Overfitting

Sehr gute Arbeit von Andy Goldschmidt auf seinem Blog „Footballissexbaby“ beim Auseinandernehmen der Methodiken zur Ermittlung der Pythagoreischen Erwartung. Ein Problem, das ich hier zwar kurz andiskutiert, aber nie ernsthaft unter die Lupe genommen hatte: Möglicherweise unterliegt die Pythagenport-Verkleidung der Pythagoreischen Erwartung also doch dem Phänomen der Überanpassung (engl. Overfitting). Footballissexbaby schreibt:

Es fällt auf, dass die Exponenten bei Pythagenport etwa symmetrisch verteilt sind. Das erinnert an eine Gauss-Verteilung. […] Die Anzahl von Punkten in einem Teamspiel entspricht ebenfalls einer solchen Verteilung. Der Exponent einer “guten” pythagoräischen Erwartung sollte demzufolge ebenfalls ein Poisson-artiges Verhalten zeigen.

Das führt mich zu der Vermutung (!!!), dass die gaussverteilte Pythagenport-Methode “überangepasst” ist.

Da lang.

[Teil 1 ist übrigens hier zu finden.]

Down goes… Tebow

Wenn Adam Schefter da nicht einen kolossalen Bock geschossen hat, sind die Denver Broncos im Aufräumen der McDaniels-Ära offenbar einen Schritt weiter und haben von QB Peyton Manning die Zusage erhalten. Der Deal ist fett: Fünf Jahre, 95M für einen 36jährigen. Über die Ausstiegsklauseln im Falle einer weiteren Manning-Verletzung weiß man noch nichts. Für Denver bedeutet der Move, sollte er zustande kommen, dann wohl auch, dass man sich fein aus dem Tebow-Dilemma rauszwirbeln kann und den 4.9yds/Passversuch und 46.5%-Completion-Mann Tebow ohne Randale und Massenaufstände „entsorgen“ kann.


Nachtrag: Denver wird lt. ESPNs Schefter und Mortensen versuchen, Tebow zu traden:

Once the Manning deal becomes official, Denver will try to trade Tim Tebow, according to sources.


Nachtrag II: Bill Barnwell (Grantland) war mal wieder pfeilschnell und hat schon eine wunderschön lesbare Rundum-Analyse der Personalwechsel in Denver online gestellt.

New England Patriots in der Sezierstunde

Jahrein, jahraus eine der spannenderen Franchises, kommen die Patriots als frischer Superbowl-Verlierer mit zwei Sorgenfalten in die Offseason. Das erste davon wird mentaler Natur sein: Wie verkraften die alternden Haudegen um QB Tom Brady den erneuten Tiefschlag einer sauknappen Endspielniederlage? Die zweite Frage betrifft die Gewichtung und Priorisierung der ToDo-Liste von Head Coach Bill Belichick, der einem zukunftsorientierten Spielerkader mit trotzdem hinreichend Fragezeichen vorsteht.

Die New England Patriots 2011/12 waren bei weitem nicht Belichicks bestes Footballteam. Weiterlesen