NFL-Woche 2/2012: Green Bay Packers – Chicago Bears im Rückspiegel

Ich halte es weiter so wie letzte Woche: Analyse gibt es nach dem Spiel, um nicht zu spoilern.

Was wissen wir nach diesem Donnerstagnachtspiel? Die Chicago Bears profitierten letzte Woche doch mehr vom Ausfall Freeneys als angenommen. Und die Green Bay Packers… sind in der Offense auch nicht wirklich gut drauf. Resultat war ein eher hässlicher 23-10 Sieg für die Packers in einem Spiel, in dem die Pass-Offense der Bears komplett blank gelegt wurde.

Die Chicago Bears am Ball

Wenn eine Pass-Offense 2.1yds/Versuch auf die Reihe bringt, ist etwas schief gelaufen. Eine Woche nach der halbwegs annehmbaren Vorstellung der Offensive Line der Bears gegen Indianapolis kollabierte selbige in Green Bay komplett, sah überhaupt kein Land gegen eine aggressive Packers-Defense. Sieben Sacks. Vier davon durch #52 Clay Matthews jr., der nach zwei Spieltagen bei sieben (!) Sacks hält, ähnlich den Zahlen von vor zwei Jahren.

Matthews hatte Spaß am Spiel, vor allem gegen LT #74 Webb, der heillos überfordert wirkte, aber Matthews suchte sich mit zunehmendem Spielverlauf auch andere Opfer, drückte phasenweise auch von der ILB-Position gegen die Line.

Dann die Wide Receivers der Bears: Von Drops auf kurzen Routen hin zu völlig ungedeckten Drops in der EndZone zu Zeitpunkten, an denen das Spiel hätte noch einmal spannend werden können. Was #15 Marshall und Konsorten sich da leisteten, war absurd schwach für NFL-Verhältnisse.

Auch die Spielzüge schienen nicht überzeugend zu sein. Häufig brauchte es lange, bis der erste Ballempfänger offen war. Das All-22 Tape dürfte Aufschluss geben, ob die Packer-Secondary so gut deckte (was gemessen an den vergangenen 12 Monaten einer Überraschung gleich käme) oder ob OffCoord Mike Tice da Mike-Martz-Gedächtnisrouten angesagt hatte.

Kommen wir zum Quarterback, Jay Cutler. Ich habe schon Quarterbacks gesehen, die noch mehr unter Druck in der Pocket standen und besser spielten. Ich würde darauf wetten, dass wenigstens zwei oder drei der vielen Sacks ein Produkt des „Roethlisberger“-Syndroms waren, ein Quarterback, der zu ballverliebt für das Wegwerfen in die Tribünen ist. Lieber den Spielzug noch einskommasieben Sekunden verlängern, um die Chance auf einen Wunderwurf ins Herz der Secondary zu bekommen.

Diese Chancen erkaufte sich Cutler teuer: Gleich mehrere tiefe Bomben downfield wurden relativ einfach von Green Bay abgefangen (vier an der Zahl), Cutler fraß den Frust nicht in sich hinein, maulte gegen Receivers und Offensive Linemen und legte sich mit DB Woodson an, der nach dem Spiel gegen Cutler spöttelte („ich wusste, dass er uns den Ball in die Hände werfen würde“). Typischer Cutler, wenn er mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Genialer Wurfarm, geniale Momente. Aber wenns nicht läuft, nicht in der Lage, das Ruder rumzureißen, sondern lieber die Stimmung im kompletten Laden mit in den Keller reißen.

Dass sich Matt Forté am Knöchel verletzte, schmerzt da nur noch umso mehr. Backup-RB #29 Bush war zwar die souveränste Waffe eines anämischen Bears-Angriffs, aber Bush ist nicht mehr als ein Verwalter.

Die Green Bay Packers am Ball

Wo wir den Bears-Angriff kritisieren, darf auch nicht über die Fehler von Green Bays Offense geschwiegen werden: QB Aaron Rodgers und seine Armada schaut so schlampig aus wie vor drei Jahren zum letzten Mal, und ich würde das nichtmal bloß an den schwachen 4.4yds/Passversuch für Rodgers festmachen: Rodgers verpasst erstaunlich viele Würfe. Downfield ist da wenig Präzision im Spiel, auch wenn #87 Nelson und #88 Finley durchaus den einen oder anderen Catch bei nicht 100% präzisen Würfen hätten machen können. Erst als im dritten Viertel auf schnelle, kürzere Pässe umgeschaltet wurde, lief es für Rodgers und Co. besser.

Es war zugegeben auch nicht einfach gegen die druckvolle Defensive Line der Bears. DE #90 Julius Peppers war zwar nicht bei allen Snaps auf dem Feld, spielte aber phasenweise Katz und Maus mit seinen Gegenspielern auf der linken und rechten Seite der Offense Line. Auch die Kollegen um Melton und #99 McClellin kamen öfters durch als es einem OL-Coach lieb sein dürfte und schienen das Timing empfindlich genug zu stören.

Green Bay musste als entscheidendsten Spielzug auf einen famosen Trick zurückgreifen: Beim vierten und 26 wurde ein Field-Goal-Fake per kurzem Flip auf den fürchterlich tätowierten TE Crabtree für 27yds zum Touchdown und 10-0 verwertet – im zweiten Viertel, zu einer Phase, als das Spiel noch offen genug war und man beiden Teams bereits hinreichend Probleme angesehen hatte.

Zu nennen wäre auch noch die wirklich fantastische Defensivarbeit der Bears nicht bloß gegen den Pass, sondern auch gegen den Lauf. Bis auf einen langen 28yds-Endaround für die Allzweckwaffe WR #18 Randall Cobb ließ man 78yds in 27 Laufspielversuchen zu (2.9yds/Carry).

Sonst so

  • Die ersten Punkte der Packers kamen durch eine seeeeeeehr haarigen Referee-Entscheidung zustande, die ein eigentlich gescheitertes 3rd down der Packers drehten, weil die Bears-Defense offenbar zu viele Abwehrspieler auf dem Feld gehabt hatte. Die TV-Bilder ließen eher darauf schließen, dass der zwölfte Mann den Platz gerade noch rechtzeitig verlassen hatte. Ein eher unerklärlicher Review-Fehler.
  • Idiotische Strafen von den Bears, von überflüssigen personal fouls (hallo, OT Carimi!) bis zu illegalen Blocks, wo Cutler den Ball bereits längst weggeworfen hatte.
  • Eigenartigerweise wurde im Schlussviertel beim 12-men-on-the-field-Penalty gegen Green Bay die Uhr nicht wieder zurückgestellt (3:16 vor Spielende). Meiner Erinnerung nach hatte die NFL nach dem verunglückten Superbowl-Ende hier die entsprechende Regeländerung bereits abgesegnet.

NFL Game Pass 2012 – Ein Erfahrungsbericht

Gamepass 2013

Bericht hier entlang.

Die letzten beiden Wochen waren meine ersten 40h-Wochen seit neun Monaten, und ich hatte entsprechend mehr Zeit, mich dem NFL-Start und seinen Eigenheiten zu widmen. Als kleines Geschenk an mich selbst blätterte ich von Muttis Kreditkarte am vergangenen Mittwochabend € 19.99 für die einwöchtige Subscription vom NFL-Gamepass hin. Um es vorwegzunehmen: Ich habe alles rausgepresst, was für diesen Preis drin war, und mehr.

Preis

In Italien gelten folgende Preise: € 184.99 für den Season Plus Pass, €134.99 für den Saisonpass bis Playoffstart, €114.99 für den „Follow-Your-Team“-Pass mit Zugang zu einer Franchise, € 59.99 für den Monatspass, € 19.99 für den Wochenpass. In Deutschland gehen die Preise für Season-Plus rauf bis € 215, in Österreich ist das Ding billiger, und manch anderer will seine Schlupflöcher woanders gefunden haben.

Benutzeroberfläche

NFL Gamepass Startseite

Gibt spektakuläreres Design – so begrüßt Sie der NFL-Gamepass. ©NFL.com

Der NFL-Gamepass ist komplett im Corporate Design der National Football League gehalten. Nach der Anmeldung scheint eine eher langweilig gestaltete Startseite auf, die erstmal wenig Appetit macht. Ganz fett lässt sich der Gamepass für Freunde promoten, aber das eigentliche Herzstück ist ein bissl versteckt erst nach dem Runterscrollen zu entdecken: Der Schedule mit allen Partien von 2009 bis zur aktuellen Saison.

Ein Klick auf den WATCH-Button, und es öffnet sich das Fenster ins Glück, hinein in die Zentrale der Bewegtbilder. Das Herumklicken zwischen den einzelnen Kanälen und Features gestaltet sich ganz einfach und man fliegt innerhalb von Sekunden von Miami nach Houston und zurück in das NFLN-Studio, wo Warren Sapp sich ein paar Kilometer zu weit aus dem Fenster lehnt und den 41-0 Sieg der Chiefs gegen Atlanta in die Welt posaunt.

nfl gamepass benutzeroberfläche

So sieht das dann „drinnen“ im Gamepass aus. – ©NFL.com

Internetverbindung

Standortbedingt habe ich mit einer schwachen Internetverbindung zu kämpfen. Auf 1000m in den Bergen gibt es keinen Kabel, hier waren vor drei Jahren noch stählerne Nerven mit 28kbps-Telefonlinien gefragt. Jetzt haben wir wenigstens eine Funkverbindung, aber mehr als die 800kbps-Übertragung im Gamepass hält die Linie nicht – und selbst diese wackelt an schlechten Tagen. 800kbps ist für genügsame Leute wie mich okay. Ich sehe zwar keine Grashalme wachsen wie die Freunde im deutschen Flachland bei 4500kbps, aber ich sehe die Rückennummern und leeren Plätze im Raymond James Stadium und schweißgetränkten Scheusale von Lions-Trikots, und das reicht mir.

400kbps ist dagegen unansehnlich. 4500kbps ein unerreichter Traum. Vision 2022. Oder 2032.

Features im NFL-Gamepass

Live/As-Live-Broadcast

Zentrales Feature ist gewiss die komplette Originalübertragung der US-Networks aller NFL-Partien in Preseason, Regular Season und Post Season, wo wir in Summe auf 333 Saisonspiele kommen. Der Vorteil gegenüber ESPN America: Man kann sich den Sendeplan nicht nur selbst zusammenstellen und kurzfristig wechseln und herumspringen. Man kriegt auch die Graupenpartien serviert. Nicht jede Woche Spitzenspiele. Es ist ein Hochgenuss, Arizonas und Seattles Offenses Drive für Drive zerbröseln zu sehen, und man lernt Brady und seine Hochgeschwindigkeitsoffense sofort wieder zu schätzen.

Ebenso inkludiert: Die Werbepausen, zumindest die meisten. Nur vereinzelte Spots sind mit Blackout gesperrt.

Ganz klein bissl ärgerlich waren am Sonntag Verzögerungen. Während in den Kommentaren im Liveblog bereits der 63-Yarder von Akers bejubelt wurde, überlegte bei mir noch Harbaugh, ob man denn nun Smith oder Kaepernick einwechseln sollte.

Neben dem originalen TV-Kommentar von Schlafmützen wie Buck hin zu Superstars wie Mayock kann man auch zwei Audiospuren der lokalen Radiokommentatoren genießen. Allerdings waren am Sonntag diese Radiostationen und das Gamepass-Bild so asynchron, dass ich nicht heraushören konnte, ob nun Bild oder der Ton hinterherhinkten. Soweit ich das überblicke, sind diese Audiospuren leider nur während der Liveübertragung freigeschaltet, weswegen es leider nicht möglich ist, unter der Woche den grandiosen Paul Allen aus Minnesota anzubeten.

Als sehr praktisches Navigiertool beim Re-Live Schauen des Tapes erweisen sich die beiden Buttons „10sek vor“ und „10sek“ zurück.

Condensed Version

NFL Gamepass mit 800bps

Fünf Minuten Video, und das erste Viertel ist gleich zu Ende: Cam Newton und die Condensed-Version. ©NFL.com

Dieses manuelle Durchspulen ist nett, aber nicht gegen den heimlichen Star des NFL-Gamepasses: Die „Condensed Version“, die nur die Spielzüge schneidet und ein Spiel in knapp einer halben Stunde durch die Pipeline jagt. Wie ich bereits schrieb: Es braucht einen wachen Geist und den Willen, nach Spielzugende das Hirn sofort mental auf Null zu stellen, denn Analysen und Zeitlupen werden zu 95% ausgespart. Verletzungen werden nicht registriert und plötzlich steht da kein Seymour mehr im Lineup und man begreift, warum der Colts-Passrush seit acht Plays von 180 auf nullkommafünf abgestürzt ist.

Hat man sich erstmal mit den Eigenheiten angefreundet – und bei mir ging das schnell – ist das ein potentes, extrem effizientes Instrument. Es geht nicht nur schnell; man registriert auch Dinge, die ansonsten während fünf Minuten Werbe-Break völlig untergehen. Nach dreimal 5WR-Sets plötzlich eine Trips-Formation? Check. Man hat keine Zeit, auf dumme Gedanken wie Klogang zu kommen und kann genüsslich beobachten wie sich Castonzo mit Peppers abmüht.

Trotzdem würde ich ungern auf zwei, drei Vollversionen pro Woche verzichten. Denn in der Condensed-Version geht die Seele des Spieles verloren. Emotionen an der Seitenlinie werden ebenso ausgeblendet wie das Abklatschen nach dem Tackle oder das Zaudern über Challenge oder 4th downs. Es gibt keine Wiederholungen, in der sich die Genialität eines Catches von Manningham bewundern lassen.

Ein kleineres Ärgernis am ersten Wochenende war, dass manche Plays unsauber geschnitten sind. Schade für mich persönlich: Um 6h15 sind offenbar noch keine Condensed-Versionen der Nachtspiele vorhanden, obwohl ich am Dienstagmorgen ab 5h38 bereits das Ravens-Mondaynightgame gegen Cincinnati schauen konnte (war allerdings um 1h gestartet). Ich hoffe noch, dass dies in Zukunft möglich sein wird, vor der Arbeit das Nachtspiel durchzuwursteln.

Fazit: Geiles Feature, dank dessen ich 15.5 von 16 Spielen in Woche 1 gesehen habe (nur die erste Halbzeit von SD-OAK fehlt mir Stand heute noch).

Split Screen

Während der Liveübertragung lassen sich bis zu vier Partien gleichzeitig verfolgen, wobei der Ton aus demjenigen Stadion geliefert wird, in dem man sich gerade mit der Maus befindet. Für die multitaskingfähigen Männer unter uns ein Tool, mit dem man um 1h20 garantiert mit tausendeinhundertdreiundzwanzig Gedanken ins Bett geht.

Stats und weitere Features

Wahlweise lassen sich natürlich die Scores und Stats zu den einzelnen Spielen ein- und ausschalten. Man kann sich einzelne Spielzüge per Navigation reinschalten lassen und markieren. Auf dem iPad lassen sich sogar Grafiken zu den einzelnen Spielzügen malen.

RedZone Channel

Als zusätzlich Option bietet die NFL seit einiger Zeit den „RedZone Channel“ an, wo zwischen denjenigen Partien hin- und hergeschaltet wird, wo sich gerade ein Score anbahnt (zum Beispiel die Offense in RedZone-Nähe spielt), vergleichbar mit Konferenzschaltungen im Fußball.

Mein Fall ist das nicht wirklich, aber ich kann Leute verstehen, die sich das Spektakel geben. Ich denke da meistens: So, ich kenne jetzt alle Ergebnisse und spektakulären Plays des Tages, aber ich weiß nicht mal mehr, welche Spiele ich eben gesehen habe.

Am Sonntag soll der Kanal vor lauter technischer Probleme kaum störungsfrei gelaufen sein, aber da reden wir von Murmeltierproblemen… gab noch kein Jahr ohne Kritik an der Gamepass-Infrastruktur am ersten Spieltag.

Coaches Tape

Der „heilige Gral“ für NFL-Analytiker und Taktik-Hardcorefans ist das Coaches-Tape, im Volksmund auch „All-22“ genannt. Denn alle 22 Spieler sollen zu sehen sein. Stimmt… nicht ganz.

NFL Gamepass Coaches Tape

Wer findet Leroy Harris? All-22 Tape im NFL-Gamepass – ©NFL.com

Es gibt zu jedem Spielzug zwei Einstellungen: Einmal vom obersten Stadionrang, leicht schräger Winkel, und einmal von der „Hintertorkamera“. Letztere zeigt oftmals nicht alle Spieler im Bild. HD-Einstellung bei beiden, soweit ich das bisher gesehen habe, nicht möglich. Und von ganz droben ist oft schwer zu erkennen, ob nun der Offense Liner mit der Nummer 60 oder 68 aufläuft.

Das Tape selbst scheint mir geeignet zu sein, Spielsysteme und Deckungen guckend zu „erlernen“. Aber selbst wenn ich die Zeit dafür hätte, täte ich mir schwer, jeden einzelnen Spieler auf Basis des etwas verwackelten Tapes zu bewerten.

NFL-Network

nfl gamepass Total Access

Wer sich das Geschrei von Deion Sanders geben will, kommt im GameDay auch nicht zu kurz – ©NFL.com

Neben den Spielen lässt sich der NFL-eigene Sender „NFL Network“ rund um die Uhr live verfolgen, mit riesigen Archiven aus der Vergangenheit (Total Access, Playbook, Top 100 Players, A Football Life usw.) und haufenweise Superbowls aus der mittlerweile 46jährigen Geschichte. Leider ohne das Tape der katastrophalsten aller Superbowls, XXXV von Jänner 2001, mit ihren 21 Punts.

superbowl iii joe namath

Und so sah das im letzten Superbowl vor der Mondlandung aus: Superbowl III, Joe Namath nimmt mit den Jets Aufstellung – ©NFL.com

Dafür kann man sich mal die legendäre Superbowl III von Anfang 1969 geben, mit dem in die Geschichte eingegangenen Quarterback Joe Namath. Oder die ungeschlagenen Dolphins von 1972/73. Die Bears von 1985/86. Den Fehlkick Norwoods Anfang der 90er samt der phänomenalen Hymnenperformance Whitney Houstons. Und schließlich fast sämtliche Krimis der letzten 15 Jahre, von denen man selbst den einen oder anderen live miterleben durfte. Und natürlich Dan Dierdoffs Pornoschnäuzer…

iPad

Sehr praktisch ist das Gucken von NFL-Spielen am iPad, gemütlich in der Kiste zum Einschlummern die seelenruhigen Atlanta Falcons anzuschauen: Ein Genuss. Die App-Version 1.6 hat zwar die eine oder andere praktische Option (z.B. Einstellen von Verbindungssignal) weniger und bockte bei mir am Wochenende gerne mal auf, aber am Dienstagmorgen Monday Night Football schauen zu können und dafür nicht mal aussm Bett zu müssen… priceless.

Kundendienst

Wie gerade angeklungen, hatte ich am iPad das eine oder andere Problemchen, das nach neun Monaten Football-Abstinenz zu einem PROBLEM mit Großbuchstaben werden kann. Ich meine, okay, Oakland – San Diego wurde von Trent Dilfer und, schlimmer noch, Chris Berman, kommentiert, aber wenn der Ton am iPad nicht funzt (respektive ich zu blöd dafür bin), kann die Laune schon mal schnell in den Keller sinken. Ich schrieb also den Kundendienst an, und in höchster Ungeduld passierte das Missgeschick, dass dieselbe eMail zweimal an den Gamepass-Kundendienst gesendet wurde. Die Antworten kamen am Dienstagabend, und sie waren von höchst unterschiedlicher Qualität…

Ich fragte wegen der zickenden Tonspur und der sich nicht ladenden Relive-Übertragungen nach, und bekam folgende Antwort.

Thank you for the inquiry.

For audio issue, on your iPad, set the side switch to control the mute and not lock rotation and do not set it to mute. This has resolved the issue for other iPad customers.

For video issue, as your schedule permits, try resetting all iPad network device settings — turn off WiFi, turn off location services. Also, Hard-Exit the app and restart. To hard-exit — double-tap the device home button, long-press the GamePass icon — once the icons are dancing, hit the „x“ to close Game Pass icon).

Then, turn on the device’s WiFi and location services, and try to load the app again and check for NFL Network.

Ganze dreizehn Minuten antwortete ein anderer Mitarbeiter auf die zweite, identische und aus Versehen abgeschickte Mail:

Please try to uninstall and reinstall the app to see if this clears your issue.

Please let us know if you require additional assistance.

Fazit

Am Mittwoch drückte ich schmerzlos auf den Abo-Verlängerungsbutton, der mir für €154.99 angeboten wurden – Schwaben und Schotten werden aufhorchen: 154.99 + 19.99 = 184.98 und damit einen Cent gegenüber der sofortigen Subscription gespart. Ein Cent! Auch das noch!

Ich bereue keinen Cent. Der Gamepass ermöglicht mit seinen zahlreichen Features nicht nur ein wunderbares Live-Erlebnis selbst bei nicht optimaler Verbindung in meinen Bergen, und er ermöglicht es, auch für Leute mit wenig Zeit sechs, sieben Partien pro Woche durchzugucken. Auf der nach oben offenen Zufriedenheitsskala minimum eine neunkommasieben.