Champ Sports Bowl 2011 live: Florida State Seminoles – Notre Dame Fighting Irish

[03h04] Für diejenigen mit Koffeinüberschuss gibt es jetzt noch den Gewinner der Heisman Trophy, Robert Griffin III („RG3“). Ich werde noch ein paar Drives zuschauen, aber kein Liveblogging mehr machen.

[03h00] Endstand Florida State 18, Notre Dame 14.

Glanzloser Sieg der Seminoles in einem Spiel, das über weite Strecken enttäuschte. Florida State brauchte bis tief ins dritte Viertel hinein, um ein Rezept gegen Te’o und Konsorten zu finden. Als es gefunden war und QB Manuel den Moment zum Gucken bekam, war es um Notre Dame geschehen. Jo, es halfen tiefe Bomben mit. Aber Notre Dame war auch erstaunlich mittellos gegen einen ruhigeren Manuel hinter halbwegs solider Protection.

Freilich halfen auch die drei INTs kräftig mit, zwei davon in der EndZone (beide gegen Rees), einmal eine sinnlose INT direkt auf den LB Bradham (gegen Hendrix), die den Stimmungsumschwung in dieser Partie brachte.

Lobeshymnen für die Seminoles wären fehl am Platz. Es ist ein Sieg, aber nichts, auf dem aufbauend man eine Mannschaft für nächste Saison in die Top-10 hypen sollte.

As for Notre Dame: Wenn ich mir den Schedule anschaue, wird 2012/13 auch recht heftig für die Irish. Michigan State, Michigan, Oklahoma, Stanford, USC als Gegner. Möglicherweise wird die Saisonbilanz nächstes Jahr erneut nicht viel besser ausschauen, selbst wenn Kelly die QB-Frage lösen kann.

[02h48] Rees riskiert, gleich einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Notre Dame startet an der FSU28, hat fünf Minuten, und Rees wirft einen langsamen Ball in Doppeldeckung in die EndZone. Völlig überraschend ist das Resultat die dritte INT, 2:48 vor Schluss. Kelly dreht sich an der Seitenlinie resigniert ab, überlegt noch einen Moment, ob er sich zum Wutausbruch noch abdrehen soll.

[02h39] Brian Kelly staucht QB Rees nicht zum ersten Mal zusammen, nachdem Rees beim langen 3rd down nicht den Killerschlag sucht. Notre Dame spielt weiterhin ohne WR Michael Floyd und sieht in diesem Kontext seinen gefährlichsten verbliebenen Mann, TE Tyler Eifert, von einem Cornerback (#1 Mike Harris) bewacht. Eifert macht Plays, aber ohne Floyd sind die Optionen für Rees doch recht beschränkt. Positiv für Kelly: Der Punt wurde an der 0,1yds Line der Seminoles niedergelegt.

[02h31] Florida State 18, Notre Dame 14/Q4 8:05. Das emotionale Hoch nicht zum TD verwandeln können, weil Manuel beim 3rd down mit zwei Defensive Ends im Gesicht einen Ball in die EndZone 2m überwirft. Gemessen an den letzten Minuten muss Notre Dame sich nun aus einem ganz tiefen mentalen Loch hochziehen.

[02h26] Notre Dames Defense kriegt nun keinen Zugriff mehr auf QB Manuel. Wie vermutet sieht Manuel mit dem Funzen mehr Zeit plötzlich Land und traut sich beim 3rd-and-6 einen ganz tiefen Ball zu. Wieder fängt WR #80 Rashard Greene, diesmal im Nachfassen am Boden liegend, 2cm vor der Auslinie. Aber Respekt, wie locker nun der lange so starke Druck der Fighting Irish im Keim erstickt wird.

[02h11] Florida State 15, Notre Dame 14/Q4 13:18. Nun wirft auch Hendrix eine eher hanebüchene Interception, weil Hendrix den in der Zonendeckung hängenden LB Bradham übersieht und Bradham den Ball direkt auf die Brust serviert. Bradham wälzt sich ein paar Yards beim Return durch, ehe im nächsten Spielzug QB Manuel den WR #80 Greene in einer nicht hautengen Dreifachdeckung zum Touchdown findet. Jimbo Fishers Entscheidung, vorhin auf 2pts Conversion zu gehen, schlägt nun zurück, FSU scheitert zum zweiten Mal und führt nur +1 anstelle der durchaus möglichen +3.

[02h03] Florida State 9, Notre Dame 14/Q4 14:54. Erster Spielzug ist ein Manuel-Ball, der genau zweieinhalb Minuten in der Luft hing, ehe ihn WR Bert Reed runterpflückte zum ersten „Sechser“ für die Seminoles. Plötzlich ist Leben in der Bude.

[01h57] Das dritte Viertel geht in diesen Sekunde zu Ende und die Seminoles zeigen zum ersten Mal etwas Leben in ihrer Offense: Manuel komplettierte dank fantastischem Catch von WR Rashard Greene einen ganz tiefen Ball, kann dann mit etwas Zeit Screen-Pässe komplettieren, scrambeln und sogar erfolgreich die Bälle an die Running Backs übergeben. Man ist an der RedZone, ein zäher Marsch vorwärts, aber die Körpersprache bei den Seminoles ist plötzlich eine ganz andere.

[01h39] Florida State 3, Notre Dame 14/Q3 9:03. Ein langer Kickoff-Return vom flinken FS Joyner, eine gebremste Offense, eine Strafe gegen die Defense = 42yds Field Goal für K Hopkins. Joyner ist für einen Safety erstaunlich schnell, dabei muss man wissen: Joyner wurde als Sprinter für die Cornerbacks rekrutiert, aber aufgrund des schieren Überangebots an athletischen CBs auf Safety umgeschult, da man ihn als zu schade ansah, um draußen zu sitzen. Joyner, ein big hitter bei zirka 1,20m Körpergröße, als Instinktfootballer einer meiner Lieblingsspieler im College Football.

[01h30] Florida State 0, Notre Dame 14/Q3 11:24. Wilder, wilder TD-Spielzug, als QB Rees einen Ball in die EndZone lupft, wo WR Michael Floyd dem Gegenspieler CB Greg Reid überlegen ist, und im sechsten oder siebten Nachfassen einen spektakulären Touchdown fängt, während Reid böse mit dem Helm voraus auf dem Boden aufschlägt, sich aber wie durch ein Wunder nicht Hals und Genick bricht, sondern „nur“ gestützt rausgetragen werden muss. Scary, scary shit.

Notre Dame machte es nun interessant: Nutzte FSUs Undiszipliniertheit aus, wechselte zwischendurch als Tempowechsel den Scrambler QB Hendrix ein und schlug gleich nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Floyd-Bewacher #27 Xavier Rhoades eiskalt zu. Zweifellos gut gemacht von Brian Kelly – nun könnten die Seminoles ohne die beiden besten Deckungsspieler auskommen müssen (Rhoades/Reid).

[01h16] Habe ich das richtig mitgekriegt oder gibt es im College Basketball gerade ein Spiel mit Halbzeitstand „14-9“? In diesem Falle danken wir dem Herrn für diese sieben Punkte in Orlando.

[01h04] Halbzeit Florida State 0, Notre Dame 7.

Fürchterliches Spiel in der ersten Halbzeit. Keine der Offenses kriegt irgendwas auf die Reihe. Notre Dame sieht für meine Verhältnisse fast noch trauriger aus, die Quarterbacks kriegen trotz Zeit ganze 4.3yds/Passversuch zustande. Vierkommadrei, obwohl die Seminoles überhaupt nichts besonderes entgegenwerfen. Björn Werner hatte übrigens einen Sack und um ein Haar einen erzwungenen Fumble.

Florida State sieht nicht ungefährlich aus in den Momenten, in denen QB Manuel einen Moment zum Werfen kriegt. Weil Manuel hinter der taufrischen Offensive Line (angeblich vier Freshmen?) aber zumeist null Zeit zum Schnaufen bekommt und schon im Zurückstapfen unter Druck steht, werden fast alle Drives im Ansatz niedergemacht, Manuel niedergeschlagen. Florida State 0/7 bei 3rd downs, was alles sagt. Dazu ein Laufspiel mit 9yds in 14 Versuchen (vier davon waren allerdings Sacks).

[00h47] Während sich Notre Dame noch an den paar erzielten Punkten hochziehen kann, herrscht an der Seitenlinie der Seminoles blanke Frustration angesichts der schieren Unfähigkeit, den Pass Rush zu stoppen. Und es wäre nicht so, dass Notre Dames Front Seven da aus allen Rohren schießen würde…

[00h38] Während sich Co-Kommentator Gilmore wundert, warum QB Manuel kein Vertrauen in die Protection habe (warum bloß?), probieren die Seminoles einen Punt-Fake, der ein paar Zentimeter zu früh gestoppt wird. Angesichts der Aussichtslosigkeit, auf die traditionelle Weise was zustande zu bekommen, eine gute Entscheidung Fishers.

[00h28] Erstes 1st down der Seminoles durch eine Strafe (late hit gegen #55 Prince Shembo/“dirty“?), aber ansonsten dasselbe Lied: Florida States QB E.J. Manuel kriegt überhaupt keine Luft zum Atmen und wird andauernd niedergeschlagen und gesackt, konnte nur einmal per genialem Scramble dem massiven Druck entweichen. Überhaupt ein schwer anzusehendes, unrhythmisches Spiel mit einigen Strafen und vielen Auszeiten, um Strafen zu verhindern. Wenn ich da an Toledo-Air Force gestern denke…

[00h14] Kelly wechselt für einen Drive den jungen QB Andrew Hendrix ein, der gleich mal eine Auszeit verbrennt. Dann kommt Hendrix aber langsam ins Rollen, u.a. mit einigen NFL-reifen Pässen, deutet auch seine Beweglichkeit an, aber zum Ausklang des ersten Viertels setzt Notre Dames Kicker ein 48yds Field Goal rechts vorbei.

Florida State kommt wieder auf das Feld. Die Versuche, die Protection zu stabilisieren, sind interessant: Mal wird ein Spreading mit 5 WR versucht, dann kommt ein zusätzlicher Tight End, aber so richtig effizient war datt ganze bis dato nicht.

[23h54] Die Offensive Line der Seminoles gibt QB E.J. Manuel in dieser Anfangsphase zum Abschuss frei. Sind es die beiden unerfahrenen Guards? Manuel wird bei jedem Spielzug entweder gesackt oder niedergeschlagen, FSU kommt überhaupt nicht in Tritt und hat noch kein 1st down erzielt. Dagegen fällt bei Notre Dame auf, dass der Pass Rush gezielt durch wohl getimte Blitzes verstärkt wird, wobei sich vor allem #5 Te’o hervortut. Dass Te’o 2012 am College bleibt, sollte Notre Dame nächstes Jahr helfen.

[23h47] Florida State 0, Notre Dame 7/Q1 9:04. Der super-athletische LB #5 Te’o schlägt dem Backup/Backup-RB #8 Devonta Freeman den Ball nach einem Screen-Pass aus der Hand, der Ball wird straight zum Touchdown returniert. Zwei Spielzüge, zwei Turnovers. Geht ja mal gut los.

[23h42] QB Tommy Rees bestätigt gleich mal seinen Ruf, wirft bei 3rd down in die EndZone hinein eine INT: Ball von LB Jones Bradham direkt in die Arme von FS #20 LaMarcus Joyner abgefälscht und Joyner mit einem wilden 25yds-Return mit zig gebrochenen Tackles.

[23h31] Florida State vor dem Spiel: Die Verletzungsprobleme schlagen ziemlich arg durch, sodass in der Offensive Line heute beide Rookies ihren allerersten Einsatz in der Startformation haben werden. Was für das Laufspiel suboptimal ist, zumal dort der gefährlichste Running Back wegen zu schlechter Noten gesperrt ist.

[23h25] Im Vorfeld des Spiels wird der deutsche DE Björn Werner außerordentlich gelobt und als möglicher „high round draftpick“ (O-Ton) bezeichnet. Werner ist heuer Sophomore, wäre frühestens im April 2013 „draft-eligible“.

[22h43] In ca. einer Dreiviertelstunde wird das Reminiszenzenduell FSU – Notre Dame angepfiffen. Ich mache schonmal den Thread fürs Liveblogging auf.

Bowl Season 2011/12: Reminiszenz an eine ruhmreiche Vergangenheit

Kann bei ESPN America bitte jemand nochmal die erste Halbzeit von Toledo-Air Force von heute Nacht als Aufzeichnung senden? Dankeschön. Dies oder wer es sich gespeichert hat: Reinschalten zahlt sich aus. Zum heutigen Bowl-Programm, das nicht schlechter zu werden verspricht.


In den späten 80ern und den frühen 90ern waren Florida State und Notre Dame dominierende Mächte des College Football mit National Title-Ambitionen. Kulminationspunkt: November 1993, als sich die beiden Unis in einem „Game of the Century“ (datt kennen wir ja) trafen: #1 FSU vs #2 Notre Dame. Obwohl Notre Dame gewann, holte sich die Florida State University ein paar Wochen später den Landesmeistertitel, ehe sich nach wenigen weiteren Begegnungen die Wege der beiden etwas trennten: Während Notre Dame seitdem nur noch ein matter Abglanz alter Zeiten ist, blieben die Seminoles unter Trainerlegende Bobby Bowden noch fast ein Jahzehnt an der Spitze. Seit zwei Jahren haben beide Unis neue Head Coaches und neuen Aufschwung – 2011/12 war aber für beide eine Enttäuschung. Trotzdem: Die Mannschaftskerne bleiben in der Offseason intakt – wenn hier einer überzeugend gewinnt, wird er im neuen Jahr viel Presse und ein gutes Preseason-Ranking 2012 bekommen.

Champ Sports Bowl

Florida State Seminoles – Notre Dame Fighting Irish

Do, 29.12. 23h30 LIVE bei ESPN America
Tape: 30./31.12. um 04h morgens auf ESPNA

Florida State war als einer der Favoriten ins Rennen gegangen, wurde nach einer Heimniederlage gegen Oklahoma von Verletzungen auseinandergerissen und schenkte nach den Sooners noch Clemson und Wake Forest en suite ab. Es war kein Freak-Unfall: Mit wiederhergestellter Formation folgte im November eine enttäuschende Pleite gegen Virginia.

Der unerfahrene QB #3 E.J. Manuel gehört zu der Sorte „wechselhaft“, kann dem Angriff an guten Tagen jedoch eine zusätzliche Dimension mit seiner Beweglichkeit verleihen. Der komplette Angriff leidet unter einer nicht immer zuverlässigen Offensive Line, hinter der das Laufspiel nur an guten Tagen in die Gänge kommt, und einem fehlenden federführenden Wide Receiver als Sicherheitsoption. Killt der Gegner FSUs GamePlan, kommen Graupenspiele wie Virginia heraus.

Weil auch die Defense mit Verletzungen und Unbeständigkeit zu kämpfen hatte (CB Rhodes!) und mit DE Brandon Jenkins und FS LaMarcus Joyner nur zwei der vielen Talente eine wirklich gute Saison spielten, verortet man trotz solider Defense-Stats die größte Stärkte der Seminoles in der Special Teams mit einem guten Gespann aus Kicker und Punter und explosiven Leuten für die Returns.

Die Seminoles haben so was wie „Heimvorteil“ dank der in Orlando stattfindenden Partie, aber mit internen Problemen zu kämpfen: Mehrere Spieler, unter anderem der und bekannte Defensive Back Avis Commack, sind nach kleinkriminellen Handlungen in den letzten Wochen gesperrt (Commack z.B. wegen Diebstahls eines i-pods).

Notre Dame kämpft weniger mit dem Gesetz oder seiner Defense – letztere ist um den athletischen LB #5 Manti Te’o wirklich hervorragend, wenn auch nicht spektakulär – als vielmehr mit einem antiseptischen Angriff. Knackpunkt: Der als Offensivgenie bekannte Brian Kelly hat auch im zweiten Jahr noch keinen geeigneten Quarterback gefunden. Tommy Rees zerbröselt augenmaßgeschätzte acht von zehn Drives im Alleingang, während auch der mobile, junge Andrew Hendrix gegen Stanford auf verlorenem Posten war. Das alles, obwohl Notre Dame mit WR Michaely Floyd (95 Catches, 1102yds, 8TD) und TE Tyler Eifert zwei großartige Waffen besessen hätte, die nach der Champ Sports Bowl wohl beide den Weg in die NFL einschlagen werden.

Das Rating-System produziert bislang nicht unterirdische Ergebnisse: Diesmal wird Notre Dame mit +2.5 Punkten favorisiert. Eigenartig, da ich aufgrund der schwachen Offense der Fighting Irish eher auf die Seminoles tippen würde.

Valero Alamo Bowl

#12 Baylor Bears – Washington Huskies

Do/Fr 29./30.12. 03h LIVE bei ESPN America
Tape am Fr, 30.12. um 12h30 bei ESPN America

Hype! Hype! Wir sehen den taufrischen Gewinner der Heisman Trophy, Baylors fabulösen QB Robert Griffin III, Codename “RG3”, der Mann, der die kleine Baptistenuni Baylor auf die Landkarte der Relevanz gebracht hat. Ich bin wirklich nicht so schnell zu begeistern, aber: Ein schwarzer Scrambler vor dem Herrn mit einem Wurfarm vor dem Herrn, ein Sympathieträger und olympiawürdiger Hürdensprinter – Griffin gehört zu der Kategorie Sportler, denen man den Erfolg ja gerne vergönnt: Einst von sämtlichen großen texanischen Universitäten rekrutiert für alle möglichen athletisch herausfordernden Positionen – Defensive Back, Running Back, Wide Receiver – aber nur einer wollte Griffin als Quarterback: Houston Coach Art Briles. Griffin sagte zu. Als Briles kurzfristig im Dezember zu Baylor wechselte, ging im Schlepptau auch Griffin mit nach Waco, um seinen Traum vom College-Quarterback zu erfüllen – ein Traum, der möglicherweise aus Vorbehalten gegenüber dem „schwarzen Quarterback“ an renommierteren Universitäten unmöglich gewesen wäre.

2010 war schon stark, aber 2011/12 war s-p-e-k-t-a-k-u-l-ä-r. Griffin gewann das beste College-Football-Spiel des Jahres zum Saisonauftakt gegen TCU 50-48, u.a. dank eines Griffin-Catches im finalen Drive, und zertrümmerte gegen Saisonschluss mit großartigen Leistungen die Granden Oklahoma und Texas fast im Alleingang. Schlüsselmoment vielleicht dieser Wunder-Spielzug auf WR Kendall Wright gegen die Sooners:

Allein, dass ein Mann von seiner so kleinen Uni wie Baylor die Heisman Trophy gewinnt, sollte die Bedeutung des Mannes unterstreichen – allein: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Spieler wie RG3, die im Dezember einen Marathon an Ehrungen durchmachen, in der Bowl Season dazu tendieren, ausgelaugt zu sein und die immensen Erwartungen eher etwas zu enttäuschen.

Deshalb sollte man die aufstrebenden Washington Huskies nicht unterschätzen: Auch sie haben einen möglicherweise bald NFL-reifen Quarterback in Keith Price, der den großen Leader Jake Locker (nun Tennessee Titans) nahtlos ersetzte und gemeinsam mit dem brachialen RB Chris Polk und dem heuer etwas enttäuschenden WR Jermaine Kearse ein starkes Offensiv-Trio bildet. Generell wird die Arbeit vom Head Coach Steve Sarkisian sehr gelobt – man muss wissen, dass das Programm der Huskies vor wenigen Jahren noch komplett am Boden lag und eine sieglose Saison durchstehen musste.

Also: Zwei Offensivfeuerwerkskörper gegen jeweils sperrangelweit offene Scheunentore namens „Defense“. Können wir von einem Over/Under von 80 ausgehen?