Inselbegabte Quarterbackautisten am fünften Spieltag

Sofa-Quarterbacks und die Woche 5 mit Andreas Renner/SKY, Olaf Nordwich/GFL TV, André Voigt/FIVE und meiner Wenigkeit. Unter anderem folgenden Themen:

  • RG3
  • Drew Brees und sein Standing
  • Andrew Luck und das emotionale Comeback für den Coach
  • Turnovermaschine Vick
  • Offensivgigant San Francisco
  • Der Lynchmob zu Kansas (morgen auf diesem Blog mehr dazu)
  • AFC North
  • Peyton Manning vs. Tom Brady – Sie haben die Wahl

Sorry für die Monologe meinerseits und den bei mir eher wackeligen Sound. Ich hatte alles gecheckt, aber manchmal will die Combo WLAN/Skype in den Südtiroler Bergen nicht besser.

MNF-Preview #5: New York Jets – Houston Texans

Das Monday Night Game steht unter den Vorzeichen der extrem schlechten Stimmung bei den New York Jets, die nach dem Shutout daheim gegen San Francisco schon wieder in den Selbstzerfleischungsmodus geschaltet haben. Wenig zur Besserung beitragen tun die Langzeitverletzten CB Darrelle Revis und WR Santonio Holmes, ihre Zeichens jeweils die entscheidenden Eckpunkte, um die Defense und Offense der Jets gebaut sind.

Die Probleme der Jets beginnen im Angriff, wo a) das Laufspiel um die windelweichen Running Backs nicht in die Gänge kommt, und b) das Passspiel, wo langsam auch die letzten Optimisten ihre Abgesänge auf QB Mark Sanchez angestimmt haben. Selbst in Bestform ist der komplette Jets-Angriff nur zum NFL-Mittelmaß zu zählen, und dann haben wir noch nicht über die Störfeuer „Tebow“ und „Tony Sparano“ geredet. Ersterer wirkt wie ein Fremdkörper in einem Angriff, der von letzterem mehr als inspirationslos gemanagt wird.

Einziger kleiner Hoffnungsschimmer für New York: Die Lauf-Defense der Texans ist statistisch im unteren Drittel der NFL zu finden. Als möglichen Anhaltspunkt ausgemacht hätte ich nach den letzten beiden Spielen NT Shaun Cody, der im Gegensatz zu einem – nehmen wir einen Jet – DT Pouha keinen Stich in Einzeldeckung macht und damit ein erheblicher Schwachpunkt in einer 3-4 Defense stellt.

Auf der anderen Seite ist die Jets-Defense ohne den Ankerman Revis nur die Hälfte wert. Revis’ Ersatzmann, der junge CB Kyle Wilson von Boise State, wurde schon von Alex Smith mehrmals böse verbrannt – man möchte sich nicht ausmalen, was dann für einen Texans-Angriff drin ist, der mit QB Matt Schaub einen überdurchschnittlichen Spielmacher und mit WR Andre Johnson einen der zwei, drei gefährlichsten Wide Receivers aufbietet.

Ein weiteres Problem, wenn man Houstons Angriff verteidigen will: Die Balance. Das Texans-Laufspiel um die Running Backs Foster/Tate bringt dieses Jahr zwar nicht allzu viele Yards/Carry auf den Boden, aber das muss es auch nicht. Das Laufspiel muss nur zwischendurch entlasten, mal wieder vier Yards zum neuen 1st down machen, und gegen Spielende mit ein, zwei 1st downs die Uhr runtertickern lassen. Den Rest besorgt zwischendurch der unspektakuläre, aber effizient spielende Schaub.

Die Jets dürften nur dann eine Chance haben, wenn sie nicht gleich zu Beginn in Rückstand geraten. Wenn Houston zu irgend einem Zeitpunkt mit zehn Punkten in Führung geht, bin ich geneigt, die Partie für beendet zu erklären, denn ein Sanchez als versuchtes Comeback-Kid ist accident waiting to happen.

Spiel gibt es ab 02h30 live bei ESPN America und SPORT1+. Wiederholungen: Bei ESPN America morgen um 18h30, bei SPORT1+ morgen um 17h25.