NFL-Week 9 am Sonntagabend

[22h21] RB Vick Ballard tütet die Partie mit einem spektakulären Lauf im dritten Versuch ein. Colts sind nun 5-3. Waren einige, nein: etliche sehr knappe Siege (keiner mehr als mit einem Score Differenz) dabei, aber immerhin: Das Team ist soweit, gegen viele Gegner, u.a. die nicht zu unterschätzenden Dolphins, überhaupt auf Augenhöhe mitzuspielen.

[22h18] Strafen killen die Dolphins, die dann auch noch ein Timeout verbrennen müssen und nach dem gescheiterten 4th down nun 40-45sek mehr von der Uhr genommen bekommen.

[22h13] Andrew Luck stellte mit 433 (?) Passyards bereits einen neuen Rookie-Rekord auf. Indianapolis führt 23-20, die Dolphins sind aber 1:52 vor Schluss an der Mittellinie (3rd und 10).

[22h10] Endstand Cincinnati 23, Denver 31. Verdienter Sieg der Denver Broncos in einem unterhaltsamen Spielchen, das vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich an Qualität zulegte. Denver schoss sich eher mit dummen Fehlern selbst in die Knie, hätte eventuell höher gewinnen können. Den Bengals dagegen schwimmen die Felle langsam davon (sind jetzt 3-5). Ab nach Indy.

[22h06] 53sek vor Schluss kicken die Bengals ein Fieldgoal zum 23-31. Der Onside Kick wird gleich erfolgen.

[21h56] Massenexodus in Cincinnati, obwohl die Bengal-Offense 154 Sekunden vor Schluss wieder ein 1st down gemacht hat und durchaus noch eine kleine Comeback-Chance wahrt.

[21h50] 3:36 vor Schluss sieht CB Newman kein Land mehr im Matchup des Tagesgegen Decke, kassiert trotz Pass-Interference den Touchdown zum CIN 20, DEN 31. Bei Denver kam zuletzt auch das Laufspiel auf Touren, mit einem um jeden Zentimeter fightenden RB McGahee an vorderster Front.

[21h41] Bengals im Rückwärtsgang (a.k.a. Strafen, Strafen, Strafen), QB Dalton muss beim 3rd und 25 Risiko gehen und unterwirft WR Green; CB Bailey, der den kompletten Spielzug auf Dalton starrt, staubt die einfache Interception ab – nun kurze Feldposition für Manning.

[21h30] Und dann geht es auf einmal schnell: Decker entfleucht CB Newman und einem schlechten Tackle eines Safetys, dann eine PI in der EndZone gegen #88 Thomas, und dann geht Denver 24-20 in Führung: 1yds-Pass, kurzfristige Umstellung der Aufstellung der Broncos und in der EndZone lebt TE #81 Dreessen ein einsames Leben.

[21h19] Touchdown RB Green-Ellis, CIN 20, DEN 17.

[21h14] Spektakuläre Szenen: Erst sind sich die beiden Kickreturner der Broncos uneins genug, dass der Drive an der 1yds-Line (!) starten muss. Dann schlagen bei den Defensive Linemen der Bengals sämtliche Testosteron-Werte über den erlaubten Grenzwert, sodass Manning beim dritten Down nervös genug ist, WR Decker auf einer tiefen Route um gut 3m zu überwerfen – CB #23 Newman sagt danke und fängt die zweite INT. Ende drittes Viertel.

[21h06] Antwort der Bengals in einer sehr ansehnlichen zweiten Halbzeit: Daltons tiefer Ball für WR Mo Sanu auf einer Post-Route, dann verwertet K Nugent den Kick zum CIN 13, DEN 17.

[20h59] Peyton Manning macht es spannend: Erst wird ein typischer Manning-Drive voller rattenscharfer 7yds-Pässe und um Grasnarbenbreite erkämpfter 3rd down-Verwertungen ausgespielt, dann folgt ausgerechnet in der EndZone eine INT gegen CB #23 Terrance Newman – eine Superaktion Newmans, und in der Offense bin ich mir nicht sicher, ob Manning den Ball einfach zu weit für WR #87 Decker geworfen hat oder ob Decker da mit dem Laufen seiner Route nicht weit genug war.

[20h45] Und plötzlich geht es in Cincinnati hoch her: KR Holliday eröffnet mit einem TD-Return über 105yds, kurz danach wurstelt sich QB Dalton athletisch nicht bloß aus einer haarigen Situation unter kollabierender Pocket, sondern bringt auch noch den nicht einfachen Pass für TE Gresham an, der in die RedZone durchläuft. Einen Play später verkürzt WR #18 Green mit einem starken Catch gegen den ewigen CB Bailey. Plötzlich steht es CIN 10, DEN 17.

[20h37] Noch ein Field Goal für Indianapolis, die kurz vor der Pause auf 13-17 verkürzen.

[20h31] Gerade treibt QB Andrew Luck mit seiner charakteristischen absoluten Ruhe einen 2min-Drive das Feld runter, der das Spiel ausgleichen könnte.

[20h25] Icing! Icing! Cincinnatis Kicker Nugent verkickt mit auslaufender Uhr. Halbzeit CIN 3, DEN 10. Es ist aus Bengals-Sicht aber nicht alles schlecht: Man bekam Denvers Angriff mit zunehmendem Spielverlauf immer besser in den Griff, nahm den Broncos komplett die Laufspieloption und bewegt seinerseits den Ball vor allem über mittellange Bälle für WR Green und Konsorten.

[20h23] Die Detroit Lions marschieren in Jacksonville einem lockeren Sieg entgegen: WR Calvin Johnson hat die Secondary locker im Griff, und in der RedZone übergibt man an RB Leshoure. 21-0 und eben eine so verheerende INT gegen Gabbert, der einen fürchterlichen Pass warf. (Update: INT scheint zurückgenommen worden zu sein!)

[20h18] Jetzt zeigt es am Notebook einen Serverfehler an; auf dem iPad läuft der Gamepass derweil reibungslos.

[20h16] Der Gamepass… läuft… heute… ex… trem… schleppend.

[20h03] Ausrufezeichen der Bengal-Defense, die mit starkem „Play-Making“ eigentlich schöne Pässe zu unvollständigen werden lassen – wichtig, weil das Spiel somit erstmal in Reichweite bleibt.

[19h54] Die unglaubliche Serie der Chicago Bears hält im ersten Viertel gegen Tennessee an: Erst ein Return-TD nach geblocktem Punt, dann ein Return-TD nach INT (Urlacher). Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Mannschaft mal über eine so lange Zeitspanne so viele Touchdowns mit Returns produzierte. Chicagos Offense liegt am Boden (keine 50yds im ersten Viertel erspielt), aber 28 Punkte erzielt!

[19h51] CIN 3, DEN 10 nach einem sehr kurzen Pass für WR #87 Decker auf einer Out-Route. Manning lässt seine Receiver die Yards erarbeiten.

[19h48] Es mussten fast 20 Minuten gespielt werden, dass Denver erstmals Zeit und Nüsse hat, tief zu gehen. WR #88 Thomas macht den Catch hinein in die RedZone. Irgendwas muss das Defensive Backfield der Bengals gut machen, um diese längeren Plays zu verhindern, denn Manning steht wenig unter Druck und hätte eigentlich Zeit.

[19h41] Trotzdem nur drei Punkte für Cincinnati zum 3-3 Ausgleich, weil der Angriff innerhalb der 10yds-Line völlig eingebremst wurde. Denver dabei mit einer sehr aggressiven Front-7.

[19h31] Die zähe Auseinandersetzung in Cincinnati kriegt durch einen famosen Catch A.J. Greens hinein in Punktereichweite endlich sowas wie „Drive“.

[19h13] Noch viel Klein-Klein bei beiden Teams in Cincinnati. Denver holte wenigstens ein Field Goal zur frühen 3-0 Führung, u.a. wegen einiger sehr präziser Manning-Pässe in nicht schlechte Deckungen. Manning bekommt relativ viel Zeit in seiner Pocket.

[19h07] Ich werde jetzt erstmal primär bei Cincinnati – Denver bleiben und gegebenenfalls später ein bissl herumhüpfen.

[18h54] N’Abend. Es geht gleich los, und wir werden schauen, was wir aus den nur begrenzt satisfaktionsfähigen Ansetzungen heute machen können.

NFL 2012/13 Week 9 am Sonntag – Preview

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So, 02h20 ATL - DAL
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Zum Auftakt bekamen wir am Donnerstag ein nur bedingt spannendes Divisionsspiel San Diego – Kansas City zu sehen. Heute Abend startet ESPN America gleich mit dem nächsten Team aus der AFC West, und es sind die Denver Broncos von QB Peyton Manning, die sich derzeit zu everybody’s darling entwickeln, nachdem in den vergangenen Wochen überzeugende Siege gegen große Namen eingefahren wurden: San Diego und New Orleans.

Bei genauerem Hinschauen erkennt man, dass Denver seit Saisonbeginn auf hohem Niveau spielt, und einen 4-3 Record sieht, der größtenteils durch einen knüppelharten Schedule erklärt werden kann.

Heute also geht es gegen die Cincinnati Bengals, auch so ein Liebling vieler im Sommer, aber bis dato schwer in die Gänge gekommen. Die Bengals kranken in der Offense an Eindimensionalität, man ist stark vom Sensations-WR #18 A.J. Green abhängig und konnte trotz des wuseligen WR #12 Hawkins noch nicht genügend Schultern finden, um die Last besser zu verteilen.

Aus Bengals-Sicht das größere Problem könnte in diesem Spiel allerdings die Secondary werden, die immer noch nicht vollzählig auftritt und trotz eines mächtigen Pass Rushes immer wieder blank steht.

Die anderen 19h-Spiele

SPORT1+ ist mit Green BayArizona dabei, ein Spiel, in dem ich null Upset-Chancen für die Cardinals sehe, deren unterirdisches Passspiel zum Hindernis werden dürfte. Der Dolchstoß dürfte dann die Defense sein, wenn sie nicht deutlich besser tackelt und auf den Mann geht als zuletzt in einer hohen MNF-Niederlage zuhause gegen San Francisco.

ClevelandBaltimore bietet kleine Upset-Chancen: Die Ravens führen mal wieder medial einen Krieg gegen die Hausreporter, die das PlayCalling von OffCoord Cam Cameron ins Kreuzfeuer genommen haben. Danke an Brian Burke dafür, diese Bedenken als unbegründet zu entlarven: Baltimore gehört zu den Teams mit dem spieltheoretisch besten PlayCalling (was, auf der anderen Seite, schon wieder entmutigend sein sollte, da das Potenzial der Ravens-Offense zumindest in Sachen PlayCalling ausgeschöpft scheint).

Die Browns sind zwar nur 2-6 und verfügen über eine unterdurchschnittliche Offense rund um die völlig unbeständigen Rookies QB Weeden/RB Richardson/WR Gordon, aber die Abwehr gefällt und hielt Cleveland schon im „Hinspiel“ vor einigen Wochen lange im Spiel.

Im FedEx Field treffen sich zwei der meistdiskutierten Jungstar-QBs in der NFL, zwei schwarze Leute, zwei Scrambler: QB Robert Griffin III ist dieses Jahr das, was letztes Jahr QB Cameron Newton war. Mittlerweile ist der geschmeidige Newton trotz ordentlicher Vorstellungen schwer in der Kritik, während RG3 zu den legitimen Rookie-des-Jahres-Kandidaten zählt, zweifellos einer der spektakulärsten Spieler ist und demnächst von den ESPN-Pundits in den Kreis der MVP-Anwärter gehypt werden dürfte.

In Jacksonville erwarten die Jaguars die Detroit Lions, was qua Letzterer ein weiterer Krimi innerhalb eines Scores werden muss (Detroit gewann und verlor diese Saison nie mit mehr als acht Punkten).

Houston – Buffalo ist die Rückkehr des DE Mario Williams, in der Offseason aus der Stadt geekelt, und diese Woche mit ein paar Aufsehen erregenden Kommentaren zum Abschied aus der Stadt, die ihn einst als #1-Draftpick einberufen hatte.

Die 22h-Ansetzungen

Nur begrenzt erfreuliche Ansetzungen um 22h: ESPNA bringt völlig überraschend Seattle SeahawksMinnesota Vikings, eine Ansetzung, die durchaus Interesse wecken sollte: Beide mit bisher überzeugenden Defenses, beide mit starken Running Backs (Lynch vs. Peterson), beide mit unerfahrenen, teilweise unzuverlässigen Quarterbacks (Wilson vs. Ponder). Gemessen an den vergangenen Wochen dürfte Seattle favorisiert sein.

In den Meadowlands „müssen“ die NY Giants eigener Aussage nach spielen, um der Bevölkerung nach dem Hurrikan Sandy Ablenkung von der Alltagstristesse bieten zu können. New York kam zuletzt in Dallas mit einem fetten blauen Auge davon, trifft nun auf die Steelers, die seit Wochen immer besser in Schwung kommen. Wenn QB Roethlisberger auf die WRs Brown/Sanders wirft und diese gegen CB Webster gestellt sind, drohen aus Giants-Sicht 180 Passyards und drei Touchdowns allein auf dieser Seite des Spielfelds.

OaklandTampa Bay ist vielleicht nicht so sehr Katastrophentourismus, wie es sich anhört. Grund sind die Buccs, eine Mannschaft, die, wenn sie wie diese Saison die Turnovers im Griff haben, durchaus Potenzial auf die Playoffs haben. Tampa hat eine schwache Pass-Defense, die gegen Oakland getestet werden wird. Tampa hat aber seinerseits einen potenziell starken Angriff, der die Raider-Defense deutlich ärger in Bedrängnis bringen sollte als zuletzt die Chiefs.

Sunday Night Game

Die ungeschlagenen Atlanta Falcons werden gegen Tony Romo und seine Cowboys einen weiteren Test erfahren – einen der letzten richtig harten in dieser Regular Season, nachdem Atlanta danach einen relativ bescheidenen Schedule spielen darf, der eigentlich den Weg zum #1-Seed frei gemacht hat.

Die Falcons sind noch schwer zu greifen. Wenigstens drei ihrer sieben Spiele kamen eher glücklich zustande (Denver, Carolina, Oakland) und die Offense wirkt immer noch nicht überragend explosiv. QB Matt Ryan muss immer noch nur eher den blässlichen Verwalter geben.

Nicht ausgeschlossen, dass die Cowboys das gewinnen, sofern sie wenigstens in Ansätzen diszipliniert auftreten.

Tipps

Schließlich die Tipps (Siegertipps in Kapitälchen). Stand nach bisher 119 Spielen: 73-46.

Cincinnati – DENVER
Cleveland – BALTIMORE
GREEN BAY – Arizona
Tennessee – CHICAGO
Indianapolis – MIAMI
Washington – CAROLINA
Jacksonville – DETROIT
HOUSTON – Buffalo
SEATTLE – Minnesota
Oakland – TAMPA BAY
NY Giants – PITTSBURGH
Atlanta – DALLAS
New Orleans – PHILADELPHIA