NFL Woche 17 – Rückblick: Bills/Patriots, Ravens/Bengals

Buffalo Bills (6-9) @ New England Patriots (12-3)
Wer kennt das nicht: man guckt ein Spiel der New England Patriots, die Defense ist ein aufgescheuchter Hühnerhaufen, die Offense sieht aus wie die Colts ohne Peyton Manning und der Gegner, in diesem Falle die Buffalo Bills, führen schon im ersten Viertel mit 21-0. Ist ja nicht das erste Mal, daß New England in dieser Saison so aussieht, also wundert man sich nicht.

Und dann, auch wie immer, schaltet der Angriff auf No-Huddle-Offense um, marschiert mit neun Plays über 77 Yards in die Endzone und gibt ein Lebenszeichen von sich. Anschließend stoppt die Defense bei einem 3rd Down die Bills und Brady orchestriert mit seinen Lieblingswaffen Aaron “YAC” Hernandez und dem großen, bösen Gronk nochmal eine schöne Serie und es steht 14-21. Damit es nicht zu langweilig wird, wirft der schlechte Brady – der sich jedes Spiel mit dem guten Brady teilt wie in einer schlechten “Good Cop, Bad Cop” Klamotte – kurz vor der Halbzeit in des Gegners Hälfte noch eine Interception.

Der große Obercop Belichick macht seinem Team dann in der Umkleide während der Halbzeit richtig Angst und Beine und eh man sich versieht, steht es nach tollem Return nach noch besserer Interception von Rookie DB Sterling Moore 28-21. Wenn man schon mal bei unbekannten Verteidigern aus Bellys Zauberkiste ist, kann man noch erwähnen, daß Devon McCourty dieses Mal neben dem wiedergenesenen Pat Chung Safety gespielt hat; Kyle Arrington und Antwaun Molden die CBs an der Außenlinie geben und ein gewisser Nate Jones sich mit Mr. Everything Julian Edelman als Nickelback abwechselt. Zum Abschluß fangen McCourty, Arrington und nochmal Moore drei Fitzpatrick Bälle ab und auf dem Scoreboard steht: Pats 49, Bills 21.

Baltimore Ravens (11-4) @ Cincinnati Bengals (9-6)
Die Offense der Ravens ist von Ray Rice so abhängig wie der Käse von der Milch. Weil die aggressive Bowlingkugel das auch weiß und das Spiel nicht in Joe Flaccos Hände legen will, rumpelt er sich schon in der ersten Serie über 70 Yards in die Endzone. Cincinnati spielt nicht schlecht, aber stellt sich ein wenig dämlich an: Rookie Andy Dalton überwirft einen offenen WR in der Endzone und es springt nur ein FG heraus; beim nächsten Besuch in Baltimores Hälfte vergeigt Kicker Mike Nugent auch noch den FG-Versuch.

Noch mehr Dummheiten und auch (Schiedsrichter-)Pech verhageln den Bengals das Ende der ersten Halbzeit. Erst gibt es einen perfekten Punt bis an die 1-Yd-Linie, den aber ein Special Teamer der Bengals zum Touchback macht, weil er auf die Endzonenlinie rutscht. Dann gurkt Baltimore das Feld hinunter mit Hilfe einer Holding-Strafe der Bengals bei einem dritten Versuch; einer mehr als fragwürdigen Unnecessary Roughness Strafe gegen Cincy; noch einer Holding Flag gegen die Defense und kurz vor dem Pausenpfiff fängt TE Dennis Pitta einen Paß in der Endzone. Die Bengals haben die meiste Zeit gut verteidigt, aber: 1 Big Play Rice + kleine Dummheiten + Strafen (überflüssige und fragwürdige) – ein AJ Green, der gar nicht im Spiel ist = 17-3 Ravens.

Aufopferungsvoll kämpft Cincinnati in der zweiten Hälfte und schafft auch den momentum change. 3&out Ravens, TD Bernard Scott, 3&out Ravens mit anschließendem schlechten Punt von Sam Koch und eingenetzem FG und die Bengals sind 12:35 Minuten vor Spielende auf 13-17 rangekommen. Ärgerlicherweise für die Nr. 3 der AFC North zeigt Terrell Suggs, der die meiste Zeit beeindruckend von LT Andre Whitworth in Schach gehalten wurde, doch noch, warum er Defensive Player of the Year werden sollte: er provoziert einen Fumble von Jerome Simpson an Baltimores 40 und wenige Spielzüge später hat Ray Rice sein zweites Big Play, dieses Mal über 51 Yards zum 24-13. Auch zu diesem Zeitpunkt gibt Cincy nicht auf, aber in Folge furchtbar rookiemäßigen Clock Managements von Dalton braucht Baltimore nach dem 16-24 mit 2:39 Minuten zu spielen nur ein First Down um den Sack zuzumachen und macht das auch. Cincinnati geht nach dieser couragierten Leistung als Favorit in das Wild-Card-Spiel gegen die Houston Texans nächste Woche und Baltimore kann – nach dem folgenden spielfreien Wochenende – nur hoffen, daß Ray Rice auch im nächsten Spiel mindestens zwei Big Plays macht, sonst sieht es düster aus.

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