RIP Junior Seau

Kurz nach 20h15 machte die Meldung der Klatschseite TMZ.com die Runde, dass sich der ehemalige Linebacker der Chargers und Patriots, Junior Seau, in Kalifornien erschossen habe. Junior Seau soll sich laut verlinktem Liveblog mit einem Schuss in den Brustbereich getötet haben.

„Brustbereich“ ist insofern interessant, als dass sich der ehemalige NFL-Profi Dave Duerson im Februar 2011 ebenso mit einem Schuss in den Brustbereich getötet hatte, und einen Brief hinterlassen habe, der die Hinterbliebenen aufgefordert hatte, sein Gehirn für Studien freizugeben.

Detail am Rande: Junior Seau hatte sich in der jüngeren Vergangenheit sehr kritisch mit dem „Bountygate“-Skandal um Gregg Williams auseinander gesetzt, wie die North County Times – Seaus Lokalzeitung – berichtet.

Junior Seau galt als Ikone und sicherer zukünftiger Hall of Famer. Seau hat zwei Superbowls verloren. Die zweite war XLII mit den Patriots gegen die Giants („Tyree“). Eine der Szenen des Spiels war, als in den Schlusssekunden Seau weinend in Bruschis Armen lag, wissend, dass er mit bald 40 Lenzen den Titel wohl nie mehr gewinnen würde.

RIP Junior Seau.

Die stillen Leiden

Via Smart Football gefunden: Die Pittsburgh Post-Gazette über den Erstrundenpick der Steelers von 1992, OT Leon Searcy. Leon Searcy war einer der ersten Spieler, die die Free Agency voll ausnutzen konnten und scheffelte schon in den 90ern Millionen. Searcy kam eigentlich aus gutem Hause, verprasste trotzdem das viele Geld und war nach zehn Jahren NFL am Boden.

„I was punch drunk,“ Searcy says. „It was a facade, what I was living. I still wanted to give people the impression that I was big-time. I’d see the guys who were still in the league in the night clubs, and I had to look the look. I was in character.“

Lesens- und nachdenkenswert, gerade weil in regelmäßigen und unregelmäßigen Abständen immer mal wieder ein NFL-Profi während oder nach seiner Karriere trotz massiver Verträge Pleite macht. Hier entlang.