Recap – Sunday Night Game #11, Steelers vs. Ravens

Die Spoilerwarnung voraus.

Ich hatte ein eher untypisches Spiel zwischen Steelers und Ravens erwartet gehabt, aber am Ende ein Spiel mit bloß 23 Punkten und doch weitgehend ziemlich pulverisierten Offenses. Baltimore gewann knapp 13-10 und führt somit erstaunlich deutlich die AFC North an (8-2 vs. 6-4 Steelers, plus Tie-Breaker zur Hälfte gewonnen), aber das Spiel war auf Münzwurfniveau und hätte in beide Richtungen gehen können.

Hervorzuheben ist in allererster Linie die Steelers-Defense, die den Ravens-Angriff über 60 Minuten so dermaßen unter Kontrolle hatte, dass man eigentlich minütlich auf die weiße Fahne von OffCoord Cam Cameron gewartet hatte. Der längste Drive war 48yds, dann 41yds und der Rest waren überwiegend 3’n’outs bzw. 4’n’outs und 5’n’outs. Flacco zwar mit 20/32 complete, aber für mickrige 164yds – wenigstens vermied Flacco die größten Bolzen. Auch das Laufspiel am Boden: Rice und Co. mit 47yds in 23 Versuchen.

Den Unterschied machte PR #12 Jacoby Jones, ein alter Bekannter aus Houston, der bei einem geduldig vorgetragenen Punt Return über 63yds den einzigen Ravens-TD scorte. Die anderen Punkte waren ein Field Goal nach einem Steelers-Fumbles nahe deren eigener RedZone und ein Field Goal nach dem zweitlängsten Ravs-Drive über 41yds.

Pittsburgh war spielerisch mit seiner Offense besser, aber fehleranfälliger: 3 Turnovers, die das Spiel letzten Endes entschieden. Dabei hatte das Spiel unglaublich gut begonnen, und „unglaublich“ ist dabei keinerlei Übertreibung für den, der QB Byron Leftwich nach 43 Spielsekunden einen 31yds (!)-Scramble zum Touchdown runterholzen sah.

Byron Leftwich. Der vermutlich immobilste Quarterback in der NFL-Geschichte.

Leftwich gehört ja mit diesem Spielstil zu meinen absoluten Favoriten. Normalerweise nicht in der Lage, einem 200kg-Bomber aus dem Weg zu stapfen und mit einer Wurfbewegung so einzigartig grobmotorig, dass ein Tim Tebow der reinste Techniker dagegen ist, aber es gibt keinen anderen Quarterback, der vom hinteren Fuß aus mit solchem Speed einen 70yds-Pass downfield feuern kann.

Leider war Leftwich aber auch sehr unpräzise. Gut die Hälfte der Bälle waren incomplete, und wenigstens die Hälfte davon gehen IMHO auf Leftwichs Kappe: Zu sehr forcierte Bälle, zu hart geworfen, zu hoch, zu niedrig, etc. Das alte Lied. Gegen Spielende wurden die Bälle dann schließlich auch immer lahmer und lahmer… und der Ärger Richtung PlayCalling von OffCoord Todd Haley immer größer.

Trotzdem hätte Pittsburgh eigentlich gewinnen müssen. Eine Interception in Punktenähe und eine für Mike Tomlin erstaunlich konservative (um nicht zu sagen: verwerfliche) Entscheidung, mit nur noch wenigen Minuten und nur noch einem Timeout ein Field Goal aus 22yds kicken zu lassen, was einem 4th-and-goal von der 4yds-Line entspricht. Bei 7-13 Rückstand so spät im Spiel IMHO ein no brainer, auf den TD zu gehen, selbst wenn deine Defense das gegnerische Laufspiel so total im Griff hat.

Und dann begingen die Steelers zwar nicht viele, aber hirnrissige Strafen. So mit 2:00 to go ein Offside. Baltimore hätte punten müssen, bekam dadurch aber einen weiteren Spielzug geschenkt, der zwar nicht zum neuen 1st down führte, aber aufgrund eines Sacks weitere 45, 50 Sekunden von der Uhr verstreichen ließ.

Bleibt zu konstatieren: Baltimore gewann, aber es war kein überzeugender Sieg.

3 Kommentare zu “Recap – Sunday Night Game #11, Steelers vs. Ravens

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