NFL 2012/13, Week 4: Green Bay – New Orleans und alles, was ab halb elf noch interessiert

Aus Spoilergründen schließe ich nun hier oben. Wer das Geschehene nachlesen möchte, bitte nach dem Sprung. Den anderen möchte ich den Spaß an der Spannung nicht verderben.

[01h52] Mit drei Sekunden auf der Uhr würgt K Billy Cundiff den Ball fünf Zentimeter innerhalb der linken Torstange rein.

[01h50] Was die Kommentatoren hier nacherzählen, lässt auf ein eher mittelprächtiges Spiel schließen, was die Klasse angeht (Fumble-Recoveries in der EndZone, drei verkickte Field Goals usw.). Aber spannend ist’s 🙂

[01h46] Tampa geht im Raymond James Stadium mit 102sek auf der Uhr 22-21 in Führung. RG3 kann also noch den Schalter umlegen.

[01h43] Rodgers komplettiert einen heiklen Pass für WR #89 James Jones zum neuen 1st down und Sieg. War ein Spiel auf des Messers Schneide, aber gefühlt gewann die etwas bessere Mannschaft, und jene, die sich selbst erst in die missliche Lage brachte, einiges Glück für den Sieg zu brauchen. New Orleans ist damit 0-4! Das hätte ich trotz aller Kopfgelder und Trainerwechsel nicht erwartet gehabt (der Fairness halber: Alle vier Spiele waren innerhalb eines einzigen Scores, wenn auch bis heute gegen eher inferiore Konkurrenz).

[01h34] Spannende Schlussphase in Green Bay. Die Saints spielen nach einigen Diskussionen um ein Timeout ein 4th down aus, kommen aber nicht durch bis in die EndZone und müssen ein Field Goal kicken. Hartleys Versuch aus 43yds sitzt, aber Holding gegen den Left Tackle. Die Packers antworten mit Offside. Schließlich kriegt Hartley im dritten Versuch aus 48yds die Chance… und setzt den Ball zehn Zentimenter links vorbei! 2:49 auf der Uhr, nur mehr ein Timeout.

[01h22] #Blown Calls: Erneut zeigt schon das erste TV-Bild, dass eine Ref-Entscheidung (nicht-Fumble im Gewurrl eines Kickreturns) falsch war. McCarthy darf sich für die völlig sinnlose Challenge im ersten Viertel nun in den Arsch beißen/ist ohne Challenge und kann den Call nicht anfechten.

[01h18] GB 28, NO 27, TD Nelson Q4, 7:00. Lockerer Drive, kein Land in Sicht für die Saints-Defense.

[01h09] Die Seuche der zweiten Halbzeit setzt sich fort: Brees wirft einen riskanten Pass und zwei Packers rennen sich beim Versuch der INT übern Haufen. Zwei Plays später: Punt. 10:32 to go.

[00h58] Field Goal fühlt sich wie Schdensbegrenzung für Green Bay an; GB 21, NO 27.

[00h48] Mini-Implosion der Packers: Rodgers mit einem Pass rechts runter für #87 Nelson, plötzlich rauscht CB #21 Patrick Robinson rein und fängt eine einfache INT. Die Saints sind damit schon wieder fast in Scoring-Reichweite.

[00h42] GB 21, NO 24. Und dann missverstehen sich die Packers-DBs, Brees muss nur noch ein paar Meilen downfield werfen, wo WR #13 Morgan mutterseelenallein zum 80yds-TD durchlaufen kann. Safety weit und breit keiner zu sehen, CB #38 Williams rauscht von der anderen Spielfeldseite heran, kommt aber mit seinem Tackle zu spät. So schnell kann’s gehen.

[00h37] Packers marschieren, sind kurz vor dem Score, die rettenden Tackles vor dem Touchdown schauen nur wie Verzögerungsmaßnahmen aus, und dann reißt S #27 Malcolm Jenkins QB Aaron Rodgers mit dem Griff ins Gesichtsgitter fast den Hals ab. Rodgers muss mit Augenverletzung raus, es kommt nach langen Jahren Abstinenz QB #6 Graham Harrell, der famose Rekord-QB der Texas Tech University (und danach in Saskatchewan) auf das Feld. Es passiert das Unvermeidliche: Harrell stolpert über den Fuß eines Vorblockers, es gibt Fumble und ausgerechnet Bösewicht #27 Jenkins recovert den Fumble.

[00h25] Ich bin wieder voll beim Football, nach einer durchaus elektrisierenden Entscheidung im Ryder-Cup.

[00h22] Die Saints nutzen die Geschenke von Refs und Packers (hallo, Raji!) nur bedingt aus und bringen nur drei Punkte mit nach Hause, trotz gefühlt sieben, acht Chancen an der GoalLine. Da merkte man doch das Fehlen von HC Sean Payton.

[00h15] „Nebenan“ rückt ein deutscher Golfer in den Fokus…

[00h13] Die Refs sind auch noch rostig aus der Offseason, oder? Glasklare Fehlentscheidung bei einem Review eines Graham-„Catches“. Heute waren etliche Entscheidungen dabei, für die letzte Woche noch sofortige Verhandlungsaufnahme mit eben diesen Refs gefordert worden wären, und das war die klarste von allen.

[00h06] WR Greg Jennings wird vorerst als Vorsichtsmaßnahme weiterhin aus dem Spiel gehalten werden.

[00h01] Wer nach dem gestrigen Abend übrigens den Ryder Cup bereits abgeschrieben hatte, dem dürften gerade die letzten Augenpaare rausfallen beim Umschalten.

[23h52] Halbzeit Green Bay 21, New Orleans 14. Ich werde aus Spoilergründen keine anderen Halbzeitergebnisse posten.

[23h49] Brees wechselt seine Haupt-Anspielstation wie schon vor zwei Wochen in Carolina: Neue erste Station ist RB #43 Darren Sproles, der mehrere Catches und lange Runs danach macht und 27sek vor der Pause zum 21-14 verkürzt. Gelungener Drive aus Saints-Sicht: Voll gepunktet und wenig Zeit auf der Uhr gelassen.

[23h34] Green Bay geht 21-7 in Führung (Q2 9:58), nachdem man in der eigenen RedZone einen Punt-Trick beim 4th-und-1 ausgespielt hatte. Danach war es einfach. Rodgers gerät fast nie in Bedrängnis.

[23h27] Die Polls im College-Football sind raus. Im AP-Poll hat sich ganz oben wenig getan: Alabama einstimmig #1, FSU ist trotz einer nicht vollends überzeugenden eigenen Vorstellung an LSU vorbeigeflutscht (FSU nun #3), während dahinter die große News der Eintritt der Florida Gators in die Top-10 ist.

Stanford ist natürlich runtergepurzelt (nun #18), während ganz unten Baylor & Boise State (Boise nur mit knappem Sieg über New Mexico) rausgefallen sind, während UCLA (#25) zurückgekehrt und Northwestern (#24) gänzlich neu ist.

[23h10] Touchdown Green Bay, 14-7 Packers. Zum Drive gibt es nicht viel zu sagen: New Orleans kriegt keinen Druck zustande und Rodgers nützt die Zeit, die Defense zu zerpflücken. Überraschend ist allenfalls, dass WR Greg Jennings bereits seinen 50ten Touchdown erzielt – Jennings ist tatsächlich schon seit 2006 dabei und mittlerweile 29 Jahre alt.

[23h05] Was das Tackling angeht, sind die Saints auf Augenhöhe mit den Detroit Lions einzuordnen.

[22h54] Boo-Birds in Lambeau – die neuen Refs brauchen nicht lange, um auch sich zum Feind des Packer-Publikum zu machen. Grund: Die Saints glichen mit einem TD aus, bei dem WR Tate Colston arg viel Kontakt zu seinem Gegenspieler gesucht hatte. 7-7 nach einem Saints-Drive, bei dem Green Bays Abwehr sehr passiv wirkte.

[22h40] Smoother erster Drive der Packers. Wenig Druck für QB Rodgers, ein paar Tippelschritte und schon ist WR James Jones in der EndZone frei zum schnellen 7-0.

[22h37] Das Lambeau-Field ist mucksmäuschenstill, wenn Rodgers seine Kommandos angibt. Ein Widerhall wie auf dem Schulhof.

[22h30] Wie ich in der Preview schrieb: Green Bay ist nicht bloß aufgrund der Saints-Defense hier hoher Favorit.

NFL 2012/13, Woche 4 um 19h

[22h26] DE #55 John Abraham mit dem Sack. Atlanta hatte nur drei Mann halbherzig an der Line gehabt… Jo. „Statement-Sieg“ oder von der Schippe gesprungen? Auf alle Fälle ein beeindruckender Pass Ryans für White in der Crunch-Time. Atlanta steht bei 4-0, aber der Sieg war schon sehr, sehr glücklich.

[22h22] Matt Bryant versenkt den Kick. Atlanta geht 6sek vor Ende 30-28 in Führung.

[22h21] Für unsere Freunde bei den Sofa-QBs: Carolina mit dem „Freezing“-Timeout. 40yds-Versuch für K Matt Bryant mit 10sek auf der Uhr nach einem famosen, famosen Catch WR Whites und dann zwei intelligenten Kurzpässen.

[22h17] Unglaublicher Catch von WR #84 Roddy White für ca. 60yds, von der ATL 1 geworfen! 23sek to go.

[22h11] Und wie es das Skript vorsieht: Newton erscrambelt das 1st down, fumbelt nach Kontakt mit einem eigenen Blocker, Ball wird von ATL #25 Moore abgefälscht, zurück hinter die gelbe Linie. 4th down. Haarscharfe Szene und eine knifflige Entscheidung für Ron Rivera zu treffen.

[22h06] Letzte spannende Schlussphase im Georgia Dome (ist nur bei mir das Bild von dort so unterirdisch?). CAR führt 28-27, 2min to go, ATL mit zwei Timeouts. CAR am Ball.

[22h04] Keine Hail Mary diesmal für die Lions, dafür die dritte Niederlage mit einem Score in Folge. MIN gewinnt 20-13 und steht nun bei 3-1 Siegen, Detroit bei 1-3 am Tabellenende der NFC North. Nochmal: Bemerkenswert, wie mutig die Vikings am Ende diesen Pass für WR Simpson ausgespielt haben.

[21h51] Sehr gutes Clock-Management von beiden Seiten in Detroit. Die Vikings riskieren beim 2nd down einen nicht unkomplizierten Pass, den WR Simpson zur Belohnung für den bemerkenswerten Mut fängt. Dann nimmt Schwartz kein Timeout, was nur bei 2:43 eine gute Entscheidung ist. Dann machen die Vikes das Maximum aus dem „Free Play“ an der 2min-Warning und werfen. Der Ball ist incomplete, aber die Uhr wäre so oder so gestoppt worden.

[21h43] 2:56 verkürzen die Detroit Lions mit einem seeeehr fragwürdigen Sneak-TD für QB Stafford. Auch hier gilt: Für diesen Call wären die Replacement Refs geröstet worden. 20-13; 3 Timeouts Lions; 2min Warning und minimum zwei Spielzüge vor der 2min-Warning.

[21h40] #22 Ridley gegen 12 Mann mit der Vorentscheidung: 35-21 New England und die Bills-Defense sieht shotter denn shot aus. Sieht kein Land mehr gegen einfachstes Patriots-Laufspiel (und hat Pech mit einer nicht gefangenen INT in der EndZone).

[21h35] Ein massiver Hit von LB #55 Spikes gegen RB Jackson könnte ein erster Sargnagel für Buffalo sein. Fumble, Turnover und New England nach dem ersten Lauf über RB Ridley & RB Boulden schon wieder in reichweite von Punkten.

[21h30] Die Patriots jetzt in Führung. Brady hat plötzlich volle Kontrolle, null Pass Rush, und in der RedZone eine komplett falsch aufgestellte Coverage der Bills; TE Gronkowski muss nur geradeaus laufen und kann locker den TD zum 28-21 markieren. Drei lange Patriots-Drives zum TD en suite.

[21h27] Mit dem ausgeknockten Calvin Johnson an der Seitenlinie scheitern die Lions am 4th down in der RedZone. Die Vikings bekamen auch ohne den krämpfegeplagten DE #69 Allen genügend Druck für weggeworfene Bälle und Sacks hin.

[21h23] Ich erwarte einen augenblicklichen Entrüstungssturm bei ESPN für den brutalen Hit von #52 Greenway gegen den schutzlos danebenstehenden WR Calvin Johnson.

[21h18] Selbstzerstörung galore bei den NY Jets. INT Sanchez zum TD-Drive verwertet, nun einen Fumble-Return zum TD kassiert… San Francisco tütet die Partie eingangs des Schlussviertels ein und angesichts der leblosen Vorstellung der Jets-Offense dürfte das die nächste unruhige Woche im Big Apple werden.

[21h13] Nächster rattenscharfer Patriots-Drive, diesmal abgeschlossen von QB Brady per Scramble. Ausgleich in Orchand Park.

[21h05] Für die Lions ist es ein Tag, an dem nix laufen will… beziehungsweise: Da „läuft“ es mal – erster Carry mit Erfolg – und dann fumbelt #25 LeShoure vor lauter Freude das Ei weg. Da bleibt vorerst wohl bloß die Hoffnung auf die traditionell punktereichen Schlussviertel der Lions. Immer noch 20-6 MIN.

[21h01] New Englands Offense spielt schon mit viel „Dringlichkeit“ (um nicht zu sagen: Stress). Extreme No-Huddle-Offense, eingestreute Läufe (v.a. jene über #38 Boulden sind erfolgreich) und dann verteilt Brady die quicken Bälle und lässt seine weißen Wusler arbeiten. New England verkürzt nach sieben Minuten im dritten Viertel auf 21-14 gegen eine für einmal überrumpelte Bills-Defense.

[20h55] Das Spiel in den Meadowlands bleibt enttäuschend. San Franciscos größte Offensiv-„Waffe“ ist das Verhindern von Turnovers und dann ein langer Punt – as last year. Ich gehe mal nach Buffalo, wo sich eine Überraschung anbahnt.

[20h49] Wo wir doch schon diskutiert hatten, dass sich die Statistiken von Kickern sehr volatil verhalten: David Akers, Erfolgsgarant der 49ers vor einem Jahr, setzt mal wieder einen Kick daneben (mit letzter Woche schon drei in zwei Spielen). Nur gut, dass die Jets mit ihrer Offense nichts zustande bringen und froh sein müssen, dass es nicht noch mehr Turnovers hagelt.

[20h46] Eigenartige Entscheidung von Jim Schwartz beim 4th und 1 an der gegnerischen 40yds Line punten zu lassen. Kurze Distanz, eher phlegmatische gegnerische Offense – ideale Situation zum Ausspielen. Eigentlich.

[20h39] Nächster Return-TD gegen die Detroit Lions, die sieben, acht, neun Tackles verpassen und gegen Sherels einen 77yds-PR kassieren. Schon letzte Woche waren meiner Erinnerung nach zwei Return-TDs gegen Detroit dabei, plus der heutige 105yds-KR Harvins. Die Special Teams killen die Lions. MIN 20, DET 6 zu Beginn von Q3.

[20h30] In Tennessee musste QB Jake Locker mit einer Verletzung an der linken Schulter runter (wurde von DE Watt und S Quin als Sandwich verspeist). Oldie Matt Hasselbeck kam rein, und Tennessees Angriff zeigt Anzeichen von Leben. Houston führt nur noch 14-7.

[20h27] Mit auslaufender Uhr verwandelt K Akers noch ein Field Goal zum 10-0 für San Francisco.

[20h24] In Detroit geht es mit 13-6 pro Minnesota in die Pause – die Differenz ist dabei ein langer Kickreturn-TD für Irrwisch Percy Harvin. Die Lions scheiterten kurz vor der Pause trotz geschenkter Raumstrafe am TD, weil zwei Defensive Backs exzellent gegen Calvin Johnson in der EndZone zu Werke gegangen waren. Ansonsten nichts überraschendes: Die Vikings versuchen fast alles über den Lauf, die Lions fast alles über den Pass.

[20h20] Die Jets versuchen verzweifelt, wenigstens etwas an Passspiel zu implementieren, aber der größte „Play“ bleibt ein überflüssiges Personal Foul des Abwehrspielers #99 Aldon Smith, der bei einem gewonnenen 3rd down den Jets ein neues 1st down schenkt. Sanchez bedankt sich mit einem Fumble zwei Plays später. Erneut keine Punkte für die Jets.

[20h11] Zähe Geschichte weiterhin in New York. San Franciscos Passspiel liegt drei Meter unter der Erde, und dann machen sich die 49ers auch noch selbst Probleme mit völlig überflüssigen Personal Fouls. Zirka 150 Sekunden vor der Pause kriegen die Jets wieder den Ball.

[20h04] Die Detroit Lions tun sich extrem schwer, irgendeine Form von Laufspiel zu implementieren. Dafür funktioniert in den letzten Minuten das Passspiel besser: #81 Calvin Johnson und #16 Titus Young beginnen, ihre Manndeckungen auseinander zu nehmen.

[19h58] Wie schon letzte Woche versemmelt K Akers ein Field Goal. Diesmal ist der Fehler schon bei QB Alex Smith zu suchen, der beim 2ten und 3ten Down jeweils vermeidbare Sacks kassiert, wodurch das FG überhaupt erst 55yds lang wurde.

[19h50] Die Jets wechseln wie die ULM Warhawks ihre Quarterbacks durch, mit einem Tebow als speziellem Blocker. Als Tebow dann mal wirklich werfen darf, fumbelt WR Epps den Ball sofort wieder weg – ein haarige Entscheidung. Wären die Replacement-Refs auf dem Feld gewesen, sie wären zerpflückt worden. IMHO eine Fehlentscheidung. Der Pass für Epps hätte eher incomplete gegeben werden sollen.

[19h39] Der beste Pistol-Quarterback aller Zeiten macht aus der Shotgun die Führung für San Francisco: QB #7 Colin Kaepernick wird eingewechselt und scrambelt aus 7yds in die EndZone. Erstaunlich agil dabei ist der Begleitschutz vom OT #74 Staley.

[19h35] Beide Teams in New Jersey zum Ende des ersten Viertels mit 2:1 Ratio Lauf/Pass: 49ers mit 10 Läufen zu 5 Passversuchen, Jets mit 6 Läufen zu 3 Pässen. Den optischen Eindrücken nach sind die 49ers dabei die effektivere Mannschaft, sind in der RedZone angelangt.

[19h28] Wenn ich mir das erste Viertel in den Meadowlands so gebe, überlege ich, ob der Stau nicht doch die bessere Alternative war. Ich werde gleich mal den Gamepass anmachen, zu schauen was sonst so los ist.

[19h18] Kennen Sie die Schlange, wo das Arschloch vorne ist? Die Autoschlange. Daher diesmal mit leichter Verspätung zum Liveblogging der 19h-Spiele am vierten NFL-Spieltag.

Vor der NFL-Woche 4

Ist wirklich schon wieder der vierte Spieltag? Das bedeutet: Am Dienstagmorgen haben wir schon wieder rund 25% der Spiele in der Regular Season hinter uns gebracht! Das TV-Programm der Sonntags- und Montagsspiele, und wie seit drei Wochen gewohnt, erfreulich viel Verschiedenes.

ESPN America

Am Sonntag

19h00 LIVE New York Jets - San Francisco
22h25 LIVE Green Bay - New Orleans
02h20 LIVE Philadelphia - New York Giants

Am Montag

13h30 Tape Buffalo - New England
16h00 Tape Atlanta - Carolina
18h30 Tape Philadelphia - New York Giants
02h30 LIVE Dallas - Chicago

Am Dienstag

18h30 Tape Dallas - Chicago

SPORT1+

Am Sonntag

19h00 LIVE Buffalo - New England
22h20 LIVE Green Bay - New Orleans

Am Montag

21h25 Tape Buffalo - New England
00h00 Tape Green Bay - New Orleans
02h30 LIVE Dallas - Chicago

PULS4

Am Sonntag

23h30 LIVE Tampa Bay - Washington

Nachfolgend die Auflistung sämtlicher Spiele, die uns diesmal noch erwarten, Siegertipps in Großbuchstaben. Ich bin immer noch unter Schock, nach der verheerenden Tippbilanz von vergangener Woche, die mich in die Nähe des Nummer-Eins-Draftpicks drängt.

ATLANTA – Carolina
Buffalo – NEW ENGLAND
DETROIT – Minnesota
Kansas City – SAN DIEGO
St Louis – SEATTLE
NY Jets – SAN FRANCISCO
HOUSTON – Tennessee
Jacksonville – CINCINNATI
ARIZONA – Miami
DENVER – Oakland
GREEN BAY – New Orleans
TAMPA BAY – Washington
PHILADELPHIA – NY Giants
DALLAS – Chicago

Kurzvorschau

Atlanta – Carolina. Keine Frage, die Atlanta Falcons sind sehr smooth in die Saison gekommen und dürften in diversen Power Polls ganz weit oben gerankt sein. Und die Falcons sind gut. QB Ryan sieht vollends souverän aus, RB Turner ist agiler als in den vergangenen zwei Jahren, RB Rodgers kommt immer besser in Schwung, aber der wahre Star ist bisher IMHO WR Julio Jones, der endgültig in der NFL angekommen zu sein scheint. Und jetzt das große Aber: Die Falcons profitieren bisher von gewaltig viel Turnover-Glück: Null Fumbles bisher, nur 0.9% INT-Rate in der Offense, dafür nicht zu haltende 6.5% INT-Rate in der Defense (NFL-Schnitt ist 2.6%). Schreit mittelfristig nach Regression to the mean… vielleicht noch nicht gegen Carolina, wo man nach der Heimschlappe gegen New York doch arg nervös geworden war und sogar QB Cameron Newton Selbstzweifel bekommen haben soll!

Buffalo – New England. Die Patriots zuletzt mit einer arg unglücklichen Auswärtsniederlage bei den Ravens und einer nicht überzeugenden Spielzuggestaltung in der RedZone. Vor allem TE Gronkowski schien mir überhaupt nicht in den GamePlan involviert zu sein. Angesichts der beiden sehr knappen Niederlagen zuletzt ist das für die Pats fast schon ein Muss-Sieg.

Detroit – Minnesota. Die gute Nachricht: QB Matthew Stafford sollte spielen können. Die schlechte: Die Lions-Secondary ließ sich zuletzt von Tennessee schwer verbrennen. Jetzt kommt mit den Vikings eines der unterdurchschnittlicheren Teams ins Ford Field, aber Vorsicht: Minnesota schlug zuletzt mit seiner auf Fehlerminimierung bedachten Taktik ohne viel Aufsehen die zuvor in alle Höhen gehandelten 49ers.

New York Jets – San Francisco. Nachdem die Jets-Offense einen schweren Stand haben dürfte, konzentriert sich das Spiel vor allem auf die Auseinandersetzung der 49ers-Offense gegen Rex Ryans komplizierte Defense. Just jene Defense verlor am vergangenen Wochenende aber einen Großteil ihres Schreckens, nachdem in CB Revis die wichtigste Figur mit Kreuzbandriss ausfiel (Revis wird monatelang ausfallen, aber solange die Jets auf Superbowl-Kurs sind, wird man ihn nicht auf die IR setzen). Vergangene Woche zeigte sich bei den 49ers, wie dringend sie eine eigene Führung brauchen. Spielt man mit Vorsprung, kann risikolos geworfen werden. Ist man in Rückstand, drohen Turnovers. Wie wird Ryan seine Abwehr darauf einstellen?

Arizona – Miami. Es gibt zwei heimliche Star-Units in dieser Partie: Arizonas Pass-Defense, die mit zwei Mann genug Pass Rush hinkriegt, um „hinten“ alles abzudecken, selbst gegen die wuchtigen Angriffs von Brady und Vick, und Miamis Lauf-Abwehr, die bis dato zu den Top-5 gehört. Knackpunkt in dieser Partie könnte werden, wie Cards-QB Kolb gegen die schwache Secondary der Dolphins zurecht kommen wird.

Kansas City – San Diego. Auswärtssieg mit Monster-Stats der Chiefs zuletzt in New Orleans, aber man lasse sich nicht täuschen: Das war glücklich. Und RB Jamaal Charles geht irgendwo trotz fast 40 Laufspielzügen und weit über 200yds die alte Explosivität ab. Der Mann wirkt eine ganz Latte gehemmter als zu seiner Blütezeit Mitte 2010/11.

Denver – Oakland. Das “andere” AFC-Westspiel. Trotz 1-2 Bilanz gehören die Broncos bisher zu den statistisch herausragenden Teams in der NFL, vor allem, weil man gegen drei Top-10 Teams (PIT, ATL, HOU) jeweils „dran“ war. Oakland berappelte sich zuletzt nach zwei unterirdischen Vorstellungen mit einem völlig überraschenden Heimsieg über eine eigentlich überlegene Steelers-Truppe. Und da haben wir auch den Knackpunkt: So wie Roethlisberger die Raiders-Abwehr ausspielen konnte, dürfte es für Peyton Manning ein Festtag werden.

Green Bay – New Orleans. Sofern sich die Packers wieder beruhigt haben sollten, dürfte dieses Spiel für Rodgers die Chance sein, sich wieder mit seiner Receiver-Armada einzuspielen: New Orleans’ Defense spottete zuletzt jeder Beschreibung (u.a. 8.2 NY/A gegen den Pass!). Auf der anderen Seite haben die Saints offensichtlich auch genügend Probleme mit ihrer Offense. Probleme genug, dass mein Ranking-System die Saints ohne Scheiß auf #32 ausspuckt.

Tampa Bay – Washington. Die Unbekannte „Josh Freeman“ gegen die extrem offene Secondary der Washington Redskins – eine Secondary, die nach Verlust der beiden starken Pass Rusher DE Carriker und OLB Orakpo noch weiter in Bedrängnis geraten ist, und dies mit risikoreicher Spielweise zu kaschieren versucht. Was schief geht. 8.4 NY/A unterbietet sogar noch einmal die Statistik der Saints, und das gegen folgende Angriffs-Monster: Saints, Rams, Bengals. Nuff said. (Update: Spiel bei PULS4 wird ab 23h30 per Einstieg live gezeigt; was davor passierte, wird in Werbepausen nachgereicht)

Philadelphia – NY Giants. Die Eagles kommen von einem Nachmittag zum Vergessen in Arizona, aber man sollte nicht vergessen, dass die Turnovers der Eagles auch zu den saudümmsten Zeitpunkten passierten. Wenn du bei 0-17 an der 1yds-Line gestoppt wirst und ein oder zwei Plays später dein Fumble zum 0-24 zurückgetragen wird, ist das Spiel logischerweise vorbei. (Ich verteidige die Eagles weiterhin, weil sie trotz aller Probleme bei mit an #3 gerankt sind). Die Giants dagegen profitierten zuletzt von Turnovers. Okay, sie hätten die Panthers auch ohne geschlagen.

Wer sich Zeit für mehr „in-depth“ Analyse hernehmen kann, dem sei der meist lesenswerte Andy Benoit bei Football-Outsiders empfohlen. Ist halt auf Englisch und seeeeeeeeeeeeehr lang.