NFL-Week 10 am Sonntagabend

[02h14] Schiedlich-friedliches Remis in San Francisco in einem alles andere als hochklassigen Spiel von Seiten der 49ers (aber Colin Kaepernick war mal wieder grandios!), Rams (verdammte Schlafer!) und Refs (1:12min einfach mal runtertickern lassen ohne dass es einer merkt – spinn ich?), aber: Spannend war’s. Unglaubliche Fehler der Rams, die gleich mehrere Matchbälle liegen ließen, u.a. eine unerlaubte Aufstellung (!) beim ersten Play in der Overtime, der 80yds ging an die 2yds-Line der 49ers – ein WR hatte sich einen Schritt zu weit hinten aufgestellt… my ass.

Und dann wurden die Rams ultrakonservativ, als sie nachher in sowas ähnliches wie FG-Reichweite waren – etwas, das bestraft gehört und bestraft wurde. Und dann kassierten sie Strafen, Strafen, Strafen, bis K Zuerlein schließlich aus 58yds hätte den Sieg erschießen sollen.

[02h11] Ich bin Gott sei Dank kein Rams-Fan, andernfalls wäre hier im Zimmer angesichts des Dilettantismus der Rams Möbiliar zerstört worden.

[02h07] Das Remis wird immer wahrscheinlicher – massiver Sack von DE #91 Chris Long beim dritten Down und San Francisco muss punten.

[02h03] Ich wusste nicht, dass es in der Overtime eine 2min-Warning gibt – man lernt nie aus. Aber das hatte ich anders in Erinnerung.

[02h01] Fassungslose Fehler der Rams, aber der Fehlkick des Greg Zuerlein ist auch Produkt der Angsthasentaktik, um die 35yds, 30yds-Zone nur noch zu laufen.

[01h52] David Akers kickt mal eben von der rechten Hashmark zwei Meter links vorbei.

[22h48] Die beiden wichtigsten menschlichen Polls im College Football sind draußen (AP, Coaches): Oregon führt in beiden an #1 vor K-State und Notre Dame, wobei jeweilsNotre Dame eine Stimme als Topteam bekam. Alabama im AP-Poll auf #4, im Coaches auf #5 zurückgefallen (d’oh! Georgia im Coaches-Poll an #4!!).

Texas A&M weiterhin erstaunlich „tief“ (AP #9/Coaches #10) und wo sich beide Polls sehr uneins sind, ist die Florida State University (#10/#6). Überhaupt sind es diesmal zwei recht… unterschiedliche Polls. Nachzulesen bei ESPN.

Das offizielle BCS-Ranking wird später in der Nacht rauskommen. Es kann IMHO davon ausgegangen werden, dass K-State vor Oregon und Notre Dame ins Feld zieht, Alabama wird wohl die #4 sein.

[22h35] Einhand-Catches sind heute in Mode: #14 Cooper scort auf diese Weise in direkter Deckung gegen #24 Claiborne und die Dallas Cowboys.

[22h31] Anmerkungen und Stat-Lines einiger 19h-Spiele:

Cincinnati 31, NY Giants 13. Giants mit 4 Turnovers, Manning mit einem unterirdischen Pass-Angriff, 4 Sacks und eine tote Laufoffense. Die Bengals profitierten natürlich von den vielen Turnovers, aber man war optisch schon schwer überlegen, fuhr gleich zu Beginn drüber, als man Deckungsfehler nutzt (WR Green!). Dalton mit einem feherlosen, wenn auch unspektakulären Spiel: 30 Pässe, 199yds, 4 TD.

Miami 3, Tennessee 37. Ich hab nur ganz wenig gesehen, aber die größte Auffälligkeit: Miami 4 Turnovers, Tennessee 0. Zwischendurch führte Tennessee schon uneinholbar und QB Locker hatte 4/14 komplettierte Pässe, es ist also nicht so, als wären die Titans mit großartigen spielerischen Mitteln drüber gefahren. Für Miami offenbar eine giornata no (zu deutsch: Scheißtag), wie die Italiener zu sagen pflegen.

Minnesota 34, Detroit 24. Detroits Offense lag, soweit ich das sehen konnte, zweieinhalb Viertel unter der Erde, insofern sind die 207yds von WR Calvin Johnson mit Mülleimerzeit-Yards zu erklären. Im Schlussviertel hätte es noch einmal spannend werden können, aber dann brach RB Peterson durch und brachte das Spiel auf 31-17, danach fumbelte Johnson das Ei weg und Detroits Felle schwammen davon. DET nun 4-5 und mit einem beinharten Rest-Schedule (plus verlorenem Tie-Breaker gegen MIN) wohl aus dem Playoff-Rennen.

New England 37, Buffalo 31. Stat des Tages wurde schon in den Kommentaren gepostet: Buffalo mit 14 Strafen für 148yds, und nach allem was ich in der ersten Halbzeit auf Twitter aufschnappen konnte, sollen ein oder zwei fragwürdige Dinger dabei gewesen sein.

Baltimore 55, Oakland 20. Auch Oakland mit über 100yds Strafen und 3 Turnovers.

[22h19] Geht los mit einem spektakulären TD-Pass #3 Russell Wilsons auf WR #81 Tate, der höher als CB Wilson (?) springt und die sehr schnelle Führung markiert.

[22h17] So schnell waren noch selten alle 19h-Spiele fertig. Derweil geht es in Seattle schon los mit Seahawks-Jets.

[22h15] Buffalos QB Fitzpatrick wird einen Tick zu übermütig, feuert den Ball etwas überhaspelt in die EndZone, übersieht, dass CB #32 McCourty in der Passroute stand. INT McCourty, Game over. New England mit einem dicken, fetten blauen Auge davongekommen.

[22h13] 33sek to go, und Buffalo an der 14yds-Line.

[22h12] RB Jackson lässt sich von MLB Spikes das Ei aus der Hand schlagen, Ball bleibt bei den Bills, aber aufgrund einer Verletzung verliert Buffalo sein letztes Timeout.

[22h05] Noch eine Schrecksekunde für die Saints: QB Ryan feuert gaaaaanz tief und WR White ist meterweit seinem Cornerback enteilt. Und dann hat White Probleme, den Ball einzuschätzen und fängt ihn nicht. Ein Play später ist die Perfect Season gegangen und es dürften gleich die 72er Dolphins eingeblendet werden. Ich wechsel damit ins flaggenüberflutete Foxboro, wo Buffalo ein Comeback-Versuch startet.

[22h01] 37 Sekunden. 69yds für Atlanta to go – ausgerechnet Atlanta (0.2 PEN-yds per Play, #1 in der NFL) kassiert einen dummen Penalty!

[21h56] Nada. GoalLine-Stand der Saints (wie schon gegen die Buccs) und im 4th down hängt CB #33 Greer alles rein was er hat und schlägt den Ball zu Boden, während im Eck ein völlig vereinsamter TE Gonzalez flucht. 1:42 to go. Zwei Timeouts für Atlanta (eines wurde bei einer verlorenen Challenge weggeschmissen).

[21h51] Eine weitere blitzsaubere Angriffsserie der Falcons, die 2:00 vor Schluss an der 1yds-Line stehen – vielleicht war es sogar gut, dass WR Douglas nicht schon jetzt in die EndZone ging. Masterplan nun: Falcons TD, Saints FG und wir haben eine Overtime in einem sehr attraktiven Spiel…

[21h44] Calvin Johnson fumbelt in den Twin Cities das Ei weg, RB #35 Bell kämpft noch verbissen drum, aber Minnesota recovered und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Spiel gegen Detroit gewinnen.

[21h42] NO 31, ATL 27. Am Tag der Tight Ends macht erneut Jimmy Graham den Play des Drives, aber in der RedZone hält Atlantas Deckung gut genug, um wenigstens den Schaden zu begrenzen.

[21h34] NO 28, ATL 27. Nach einem sehenswerten tiefen Catch Julio Jones‘ kommt an der GoalLine wieder die heute exzellente Lauf-Defense der New Orleans Saints zum Tragen. Atlanta muss ein billiges 20yds-FG nehmen, das wenigstens die Punktedifferenz soweit verkleinert, dass nun selbst bei Saints-TD das Spiel nicht außerhalb eines Scores gerät (8pts).

[21h28] Die Falcons machen es interessant, bringen per zwei Blitzer Druck und können in der Secondary eng und physisch verteidigen. Atlanta bekommt nun 12min vor Schluss gute Feldposition.

[21h25] Späte Lions-TD-Counter: II.

[21h23] NO 28, ATL 24. Sie haben sich am Riemen gerissen und den TD dann auch tatsächlich gescort: TE Gonzalez macht den nächsten Tight-End-TD in diesem Spiel (muss der vierte oder fünfte sein).

[21h14] Ende drittes Viertel in New Orleans. Die Falcons beißen sich langsam wieder zurück in die Partie, u.a. dank der Rückkehr von #11 Julio Jones, der wenigstens wieder eine ernsthafte Alternative für White/Gonazalez stellt.

[21h08] Hola! Noch 3min im dritten Viertel und der Lions-Angriff ist bereits in Schwung gekommen.

[21h04] Die angekündigte Aufstockung des Bengals-Punktekontos ist erfolgt und für die Giants schaut es langsam nach Nachmittag zum Vergessen aus. Und dann kommt noch dazu, dass heute in der schwächelnden Divisionskonkurrenz entweder Dallas oder Philadelphia gewinnen muss.

[21h01] Wuchtiger Pass Rush der Saints, die die Falcons mittlerweile völlig verunsichert haben. Was Atlanta mit seiner Offense in diesem dritten Viertel versucht, hat nicht mehr viel von „Konzept“.

[20h56] Weiterhin unterirdische Vorstellung der Lions-Offense. Ob man sich wieder alles für die drei Touchdowns im Schlussviertel aufbewahrt?

[20h53] NO 28, ATL 17. Nach einem tollen One-Hand-Catch von WR #16 Lance Moore ist es den Saints ein Leichtes, erst mit ein paar Tippelschritten des RBs Ingram, dann mit einem völlig ungedeckten WR #12 Colston die nächsten Punkte gegen eine konfuse Falcon-Defense zu scoren. Sieht aktuell nicht gut für Atlanta aus.

[20h48] Fumble von Giants-RB Bradshaw und damit die Chance für die Bengals, aus ihrer spielerischen Überlegenheit auch punktemäßig wieder mal Kapital zu schlagen.

[20h46] QB Ryan probiert eine tiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiefen Ball für den völlig unbekannten WR Davis – wird abgefangen, aber weit in der gegnerischen RedZone, da wäre ein Punt kaum besser gewesen.

[20h44] Ich höre gerade, dass Julio Jones questionable sein soll.

[20h40] Ich werde jetzt wieder zurück in den Superdome wechseln. Meine quadratischen Augen sehen heute lieber großes TV-Bild als kleinen Gamepass.

[20h38] Die Giants eröffnen die zweite Halbzeit mit einem 3’n’out, gegen Cincinnatis Pass Rush untergehend. Cincinnatis Pass Rush ist überhaupt ein Thema für sich: Die Sack-Zahlen sind nicht unterirdisch, aber optisch läuft die Sache vor allem über den Einzelkämpfer DT Geno Atkins. Diesmal unterstützen LE #91 Geathers und OLB Burfict und begraben Eli Manning.

[20h34] Grausames Spiel in Miami vor halbleerem Stadion: Tennessee führt 24-3 (!), wobei Titans-QB Locker ganze 4/14 complete geworfen hat, Miami-QB Tannehill mit 2 INTs (eine zum TD returniert), und im letzten Play vor der Pause (ein Kneel-Down von Tannehill) mit gellendem Pfeifkonzert in die Umkleidekabinen verabschiedet.

[20h30] Was ich so aus Cincinnati gesehen habe: Sehr rundes Gesamtpaket der Bengals, die gegen unkonzentrierte Giants mit 17-6 noch nichtmal klar genug führen. Auffällig sind die immer wieder auftretenden Kommunikationsschwierigkeiten in der Giants-Secondary (hervorzuheben dabei mal wieder CB #23 Webster). Die Giants ihrerseits scheitern mit ihrem Lauf schon im Ansatz (fantastische Arbeit der Front-7 der Bengals) und brachten in 22 Passversuchen 95yds (inkl. 2 Sacks) zustande.

[20h27] Halbzeit in Atlanta. In Minneapolis zwingen die Vikings Lions-QB Stafford immer wieder aus der Pocket, mit altbekanntem Resultat: Stafford bringt die Pässe dann überhaupt nicht an, Resultat ist eine sterile Lions-Offense mit nur drei Punkten in der ersten Halbzeit.

[20h21] NO 21, ATL 17. Jetzt ist es wieder Drew Brees, der den Angriff orchestriert: 36sek vor der Pause ist es für TE Graham zum zweiten Mal ein leichtes, den TD zu markieren. Wenig Druck für Brees bisher.

[20h14] Das Spiel in Atlanta ist ein Suchen und Finden von Matchups auf beiden Seiten. Zuletzt schafften es die Saints wieder, den Falcons die tiefe Option zu nehmen – sofort waren schnelle Stops und 3’n’outs an der Tagesordnung.

[20h00] NO 14, ATL 17… und Gonzalez ist im 100er-Club, was Touchdowns angeht. Atlanta sollte jeden Laufspielzug aus seinem Playbook streichen und gegen diese passive Saints-Deckung nur noch werfen und sie gewinnen die Partie 56-53.

[19h55] In der Werbepause war im Gamepass gerade die sagenhaft beknackte Pepsi-Werbung mit Brees und One Direction zu sehen.

[19h44] NO 14, ATL 10. Bäm. TE #80 Jimmy Graham zwischen den Zonen völlig alleingelassen, macht den einfachen TD und plötzlich führen die Saints.

[19h41] Im Übrigen ist WR #11 Julio Jones in zu Sicherheitschecks in die Umkleidekabine befohlen worden.

[19h37] Zum Ende des ersten Viertel grooven sich die Saints immer besser ins Spiel rein, kontrollieren mittlerweile mit ihrer Offense das Spiel, während die Falcons arge Probleme mit ihrem Tackling besitzen und die flinken Saints-WRs und RBs stets 4-5yds runtänzeln lassen.

[19h24] NO 7, ATL 10. RB #29 Chris Ivory packt einen sensationellen Lauf aus seinem Repertoire, umläuft die desinteressierten CBs #22 Samuel/#23 Robinson als wäre er Vormittag gegen Neureuther gefahren und scort per 56yds-TD. Meute im Superdome ist auf Toren, Saints im Spiel angekommen.

[19h15] NO 0, ATL 10. K Bryant versenkt nach etlichen Fehlkicks letzten Sonntag diesmal souverän – für Atlanta mögen die drei Punkte aber angesichts der Feldposition fast enttäuschend sein.

[19h13] Erstes Play Saints und CB #22 Asante Samuel hüpft wie zu besten Zeiten in einen Pass und fängt eine derart artistische Interception, dass da mancher Wide Receiver Anschauungsunterricht nehmen kann.

[19h10] New Orleans 0, Atlanta 7. Quicker Start der Falcons gegen eine sehr „softe“ Saints-Deckung. Ryan geht mittellang bzw. tief für #88 Gonzalez und #84 Roddy White und schließt mit einem intelligent designten 1pyds-Pass für Blocker „eligible receiver“ #79 Johnson ab.

[19h03] Falcons-Saints Duelle haben in den letzten Jahren gepflegt, zu den intensivsten Auseinandersetzungen zu gehören. Wer’s nachlesen will: Bei SPOX.com habe ich vor Jahren mal eine kleine Summary zu dem Duell und dem Drumherum geschrieben.

[18h50] Guten Abend. Wollen wir schauen, ob die nächsten Ungeschlagenen fallen.

College Football 2012- Simple Ranking System nach Woche 11: Aggieland

SRS

Whut dat?

Nach einem gestrigen Spieltag mit wichtigen BCS-Implikationen heute ein Blick auf die „Stärke“ der Teams im College Football, die nicht gleichzusetzen ist mit dem BCS-Ranking, das Stärke und „Verdienst“ auf verworrene Art und Weise zu kombinieren versucht.

Das Simple Rating System eignet sich für künftige Spielprognosen (Differenz zwischen den SRS zweier Mannschaften kann als Spread herangezogen werden) und ist ergo ein einfaches Tool zum „Power-Ranking“ im College-Football. Weil es ein Punktdifferenz-basiertes Ranking ist und Sieg/Niederlage prinzipiell nicht beachtet, eignet es sich natürlich nicht für die BCS, die natürlich das wichtigste Ergebnis eines Spiels, das Endresultat, berücksichtigen muss.

NR. UNIVERSITÄT         SRS     W-L
#1  Alabama            28.3     9-1
#2  Oregon             27.5    10-0
#3  Kansas State       24.5    10-0
#4  Texas A&M          23.0     8-2
#5  Oklahoma           20.9     7-2
#6  Florida            20.3     9-1
#7  Georgia            18.5     9-1
#8  Notre Dame         18.4    10-0
#9  Louisiana State    17.3     8-2
#10 South Carolina     17.1     8-2

Alabama bleibt also #1 im Simple Rating System, aber die Spitze wird enger: Oregon nur noch 0.8 Punkte zurück. Bemerkenswert ist der Aufstieg der Texas A&M Aggies, schon im vergangenen Jahr ein Liebling des SRS (an #14 im Endranking trotz 7-6 Bilanz), was damals daran lag, dass sie extrem viele hauchzarte Niederlagen kassiert hatten. Primär auf jenem Ranking hatte ich die Aggies als größten Sleeper vor dieser Saison gesehen und geschrieben:

The dark horse. Und die Aggies haben eine interessante Mannschaft. 2011 mit 7-6 völlig abgeschmiert, aber das waren bis auf eine einzige Niederlage richtig krasse Dinger, Kollapse, verschossene Field Goals, alles war dabei, und eine 1-5 Bilanz in engen Spielen (und vier davon mit maximal vier Punkten). Excel rankte Texas A&M bei mir auf den 14ten Platz.

Reaktion: Head Coach Mike Sherman wurde in die NFL entlassen und durch den aufstrebenden Kevin Sumlin aus Houston ersetzt. Für Sumlin ist das ein Traumszenario: Kann auf einem potenziell gigantischen Sleeper aufbauen und die Hardware (Siege) einsacken, die der Vorgänger aufgebaut hatte.

Ich war skeptisch gewesen, was die sofortige SEC-Kompatibilität anbelangte, aber dank einiger famoser Einzelspieler (Manziel an vorderster Front) plus einer extrem physischen Offensive Line scheinen sich diese Bedenken als unbegründet zu erweisen.

Im Conference-Ranking dienen die Durchschnittswerte der jeweiligen Conference-Mitglieder als Basis für das Ranking. Wie schon in der vergangenen Saison führt die Big 12 Conference das Feld an:

NR. CONFERENCE       SRS   BESTES TEAM  RK
#1  Big 12          10.6   Kansas St     3
#2  SEC             10.1   Alabama       1
#3  Pac-12           8.2   Oregon        2
#4  Big Ten          4.0   Ohio St      18
#5  ACC             -0.4   Florida St   12
#6  Big East        -1.5   Cincinnati   43
#7  MWC             -5.2   Fresno St    28
#8  Sunbelt         -6.0   ULM          59
#9  WAC             -6.5   Utah St      20
#10 C-USA           -9.1   UCF          45
#11 MAC             -9.3   NIU          31

    Independents     2.7   Notre Dame    8

Als Erklärung hierfür sei die „Kopflastigkeit“ der SEC genannt: Yup, gleich sechs Teams scheinen in den Top-10 auf, aber dahinter wird das Feld schnell ausgedünnt: Mizzou an #33 ist der nächste, danach folgen Mississippi State (#38), Ole Miss (#44), Vanderbilt (#46), Tennessee (#51) und Arkansas (#55) im Mittelfeld auf, während die beiden bodenlos schwachen Teams von Auburn (#80, SRS -4.2) und Kentucky (#88, SRS -8.1) in den Niederungen rangieren, wo sich Troy, East Carolina und Texas State tummeln.

Schaut man sich die Ergebnisse der Mittel- und Unterklasse der SEC in out of conference-Spielen an, so lässt sich die verlorene Spitzenposition dieser stolzen Conference als Gesamtes verstehen.

Die Big 12 mag trotzdem leicht überschätzt sein, was an der Offensivlastigkeit dieser Conference liegt (das SRS favorisiert ganz leicht offensivorientierte Conferences). Auf der anderen Seite sprechen wir beim Leader Kansas State von einer eher defensivorientierten Mannschaft, was deren SRS von 24.5 noch eindrucksvoller ausschauen lässt.

Die Big 12 ist weniger top-heavy, dafür aber sind alle Teams außer Kansas (#79 mit SRS -4.1) in den Top-50 gerankt – wobei die große Überraschungen ist, dass Iowa State (#36) vor West Virginia (#49) gerankt ist.

Weiters fällt auf, dass nur vier Conferences einen im Schnitt positiven SRS haben, die ACC schon leicht negativ ist und die BCS-Conference Big East erneut abgrundtief schlecht abschneidet: Das durchschnittliche Team der Big East ist gegen das durchschnittliche Team der kompletten FBS (Division I-A) mit 1.5 Punkten Außenseiter, das beste Team mit Cincinnati nur an #43 gerankt.

NFL Week 10 Preview, der Sonntag

Der Herbst geht mir eindeutig zu schnell. Wir schreiben schon den zehnten Spieltag! Kurz zum Sendeplan: ESPNA ist wieder komplett mit dabei, SPORT1+ wird heute erst zum Sunday Night Game einsteigen. Und damit zum Schnelldurchlauf.

New Orleans Saints – Atlanta Falcons

TV-Programm

ESPN America LIVE

So, 19h   NO - ATL
So, 22h25 SF  - STL
So, 02h20 CHI - HOU
Mo, 02h30 PIT - KC

ESPN America Tape

Mo, 13h30 NE  - BUF
Mo, 16h   PHI - DAL
Mo, 18h30 CHI - HOU
Di, 13h   PIT - KC

SPORT1+ LIVE

So, 02h20 CHI - HOU
Mo, 02h30 PIT - KC

PULS4 LIVE

So, 22h40 PHI - DAL

Unterschiedliche Voraussetzungen für die Franchises, die nun seit vier, fünf Jahren die NFC South kontrollieren. Atlanta (8-0) ist noch ungeschlagen, New Orleans (3-5) fightet verzweifelt um den Anschluss im harten Wildcard-Rennen der NFC. Ich könnte an dieser Stelle sämtliche Previews der letzten drei Jahre reinkopieren, denn wir erleben eigentlich nix Neues: Saints mit Passfeuerwerk und offener Secondary, Falcons mit grundsolider, ausbalancierter Offense und einer wenig Aufsehen erregenden, aber effizienten Defense.

Was neu ist: Atlanta ist favorisiert, aber trotzdem erwartet irgendwie jeder, dass die Falcons „fällig sind“ und in Kürze ihr erstes Spiel verlieren werden. Ohne in das Muster des Spielerfehlschlusses verfallen zu wollen, rieche ich doch leichtes Upset-Potenzial in dieser Partie: Die Saints zeigten zuletzt einen Aufwärtstrend und schienen letzte Woche sogar den Ausfall von Irrwisch Darron Sproles erstmals wirklich gut kompensieren zu können.

Weitere Nachspeisen zum Abendessen

Im Vorfeld von Cincinnati – New York Giants bleibt mir ein Satz von Ron Jaworski unter der Woche im Gedächtnis: „Eli Manning’s arm looks tired“. In der Tat waren  die mittellangen Bälle für die Herren Cruz/Nicks zuletzt etwas suspekt – und Jaworski ist bei allem Fiasko als MNF-Kommentator in der Vergangenheit kein Dampfplauderer, wenn es um Spielanalyse geht.

Bei MinnesotaDetroit sind die Lions leicht favorisiert; Minnesota war zuletzt so lendenlahm im Angriff, dass der Boulevard gar nicht anders konnte, als die Schuld der Liaison QB Ponder/ESPN-Reporterin Samantha Steele zuzuschieben. Seriöserer Erklärungsansatz: WR Harvin spielt seit Wochen entweder gar nicht oder schwer angeschlagen. Nur oberflächlich bedachtes Kurzfazit: Für Detroit ein willkommener Gegner, um zurück ins Playoffrennen einer engen Division und Conference zu kommen.

CarolinaDenver ist die Rückkehr des John Fox zu jenem Team, das er einst mit disziplinierter Defense in die Superbowl geführt hatte. Fox ist mittlerweile in Denver, was viele gerne vergessen, nachdem zuletzt dort Tebow und Peyton Manning die Schlagzeilen abstaubten. Und Denver scheint spätestens seit dieser Saison „angekommen“: Die Broncos dürften in der AFC West ein Leichtes haben und gehören zu den effizientesten Teams.

Bei MiamiTennessee wird QB Locker nach wochenlanger Verletzungspause zurückkehren. Favorisiert ist trotzdem Miami, u.a. weil deren junger QB Tannehill seit Wochen mehr als bloß brauchbare Ansätze zeigt.

Philadelphia – Dallas und der Rest ab 22h

Eagles und Cowboys sind 3-5 und torkeln mit stark besetzten, aber undisziplinierten Mannschaften dem Aus entgegen; ich habe im Vorfeld der Partie keine Ahnung, was wir erwarten dürfen, nachdem sich beide zuletzt haarsträubende Fehler in hanebüchenen Niederlagen gönnten (Spiel live bei PULS4 ab 22h40).

Lockerer gehen es die 49ers an, die nach der Bye Week nicht bloß haus-, sondern turmhoher Favorit gegen die Rams sein dürften (Spiel ist live bei ESPNA). Spannender dürfte es der Divisionsrivale Seattle machen, der daheim gegen die leicht ausrechenbare Jets-Defense antreten wird. Seattle pflegte zuletzt, solch eindimensionale Offenses wie Sanchez & Co. schon im Ansatz niederzumachen. Allerdings besitzen die Seahawks trotz der Combo QB Wilson/RB Lynch eine bloß durchschnittliche eigene Offense.

Sunday Night Game

Chicago (7-1) gegen Houston (7-1) ist vom Record her das Spiel des Tages, aber von Wichtigkeit primär für die Hausherren, nachdem Houston fast freie Bahn in die Post Season hat, und sich in einem Interconference-Spiel auch eine Pleite leisten kann.

Wie hörte ich gestern auf der Heimfahrt in einem Podcast mit Greg Cosell (NFL Films)? Die Bears sollten es mit ihrer löchrigen Protection tunlichst vermeiden, von ihrer „Base-Formation“ abzurücken, da die Texans in der „Dime“-Aufstellung einen Haufen Stuff aufführen, inklusive massierter Blitz-Schemen, die QB Cutler und seiner Gesundheit nicht allzu gut bekommen dürften.

Auf der anderen Seite dürfte das Matchup der Texans-Offenseline gegen Julius Peppers und Co. zu den hochkarätigsten der kompletten Saison gehören; die Bears tendieren auffällig dazu, in ihrer D-Line durchzurotieren und die Herren Peppers, Idonije oder Paea überall, links, rechts, in der Mitte, aufzustellen und somit gegnerischen Blocker völlig zu verwirren.

Alles in allem besitzen die Texans die bessere, ausgefeiltere Mannschaft, aber sie spielen auswärts in einem Stadion mit legendär schlechter Spielunterlage, und sie spielen gegen eine Secondary, die nicht bloß sehr gut deckt, sondern in dieser Saison auch historisch viele Turnovers provoziert und returniert…

Tipps

Siegertipps sind groß geschrieben.

Cincinnati – NY GIANTS
MIAMI – Tennessee
Minnesota – DETROIT
NEW ENGLAND – Buffalo
NEW ORLEANS – Atlanta
Tampa Bay – SAN DIEGO
Carolina – DENVER
BALTIMORE – Oakland
SEATTLE – NY Jets
Philadelphia – DALLAS
SAN FRANCISCO – St Louis
CHICAGO – Houston
PITTSBURGH – Kansas City