Desire, Dedication, Determination

Wer einen Super Bowl gewinnt, bleibt für immer im Gedächtnis aller Footballfans. Der ganze Glanz und Gloria bleibt für immer und nimmt in den meisten Fällen, je länger der Triumph zurückliegt, sogar noch zu. Danach gefragt, kann jeder sofort sagen, wie viele Ringe die 49ers gewonnen haben; wie oft Aikman/Irving/Smith die Lombardi Trophy in den Nachthimmel reckten und wie oft John Elway mit seinen Broncos dann doch noch ganz oben im Football-Olymp angekommen ist.

Aber wer erinnert sich schon an die Verlierer? Wer erinnert sich an das zweitbeste Team der jeweiligen Saison? Und – im Gegensatz zu den Gewinnern – verblaßt ihr Glanz mit dem Fortlauf der Geschichte immer noch ein bißchen mehr.

Wer erinnert sich schon an die 2003er Carolina Panthers (außer korsakoff), an die Seahawks der Saison 2005 oder die Bears 2006? An die Super-Bowl-Verlierer früherer Jahre gar nicht zu denken. Dabei waren viele Mannschaften ganz nah dran. Nur ein Field Goal mehr, nur ein Fumble weniger…

Auch viele dieser Mannschaften haben eine Geschichte. Oft eine beeindruckende, eine berührende, eine bewegende. Einigen dieser Mannschaften hat NFL Films ein Denkmal gesetzt. Die Serie “Missing Rings” portraitiert fünf der besten Mannschaften ihrer Zeit, die keine Lombardi Trophy ihr Eigen nennen dürfen. Missing Rings ist das Gegenstück zu der großartigen Serie “America´s Game”, in der jeder Super Bowl Sieger eine Hommage bekommt, in Teilen mit Originalaufnahmen und in Teilen von späteren Interviews mit drei Hauptprotagonisten der jeweiligen Mannschaft.

Beim Imarchivkramen letzte Nacht bin ich wieder auf eine dieser “Missing Rings” Dokus gestoßen und möchte sie unbedingt jedem Footballinteressierten empfehlen. Es ist die Story der 1998er Minnesota Vikings. Erzählt wird sie von WR Cris Carter, von DT John Randle und nicht zuletzt von Head Coach Dennis Green. Das Mantra von Green sind die 3 Ds: Desire, Dedication und Determination (und nicht „They were, who…). Es hat ihn und seine Vikings weit gebracht, aber eben nicht nach ganz oben.

Man findet dieses sehr sehenswerte Stück zum Beispiel hier.

Ein Kommentar zu “Desire, Dedication, Determination

  1. Ja, Dennis Green klingt wie ein weiser Mann. Die Feststellung, wie sehr der SUPERBOWL-Champ in der Retrospektive überhöht wird, liest sich auch an Greens Statement ab, das er glaube ich auch während dieses Videos irgendwann abgibt: Die Vikes 1998 waren nur minimal davon entfernt, als das größte Team der letzten 25 Jahre angesehen zu werden. Die Klasse hatten sie. Das Glück leider nicht.

    Mein persönlicher Favorit in der Missing Ring-Serie ist übrigens jene mit Dan Fouts und Kellen Winslow über die Chargers Anfang der 80er Jahre, die eine revolutionäre Pass-Offense spielten, aber in den Eiseskälten des US-Nordostens rausflogen.

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