London Calling: Patriots v Rams Preview

Hello from London! Dieser Beitrag wurde schon am Donnerstag geschrieben, darum gibt es keine Informationen über kurzfristige verletzungsbedingte Ausfälle oder ähnliches.

Nach korsakoffs Ranking sind die St. Louis an diesem Sonntag abend in London der Favorit gegen die New England Patriots. Und das ist lange nicht so albern, wie es sich vielleicht anhört. Die Rams haben sich mehr als achtbar durch ihren steinharten schedule gearbeitet. Nur zwei ihrer Gegner haben zum jetzigen Zeitpunkt eine negative Bilanz – die Redskins und die Lions. Trotzdem haben sie aus diesen sieben Spielen drei Ws gezogen.

Getragen wird die Mannschaft des neuen HCs Jeff Fisher von ihrer Defense. Den Kern bilden die Jungstars DE Chris Long und LB James Laurinaitis sowie CB Cortland Finnegan, den sich Fisher als Leader fürs Defensive Backfield geholt hat. Nach zugelassen Punkten ist diese Unit Top-10 Material. Das ist sicher zu hoch gegriffen, aber gegen die Patriots sollte man trotzdem nicht völlig hilflos sein.

Vor allem der Pass Rush um die Defensive Ends Robert Quinn und Chris Long bereitt jeder Offensive Line Kopfzerbrechen. Die beiden Tackles des Patriots, Sebastian Vollmer und Nate Solder, machen zwar bislang einen sehr sicheren Eindruck, besonders Vollmer. Aber es steht kaum zu erwarten, daß sie gegen so starke Konkurrenz Tom Bradys Trikot frei von dreckigen Wembley-Naturrasen halten können. Zumal Brady in den letzten Jahren die schlechte Angewohnheit entwickelt hat, gerne Mal phantom pressure zu verspüren, nachdem er drei- bis vier Mal an der Grasnarbe geschnuppert hat.

Vorteilhaft für Brady ist dagegen das Fehlen von vernünftigen Linebackers neben Laurinaitis. Das wird der ganzen Welker/Edelman/Gronkandez-Fraktion jede Menge einfache match ups underneath bescheren. Je nachdem, wie sich die DLine gegen den Lauf macht, dürften auch die RBs Stevan Ridley und Danny Woodhead ihre carries bekommen. Da Solder/Vollmer ungemein athletisch sind und, wie gesagt, die OLBs der Rams nicht besonders gut, werden wir wahrscheinlich viele Läufe off tackle, also über die Außen, sehen. Diese sweep– und toss-plays sind auch von Hause aus schon ein Favorit der Patriots.

Auf  der anderen Seite heißt das spannende Duell: Sam Bradford gegen die „Secondary“ der Patriots. Am spannendsten wird dabei sein, wer diesen Sonntag für die Pats auflaufen wird. In den letzten Wochen wurde da wieder heftigst jongliert – mit schlechten Ergebnissen. Letzte Woche durfte 7th-rd pick Alfonzo Dennard an der linken Seitenlinie anfangen, während rechts Kyle Arrington auflief. Eine Woche zuvor wurde Arrington während des Spiels auf die Bank gesetzt und Ras-I Dowling durfte sich mal dort versuchen. Letzte Woche hat Dowling dann LB/“Star“ im dime package gespielt. Das hat vorher Rookie Nate Ebner gemacht, der gegen Seattle Safety gespielt hat und letzte Woche gar nicht. Safety waren gegen die Jets Rookie Tavon Wilson und Devon McCourtey. Wer diese Woche wo spielt ist völlig offen. Es wär nicht verwunderlich, wenn Belichick am Freitag irgendwo noch einen englischen Rugbyspieler aufgetrieben hat, der mal irgendwas spielen darf. Oder daß WR Edelman wieder im Slot spielt und Special Teamer Matt Slater Safety. Belly und DC Matt Patricia sind da wirklich für alles offen. Schlimmer als von Mark Sanchez auseinandergenommen zu werden, kann es eh nicht mehr werden.

Zupaß kommt New England allerdings die schwache Offensive Line St. Louis´. In dieser OLine ist Wayne Hunter starter. Ja: der Wayne Hunter von den Jets. Mit Chandler Jones und Rob Ninkovich haben die Patriots zwar nur 1,5 gute Pass Rusher – aber das sind mehr als St. Louis verträgt.

In den letzten fünf Spielen hat diese Offense kumuliert 76 Punkte gemacht (15 pro Spiel). Sam Bradford sieht auch immer noch nicht im Entferntesten aus wie ein Nr.1 pick. Aber wie auch bei diesen WRs (bei denen jetzt auch noch Danny Amendola fehlt) und vor allem: OC Brian Schottenheimer. Allerdings könnte dieses Mal das Ignorieren des Laufspiels genau das richtige Mittel sein, siehe: Patriots secondary. Und andersrum ist New England mit Wilfork/Love und den high energy Typen Brandon Spikes, Jerod Mayo und Dont´a Hightower vor allem stark gegen den Lauf.

In short: wir erwarten viel kurzes Paßspiel und viele Läufe von den Patriots, was zu einigen langen, zeitraubenden Drives führen sollte. Auf der anderen Seite erwarten wir mindestens 40 Pässe von Bradford, vorzugsweise intermediate und tief. Der Schlüssel für den Sieg liegt dann bei New Englands Paßverteidigung. Wenn die DBs sich alle zusammenreißen und vielleicht auch noch ein, zwei Interceptions dabei rumkommen, sollte es für New England reichen. Aber bei den Patriots 2012 weiß man ja nie.

Was wir auf jeden Fall haben werden ist ein Flutlichtspiel. Yeah!

2 Kommentare zu “London Calling: Patriots v Rams Preview

  1. Pingback: NFL 2012/13, TV-Guideline #8 abseits von allem Trara in London-Wembley | Sideline Reporter

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