Recap Week 8 – Jets vs. Dolphins

Vorausgeschickt die Spoilerwarnung.

Das blanke Endergebnis zeigt nicht, wie es gekommen war: Die Dolphins gewannen dank ihrer Special Teams, die in der ersten Halbzeit einen Punt zum Touchdown blockten sowie ein Field Goal blockten und einen sehr langen Return produzierten, und dank ihrer Defense, die zwei schnelle Turnovers forcierte, aus der kurze Feldpositionen resultierten, die zu Punkten verwertet wurden. Miamis Punkte kamen wie folgt zustande:

  • FG nach 63yds-Drive.
  • TD nach geblocktem Punt.
  • TD nach 32yds-Drive.
  • FG nach 44yds-Drive.
  • TD nach 40yds-Drive.
  • FG nach 21yds-Drive.

Überragende Offense geht anders, aber was ist man auch anderes gewohnt, wenn QB Matt Moore wegen einer Tannehill-Verletzung auf das Spielfeld kommt? Moore spielte souverän und blass wie immer, was einzig auffiel, waren ein paar fallengelassene fangbare Pässe der Wide Receivers und ein WR #10 Jabar Gaffney, der nun wirklich nur mehr zwei oder drei weitere Teams in seiner Sammlung bis zur Vollständigkeit braucht.

Im Laufspiel war RB Dan Thomas wie immer grundsolide, RB Reggie Bush wie so oft boom or bust, wobei Bush das Play des Tages machte und nach den lauten Ankündigungen der Herrschaften Landry und Cromartie mal eben beide verarschte und Cromartie zu einer Tätlichkeit zwang, die relativ gleich zu Spielbeginn die ersten pinken Flaggen der NFL-Historie regnen ließen. Cromartie war wohl tief getroffen, reagierte nach dem Spiel mit zweideutigen Kommentaren drauf („We know Reggie’s true colors“).

Sauer hätten die Jets auf ihre Offense sein können. Ich erkläre zum fünfunddreißigsten Mal seit Bloggründung das Ende der Sanchez-Ära; da wird nix mehr draus. Die Jets in der ersten Halbzeit mit Drives von 4, 10, 8, 9, -3, -1 Yards, und dann mit einem gescheiten Drive über 70yds, der mit geblocktem Field Goal endete. Wie so oft: Wenn eine starke Lauf-Defense daherkommt, sind Sanchez und Jets verloren. Ich meine: Verloren.

Was sind nun die Optionen für die Jets? 2012 dürften sie mangels Optionen auf Sanchez angewiesen sein, nachdem Tebow nicht mal mehr bei dritten und vierten Versuchen und 1 Yard zu gehen zum Einsatz kommt. Persönlich würde ich ernsthaft das Austesten von QB Greg McElroy andenken, aber der ist nach allem am College Gesehenen auch nicht viel mehr als ein blasser Verwalter. Bleibt also: Abwarten, Tee trinken, und dann nach Rasur der sportlichen Leitung in den 2013er NFL-Draft zu gehen… wenn Sanchez bloß nicht jüngst diesen Multimillionenvertrag aufgesetzt bekommen hätte.

Bleibt als Fazit: Die Dolphins wirken steril und ich habe keine Ahnung, warum die Statistiken Miami so stark sehen. Aber gegen eine völlig hilflose Jets-Truppe reichte das an diesem Tag zu einem dank Special Teams nie gefährdeten Auswärtssieg, bevor der Sturm in den Meadowlands richtig einsetzte.