Green Bay Packers – San Francisco 49ers live

[01h58] Gleich geht noch die Glaskugel vom Kollegen Herrmann zu den Denver Broncos online. Gut Nacht.

[01h57] Elektrisierende Schlussphase in Arizona, bzw. an Arizonas Goal Line.

[01h50] Rodgers kommt mit dem massierten Druck der 49ers (Mann plus 1-2 Linebackers in fast jedem Spielzug) nicht so gut zurecht (bzw. die Line kann überhaupt keine Gegenwehr leisten), und Green Bay verliert das erste Spiel dieser Saison. Spannendes Spiel, interessantes Spiel, aber ich bin offen gesagt zu müde, um noch groß was dazu zu schreiben. Gebe mir in den nächsten Tagen sicher noch sowas wie ein Tape.

ESPNA wechselt zum ARI-SEA Spiel, das in einer heißen Schlussphase ist und wo es einen verletzungsbedingten QB-Wechsel von Skelton zu Kolb gegeben hat, und, eben, wohl einen Regelfehler der Referees, die den Seahawks eine Auszeit zuviel zugestanden haben.

[01h42] 84 Yards zu gehen für Green Bay.

[01h41] 3:45 vor Schluss müssen die 49ers nach einem unkonventionellen Spielzug (QB-Scramble beim dritten Down und 17) punten. Keine Timeouts für beide Teams mehr.

[01h37] Blick auf die Timeouts: SF hat mit knapp fünf Minuten auf der Uhr keines mehr. Entscheidender: Green Bay noch mit zwei – und sie werden sie langsam nehmen müssen.

[01h33] Green Bay 22, San Francisco 30/4th 6:09. Plötzlich schaut Rodgers wie Rodgers aus, kauft sich mobil außerhalb der Pocket die Zeit und feuert eine Serie an tiefen Bällen für WR James Jones (Jones mit 3 Catches für 68yds im Drive) ab, rattenscharf und Jones ist jedesmal meterweit ungedeckt. Spiel wieder offen.

[01h29] Zumindest bei mir sind die beiden Audiospuren der Radiokommentatoren völlig asynchron mit dem TV-Bild.

[01h23] Green Bay 15, San Francisco 30/4th 8:50. Interception gegen Aaron Rodgers, der bei einem Wurf zwischen Linebacker- und Safety-Zone (ich glaube für den Tight End mit der #86) den LB mit der #53 Bowman übersieht. Direkt im Anschluss bezieht RB Frank Gore Prügel, wälzt sich aber in Tippelschritten an der rechten Seitenlinie 23yds durch zum touchdown. SF mit 27 Läufen für 178yds (6.6yds/Carry).

[01h20] 9:35 vor Schluss scheitert RB Gore bei einem kurzen Swing-Pass links draußen haarscharf am neuen 1st down. Harbaugh kriegt die Challenge nicht durch und Green Bay kriegt die Ausgleichschance.

[01h08] Green Bay 15, San Francisco 23/4th 11:16. PR Randall Cobb mit einem 75yds-Puntreturn, bei dem ein zweifelhafter Block-Penalty nicht gegeben wurde (#56, links Mitte in der Hauptkamera). WR Nelson macht den quicken 2pts, und wir haben ein Spiel mit einem Score Differenz. FOX’sche Buck/Aikman kriegen sich gar nicht mehr ein.

[01h01] Diese merkwürdige 49ers-Aufstellung, wo nur die Defensive Ends die Händen am Boden halten, ein Tackle aus dem Stehen rusht, und ein Tackle/Linebacker in die Deckung zurückläuft, bringt das Zusammenspiel Rodgers/Receivers völlig aus dem Konzept. Rodgers wirft meistens den einen Tick zu früh und dann liegt das Refereeing auch nicht in der Macht der Packers (49ers IMHO stets grenzwertig mit Holdings und Kontakt bevor der Ball da ist). Auf alle Fälle eine leblose Vorstellung der Packer-Offense.

Drittes Viertel

[00h57] Das dritte Viertel ist zuende und Green Bay sucht immer noch nach einem Rezept. a) für die Offense. b) für die Defense. Gerade ist die Offense dran und sie probieren es mit extrem kurzen 2yds-Pässen, die WR #18 Cobb und TE #88 Finley nach vorne tragen sollen. Temporär erfolgreich.

[00h38] Green Bay 7, San Francisco 23/3rd 8:15. Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist das der fünfte Drive in Serie mit Punkten für San Francisco. Smith kriegt keine Stunden Zeit in der Pocket, aber es ist aufgrund des eher mauen Pass Rushes Zeit genug, um sich in 3WR-Sets den richtigen Mann auszusuchen. Crabtree operiert gemeinsam mit TE #85 Vernon Davis meist im Slot, während #84 Randy Moss und #46 Delanie Walker IMHO meistens außen eingesetzt werden. #82 Manningham ist der Mann, den Harbaugh überall aufstellt. Auf alle Fälle etwas zum Schauen auf Tape. TE Davis macht den TD und Green Bay muss langsam die Zügel anziehen. Remember: Aaron Rodgers war bisher kein guter Comeback-QB, aber die Testmenge ist mit rund 20 Spielen eher klein (nur 3 Siege bei 18 Niederlage, wenn ich das richtig im Kopf habe).

Halbzeit

[00h08] Halbzeit Green Bay 7, San Francisco 16.

San Francisco geht mit dem geteilten NFL-Rekord von 63yds-FG von Akers in die Halbzeit. Ball sprang von der Querlatte haargenau rein. Verdiente Halbzeitführung für San Francisco, die in der Defense recht aggressiv zu Werke gehen und allem Anschein nach das Timing der Packers gut genug stören können. QB Aaron Rodgers zeigte nur in einem Drive über mehr als 3 Plays en suite die bekannte Chemie mit seinen Receivers.

Ganze 4.6yds/play für Green Bay in Halbzeit eins. 6.2yds/Play für San Francisco. Ich bin dezent überrascht.

[23h58] Nächster langer, hart erkämpfter Drive der 49ers (10 plays), abgeschlossen mit einem weiteren Akers-FG zum 13-7 SF. 55sek für Green Bay bleiben aber übrig.

[23h47] Die Packers nehmen den Zweikampf mit Dallas an und sind Ende zweites Viertel schon bei 8 Strafen (!) für 67yds angelangt. Und es sind teilweise idiotische Strafen.

[23h43] Gerade Colin Kaepernick an der Sideline gesehen. Der Mann hat mittlerweile Armdicken wie ein Defensive Liner.

[23h36] Green Bay 7, San Francisco 10/2nd 4:40. Green Bay nun in Ansätzen mit dem lange vermissten Kurzpassfestival, unter Einsatz mehrerer der großen Waffen: #87 Nelson, #18 Cobb, #88 Finley. Letzterer mit Schiedsrichterglück, als in der EndZone eine sehr, sehr zweifelhafte Pass Interference gegeben wird. Bei selbiger Aktion tritt DB #20 Cox dem am Boden liegenden Finley (beabsichtigt?) auf den Fuß. Finley revanchiert sich mit dem TD aus 1yd.

[23h18] Green Bay 0, San Francisco 10/2nd 11:10. Randy Moss gegen seinen Lieblingsgegner. Moss völlig von der Packer-Defense vergessen, kann zwischen die „Zonen“ (Anführungszeichen mit Absicht gesetzt) laufen, und Smith hat keine Probleme, den zirka drei Meter offenen Moss zu bedienen. Smith kann generell mit recht viel Zeit operieren, weil der Packer-Passrush mau ist. Aber Smith hatte Glück bei einem nach „Phantom-Call“ (Anführungszeichen ohne Absicht) gegen #52 Matthews beim roughing the quarterback.

Erstes Viertel

[23h08] Ende erstes Viertel. San Francisco ist bisher völlig überraschend effizienter in der Offense (5.75yds/Play vs. 2.7yds/Play von Green Bay). Die Packers schaffen es bisher nicht so wirklich, ihr Kurzpassspiel aufzuziehen, aber in meinen wenigen Minuten war noch nicht ersichtlich, warum eigentlich. Druck auf Rodgers ist nicht soooo stark, Rodgers‘ Pässe sind nicht unterirdisch, aber das vertikale Element fehlt noch komplett.

[22h56] Erste drei Punkte für San Francisco nach elf Spielminuten. GB 0, SF 3. Field Goal wäre auf alle Fälle zu lange gewesen für den Kicker von Penn State, aber: Ich muss mich noch reingrooven.

[22h52] Ich hatte mich von Randy Moss schon leise verabschiedet. Moss eben mit einem Catch gegen einen übervorsichtigen Defensive Back.

[22h49] Zweites Session mit etwas Verspätung, bedingt durch die verlängerten Spiele von 19h.

Schlussphase 19h

[22h50] It’s online.

[22h46] Brees bringt die Saints tatsächlich an die 40yds-Line vom Gegner, inklusive Spike gerade noch 2sek vor Spielende. Die Hail Mary schaut dann überhaspelt aus, u.a. unter viel zu viel Druck für Brees, der zu früh in die EndZone werfen muss. Pass wird an der Goal Line abgefangen. Das ist eine große Sensation, über die ich erst dann mehr schreiben werde, wenn ich zumindest die 30min-Version durchgespult habe. Und ab nach Green Bay.

[22h44] 22sek und 80yds plus 2pts-Conversion für Brees zum Ausgleich. Und keine Timeouts.

[22h38] Nochmal zurück nach Washington, wo die Saints nicht aufstecken wollen, und auf 32-40 verkürzt haben. Washington mit einem mutigen PlayCall zum 1st down vor der 2min-Warning. Saints ohne Timeouts.

[22h36] Achte Interception im Spiel. Weeden mit einem Pass ins Niemandsland, wo nur noch ein vereinsamter Eagle-Safety stand. Zirka fünf Meter zu hoch für den eigenen Wide Receiver, der in der Wurfbahn stand. Weedens Debüt-Stats: 12 von 35 (!) für 118yds, 0 TD, 4 INT. QB-Rating 5,1.

[22h31] 1:13 vor Schluss bringt Vick den Touchdown für #82 Harbor zum 17-16 für die Eagles an. Das Spiel in Cleveland ist den Statistiken nach absolut faszinierend gewesen (u.a. sieben INT!). Persönlicher Superbowl-Mitfavorit Eagles wankt. Könnte aber halten.

[22h27] Zweieinhalb Minuten vor Schluss verwertet RB McCoy ein 4th-and-inches in die gegnerische RedZone hinein, bei Stand CLE 16, PHI 10.

[22h25] In diesen Minuten gehen die 22h25-Spiele los. Ich werde gleich rüberwechseln, aber zuerst noch die Schlussphase in Cleveland, wo sich auch eine Sensation anbahnt.

[22h21] Erstes Play im Drive, Freundin schreit „scheiße!“, und der Safety #24 Gomez fängt den Ball ab. Ein Play später der Touchdown vom hoch gehypten Rookie RB Alfred Morris zum 40-25 der Redskins. Spiel mehr oder weniger entschieden.

[22h18] 3:18 vor Schluss kriegt Drew Brees zirka an der 30yds-Line den Ball, mit Achtpunkterückstand 25-33. Griffin erst mit einem Fehler beim Sack, dann athletisch, aber nicht athletisch genug für das 1st down beim dritten Down und 16.

[22h15] Langweiliges Ende sehen auch die Twin Cities nicht. Beim dritten Down schlägt Rookie-Safety Harrison Smith den Ball mit großer Athletik zu Boden. Beim vierten Down ist Gabberts langer Ball.. well, zu lang. Und zwar 3-5 Meter zu lang. Minnesota mit dem ersten Saisonsieg. Zurück in den Superdome, wo es wieder spannend wird.

[22h14] Detroit gewinnt, weil Bradford vor der Hail Mary gesackt wird.

[22h13] Minnesota ist mit 26-23 in der Overtime in Front gegangen, während die Rams noch eine Spielsekunde Zeit bekommen, das Schicksal zu drehen.

[22h09] Spektaktel in Detroit: Stafford findet 10 Sekunden vor Spielschluss RB #30 Kevin Smith für den kurzen TD-Pass zum 27-23. Ein sauberer Drive der Lions nach drei Stafford-Turnovers. Lions mit 15sek auf der Uhr, ohne Timeouts mit dem Versuch zum TD (nicht zum Ausgleich). Schwartz-Football at his best.

[22h06] Die neuen Lions-Trikots sind horrend. Als ob jeder Lions-Spieler literweise Schweiß unter den Achseln hätte. Meine Designerin dreht sich gerade schüttelnd weg.

[22h03] 115 Sekunden für die Detroit Lions, um der Heimniederlage gegen St Louis aus dem Weg zu gehen.

[22h01] Schlechtere Erfindungen als Split Screen habe ich auch schon gesehen (Jacksonville @ Vikings läuft nun nebenbei). Und wo man reinklickt, läuft der Sound. Sehr praktisch.

[21h56] (ich wechsel mal grad rüber zu Rams @ Lions, zweieinhalb Minuten to go, Gleichstand. Fisher gegen Musterschüler Schwartz)

[21h50] Elf Minuten vor Spielende versenkt der Redskins-Kicker zum 33-17, nachdem Griffin III aus der Pocket eine Spur zu panisch den Ball ins Niemandsland gefeuert hat (ein WR im Slot war just in dem Moment meterweit offen geworden).

[21h43] Die Stats von Robert Griffin III sehen nach drei Vierteln sagenhaft aus: 15/21 completed, 258yds (12.3yds/Pass), 2 TD, 9 Scrambles für 30yds.

[21h36] Während Griffin III fast eine INT in die Hände von DB #21 Patrick Robinson wirft, weiß ich nicht, ob ich den Gamepass verfluchen oder lieben soll. Ich tue mir – wie in der Vergangenheit – schwer, den Spoilern anderer Spiele aus dem Weg zu gehen.

[21h34] Eher unverständlich, warum New Orleans mit 1:59 verbleibend im dritten Viertel ein FG zum 17-30 kicken lässt.

[21h25] Die Bilder vom Tulane-Spiel von gestern haben mich heute den kompletten Tag verfolgt. Die Nachrichten lesen sich noch immer schaurig („Genickbruch“). Hoffentlich geht es Devon Walker wieder bald so gut wie medizinisch möglich.

[21h18] „Redskins“ have scored on six of their seven“ = drei Touchdowns und drei Field Goals. Was haben die Saints bis dato getrieben?

[21h15] Als allerstes fällt mir sämtliche Nahrung dieses Tages aus der Kinnlade, weil Washington just in diesem Moment, in dem ich ESPN America einschalte,  mit 16 Punkten in Führung geht. Man darf mich als „fassungslos“ bezeichnen.

[21h12] N’Abend.

Geht gleich los

Ich sitze noch im Bus und werde frühestens zur zweiten Halbzeit der 19h-Spiele einsteigen können, daher vorab erstmal nur meine „Sterndeuten“-Tipps für Woche 1, sowie das TV-Programm und ein paar Storylines für die Woche 1.

Woche 1 im TV

ESPN America LIVE

So, 19h00 NO  - WAS
So, 22h25 GB  - SF
So, 02h00 DEN - PIT
Mo, 01h00 BAL - CIN
Mo, 04h15 OAK - SD

ESPN America Tapes

Mo, 13h30 CHI - IND
Mo, 15h30 HOU - MIA
Mo, 17h30 DEN - PIT
Di, 17h00 BAL - CIN
Di, 19h00 OAK - SD

PULS4 As-live

So,  0h30 GB  - SF

SPORT1+ LIVE

So, 19h00 CHI - IND
So, 22h25 GB  - SF
Mo, 01h05 BAL - CIN

 Tennessee – NEW ENGLAND
Cleveland – PHILADELPHIA
MINNESOTA – Jacksonville
NY JETS – Buffalo
DETROIT – St Louis
CHICAGO – Indianapolis
Kansas City – ATLANTA
HOUSTON – Miami
NEW ORLEANS – Washington
ARIZONA – Seattle
GREEN BAY – San Francisco
Tampa Bay – CAROLINA
Denver – PITTSBURGH
BALTIMORE – Cincinnati
Oakland – SAN DIEGO

Geile Partien. Ich hab testweise den Gamepass (nächste Woche mal ein kurzer Erfahrungsbericht) eingekauft. Da sind locker acht, neun Spiele, die ich zum Knutschen gerne anschauen möchte. Und wie ich gestern merkte, ist die condensed-Version vom Gamepass noch eine Spur effizienter als mein gewohntes Durchspulen der Tapes. Gewöhnungsbedürftig, aber effizient. Man sollte bloß gedanklich wach sein.

Derweil: Viel Spaß mit dem ESPNA-Auftaktspiel Saints – Redskins mit dem NFL-Debüt von Kult-Quarterback Robert Griffin III. QB Andrew Luck debütiert mit den Colts zeitgleich im Soldier Field (live 19h bei SPORT1+), QB Ryan Tannehill debütiert bei meinem größten Superbowl-Favoriten Houston, QB Russell Wilson debütiert im University of Phoenix Stadium in Arizona, und nicht wenige behaupten, dass die Seahawks da den besseren Quarterback in dieser Partie stellen.

Weitere Storyline ist das „Wiedersehen“ von Alex Smith und Aaron Rodgers im Lambeau Field. Einst im NFL-Draft 2005 hatten die 49ers den Utah-QB Smith dem „heimischen“ Rodgers von der University of California/Berkeley vorgezogen. Damals waren noch bloß fünf, sechs Rookies zum Draft eingeladen, und Rodgers hockte stundenlang in der Radio Music City Hall und verzweifelte, als er Pick um Pick fiel und niemand ihn ziehen wollte. Bis an #24 die Packers kamen, um Rodgers als Favre-Nachfolger in spe aufzubauen. Das Dingens mit der Nachfolge sollte sich schwieriger gestalten als gedacht, und Rodgers versauerte drei Jahre lang als Backup hinter Favre, mit dem Rodgers eine Nicht-Beziehung pflegte. Derweil plagte sich Smith mit katastrophalen Rookie-Saisons, ständig wechselnden Offensive Coordinators, unbeständigen Leistungen, Verletzungen, kritischen Fragen und Selbstzweifeln.

Heute gibt es kein Argument mehr. Die Packers sind komplett und einzig um Aaron Rodgers herum gebaut. Die San Francisco 49ers kaufen ihre Spieler so ein, dass sie um das Problem „Quarterback“ herum wursteln können. Es grenzt ohnehin an ein Wunder, dass Smith, diese Katze mit sieben Leben, heute in seine achte NFL-Saison in San Francisco startet. 2011 war Smiths bestes Jahr, weil ihn Coach Harbaugh zu einem Nullfaktor degradiert hatte. Dieses Jahr wird eine größere Bürde auf Smiths Schultern lasten. Es käme einer Sensation gleich, würde Smith die 49ers auf seine Schultern nehmen, wie die Amerikaner zu sagen pflegen.

Ein anderes Thema, wo ich wenig Ahnung habe, was in den entsprechenden Orten geplant sein wird: Art Modell ist unter der Woche verstorben. Art Modell war der Owner der Cleveland Browns gewesen, der seine Franchise Mitte der 90er quasi über Nacht nach Baltimore übersiedelt hatte und sie in die Baltimore Ravens umbenannt hatte – ein beispielloser Skandal, ein Affront gegen eine Stadt wie Cleveland, wo es aber auch gar nichts gibt außer Football. Und die Fans waren gekommen, trotz Pleiten, Pech und Pannen war der Dawg Pound bei Scheißwetter immer voll gewesen. Modell hatte in Baltimore mehr Glück, gewann 2000/01 die Superbowl. Cleveland bekam 1999 „sein“ NFL-Team zurückerstattet, aber es fühlt sich bis heute nicht wirklich vollkommen an. Die Browns haben die Kacke an den Füßen. Seit Jahren.

Ich kann mir vorstellen, dass Modell in Baltimore geehrt wird. Ich kann mir weniger vorstellen, dass dies in Cleveland passieren wird, obwohl die „neuen“ Browns offiziell die Historie der „alten“ Browns übernommen haben und Modell damit auch Teil der „overall“ Cleveland Browns ist. Man diskutiert, ob Modell vielleicht irgendwann ein Kandidat für die Hall of Fame sein könnte. Ich bin skeptisch, ob sich die Voter trauen, den Mann in die Hall of Fame zu schicken, der einst eines der populärsten Teams der NFL einfach so aufgelöst hat.

Bei den Ravens gibt es noch ein weiteres Störfeuer: LB Brendan Ayanbadejo schlug unter der Woche eine Abstimmung über Homosexuellenehe im Bundesstaat Maryland (Baltimore liegt in Maryland) vor, weswegen sich ein Abgeordneter einschaltete. Das eigentlich nicht weiter beachtete Statement gewann am Freitag aber an Dynamik, als sich der uns bereits bekannte P Chris Kluwe von den Vikings einschaltete: They Won’t Magically Turn You into a Lustful Cockmonster. Formuliert, wie bei Kluwer gewohnt, in höchst politisch korrektem Ton… (just kidding)

Man liest sich vielleicht am späteren Abend noch.