Tee und Kuchen für die Sofa-Quarterbacks

Woche 10 ist fast geschlagen, und die Sofa-QBs schauen auf einen eindimensionalen Gefallenen, unerwartet Mutige und Regenwetter und machen die Reise nach Jerusalem mit, wenn es um die frei werdende Plätze auf den Trainerbänken geht. Mit Kai Pahl/Allesaussersport, Christoph Fetzer/Laola1.tv + Forechecker, Moderator Andreas Renner/SKY, und heute auch wieder meiner Wenigkeit – wenn auch noch leicht von einem laaaaaaaaangen Wochenende.

MNF #10 Preview, Steelers – Chiefs

Vor dem heutigen Monday Night Game (02h30 LIVE bei ESPN America und SPORT1+) stehen zunächst mal zwei Leute im Fokus. Der erste ist Todd Haley, OffCoord bei den Steelers, und mitten in der letzten Saison in Kansas City nach drei wechselhaften Jahren entlassen. Der andere ist Chiefs-Chefcoach Romeo Crennel, ein Mann, der die Zügel gerne schweifen lässt, letzte Woche seinen #2-CB Routt rausschmiss und sich selbst als DefCoord feuerte, und in acht Spiele als Head Coach (bei den Browns) gegen die Pittsburgh Steelers achtmal verlor.

Die 5-3 Steelers gegen die 1-7 Chiefs: Das Monday Night Game verspricht nicht unbedingt, ein extrem spannendes zu werden.

Die Chiefs-Offense ist dabei der Hauptgrund: Fassungslose 29 Turnovers in acht Spielen (3.6/Spiel) stehen zu Buche, und das, obwohl QB Matt Cassel bisher eher als blasser Verwalter mit begrenzter Fehleranzahl durchgegangen war (Cassel mit 11 INTs in nur 235 Passversuchen).

Da spricht einiges dafür, dass die Chiefs heute Nacht wieder den „Ground Game“-Modus anmachen werden und über RB #25 Jamaal Charles und RB #40 Peyton Hillis kommen werden, um die ganz großen Bolzen zu vermeiden und möglicherweise mit längeren Drives die Uhr kontrollieren können, um nicht allzu viele Drives spielen zu müssen.

Auf der anderen Seite werden auch die Steelers nicht zu viel werfen wollen: WR #84 Brown ist verletzt, und zuletzt gewann das Laufspiel um RB #33 Redman an Potenz, auch weil man dem Rookie-OT Mike Adams von Ohio State nachsagte, ein fantastischer Lauf-Blocker zu sein.

Auf der anderen Seite ist es Haley auch zuzutrauen, gegen die Routt-losen Chiefs gnadenlos tief zu gehen und eine 42-3 Demontage gegen den (von ihm) verhassten GM Pioli einzufahren…

Als Warnung für Pittsburgh vor Übermut sollte allerdings das letztjährige Duell mit Kansas City dienen. Damals prügelten sich Chiefs und Steelers zu einem punktearmen Spiel mit vier Steelers-Turnovers; am Ende gewann damals trotzdem Pittsburgh knapp 13-9.

Wdh. bei ESPNA morgen 13h.