NFL Woche 4: Notizblock Browns@Ravens

Gene Steratore ist back! Gestern gab es den ersten Auftritt der regulären Referees nach ihrem Streik. Dabei hatten sie in Baltimore einen ganz ruhigen Abend. Genau das Gegenteil von dem Hexenkessel, den die replacements da am letzten Sonntag angefeuert haben. Was spielerisch so passiert ist, gibt es nach dem Klick.

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Am Ende war es wie so oft bei den Ravens, wenn sie gegen eine deutlich schwächere Mannschaft spielen: es wurde unnötig knapp. Kurz vor Schluß hatten die Browns aus 18 Yards Entfernung die Chance, per Touchdown den Ausgleich zu schaffen.

Vor allem in der ersten Halbzeit war es vor allem wieder das seltsame Playcalling von Cam Cameron, daß nicht so aufging, wie er sich das wohl vorgestellt hatte. Ja, die Secondary der Browns ist nicht die beste, vor allem weil CB Joe Haden immer noch gesperrt gefehlt hat. Aber warum 28 Paßversuchen nur sechs Läufe von Ray Rice gegenüberstehen, ist nur schwer nachvollziehbar. Wenn Cleveland an diesem Abend einen herausragenden Pass Rusher gehabt hätte, wär das Spiel tatsächlich so eng gewesen, wie es der Endstand von 23-16 suggeriert.

Ab und zu kam QB Flacco auch mal unter Druck – und sah dabei einige Male recht schlecht aus. Aber wenn er Zeit in der Pocket hatte oder sich einige Zehntelsekunden mit seiner in diesem Spiel wirklich starken pocket awareness erkauft hat, dann hat er Clevelands Secondary seziert. Am Ende standen für ihn, der mittlerweile tatsächlich den Eindruck eines Top-10-Quarterbacks erweckt, mehr als 350 Yards auf der Uhr. Nachdem WR Torrey Smith in der ersten Halbzeit acht Mal sein anvisiertes Ziel gewesen ist (vorzugsweise tief, aber nur einmal erfolgreich), hat in der zweiten Hälfte WR Anquan Boldin die harte Arbeit übernommen und ein ums andere Mal über Mitteldistanzrouten Bälle (acht in Hälfte zwo für mehr als 100 Yards) und harte Hits (unzählige) eingesteckt.

Auf der anderen Seite war es ähnlich. RB Trent Richardson hat nur 14 Carries bekommen, während Brandon Weeden 52 Pässe geworfen hat. Baltimore hat es nicht geschafft, mit der Front Four Druck auf Weeden zu machen und ist darum schnell dazu übergegangen, viele Blitzes auf ihn loszulassen. Was gegen Rookies für gewöhnlich auch immer ein probates Mittel ist. Erst zum Ende der ersten Halbzeit kamen Weeden und seine Offensive Line damit etwas besser klar und nach einigen Big Plays zu WR Greg Litte und Travis Benjamin konnte Richardson dann kurz vor dem Pausenpfiff auch zum 7-9 in die Endzone marschieren. Stand Weeden mal nicht unter Druck, sah er sogar aus wie ein richtiger NFL-Quarterback.

Auch das dritte Viertel über konnten die Browns noch mithalten, aber eine Interception bei einer kurzen out route auf die links Seite war Weeden überrascht von der Schnelligkeit Cary Williams, der entspannt über 60 Yards in die Endzone traben konnte. Neben dieser Interception, die ein klassischer Rookiefehler war, hat vor allem WR Little seine Coaches und seinen Quarterback zur Verzweiflung gebracht. Wie auch schon im letzten Jahr kann er einfachste Bälle einfach nicht festhalten. Ein starkes big play wechselt sich bei ihm immer mit einem fallengelassenen Touchdown ab.

Insgesamt war Baltimore wenig konsequent und hat von den Fehlern Clevelands profitiert. Wobei die Ravens aber die deutlich bessere Mannschaft waren und der Sieg eigentlich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war.

Überragend war mal wieder Haloti Ngata, der jeden OLiner der Browns mindestens einmal vernascht hat. Auch stark war OLB Paul Kruger, der seinen Stammplatz bombensicher hat. Während Rookie Courtney Upshaw meistens nur in der Nickel-D spielt und sonst hinter Albert McClellan zurücktreten muß.

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