und Nate Solder. Sebastian Vollmer wird wahrscheinlich mit seiner Rückenverletzung eine weitere Woche aussetzen. Das ist ein sehr schlechtes Zeichen; er wurde als College Junior schonmal am Rücken operiert und in dieser Saison war er seit der Preseason nie richtig fit. Da hilft es natürlich, daß man Matt Light noch im Kader hat. Und Vollmers Verletzung wird Light wohl auch helfen, nächstes Jahr noch im Kader zu stehen, denn mit seinen Leistungen bei dem Gehalt würde er gegen ein fittes Duo Solder/Vollmer (mit Backup Marcus Cannon) wohl den kürzeren ziehen.

Wie auch immer: gegen den Defensive Rookie of the Year Von Miller und Elvis Dumervil werden beide einen sehr schweren Stand haben. Dumervil spielt zwar nicht mehr ganz so stark wie noch vor seiner Brustmuskelverletzung, die ihn das ganze Jahr 2010 auf IR zwang, aber einer der besseren DEs der Liga ist er allemal. Wahrscheinlich werden die Tackles viel Hilfe bekommen. TE Gronkowski wird wohl öfter mal “chippen” bevor er seine Route läuft; Solder wird wahrscheinlich wieder einige Male TE spielen, während Cannon auf RT geht und Kevin Faulk und sein Nachfolge Stevan Ridley werden im Backfield versuchen, aufzuhalten, was durchkommt. Wenn die Broncos es schaffen, mit 4 Mann Druck auf Brady auszuüben, haben sie gute Chancen, der Offense die Luft zu nehmenn. Bei allen tollen Statistiken und den vielen Punkten, darf man nicht vergessen, daß Brady in einigen Spielen in dieser Saison erschreckend schlecht ausgesehen hat. Vor allem in den Wochen 6-10 gegen Dallas, Pittsburgh, NY Giants und in der ersten Hälfte gegen die Jets. Auch letzte Woche gegen Washington hat er in der ersten Halbzeit wieder Accuracy- und vor allem Timing-Probleme gehabt.

Was Brady immer wieder hilft, auch wenn er mal schlecht spielt, sind die Yards, die Welker, Hernandez und Gronkowski immer wieder nach dem Catch machen. Mit Gronkowski hat er auch die gefährlichste Redzone-Waffe der Liga; schon drei Spiele vor Toreschluß hat er den Rekord für die meisten TD eines TE in einer Saison gebrochen. Wenn er so weiter macht, wird er der dritte Spieler mit mindestens 20 TDs in einer Saison. Die anderen beiden: Jerry Rice 1987 und Randy Moss 2007. Gute Gesellschaft.

New England kämpft mit Baltimore, Pittsburgh und Houston um den Heimvorteil in den Playoffs. Die Patriots haben zwei Spiele Vorprung vor den Jets plus den Tiebreaker. Denver ist in der AFC West ein Spiel vor den Oakland Raiders und hat mit dem 8-5 Record auch noch Chancen auf die Wild Card, sollte es mit dem Divisionstitel nichts werden. Mit 8-5 um die Wildcard kämpfen auch die Jets. Außerdem im Rennen sind noch Raiders, Bengals, Titans (alle 7-6) und die wie jedes Jahr um ein Wunder kämpfenden Chargers (6-7) Auch der dieswöchige Gegner New Yorks, die Philadelphia Eagles, haben trotz nur 5 mickriger Siege noch Chancen auf die Playoffs.

New York Jets (8-5) @ Philadelphia Eagles (5-8)

Die Jets haben in den letzten drei Wochen gegen drei ziemlich schlechte Teams drei unbeeindruckende Siege eingefahren: v BUF 28-24; @Was 34-19 und v KC 37-10. Die Siege gegen Buffalo und Washington waren viel, viel knapper als es das Ergebnis verrät. Mark Sanchez´ mittelmäßige Leistungen wurden überdeckt von seinen TD-Zahlen und der bissigen Defense (und im Spiel gegen Buffalo vom einstelligen IQ Stevie Johnsons).

Am Sonntag gegen die Eagles wirds für die Sanchize besonders schwierig, weil er öfter mal DEs Trent Cole und Jason Babin im Gesichtsgitter haben wird. Wer auch immer der beiden gegen RT Wayne Hunter spielt, hat gute Chancen NFC Defensive Player of the Week zu werden. Seine beiden besten Wide Receivers, Santonio Holmes und Plaxico Burress werden gegen CBs Asamugha und Samuel spielen, während man für die große Mitte, die Schwachstelle der Eagles-D, keinen zuverlässigen Playmaker hat. TE Keller und Rookie Slot-WR Kerley sind bestenfalls Durchschnitt. Die Jets-O ist genau der richtige Gegner für diese komische Verteidigung der Eagles.

Was den Jets helfen könnte, ist das Laufspiel um Shonn Green. In den letzten drei Wochen hat er mit 59 Läufen 295 Yards gemacht – wie gesagt, gegen schlechte Gegner, aber das sind die Eagles in Sachen Run-D auch.

Philadelphia könnte am meisten helfen, daß sich der QB der Jets-D, Safety Jimmy Leonhard, verletzt hat und den Rest der Saison ausfällt. Leonhard hat alle Calls gemacht, für die richtige Abstimmung und Kommunikation untereinander gesorgt. Er wird schmerzlich fehlen.

Trotzdem kann diese Verteidigung immer noch jeden stoppen: 5,7 Net Yards/Paßversuch (fünftbester Wert der NFL) und nur 3,9 Yards/Rush (6.) sprechen eine deutlich Sprachen. Zu allem Überfluß ist so eine komplexe und kreative Defense wie die von Rex Ryan und Mike Pettine das letzte, womit Michael Vick umgehen kann.

Es wird wohl auf ein Low-Scoring-Game hinauslaufen, daß durch Special Teams und Big Plays entschieden wird.

19 Kommentare zu “NFL Week 15 Previews: Pats/Broncos; Jets/Eagles

  1. Schöne preview, straight to the point. Beachtlich im Besonderen die Tiefe der Analyse der taktischen Möglichkeiten, um Brady dran zu kriegen, nur sagt mir mein Bauchgefühl, dass heute keine TebowTime sein wird, egal wie gut die Broncos-D performt. Ich weiss, dass ist schwer nachzuvollziehen, aber ist einfach mal so…

  2. hab eigentlich stark mit nem Live-Ticker zum Pats-Broncos Spiel gerechnet…

    Bis jetzt hält das Spiel was es versprach. Spannung pur!
    Wichtiger: Es scheint so, als ob die Broncos ein High-Scoring Spiel mitgehen könnten. Sehr interessant

  3. tebow ist echt ein schlingel. nach klarer führung 17 unbeantwortete punkte für NE zugelassen, damit er im 4 viertel wiedser der held sein kann. was soll man dazu noch sagen 😉

  4. Sorry, ich weiß falsches Spiel, aber ich würde gern mal Vick in der Jets-Uniform sehen und schauen, was die Jets dann zu leisten im Stande wären. Je öfter ich Sanchez sehe, um so limitierter und entwicklungsresistenter kommt er mir vor. Schade eigentlich…

  5. Ja is ja kein Problem. Hab mich nur gewundert, weil das Spiel auch hier auf dem Blog so viel Erwähnung gefunden hat.

    Zum Spiel: Die Broncos haben einfach zu viele dumme Fehler gemacht bis jetzt. Fumbles und oft sehr dumme Penalties.
    Aber: Tebow time is coming…

  6. Thema Sanchez: 3 von 4 Pässen überwirft er deutlich. Deshalb haben die Jets 10 Min. vor Schluß, mit 32 Punkten Rückstand, erstmal 3 Laufspielzüge nacheinander eingefügt, um ein first down zu ziehen. Das beisst sich zwar mit dem clockmanagement, aber wird wohl der einzige Weg sein.

    korsakoff, kannst Du da mal nicht eine kleine Analyse bringen bitte?

  7. Schöne Statistik:

    Record alltime: Eagles – Jets 9-0

    Eagles only team Jets never won against.

  8. Bezüglich Sebastian Vollmer:
    Soweit ich das mitbekommen habe wurde er seit dem Eagles-Spiel immer „out because of foot-injury“ gelistet, und nicht mehr „back“.
    Vielleicht ist das sein Glück und er kann seine Rückenverletzung etwas auskurieren (auf diese schiebe ich seinen starken Leistungsabfall in diesem Jahr einfach einmal).

  9. Die Packers hatten aber auch einen miesen Tag. Kein Passrush, wie immer keine secondary, dazu Drops, schlechte Playcalls und ein Rodgers mit einen 80,1 Rating.

    Aber naja, so einen Tag hat jeder mal. NO in St Louis, NE in Buffalo

  10. Ich finde es jedoch bezeichnend, dass Mike McCarthy 2:04 vor Schluss null Vertrauen in seine Defense gezeigt hat. Gegen eine der schlechtesten Offenses der Liga. 2:04, mit drei Timeouts. Man stelle sich vor: Touchback (Crosby hat einen starken Fuß), und GB hat vier Auszeiten (2min-Warning) und weiß, was Kansas machen wird. Am Ende bestätigt die softe Defense McCarthys Entscheidung zum Onside Kick dann auch standesgemäß.

    Ein Tag für die Grütze? Ja, vielleicht. Auch die verpasste Challenge passt unter diesem Gesichtspunkt noch wunderbar rein. Aber das „19-14“ war nahe am Blowout, so oft wie die Chiefs da die Chance auf Touchdowns liegen ließen.

  11. Ich glaube die Packers D hatte keinen richtigen Gameplan für Orton. Er ist aber auch relativ gut mit seiner neuen Offense zurechtgekommen.

  12. Und zu Vollmer :
    Er wird schon seit Beginn der regular season maximal als questionable markiert. Bis zum Eagles-spiel wegen Rückenproblemen und seit diesem Spiel ist er Out mit Rücken & Fußverletzung. Vor den Playoffs wird er definitiv nicht spielen.
    Hat auch seit Philly nie am Training teilgenommen. Noch nicht einmal limited practice.
    Wurde aber nicht auf IR gesetzt.

  13. Pingback: AFC Divisional Playoffs 2011/12 – Vorschau Broncos/Patriots | Sideline Reporter

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