NFL-Draft 2012 – 2. Nacht LIVE

[09h55] Das Schöne an der zweiten und dritten Runde ist der Fluss: Wenig quasseln, viel Action und eine sehr viel gelöstere Stimmung in der Draft-Halle zu New York. Runde 2 ist die Runde, in der noch der eine oder andere Eingeladene im Green Room weilt, in der man noch den einen oder anderen Spieler besser vom College kennt und daher stets aufs Neue seine Zeit wert.

Was vom Tage übrig blieb

Die Detroit Lions an #54 mit einer kleinen Überraschung: WR Ryan Broyles ist ein famoser Mann von der University of Oklahoma, dem allerdings im November gegen die Aggies das Kreuzband riss. Ein Pick der Marke „boom or bust“, ein Verletzungsrisiko, aber abseits davon gilt Broyles als vorbildhafter Charakter und dürfte, wenn fit, eine wertvolle Ergänzung zum eh schon vielseitigen WR-Corp der Lions sein. In der dritten Runde ein sehr schwartz-untypischer Pick mit dem mir unbekannten CB Dwight Bentley.

Cincinnati mit zwei Defensive Linemen (DT Devon Still, bei dem die Tränen gleich in Liter-Einheiten flossen, und DT Brandon Thompson) und einem WR Mohamed Sanu – drei Spieler, denen großes Entwicklungspotenzial bescheinigt wird, die jedoch durchaus intelligentes Coaching benötigen. Könnte aufgehen, denn so suspekt Marv Lewis’ Verhalten während des laufendes Spiels ist, so großartig soll Lewis im Umgang mit jungen Menschen sein. Und OffCoord Jay Gruden sowie DefCoord Mike Zimmer gehören jahrein, jahraus zu den umworbensten Coordinators.

Die Denver Broncos machten nach dem DT-Pick (Wolfe) zweimal auf Offense: Einmal der Risiko-Typ QB Brock Osweiler mit seinen langen Armen, einmal der wendige RB Ronnie Hillman von San Diego State. Manning hat also seinen Ziehsohn bekommen.

Ziehsöhne auch in Philadelphia (QB Nick Foles) und Seattle (QB Russell Wilson) – und beide Picks sehen recht „logisch“ aus. Foles mit seinem vertikalen Spiel dürfte erstmal am ehesten in die Eagle-Offense passen, Wilson mit seiner Beweglichkeit durchaus die Spread-Offense der Seahawks bedienen können, sollte sich Flynn nicht bewähren.

Je zweimal Defense für Green Bay und New England: DT Worthy/CB Casey Hayward für die Packers, S Wilson/DE Bequette für die Patriots. Beide Franchises haben in diesem Draft bishere ausschließlich die Abwehrseite verstärkt – und da Belichick noch nicht Urlaub machen will, gestern doch noch ein Trade nach unten. Hat nun einen Pick in der fünften Runde. Was allenfalls noch spannend ist: Belichick und Andy Reid haben ihren obligatorischen Trade noch nicht getätigt.

Zweiter Offensive Liner für Pittsburgh in OT Mike Adams/Ohio State, dem man zwielichtigen Charakter nachsagt, der jedoch rein physisch normalerweise in Runde 1 vom Tablett geht. Ausschließlich Schützengräben bisher für Kansas City: Nach DT Poe in Runde 1 wanderten heute Nacht T/G Allen und OT Stephenson zu den Chiefs, die abseits des Quarterbacks auf allen „Skill“-Positionen und in der Defensive-Back Seven stark und vor allem jung besetzt sind. Verständliches Vorgehen von GM Pioli, auch wenn die Spieler selbst eher mit Argusaugen betrachtet werden, weil riskant.

Schließlich und endlich ging mit dem Pick #61 auch der famose Running Back von Oregon, LaMichael James, vom Tablett. Destination ist San Francisco, was eher eigenartig anmutet, nachdem James eher über Finesse kommt und die 49ers als „Power“-Team gebaut sind. Man hofft, dass James hinter einer furchtbaren Offensive Line nicht verbrannt wird.

Nachtrag: Beim zweiten Überfliegen fallen noch zwei Dinge auf. Die Colts mit zwei TE-Picks als kurze Anspielstationen für Luck (nach Fleener kam noch Allen/Clemson zu Beginn der dritten Runde) und ein sehr bizarrer Pick der Jacksonville Jaguars, die die Pundits-Logiken über Bord warfen und in der dritten Runde einen Punter drafteten: Bryan Anger von Cal.


[02h41] Mit dem Pick der Lions vom Rekordmann der Oklahoma Sooners, WR Ryan Broyles, verabschiede ich mich für heute. Schlussbemerkungen werden hier drinnen morgen folgen.

[02h34] Pick #53 für Cincinnati: DT Devon Still von der Penn State University. Dürfte der letzte oder vorletzte Mann aus dem „Green Room“ sein. Still wirkt erlöst, kann endlich gehen, drückt Babys und Freundin/Schwestern und es fließen stillschweigende Tränen. Still schluckt einmal ganz tief und stapft dann bedächtig auf die Bühne, drückt die Kappe ganz tief ins Gesicht.

[02h28] Der Mann mit der Fliege, der ehemals brachialste RB Eddie George, verkündet den #52-Pick der Titans: LB Zach Brown, lt. Mayock „allergic to contact“ (sic!!). Das ist so wie wenn ein Zimmermann keine körperliche Arbeit verträgt. Eddie George muss es bei dem Gedanken schütteln.

[02h25] Für die Packers an #51: DT Jerel Worthy, der den übel abgeschmierten Anker der Defense – die Line – verstärken muss. Leichter Gegenwind damit auch für DT Raji, dem ein unterirdisches Jahr 2011/12 nachgesagt wurde.

Top-50 von 2012

[02h23] Als Update die bisherigen Draftpicks des heurigen NFL-Drafts.

#1  QB Andrew Luck         Indianapolis
#2  QB RG3                 Washington
#3  RB Trent Richardson    Cleveland
#4  OT Matt Kalil          Minnesota
#5  WR Justin Blackmon     Jacksonville
#6  CB Morris Claiborne    Dallas
#7  S  Mark Barron         Tampa Bay
#8  QB Ryan Tannehill      Miami
#9  LB Luke Kuechly        Carolina
#10 CB Stephon Gilmore     Buffalo
#11 DT Dontari Poe         Kansas City
#12 DT Fletcher Cox        Philadelphia
#13 WR Michael Floyd       Arizona
#14 DT Michael Brockers    St Louis
#15 DE Bruce Irvin         Seattle
#16 DL Quinton Coples      N.Y. Jets
#17 CB Dre Kirkpatrick     Cincinnati
#18 DE Melvin Ingram       San Diego
#19 DE Shea McClellin      Chicago
#20 WR Kendall Wright      Tennessee
#21 DE Chandler Jones      New England
#22 QB Brandon Weeden      Cleveland
#23 OT Riley Reiff         Detroit
#24 OG David DeCastro      Pittsburgh
#25 LB Dont’a Hightower    New England
#26 DE Whitney Mercilus    Houston
#27 OG Kevin Zeitler       Cincinnati
#28 LB Nick Perry          Green Bay
#29 S  Harrison Smith      Minnesota
#30 WR A.J. Jenkins        San Francisco
#31 RB Doug Martin         Tampa Bay
#32 RB David Wilson        N.Y. Giants
#33 WR Brian Quick         St Louis
#34 TE Coby Fleener        Indianapolis
#35 DE Courtney Upshaw     Baltimore
#36 DT Derek Wolfe         Denver
#37 OT Mitchell Schwartz   Cleveland
#38 DE Andre Branch        Jacksonville
#39 CB Janoris Jenkins     St Louis
#40 G  Amini Silatolu      Carolina
#41 G  Cordy Glenn         Buffalo
#42 OT Jonathan Martin     Miami
#43 WR Stephen Hill        N.Y. Jets
#44 OT Jeff Allen          Kansas City
#45 WR Alshon Jeffery      Chicago
#46 LB Mychal Kendricks    Philadelphia
#47 LB Bobby Wagner        Seattle
#48 S  Tavon Jones         New England
#49 DL Kendall Reyes       San Diego
#50 RB Isaiah Peed         St Louis

[02h19] RB Isaiah Peed als Entlastung für den Rams-RB Steven Jackson an #50. Weil Mayock offenbar kurz ausgetreten ist, analysiert Davis den Pick… Mayock ist wieder da und fällt Davis sofort ins Wort. Allgemeines Rätselraten, warum die Rams nicht einen weiteren Wide Receiver einberufen haben. Als nächstes an der Reihe: Green Bay, das einen auf Belichick macht und sich nach oben getradet hat.

[02h15] An #49 für San Diego: DL Kendall Reyes. Wieder Front-7 für San Diego. Und laut Mayocks Tape sogar mal für einen Snap Sieger im direkten Duell gegen einen Offensive Liner von Wisconsin (!).

[02h10] Nächster Hero aus meiner Anfangszeit im Football: WR Troy Brown verkündet den achtundvierzigsten Draftpick für die New England Patriots: S Tavon Wilson/Illinois. Dritter Pick, dritter „logischer“ Pick. Oder ist „logisch“ bei Belichick doch „unlogisch“?

[02h07] #47 für Seattle: LB Bobby Wagner. Passt wie Arsch auf Carroll: „Langweiliger“ Pick, großgewachsener Spieler, enorm explosiv, variabel einsetzbar.

[02h03] Brian Westbrook, der Running Back, der Goodell locker nochmal um einen Kopf „unterragt“, verkündet unter Buhrufen (surprise, surprise!) den Eagle-Pick an #46: LB Mychal „nicht Michael“ Kendricks von Cal. Nach DT Cox nun ein Linebacker für die Eagles, die ihre größten Löcher sukzessive stopfen zu wollen scheinen.

[02h00] Pick #45 nach Trade mit den Rams: WR Alshon Jeffery von South Carolina für die Chicago Bears. Jeffery war 2010/11 ein fantastischer Wide Receiver. Und mit „fantastisch“ meine ich: Der beste von allen. Du gingst an den TV-Schirm und wolltest nicht AJ Green sehen. Du wolltest Jeffery. Im abgelaufenen Herbst 2011/12 hatten die Gamecocks allerdings Probleme mit Verletzungen, Jeffery verlor die Lust, gewann nur Gewicht und gilt mittlerweile als größeres Fragezeichen. Rein vom Athlet aber großes Potenzial, würde ich sagen.

[01h55] OT Jeff Allen/Illinois für Kansas City.

[01h50] Die Halle wird endlich stimmungsvoll: WR Stephen Hill ist mit seinen 1,95m der neue Counterpart zu Santonio Holmes und passt mit seinem Showgehabe auch wunderbar zum Komödiantenstadel Jets. Hill ist ein „Workout-Wunder“, hatte aber eine völlig unorthodoxe Option-Offense am College und gilt als ungeschliffen.

Die Tafelrunde diskutiert noch ein interessantes Detail: Hill ist aufgrund der lauflastigen Offense bei Georgia Tech gewohnt, für den Lauf zu blocken, und er könnte Teile der Wildcat-Offense gewohnt sein, Elemente derer die Jets mit Tebow aufnehmen könnten.

[01h44] Miami an #42: OT Jonathan Martin/Stanford, der neue Right Tackle. Gilt als wenig kraftvoll, dafür brutal flink bei Fuß – was überraschend ist angesichts der als „physisch“ verschrieenen Spielweise der Stanford Cardinal. Als nächstes sind die Jets dran, nach Trade von #47 auf #43 mit Seattle (Zusatzkompensation: #154, #232). Alles wartet auf einen Wide Receiver für die Jets.

[01h42] Buffalo an #41: OT/G Cordy Glenn. Mayock sieht den hüftsteifen Mann immer noch als Tackle (für die rechte Seite), der Einblender beim NFL Network wies bereits „Guard“ aus. Wurde im Spiel der Georgia Bulldogs gegen Boise schwer von Shea McClellin verbrannt.

[01h37] G Amini Sella Silate Silatolu ist der Pick der Carolina Panthers an #40. Kein Abwehrspieler, kein Wide Receiver. Ein Guard.

Interessant war der Mann, der den Pick präsentieren durfte: DE Mike Rucker, ein Mitglied der besten Defensive Line in den letzten zehn Jahren NFL bei den Panthers 2002-2004. Rucker/Christopher Jenkins/Brentson Buckner/Peppers war eine Defensive Line, an die heutzutage nicht ansatzweise ein Pendant heranreicht.

[01h33] Pick #39 für die Rams: CB Janoris Jenkins, der mit einem halbwegs konventionellen Charakter in den Top-10 gedraftet worden wäre. Allenfalls überraschend ist an diesem Pick, dass sich Jeff Fisher erneut einen so schwierigen Typ holt, nachdem die Geschichte einst mit Pac-man Jones in Tennessee fürchterlich in die Hosen ging.

[01h30] Fred Taylor ist wieder da! Taylor verkündet den Jaguars-Pick an #38: Andre Branch/Clemson, der stark über Speed und weniger über Kraft operiert. Branchs Draftparty explodiert, während Branch mit Handy im Ohr eher ungläubig dreinschaut. Eine halbe Minute später liegen sich alle in den Armen und sowohl Mutter (?) denn auch Sohn heulen Rotz und Wasser.

[01h27] Kleine Überraschung auch an #37 bei den Browns, was Position und Spieler angeht: OT Mitchell Schwartz von Cal, der angesicht des sehr guten LT Thomas mit Sicherheit als rechter Tackle in Cleveland spielen wird. Man hatte eher einen Wide Receiver vermutet.

[01h20] Kleine Überraschung an #36 bei den Broncos, was den Spieler angeht: DT Derek Wolfe. Soll recht gut in das Spielsystem von John Fox/Del Rio passen.

[01h16] Der „logische“ Pick für die Ravens: DE/OLB Courtney Upshaw von Alabama. Damit ist das goldene Quintett der Crimson Tide vom Board: Richardson/Barron/Kirkpatrick/Hightower/Upshaw. DL Josh Chapman wartet noch, gilt allerdings nicht als First Class.

[01h10] Reunion QB Luck mit seinem Stanford-TE Coby Fleener. Fleener an #34 nach Indianapolis. Fleener saß gestern stundenlang im Green Room und bekam ein immer längeres Gesicht, nachdem Houston keinen Tight End nahm. Die Enttäuschung dürfte sich gelegt haben.

[01h06] Das einstige geniale Rams-WR-Duo Holt/Bruce verkündet den Pick #33 der Rams: WR Brian Quick von Appalachian State – as expected. Laut Mayock ein famoses Talent, das während der Scouting-Phase etwas unter der plötzlichen Aufmerksamkeit litt. Quick soll ein kompromissloser Ballfänger im Zweikampf mit Cornerbacks sein.

[01h02] Roger Goodell eröffnet die zweite Runde. Jedes Team hat sieben Minuten Bedenkzeit pro Pick – eine Zeit, die gestern Nacht vielleicht eines oder zwei Teams gebraucht hätten.


[00h51] Wie melog in den Kommentaren richtig anmerkt: NFL.com überträgt heute live und gratis.

[00h41] Die Radio City Music Hall füllt sich so langsam und die Tafelrunde beim NFL Network rotiert kräftig durch. Eben eine Liveschalte mit David Shaw (Stanford-Coach) in das Lucas Oil Stadium zu Andrew Luck. Habe ich jemals schon erwähnt, dass ich ein sehr großer Bewunderer von Andrew Luck bin?

[00h16] Noch ein paar Dinge zum Reingrooven: Gemeinhin wird erwartet, dass die St Louis Rams mit ihren drei Picks in den ersten 13 Versuchen in der zweiten Runde mindestens einen Wide Receiver einberufen werden – als heißer Kandidat kursiert lt. NFLNs Reporter Randy Moss (nicht der Randy Moss) Brian Quick von Appalachian State – der Stephen Hill für Arme. Spannend werden die #34 und #35 mit Indianapolis und Baltimore. Indys neuer Chefcoach Pagano ist mit den Ravens bestens vertraut – es könnte um DE Upshaw gehen.

Die Picks in der zweiten Runde werden übrigens wieder teilweise von ehemaligen NFL-Größen verkündet. Ich konnte aus dem Augenwinkel Strahans Zahnlücke und Barry Sanders erspähen.

[00h02] Mike Mayock erwartet zu Beginn der zweiten Runde einen Run auf die Wide Receiver und dass TE Fleener relativ schnell vom Board geht. Die Tafelrunde in der Radio City Music Hall bringt die wenigen gegangenen Offensive Tackles von gestern zur Sprache. Der OT/G Cordy Glenn war von seiner Nicht-Einberufung gestern so enttäuscht, dass er heute nicht mehr im Green Room sein wird.

Die NFLN-Crew heute wieder mit ihren lila Krawatten, wobei sehr angenehm auffällt, dass Marshall Faulk heute in der Runde zu fehlen scheint. Faulk tendiert dazu, antiquierte Ansichten von Football und Plattitüden nonstop zu produzieren. Zudem scheint Mariucci heute durch ex-Graubart Brian Billick ersetzt zu werden. Die Runde wird komplettiert durch Moderator Eisen, Mayock und soweit ich das erkennen konnte Charlie Davis.

[23h46] N’Abend. Durchmachen werde ich nicht, aber wenigstens einen Teil der zweiten Runde des NFL-Drafts wird es auch heute wieder im Liveblog geben.

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Nach der ersten Runde ist vor der zweiten Runde

Mit einem Arbeitstag Abstand fühlt sich die erste Runde des Drafts 2012 immer außergewöhnlicher an. Ich kann mich an keine erste Runde erinnern, die so atemberaubend „flüssig“ über die Bühne ging. Kein Team, das mehr als zwei Gedanken bei seinem Pick verschwendete: Spieler ziehen oder Trade, und zwischendurch war Roger Goodell am Pult mit drei Picks in Verzug. Ein „Kollateralschaden“ der vielen Trades für die Zukunft könnte das Aussterben der liebsten Spielerei von NFL-Fans sein: Mock-Drafts.

Verbrownt

Ich kann es immer noch nicht fassen, was die Cleveland Browns veranstaltet haben. Beide Picks missfallen. Ich bin kein Fan davon, einen Running Back so hoch zu draften und ich bin insbesondere dann kein Fan davon, wenn man dafür solche Preise zahlt: Vier Draftpicks, um einen einzigen Spot nach oben zu gelangen! Selbst bei den drei Handvoll Picks der Browns Wahnsinn.

Noch bizarrer ist die hohe Einberufung von QB Brandon Weeden und seinen 28 Lenzen. „Erfahrung“ ist ein eher schwammiger Begriff, nachdem Weeden sich jahrelang als Baseball-Halbprofi verdingt hatte und bei Oklahoma State/Big 12 in einer wilden Spread-Offense auftrat. Weeden muss von Minute 1 an das NFL-System verstehen, kann sich keine drei Jahre Entwicklung erlauben, sofern er sich nicht der Lebenskurve aller anderen Athleten der Sportgeschichte entziehen kann.

So oder so ist es erstaunlich, wie schnell Cleveland den jungen QB Colt McCoy aufgegeben hat, nachdem McCoy als Jungspund ohne WR-Optionen zwar ein schwaches zweites Jahr absolvierte, jedoch sich seine Zahlen als Rookie durchaus sehen lassen konnten.

Mayock-Watch

Wenn wir die Reihenfolge der einberufenen Spieler mit dem „Positional Ranking“ vom NFLN-Experten Mike Mayock vergleichen, so fällt auf: Bis auf die notorisch schwer zu prognostizierende Front-7 in der Defense und den aus dem Rahmen fallenden WR-Pick der 49ers ist Mayocks Reihung bisher in allen Positionen identisch mit der Reihenfolge der einberufenen Spieler im Draft.

Vor der zweiten Runde

Um Mitternacht startet die zweite Runde des NFL-Drafts. Den mitunter größten Spielraum haben die St Louis Rams um Head Coach Jeff Fisher, die nach dem RG3-Trade gestern noch zwei weitere Male nach „unten“ gegangen sind und mittlerweile bis 2014 über Draftpicks für zwei Franchises verfügen dürften. Status aktuell, haben die Rams heute drei der ersten 13 Wahlen (#33, #39, #45) und werden mit dem zweiten Pick der dritten Runde (#65) ein viertes Mal draften können. Einigermaßen reichhaltig ist auch das Programm der Denver Broncos nach der gestrigen Inaktivität: #36, #57 und #87, um Löcher in beiden Lines und Secondary zu beackern.

Weniger Spielraum werden für einmal die New England Patriots besitzen, die nach den beiden Trades von gestern mit nur mehr zwei verbliebenen Picks für das komplette Wochenende verbleiben (#48, #62), sofern Belichick nicht wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällt und die Wahlmöglichkeiten in die späteren Runden verlagert. Nach der unbelichickionellen Variante, Pass Rush zu draften, riecht es leicht nach einem Wide Receiver und der Secondary.

An #89 werden die New Orleans Saints in den NFL-Draft einsteigen. Und dank des Kompensationspick #95 werden die Oakland Raiders dann als letztes Team in der heutigen Nacht draften und müssen wegen dieses einen Picks extra ausharren.

NFL-Draft 2012 – 1. Runde LIVE

[05h15] Ende einer sehr schnell durchgelaufenen ersten Runde NFL-Draft 2012 (knapp 3h). Eine erste Runde ohne viel Drama und Dominoeffekte abseits der allgemein erwarteten vielen Trades zu Beginn und am Ende. Keine Spieler, die stundenlang senkrecht durch die Boards fielen. Nur 1-2 wirkliche Sensationen. Interessante Nuancierung: Schnelles Agieren in den War Rooms. Kaum ein Team nutzte bei so vielen Trades seine 10min Bedenkzeit aus.

Darüber hinaus kam über den NFLN-Stream im GamePass nur wenig Stimmung rüber, nachdem sogar die Buhrufe der New Yorker für die Patriots-Picks enttäuschend zurückhaltend waren.

Die interessantesten Moves

  • Acht Trades. Die ersten waren erwartet. Am Ende kaufte sich der NFL-Bodensatz zurück in die erste Runde ein (MIN/TB).
  • Haufenweise Underclassmen zu Beginn des Drafts.
  • Die Trades nach oben der Patriots für DE Jones/LB Hightower.
  • Das Verhalten der Browns: 4/13 Draftpicks aufgegeben für einen Spot und einen Running Back und später einen 28jährigen QB einberufen. Sideline Reporter-Leser und Browns-Fan alexander wird kotzen.
  • Pass Rusher/Abwehrspieler für Bears und Texans.
  • Die NFC East mit drei Trades nach oben: WAS für Griffin, DAL für Claiborne, PHI für Cox. Nur die Giants blieben erneut cool.
  • Das lange Warten der Defensive Ends, die erst ab #15 ins Spiel kamen. Der Run auf die Tackles blieb aus.
  • 15x Offense zu 17x Defense: 4 QB, 3 RB, 4 WR, 2 OT, 2 OG, 7 DE/OLB, 3 DT, 2 MLB, 3 CB, 2 S. Keine Tight Ends.

Überblick – die erste Runde

#1  QB Andrew Luck       Indianapolis
#2  QB RG3               Washington
#3  RB Trent Richardson  Cleveland
#4  OT Matt Kalil        USC
#5  WR Justin Blackmon   Jacksonville
#6  CB Morris Claiborne  Dallas
#7  S  Mark Barron       Tampa Bay
#8  QB Ryan Tannehill    Miami
#9  LB Luke Kuechly      Carolina
#10 CB Stephon Gilmore   Buffalo
#11 DT Dontari Poe       Kansas City
#12 DT Fletcher Cox      Philadelphia
#13 WR Michael Floyd     Arizona
#14 DT Michael Brockers  St Louis
#15 DE Bruce Irvin       Seattle
#16 DL Quinton Coples    N.Y. Jets
#17 CB Dre Kirkpatrick   Cincinnati
#18 DE Melvin Ingram     San Diego
#19 DE Shea McClellin    Chicago
#20 WR Kendall Wright    Tennessee
#21 DE Chandler Jones    New England
#22 QB Brandon Weeden    Cleveland
#23 OT Riley Reiff       Detroit
#24 OG David DeCastro    Pittsburgh
#25 LB Dont’a Hightower  New England
#26 DE Whitney Mercilus  Houston
#27 OG Kevin Zeitler     Cincinnati
#28 LB Nick Perry        Green Bay
#29 S  Harrison Smith    Minnesota
#30 WR A.J. Jenkins      San Francisco
#31 RB Doug Martin       Tampa Bay
#32 RB David Wilson      N.Y. Giants

[05h05] Letzter Pick der heutigen Nacht: RB David Wilson an #32 zu den Giants. Die Kamera schwingt in die Ränge, da stehen zwei Mittzwanziger im Giants-Shirt, gucken sich an, wissen nicht recht wie reagieren, ehe mit high-five der Pick doch abgenickt wird.

[04h56] Wenig Überraschendes dagegen an #31 nach dem Trade: Tampa Bay mit RB Doug Martin von Boise State. Das kalte Messer in den Rücken für LeGarrette Blount, der drei Jahre nach der rechten Gerade zu Boise einen Bronco zum Teamkollegen und Konkurrenten bekommt. In Doug Martin sieht der NFLN-Tisch einen neuen Ray Rice – darauf wäre ich in drei Jahren Boise-Watching allerdings nie gekommen. Gilt als kompletter Back, brachial, kräftig gebaut, niedriger Körperschwerpunkt.

[04h50] San Francisco an #30: WR A.J. Jenkins. Habe ich jetzt nie gehört und im kompletten Vorfeld des Drafts überlesen. Einer von den 15 nächstbesten nach dem goldenen Trio Blackmon/Floyd/Wright. Und ein Pick der Marke: Gib Smith jede erdenkliche Hilfe, damit wir halbwegs akzeptable QB-Zahlen kriegen.

[04h45] Kein Upshaw, dafür S Harrison Smith für die Vikings an #29. Nach Mayock ein idealer Typus Spieler für die Vikings-Defense. NEED.

[04h40] Während die Vikings (#35/#98 für den Ravens-Pick #29 und damit wahrscheinlich Courtney Upshaw) sich in die erste Runde hochtauschen, draften die Green Bay Packers an #28 den OLB Nick Perry/USC, der ganz tief durchschluckt und dann mit Tränen in den Augen den angenehmen Marsch auf die Bühne angehen kann. Green Bay ist für Footballer immer ein gutes Los in diesen Jahren. Die Packers damit mit dem Trojan-Du0 Matthews/Perry auf den OLBs.

[04h35] Pick #27: G Kevin Zeitler/Wisconsin (Wisconsin!). Mayock: Wisconsin offensive linemen are always extremely well-coached. Ach ja: Wisconsins Offensive Liner geht zu den Cincinnati Bengals. Zwei erwartete Picks der Bengals: CB und G. Und ein zusätzlicher Draftpick dank Trade. Neue Zeiten in Cincinnati.

[04h28] Pick #26: DE/LB Whitney Mercilus für die Houston Texans und der NFLN-Tisch ist überrascht. Mayock fragt sich: one-year wonder?, während die private Draft-Party bei Mercilus im Wohnzimmer explodiert. Unerwarteter Pick, weil man davon ausgehen hatte können, dass Houston WR oder TE draften würde.

[04h23] Jackpot für Alabamas LB Dont’a Hightower, der an #25 zu den New England Patriots geht. Hightower, ich hab’s oft geschrieben, war der auffälligste Abwehrspieler im College Football in den letzten Jahren: Brutal schnell, explosiv und ein aggressiver Tackler. Soll allerdings zu viel Instinktfootballer für die NFL sein – aber von Saban zu Belichick zu gehen, kann einem solchen Athleten nicht schaden. New England hat nur mehr zwei Draftpicks morgen und am Samstag frei.

[04h20] Zweimal Offensive Line. Der Madden-Boy Calvin Johnson darf den Lions-Pick (#23) verkünden. Es ist OT Reilly Reiff/Iowa. Ich bin etwas überrascht, da Schwartz‘ bisherige Historie nicht im Entfernten einen Blocker hatte erwarten lassen. Vermutlich ein Pick mit Blick in die Zukunft: LT Backus ist 35, RT Cherilus hat auslaufenden Vertrag.

An #24 geht der Mann mit dem aggressiven Gesicht, G David DeCastro, nach Pittsburgh (#24).

[04h17] New England hat erneut nach oben getradet: An #25 mit den Broncos.

[04h13] D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh!

Die Cleveland Browns an #22 unter Einmarsch der Army mit QB Brandon Weeden! Größte Sensation des Drafts bisher und ein Schlag in die Fresse von Colt McCoy. Ganz ehrlich: Damit hatte niemand gerechnet.

[04h10] Mike Mayock bekommt seinen Wunsch erfüllt und sieht die Patriots an #21 Syracuses DE Chandler Jones draften. Der Mann mit den Krakenarmen und von der Statur viel besser in eine 4-3 Defense zu passen – aber Belichick hat mit Sicherheit bereits eigene Vorstellungen. (Derweil sind bereits die Steelers dran)

[04h08] Während bereits die Lions (#23) dran sind, verkündet Goodell den etwas überraschenden Draftpick der Titans/#20: Kraftpaket WR Kendall Wright, den Slot-WR mit angeflanschter Speed-Option. Und dazu ein mobiler QB in Locker, ähnlich Griffin in Baylor.

Die zweiten zehn dauerten ein paar Minuten länger (68min) und wären da:

#11 DE Dontari Poe       Kansas City
#12 DT Fletcher Cox      Philadelphia
#13 WR Michael Floyd     Arizona
#14 DT Michael Brockers  St Louis
#15 DE Bruce Irvin       Seattle
#16 DL Quinton Coples    N.Y. Jets
#17 CB Dre Kirkpatrick   Cincinnati
#18 DE Melvin Ingram     San Diego
#19 DE Shea McClellin    Chicago
#20 WR Kendall Wright    Tennessee

[04h01] Cincinnati (#21) hat mit New England (#27) getradet für einen zusätzlichen Drittrundenpick (#93), Sekunden nach dem noch unbekannten Titans-Pick. Man merke sich: NEW ENGLAND hat nach oben getradet.

[04h00] Hui. DE/OLB Shea McClellin geht an der #19 an die Chicago Bears. Keine Offense für die Bears! McClellin galt als bessere Option für eine 3-4 Defense (Bears spielen 4-3), soll aber ein kompletter Spieler sein. Etwas befremdliche Wahl: McClellin von den schreienden Boise State Broncos zu den konservativen Bears. Dürfte Boises höchster Draftpick ever sein.

[03h53] DE/OLB Melvin Ingram, überraschend weit an #18 runtergefallen, wird von den San Diego Chargers aufgenommen. Kein Offensive Tackle für San Diego. Ingram soll Freeney-ähnlich spielen, womit wir den geforderten „Playmaker“ für die normalerweise sterile Chargers-Defense bekommen hätten.

[03h46] Dritter Crimson-Tide an #17 für die Cincinnati Bengals: CB Dre Kirkpatrick. Die beiden besten Bama-Verteidiger am College, Hightower und Upshaw, sind noch erhältlich. Die Bengals werden indes in wenigen Minuten erneut draften und Mayock geht davon aus, dass es ein Guard (DeCastro) sein wird.

[03h42] Zur Hälfte der ersten Runde ist Mayocks Tipp-Bilanz besser bei den Trades denn bei den Spielern. Die Gehaltsbegrenzung für Rookies könnte bei so vielen Trades für künftige Mock-Drafts überhaupt bedeuten, dass sie noch sinnloser werden (falls datt möglich ist).

[03h41] Kleine Überraschung von den New York Jets, die den als besonderes Risiko geltenden DL Quinton Coples nehmen. Selbst jetzt ist die Halle eher ruhig. Coples ist erst der zweite Pass Rusher, die zum Großteil noch auf dem Tablett sind.

[03h30] Da ist die Sensation: DE Bruce Irvin/West Virginia ist Seattles Wahl an #15! Ein reiner Pass Rusher mit seinen 111kg, der eher ein Partylöwe sein soll. Irvin war bei den meisten Teams für die zweite oder dritte Runde gelistet.

[03h27] DT Michael Brockers mit seinem Flaum am Kinn ist die Wahl der St Louis Rams an #14. Brockers schaut glücklich aus.

[03h18] Er bekommt ihn: WR Michael Floyd von Notre Dame für die Arizona Cardinals an #13. Womit QB Kolb die Entschuldigungen damit ausgehen. Floyd soll zudem enorm physisch sein und gerne blocken. Und für ein allzu akives Nachtleben ist Phoenix dann auch nicht bekannt…

[03h13] DT Fletcher Cox für die wuchtige Defensive Line („Wide 9“) der Eagles: Babin/Cole/Jenkins/Cox. Die nächsten sind die Arizona Cardinals. Mal schauen, ob Larry Fitzgerald seinen Wunsch erfüllt bekommt.

[03h05] Der für Risiko-Picks gefürchtete Scott Pioli schnappt sich an #11 für Kansas City den durchaus nicht von allen angepriesenen DT Dontari Poe für die seit Jahren vakante Position des Nose Tackles. Im Hintergrund bereiten die Eagles einen Trade vor, wohl um an den DT Cox heranzukommen: #15 plus vierte (#114) und sechste (#172) Runde für Seattle gegen den Pick #12 der Seattle Seahawks. New England, von denen man heute Abend noch einen Trade nach oben (sic!) erwartet hatte, bleiben bisher inaktiv.

[03h01] Überhaupt scheint die Stimmung in der Radio City Music Hall bisher eher mau zu sein. Die Jets dürften dann in ca. einer halben Stunde dran sein…

[03h00] Pick #10 für Buffalo: CB Stephon Gilmore. In Gilmores „Green Room“ sieht es eher nach Beerdigung denn nach Feierlichkeiten aus. Gequältes Lächeln beim Halten des Trikots. Für die Bills ist es derweil kein unlogischer Pick in einer Division, in der Brady noch ein paar Jahre spielen wird. Die Top-10 sehen demnach wie folgt aus:

#1 QB Andrew Luck       Indianapolis
#2 QB RG3               Washington
#3 RB Trent Richardson  Cleveland
#4 OT Matt Kalil        USC
#5 WR Justin Blackmon   Jacksonville
#6 CB Morris Claiborne  Dallas
#7 S  Mark Barron       Tampa Bay
#8 QB Ryan Tannehill    Miami
#9 LB Luke Kuechly      Carolina
10 CB Stephon Gilmore   Buffalo

Flotte erste zehn Picks: 59 Minuten.

[02h55] Nada. LB Luke Kuechly ist die Wahl. Das bringt uns zum Schluss, dass das NFL Network doch etwas schneller als andere erfährt, wer die Wahl sein wird, nachdem Mayock just vor Verkündigung des Picks noch schnell von dessen „fixer“ Einberufung auf Kuechly geswitcht war.

[02h51] Pick #8 ist QB Ryan Tannehill von Texas A&M. Keine allzu große Überraschung, nachdem Dolphins-OffCoord Mike Sherman Tannehills ehemaliger Head Coach in College Station war. Man geht bei Tannehill nicht davon aus, dass er von Beginn an spielen wird. Scheint ein Pick zu sein, der „von oben“ herab kommandiert wurde, nachdem Owner Stephen Ross seit Jahren eine Identifikationsfigur für die Franchise sucht. Dahinter gilt als hausgemacht, dass Carolina DT Fletcher Cox an #9 draften wird.

[02h44] „RG1“ (O-Ton Eisen) verkündet den Bucs-Pick an #7: S Mark Barron von Alabama. Die Halle erstummt. Nach Mayock ein großartiger Pick. O-Ton Mayock: His upside is Pro Bowl safety. His downside: Pro Bowl safety. Könnte das Aussterben der Pro Bowl dazwischen kommen.

[02h38] Dallas draftet den LSU-CB Morris Claiborne, nach Mayock ein größer „Interceptor“. Das ist eine eher zweifelhafte Eigenschaft, nachdem wir wissen, wie zufällig sich Interceptions in der Defense verhalten. Nominell aber könnten die Cowboys mit CB Brandon Carr und Claiborne nun ein annehmbares Defensive Backfield haben.

[02h32] Jacksonville kauft WR Justin Blackmon von der Oklahoma State University. Der physische Blackmon für QB Gabbert nach dessen fürchterlichem Rookie-Jahr. Im selbem Moment wird bekannt, dass die Dallas Cowboys sich an #6 hochgekauft haben und dafür ihren Pick #14 und jenen in der zweiten Runde aufgeben.

[02h27] Der vierte Draftpick für Minnesota ist OT Matt Kalil von der University of Southern California. Mayock prognostiziert die nächsten beiden Draftpicks: Blackmon nach Jacksonville, Claiborne nach St Louis.

[02h20] Die Jacksonville Jaguars scheinen panisch geworden zu sein und haben sich von #7 an #5 nach vorne getradet! Spricht dafür, dass die Jaguars den WR Blackmon haben wollen und die Vikings sich zwischen CB Claiborne und OT Kalil entschieden haben. Die prognostizierten vielen Trades sind under way. Und der NFLN-Tisch schreibt es – wohl nicht zu Unrecht – den gedeckelten Rookie-Gehältern zu.

[02h18] Der Liveblog im „41 Sport“-Blog ist hier zu finden.

[02h16] Robert Griffin III könnte ein Volksheld oder zumindest eine Kultfigur in Washington werden, bevor er zum ersten Mal spielt. Da laufen Redskins-Fans in Griffin-Trikots mit #10 rum oder Fans, die RG3 mit Obama vergleichen. Wie bereits mehrfach geschrieben: Diese Rollout-lastigen Offenses Shanahans dürften für Griffins schnellen Einstieg in die Liga hilfreich sein. Derweil haben die Browns bereits ihren Pick getätigt und niemand zweifelt daran, dass die Wahl auf RB Trent Richardson fallen wird. Ein double threat für die leblose Browns-Offense. Die große Frage wird in den nächsten Minuten sein, was die Vikings machen. Alles geht von einem weiteren Trade aus, doch gerüchteweise will Minnesota gleichzeitig nicht unter #5 (Tampa Bay) fallen.

[02h08] QB Andrew Luck stapft bedächtig – und rasiert! – auf die Bühne und stellt unter RG3! RG!3-Sprechchören auch bereits das Colts-Trikot mit der #12 vor. Was wir noch nicht mit Sicherheit wissen: Welches System wird man Luck in Indianapolis zimmern? OffCoord Arians war in Pittsburgh zuletzt für seine passlastigen Offenses bekannt. Indianapolis‘ Offensive Line schaut aktuell keinen Deut sicherer aus als jene in Pittsburgh und Luck ist kaum weniger mobil denn Roethlisberger… trotzdem zwei unterschiedliche QB-Typen.

[02h05] Eisen: Die NFL will diesmal sichergehen, dass tatsächlich niemand vor Commissioner Goodell erfährt, wer der nächste Pick sein wird.

[01h59] Die ersten drei Picks sind damit mehr oder weniger bereits fix:

#1 QB Andrew Luck       Indianapolis
#2 QB RG3               Washington
#3 RB Trent Richardson  Cleveland

Minnesota mit seinem GM Spielman hat schon drei Extra-Picks ohne Verlust eingefahren und sind an #4 immer noch in Position, weitere Draftpicks mit Trades einzufahren. Mayock und seine Konsorten am NFLN-Tisch gehen von weiteren Trades aus. Die Browns haben von ihren ca. dreihundertfuffzich Picks (waren 12 oder 13) auch „nur“ drei verloren, aber für einen Running Back?

[01h51] Moang. Die Minnesota Vikings sind die ersten Punktsieger vor Draft-Start, haben mit den Browns einen Trade eingefädelt: Pick #3 gegen Pick #4 und Picks in den Runden 4, 5 und 7 (#118, #139, #211) getauscht und nur eine einzige Position runtergerutscht. Fraziers

Im Übrigen ist der Livestream bei NFL.com tatsächlich nicht gratis, sondern nur über den Gamepass erhältlich. Michael Lombardi/La Canfora gehen von weiteren Trades aus – möglicherweise Vikes und Jaguars!