Rashidi Yekini ist gestorben

Für ein bewusstes Live-Erlebnis war ich zur Fußball-WM 1994 noch zu grün. Ich habe seither trotzdem – Stand heute – bis auf sechs Spiele jede einzelne Partie von damals gesehen und bin der Meinung, dass es zumindest von den Weltturnieren 94 bis 2010 trotz der klimatisch grenzwertigen Bedingungen und des furchtbar öden Endspiels das insgesamt qualitativ hochwertigste war. Und ein klein wenig habe ich mich in drei 94er-Teilnehmer verliebt: Rumänien. Schweden. Und Nigeria, den WM-Debütanten.

Die Namen der Spieler lesen sich, ja, erlesen. Amokachi, Amunike, Finidi George, die atemberaubenden Oliseh und Okocha – und Mittelstürmer Rashidi Yekini, damals der amtierende Afrika-Fußballer des Jahres.

Jener Rashidi Yekini prägte sich bei mir nicht nur aufgrund des ungewöhnlichen Namens ein, nein, jener Yekini schoss auch das allererste WM-Tor für die Super Eagles, beim 3:0 gegen die überrollten Bulgaren. Yekinis Torjubel in den Seilen hängend gehört zu meinen persönlich schönsten Sportmomenten und hängt nebenan auf der entsprechenden Pinnwand-Collage und spendet immer dann, wenn der letzte afrikanische Teilnehmer aus der WM fliegt, entsprechend notwendigen Trost.

Am Freitag ist Rashidi Yekini nach offenbar kurzer, noch nicht weiter präzisierter, schwerer Krankheit 48jährig verstorben. Mach’s gut.